| HOME | INDEX
STUMMFILM |
DER
DEUTSCHE
STUMMFILM |
| Theodor
Loos
1883 - 1954 |
.
. Der Schauspieler Theodor Loos wurde in Zwingenberg/Hessen geboren. Nach ersten beruflichen Erfahrungen in Musikhandel und Kunstgewerbe ergriff er in Leipzig 1902 den Beruf eines Schauspielers. Über das Theater von Frankfurt kam er 1912 nach Berlin, wo er von Max Reinhardt ans Deutsche Theater engagiert wurde. Schon bald etablierte er sich als begehrter Charakterdarsteller und äusserst wandlungsfähigen Schauspieler, der vor allem dem Lessing-Theater verbunden war. In diese Zeit fiel auch Theodor Loos' Debüt beim Film. Bereits 1913 trat er im Film "Das goldene Bett" auf, dem bald weitere filmische Werke wie "Das Haus ohne Tür" (14), "Die Rache der Thora West" (15), "Der geheimnisvolle Wanderer" (15) mit seiner ersten Hauptrolle, "Homunculus" (1916), "Christa Hartungen" (17), "Es werde Licht!" (1918) und "Nachtgestalten" (1919) folgten. Die 20er Jahre waren geprägt von grossartigen Theaterrollen und Engagements in einigen der wichtigsten Stummfilme der deutschen Filmgeschichte. Viele grossen Regisseure seiner Zeit arbeiteten mit ihm. Am Theater faszinierte er mit seiner natürlichen Sprechkunst, beim Film beeindruckte er mit seinem markanten Gesicht und den ausdrucksstarken Augen, die sein Spiel vor der Kamera noch intensivierten. Die Anzahl der Filme und deren Qualität, in denen er in den 20er Jahren mitwirkte beeindrucken. Dazu gehören Produktionen wie "Kurfürstendamm" (20), "Steuermann Holk" (20), "Der Reigen - Ein Werdegang" (20), "Lady Hamilton" (21), "Jugend" (22), "Hanneles Himmelfahrt" (22), "Friedrich Schiller" (23), "Die Nibelungen: Siegfried" (24), "Die Nibelungen: Kriemhilds Rache" (24), "Der Herr der Nacht" (26), "Manon Lescaut" (26), der Klassiker "Metropolis" (26), "Die Weber" (27), "Luther" (27), "Köngin Luise" (28) und "Atlantik" (29), seinem ersten Tonfilm. Als sich der Tonfilm in den 30er Jahren endgültig etablierte, gereichte dies zum Vorteil von Theodor Loos, da nicht nur seine Schauspielkunst sondern auch seine Stimme ideal für die grosse Leinwand war. So boten ihm auch diese Jahre erneut zahlreiche Auftritte vor der Kamera, die er eindrücklich zu gestalten wusste, darunter "Rasputin, Dämon der Frauen" (30), "Zwei Menschen" (30), "1914, die letzten Tage vor dem Weltbrand" (30), "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" (31), "Yorck" (31), "Schuss im Morgengrauen" (32), "Das Testament des Dr. Mabuse" (33), "Ein gewisser Herr Gran" (33), "Wilhelm Tell" (34), "Der Student von Prag" (35), "Der alte und der junge König" (35), "Viktoria" (35), "Verräter" (36), "Der Herrscher" (37) und "Robert Koch, der Bekämpfer des Todes" (39). In den Wirren des 2. Weltkrieges konnte er seine Filmlaufbahn erfolgreich fortsetzen, u.a. agierte er in dem Propagandafilm "Jud Süss" (40), "Kora Terry" (41), "Rembrandt" (42), "Reise in die Vergangenheit" (43), "Titanic" (43) und "Der Fall Molander" (45). Nach dem Krieg konnte Theodor Loos nicht mehr an die grossen Erfolge vergangener Jahre anknüpfen, u.a. wurde ihm wie vielen anderen auch, vorgeworfen, in Propagandafilmen aufgetreten zu sein, was zu einem kurzzeitigen Berufsverbot führte. Erst nach der Rehabilitation durch die französische Militärregierung konnte er seine Laufbahn wieder aufnehmen. Theodor Loos wandte sich wieder vermehrt dem Theater zu, wo er speziell am Staatstheater Stuttgart bis zu seinem Tod engagiert war. Doch auch beim Film trat er ab und zu nochmals in Erscheinung. Dazu gehören die Filme "Mordprozess Dr. Jordan" (49), "Die Gefangene des Maharadscha" (53) und "Sterne über Colombo" (53). Theodor Loos wurde kurz vor seinem Tod mit dem Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Weitere Filme mit Theodor Loos:
|
| Back |