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Der
Argentinier Juan Manuel Fangio wurde 1911 in Balcarce geboren. Er wurde
als einziger Fahrer fünf mal Weltmeister, daneben errang er sich noch
zwei Vizeweltmeistertitel.
Fangio kam erst in "hohem" Alter von 37 Jahren zu ersten Erfolgen im europäischem Motorrennsport. Doch dann ging es Schlag auf Schlag. 1950 kam er zur neugegründeten Formel 1, wo er gleich Vizeweltmeister hinter Nino Farina wurde. Im Folgejahr konnte er erstmals den Weltmeistertitel gewinnen. 1952 ereilte ihn ein schwerer Unfall in Monza, wo er sich das Genick brach. Er rang mehrere Stunden mit dem Tod. Zum Unfall kam es, weil er zusagte, nach einem Rennen in Budapest auch in Monza teilzunehmen. Da er den Anschluss verpasste und schliesslich selber die ganze Nacht von Paris nach Monza fahren musste, kam er gerade mal eine halbe Stunde vor Rennbeginn an und ging völlig übermüdet an den Start. Im folgenden Jahr kehrte er jedoch wieder auf die Piste zurück und schloss die Weltmeisterschaft wieder auf dem 2. Platz ab. 1954 verliess Fangio Maserati und ging zu Mercedes, wo er den zweiten Titel gewann. In den folgenden drei Jahren war er nicht mehr zu schlagen und gewann so insgesamt viermal hintereinander den Titel. 1958 fuhr Fangio am Grand Prix von Frankreich sein letztes Rennen und
trat danach zurück. Seine Ausbeute an Siegen gegenüber den Starts
wird wohl nie übertroffen werden.
1955 kam er nach Europa. Sein Fahrstil war stark geprägt von den Rennen, die er in Australien fuhr, hier aber nicht zur Geltung kamen. Er änderte schon bald seinen Fahrstil und entwickelte sich zu einem regelrechten Kopffahrer. Nach anfänglich wenig erfolgreichen Jahren schaffte er 1959 erstmals den Gewinn des Weltmeistertitels. 1960 doppelte er mit dem zweiten Titel und 5 weiteren Siegen nach. Nachdem die nächste Saison wenig erfolgreich verlief, konstruierte er seinen eigenen Rennwagen und gewann 1966 als erster Fahrer in seinem eigenen Fahrzeug einen Grand Prix. Weitere Siege folgten. Der Lohn war der dritte Weltmeistertitel. 1967 musste er sich von seinem eigenen Teamkollegen Denis Hulme geschlagen geben und wurde Vizeweltmeister. 1970 trat Jack Brabham vom Rennsport zurück, doch sein Auto fuhr
noch bis 1992 erfolgreich Rennen. Insgesamt konnte der Brabham-Stall 35
Siege verzeichnen.
Nachdem sein Partner Peter Collins beim Grand Prix von Deutschland 1958 tödlich verunglückte, rückte Hill nach. 1960 konnte er ein Rennen und 1961 nebst dem Weltmeistertitel zwei Rennen gewinnen. Obwohl er 1961 Weltmeister wurde, konnte er sich über diesen Titel nie freuen. Denn der bis anhin führende Wolfgang Graf Berghe von Trips kam beim Grand Prix von Italien ums Leben. Hill verlor seinen Freund und Teamkollegen. Nachdem er 1962 "nur" noch Podiumsplätze erreichte, wechselte er zu ATS, die ihm zwei katastrophale Jahre bescherte. Er widmete sich fortan wieder den Langstreckenrennen, ehe er sich 1967 ganz aus dem Rennsport zurückzog. Er verstarb 2008 im Alter von 81 Jahren.
