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Alexandre Dumas père
(1802-1870)

Jugendporträt von Alexandre Dumas pèreFoto von Alexandre Dumas pèreDumas' Vater, ein General in der napoleonischen Armee und unehelicher Sohn einer Negerin verstarb bereits 1805. So musste Alexandre Dumas ohne Vater aufwachsen. Er erhielt eine flüchtige Ausbildung, die ihm den bescheidenen Posten eines Advokatenschreibers eintrug.

Mit 21 Jahren kam er nach Paris, was er dem entgegegengebrachten Interesse eines alten Kriegskameraden seines Vaters zu verdanken hatte.
Zunächst schrieb er drei Bücher und als Mitautor zwei Bühnenstücke. Seinen ersten Erfolg errang er mit 27 mit dem historischen Drama "Henri III et sa cour".

Die politischen Unruhen lenkten ihn von seiner schriftstellerischen Betätigung ab. Er beteiligte sich mit solcher Begeisterung an der Erhebung von 1830, dass er nach deren Erfolg in die Provinzen geschickt wurde, um Unterstützung für das neue Regime zu organisieren.

Aber Dumas schienen die Abenteuer praktischer Politik mehr zu fesseln als die politischen Grundsatzfragen. So wurde er von seinem Amt wieder abberufen. Er wandte sich von den Geschehnissen der Zeitgeschichte ab und stürzte sich in die Schilderung historischer Stoffe.
Nachdem er ein Stück über Napoleon geschrieben hatte, musste er aus gesundheitlichen Gründen für einige Zeit Frankreich verlassen, aber kaum zurückgekehrt, fand er breiten Beifall für sein Stück "La Tour de Nesle".
Damit hatte er sich als Dramatiker durchgesetzt.

Handschriftlicher Brief von Alexandre Dumas père1837 bat ihn Gérard de Nerval um seine Mithilfe bei der Abfassung einer Operette für Jenny Colon, und zwei Jahre danach brachten sie zusammen das Stück "L'Alchémiste" heraus. Von da an produzierte Dumas jedes Jahr ein Bühnenstück, mitunter mehrere, und daneben eine Flut von Romanen, Artikeln und Erzählungen.

Sein Schaffenseifer wurde sprichwörtlich: "er arbeitet ohne Pause, produziert pünktlich Tag und Nacht und hat nur die Nachwelt von morgen im Sinn", schrieb Commerson in den "Binettes".

Wie viele populäre Künster musste sich auch Dumas einer kritischen Kritikerschar sogenannter Fachleute ausgesetzt sehen. Da Dumas ein gutmütiges Naturell besass, liess die Herablassung, mit der die literarische Welt seine Arbeiten bedachte, keine Verbitterung in ihm zurück. Er war ganz zufrieden mit dem Dasein eines Erfolgsautors. Dieser Status war ihm endgültig sicher, als er 1844 und 1845 die Abenteuerromane verfasste, für die er noch heute in erster Linie bekannt ist - "20 Jahre später", "Die drei Musketiere", "Der Graf von Monte Christo" und "Das Halsband der Königin".

Die Ereignisse des Jahres 1848 entflammten seine politische Phantasie von neuem. Er beteiligte sich aktiv an der Revolution und wurde sogar Parlamentskandidat. Nach dem Staatsstreich von Louis Napoleon musste er nach Brüssel ins Exil, kehrte jedoch 1854 wieder zurück nach Paris.

Im Alter von 68 Jahren verstarb Alexandre Dumas père. Sein Sohn Alexandre Dumas frère wurde ebenfalls ein bekannter Schriftsteller, vor allem mit "Madame Butterfly".
 

Auszug aus seinen Werken:

Die schwarze Tulpe, La Reine Margot, Histoire d'un casse-noisette, La Belle Isabeau, Les Quarante-Cing, Vingt ans après, Napoléeon Bonaparte