Während sechs Jahren dominierte Jim Clark die Konkurrenz beinahe nach Belieben. Er erzielte 25 Siege in nur 72 Rennen. Wo heute Neid und Missgunst unter den Fahrern herrscht, anerkannten die Rivalen von Jim Clark seinen überlegenen Fahrstil. Instinktiv lotete er die Möglichkeiten der Autos und Rennstrecken aus. Ein dunkler Schatten über Jim Clarks Karriere warf der Unfall beim Grand Prix von Italien 1961. Clarks Lotus kam mit dem Ferrari von Wolfgang von Trips in Berührung. In der Folge wurde von Trips Auto in die Zuschauerränge katapultiert und tötete mehrere Besucher sowie von Trips selbst. 1963 dominierte er die Weltmeisterschaft in eindrücklicher Manier. Von 10 Rennen gewann er deren 7. Parallel zur Formel 1 fuhr Jim Clark auch bei anderen Rennen mit. So gewann er 1965 nebst dem Formel-1-Weltmeistertitel auch das 500 Meilen-Rennen von Indianapolis. Der Tod schlug unerwartet zu. Bei einem unbedeutenden Formel-2-Rennen
kam Clark bei nasser Strasse von der Piste ab und sein Wagen zerschellte.
In seinem ersten Formel-1-Jahr erzielte er den vierten Schlussrang. Im Folgejahr schlug seine grosse Stunde. Er gewann nebst zwei Rennen auf die Weltmeisterschaft und verwies seinen Teamkollegen und Arbeitgeber Jack Brabham auf den 2. Rang. Dies führte schliesslich zum Bruch, da Brabham weiterhin die erste Geige spielen wollte, Hulme jedoch nicht die zweite. Er wechselte zu McLaren und gewann bis 1974 sechs weitere Rennen. Das grosse Geld verdiente er jedoch im Canadian American Cup, die er 1968 und 1970 gewinnen konnte. 1974 trat Hulme vom Rennsport zurück. Erst Ende der 70er, anfangs
der 80er Jahre fuhr er wieder bei Tourenrennen mit.
Hulme war bekannt für seine ruppige Art gegenüber Journalisten,
was ihm den Übernamen "Bär" einbrachte. Gegen Ende seines Lebens
wandelte er sich jedoch zum freundlichen Mann, der gerne Auskunft gab.
Es dauerte aber bis 1968, ehe er zu den absoluten Spitzenfahrern zählte. 1968 wurde er Vizeweltmeister und im folgenden Jahr sicherte er sich den Weltmeistertitel mit sechs Siegen. Stewart war nach Jim Clark der zweite Schotte, der diesen Titel gewann. Von 1971 bis 1973 beherrschte er weiterhin den Formel-1-Zirkus. Mit insgesamt 15 Siegen in drei Jahren feierte er zwei weitere Weltmeistertitel und 1972 den Vizeweltmeistertitel. Zusammen mit seinem Teamkollegen Francois Cevert waren sie das Team. Cevert gewann in diesen 3 Jahren ein Rennen und wurde 10 mal Zweiter, meist hinter seinem Teamkollegen Stewart. Im April 1973 kündigte Jackie Stewart seinen Rücktritt bei
Ken Tyrrell an. Er wollte seinen 100st und letzten Grand Prix in Watkins
Glen bestreiten, als sein Teamkollege Cevert im Training tödlich verunglückte.
Stewart verzichtete auf das Rennen und gab seinen Rücktritt offiziell
bekannt.
Das Talent von Emerson Fittipaldi war nicht mehr zu übersehen und
Colin Chapman, seines Zeichens Teamchef von Lotus, ermöglichte ihm
erstmals einen Start in der Formel 1 - an der Seite von Jochen Rindt. Rindt
war auf dem Weg zum Weltmeistertitel, als er tödlich verunglückte.
Fittipaldi nahm dessen Platz ein und gewann bereits bei seinem vierten
Einsatz seinen ersten Grand Prix.
1980 trat Fittipaldi aus dem Rennsport zurück, seinen 1975 gegründeten
Rennstall Copersucar stellte er mangels Erfolg 1982 ein.
Als er 1976 den furchterregenden Unfall hatte, wo er sich lebensgefährliche
Verbrennenungen zuzog, die ihn auch heute noch kennzeichnen, dachte man,
dass seine Karriere beendet sei. Doch nur sechs Wochen später sass
er wieder im Cockpit. Trotzdem verlor er die Weltmeisterschaft an James
Hunt, der gerade mal mit einem Punkt Vorsprung Niki Lauda schlagen konnte.
1979 erklärte er erstmals seinen Rücktritt, um sich dem Aufbau einer eigenen Fluggesellschaft widmen zu können. Als er durch die Airline in einen finanziellen Engpass kam, kehrte er 1982 auf den Circuit zurück. Die zweite Karriere des Niki Lauda wurde Tatsache, die er mit dem dritten Weltmeistertitel 1984 - mit gerade mal einem halben Punkt Vorsprung auf Alain Prost - abrundete. 1985 kam der endgültige Rücktritt aus der Formel 1.
James Hunt wechselte zu McLaren und das Jahr 1976 stand ganz im Zeichen des Duells zwischen Hunt und Lauda. Hunt fuhr oftmals an den Grenzen des Reglements, schliesslich wurde ihm der Sieg in Brands Hatch aberkannt und Lauda zugesprochen. Danach hatte Lauda den schrecklichen Feuerunfall und musste zwei Rennen pausieren. Die Entscheidung um die WM fiel im letzten Rennen. Lauda gab das Rennen infolge Regens aus Sicherheitsgründen auf, James Hunt wurde dank eines dritten Platzes mit einem Punkt Vorsprung Weltmeister. In seiner aktiven Laufbahn war Hunt bekannt für Sex, Drogen und
Rock'n Roll. Dieses Image haftete ihm auch später an, obwohl er längst
"geläutert" war. 1993 verstarb James Hunt an einer Herzattacke.
In der Formel 1 fuhr er von 1968-1975 nur sporadisch mit, feierte aber
dennoch 1972 seinen ersten Grand-Prix-Sieg.
Danach folgte eine schwere Zeit. Lotus war nicht mehr konkurrenzfähig
und auch sein neuer Rennstall Alfa Romeo führte zu keiner Besserung.
Seine Einsätze in der Formel Ford und der Formel 3 überzeugten,
1972 erhielt er die Chance, erstmals in der Formel 1 Fuss zu fassen.
Als er 1977 bei Wolf unterschrieb, überraschte er alle mit diesem Entscheid. Doch bereits in seinem ersten Jahr sicherte er sich mit dem Wolf den Vizeweltmeistertitel. Scheckter war der einzige Fahrer, der mit dem Rennstall Wolf Siege erzielen konnte (insgesamt 3). Als Scheckter 1979 von Ferrari engagiert wurde, hatte er endlich ein Auto zur Verfügung, mit dem er den Weltmeistertitel erobern konnte. Scheckter eroberte den Titel jedoch nicht durch Glanzleistungen als vielmehr durch eine beständige Saison. Kritiker schätzten seinen Teamkollegen Gilles Villeneuve weitaus höher ein. Nach einer missratenen Saison 1980 bei Ferrari trat er vom Formel-1-Business
zurück.
Erste Erfolge erzielte er im Kart und in der Formel Super V, ehe er nach Europa kam und 1978 die Formel-3-Meisterschaft gewann. In diesem Jahr feierte er auch sein Debüt mit Ensign und McLaren in der Formel 1 mit vier Rennen. Danach wechselte er zu Brabham und erzielte einige seiner grössten Erfolge, darunter 2 Weltmeistertitel. Sein erster Titel ging ganz knapp an ihn. Obwohl Carlos Reutemann einen passablen Vorsprung in der Meisterschaft hatte, bekam er derart das Nervenflattern, dass er beim letzten Rennen gerade mal noch 1 Punkt Vorsprung hatte. Auch im letzten Rennen schied Reutemann aus und Piquet konnte seinen ersten Weltmeistertitel mit einem fünften Rang und einem Punkt Vorsprung entgegennehmen. Auch 1983 war ähnlich knapp. Dieses Mal war Alain Prost sein Opfer. Von den letzten drei Rennen gewann Piquet deren zwei und liess Prost zwei Punkte hinter sich zurück. Damit war Piquet gleichzeitig auch der erste Weltmeister mit einem Turbo. 1986 ereilte Piquet jedoch das selbe Schicksal. Er verpasste den Titel
um gerade mal drei Punkte und belegte am Schluss "nur" Rang 3.
In den letzten vier Jahren seiner aktiven Karriere erzielte er noch
drei weitere GP-Siege, danach trat er zurück.
Rosberg kam relativ spät zur Formel 1. Seit 1965 fuhr er in verschiedenen Rennen und erst 13 Jahre später kam sein erster Einsatz in der Formel 1. Sein spektakulärster Auftritt hatte Rosberg jedoch beim Jim-Clark-Gedächtnisrennen, als er einem Konkurrenten auf die Hinterräder fuhr und einen furchterregenden Salto schlug. Danach stieg er unverletzt aus, zog seinen breitkrempigen Hut aus dem Cockpit und verneigte sich vor den Zuschauern. Das Publikum war begeistert. Doch zurück zur Formel 1. Die ersten beiden Jahre verbrachte Rosberg in Drittwelt-Autos wie Theodore, ATS und Wolf. Nach vier Jahren Formel 1 erreichte Rosberg gerade mal einen dritten und einen fünften Platz. Doch dann lachte das Glück Rosberg zu. Alan Jones und Carlos Reutemann erklärten 1981 ihren Rücktritt. "Billig"- Pilot Rosberg wurde von Williams engagiert und dankte dies gleich mit dem Weltmeistertitel. Der Williams war als Sauger den Turbos in keiner Weise gewachsen, doch dank der Zuverlässigkeit konnte er genügend Punkte sammeln, um den Titel zu gewinnen. Doch vor allem der schlimme Unfall von Didier Pironi, der eigentlich schon uneinholbar vorne lag, ermöglichte Rosberg den Titel. Für Pironi bedeutete der Unfall das Ende seiner Karriere. Rosberg beendete seine Karriere bei McLaren, wo er ganz im Schatten
von Alain Prost stand.
1980 kam Alain Prost in die Formel 1, wo er für McLaren an den Start ging. Für die nächsten drei Jahre fuhr Prost für Renault und gewann in dieser Zeit 9 Rennen und wurde 1983 Vizeweltmeister. 1984 stand im Zeichen des Duells zwischen Prost und Lauda. Obwohl Prost sieben Rennen gewann, musste er sich mit einem halben Punkt Rückstand auf Lauda mit dem 2. Platz begnügen. 1985 und 1986 gelang es Prost endlich, jeweils den Titel des Weltmeisters zu erringen. 1987 war ein Übergangsjahr, ehe er wieder drei Jahre lang um den Weltmeistertitel mitfahren konnte. 1988 wurde er trotz sieben Saisonsiegen von seinem neuen Teamkollegen Ayrton Senna auf den zweiten Platz verwiesen, doch bereits im nächsten Jahr drehte er den Spiess wieder um. Die beiden Fahrer haben sich zu Erzfeinden entwickelt und Prost rempelte Senna im letzten Rennen von der Piste und sicherte sich so den Titel. Danach wechselte Prost zu Ferrari, wurde aber in den nächsten zwei Jahren von Ayrton Senna geschlagen. 1992 schaltete Prost eine Rennpause ein, um dann 1993 mit wehenden Fahnen auf Williams den vierten Weltmeistertitel zu erobern. Als amtierender Weltmeister trat er vom aktiven Rennsport zurück. Wegen seinen überlegten Fahrten und taktischem Geschick wurde Alain
Prost auch respektvoll "Professor" genannt.
Nigel Mansell hatte in seiner Karriere viele Fans gewonnen, da er ein unnachgiebiger Kämpfer war. Er fuhr die ersten fünf Jahre in der Formel 1 für Lotus und blieb beispielsweise 1984 beim Grand Prix von Dallas mit einem Defekt liegen. Mansell wollte das Auto noch über die Ziellinie schieben, brach dann aber ohnmächtig zusammen. Sein Wechsel 1985 zu Williams stand unter einem schlechten Stern. Er hatte zwei Horrorstürze nach Reifenplatzer und die Ärzte verordneten ihm wegen gebrochener Rippen eine Rennpause. Doch Mansell fuhr weiter und konte in dieser Saison seinen ersten Sieg feiern. 1986 und 1987 beherrschte Mansell den Grand-Prix-Zirkus, musste aber trotz fünf bzw. sechs Siegen den Titel jeweils unter dramatischen Umständen anderen Fahrern überlassen. Im letzten Rennen von 1986 platzte ihm ein Hinterreifen und damit seine Träume vom ersten Titel. 1987 erlitt Mansell Prellungen und einen angebrochenen Rückenwirbel beim Training zum zweitletzten Grand Prix. 1989/1990 fuhr Mansell für Ferrari, konnte aber nicht um die Weltmeisterschaft mitfahren. Erst sein Wechsel zu Williams brachte ihn wieder auf den richtigen Kurs. Zwar musste er sich 1991 zum dritten Mal mit dem Vizeweltmeister-Titel begnügen, doch 1992 schlug seine Stunde. Mit 9 Siegen stellte er einen neuen Rekord auf und gewann den längst verdienten Titel. Nach Misstimmungen mit Frank Williams kehrte er 1993 der Formel 1 als amtierender Weltmeister den Rücken und ging in die IndyCar-Serie, wo er alle amerikanischen Fahrer hinter sich liess und sich den Titel vorzeitig sicherte. 1994 kehrte er nochmals in die Formel 1 zurück und konnte noch
einmal ein Rennen gewinnen. 1995 schliesslich trat er nur noch zweimal
an und trat dann endgültig zurück.
Durch die Festnahme des Jordan-Piloten Bertrand Gachot nach einem Tränengasangriff
auf einen Taxifahrer, rutschte Schumacher nach. Er überzeugte
im Traininig mit einem siebten Platz und bereits ein Rennen später
fuhr Schumacher für Benetton. 1992 und 1993 konnte er jeweils einen
Saisonsieg feiern, doch 1994 - nach dem Rücktritt von Mansell, Piquet
und Prost sowie dem tödlichen Unfall von Senna - kam seine grosse
Zeit. Er eroberte sich erstmals den Weltmeistertitel mit acht Siegen. Gleichzeitig
wuchs die Schar von Kritikern gegenüber Schumacher, da er bzw. sein
Team durch unfaire Manöver auffiel. Er wurde zweimal disqualifiziert
und schoss Damon Hill im letzten Rennen ab, womit er Hill mit einem Punkt
hinter sich lassen konnte.
Danach wechselte er aufgrund eines äusserst lukrativen Angebots zu Ferrari, welcher seit 1979 keinen Weltmeistertitel mehr erobern konnte. 1996 erlangte er drei Siege und schloss die Weltmeisterschaft auf dem 3. Platz ab. 1997 führte er bis zum letzten Rennen die Weltmeisterschaft an und versuchte dann seinen Mitkonkurrenten Jacques Villeneuve abzuschiessen. Doch Schumacher verfehlte sein Ziel und landete selber im Kiesbett. Die Kommission erkannte die unfaire Attacke und schloss Schumacher im Nachhinein aus der WM-Wertung aus. 1998 verspielte Schumacher den erneuten Gewinn des Weltmeistertitels.
Er erlaubte sich einen Auffahrunfall in Spa und hatte einen Patzer beim
Start im letzten Rennen. 1999 musste er einen kleinen Rückschlag verkraften
und beendete die Weltmeisterschaft auf dem 5. Rang.
Durch den Tod des Vaters geriet die Familie in finanzielle Schwierigkeiten. Damon Hill verdiente sich seinen Lebensunterhalt als Gitarrist in der Rockband "Hitler, Sex and the Hormones". Von 1984 - 1991 fuhr er in der Formel Ford, Formel 3 und Formel 3000, konnte aber nie speziell in Erscheinung treten. Daher verwunderte es auch, dass er für 1991 einen Testvertrag mit Williams bekam. Sein Debüt in der Formel 1 hatte er ein Jahr später auf Brabham. Als Nigel Mansell zurücktrat, offerierte Williams den zweiten Startplatz an der Seite von Alain Prost dem als Verlierertyp bekannten Damon Hill. Doch Hill strafte seine Kritiker Lügen, als er gleich im ersten Jahr drei Siege erzielte und die Weltmeisterschaft auf dem 3. Platz abschloss. In den folgen zwei Jahren wurde er jeweils von Michael Schumacher auf den Ehrenplatz verwiesen. Doch 1996 war es auch für Damon Hill soweit. Mit acht Siegen nahm er den Weltmeistertitel in Empfang. Wegen Missstimmungen mit dem Team ging Hill aus finanziellen Gründen
zu Arrows, ein Jahr später zu Jordan, wo er in Spa seinen letzten
Sieg feiern konnte. Nach einer weiteren erfolglosen Saison 1999 trat er
vom Grand-Prix-Zirkus zurück.
Der Kanadier Jacques Villeneuve wurde 1971 in St.-Jean-sur-Richelieu geboren. Sein Vater war der legenädere Formel-1-Fahrer Gilles Villeneuve, der 1982 tödliche verunglückte. Seine ersten grossen Erfolge als Rennfahrer feierte er in der Cart-Serie
(Indycars). 1995 gewann er nicht nur das prestigeäträchtige Indy500-Rennen
sondern gewann im gleichen Jahr auch die Meisterschaft der Cart-Serie.
Die Saison 1997 markierte den Höhepunkt seiner Laufbahn. Nach eindrücklichen
Rennleistungen konnte er den begehrten Weltmeistertitel in Empfang nehmen.
Danach folgte der Absturz ins Mittelmass. In den kommenden Jahren konnte
er seine früheren Erfolge nicht mehr bestätigen.
Als Häkkinen bei einem Einladungsrennen den Formel-3-Champion Michael Schumacher schlug, bekam er bei Lotus einen Vertrag. Er fuhr bereits in seinem ersten Jahr in die Punkteränge. 1993 durfte er die letzten Rennen der Saison für McLaren fahren, nachdem Michael Andretti durch etliche Unfälle in Ungnade fiel. Sein zweites Rennen für dieses Team beendete er auf dem dritten Rang. Die folgenden Jahre waren nicht sonderlich erfolgreich und Ende 1995 schien seine Karriere nach einem Unfall beendet zu sein. Die Ärzte mussten noch auf der Strecke einen Luftrührenschnitt durchführen, Häkkinen schwebte mehre Tage in Lebensgefahr. Doch Häkkinen kehrte wieder zurück und konnte 1997 seinen ersten Grand-Prix-Sieg feiern. 1998 hatte Mercedes endlich ein konkurrenzfähiges Auto und Häkkinen
eroberte seinen ersten Weltmeistertitel souverän. Im Folgejahr konnte
er seinen Weltmeistertitel erfolgreich verteidigen.
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| In Erinnerung
der tödlich verunglückten Fahrer
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Jo Siffert (1936-1971) Formel 1 von 1962 - 1971
Der Schweizer Jo Siffert war der erste erfolgreiche Schweizer
im Formel-1-Zirkus. Die ersten fünf Jahre seiner Karriere verschwendete
er in schwachen Autos. Erst ab 1968, als er die Weltmeisterschaft als 7.
abschloss und erstmals ein Rennen gewinnen konnte (Brands Hatch), war er
in der Lage, seine Klasse zu zeigen. Seine beste WM-Plazierung erreichte
er 1971 als 4., zusätzlich gewann er seinen 2. GP (Zeltweg).
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Patrick Depailler (1944-1980) Formel 1 von 1972 - 1980
Depailler musste lange auf seinen ersten Sieg warten.
Sechs Jahre nach seinem Formel-1-Debüt gewann er 1978 in Monaco. 1979
konnte er einen weiteren Sieg in Spanien verbuchen, ehe er sich die Beine
bei einem Gleitschirmunfall zerschmetterte.
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Elio de Angelis (1958-1986) Formel 1 von 1979 - 1986
Elio de Angelis stammte aus reichem Hause und konnte bereits
im Alter von 20 Jahren in der Formel 1 Fuss fassen. Im ersten Jahr fuhr
er für Shadow, 1980 ging er zu Lotus.
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Stefan Bellof (1957-1985) Formel 1 von 1984 - 1985
Stefan Bellof fuhr für den Rennstall Tyrell und galt als vielversprechender Fahrer. In seinen 20 Rennen erreichte er als beste Plazierung den 4. Rang. Die von Bellof ersehnten grossen Rennen wurden bei einem Sportwagenrennen in Spa zunichte gemacht. Bei einem unverantwortlichen Überholmanöver in der Eau Rouge verunglückte er tödlich. |
Manfred Winkelhock (1951-1985) Formel 1 von 1982 - 1985
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Harald Ertl (1948-1982) Formel 1 von 1975 - 1980
Der Österreicher Harald Ertl fuhr in seiner erfolglosen
Karriere für Hesketh und Ensign. Er schaffte es nie, in die Punkteränge
zu kommen.
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