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Künstler
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Armand Vallée

Armand Vallee

1884 - 1960

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Armand Georges Louis Vallée wurde am 27. Dezember 1884 als Sohn des Uhrenmachers Jean Leon Vallée und der Schneiderin Charlotte Beyssen.
Sein Bruder Marcel Vallée (1880-1957) war ein bekannter Schauspieler und sein Bruder Georges Vallée (1872-1961) wurde ein
vielbeschäftigter Buchillustrator. Im Internet werden die beiden Brüder oftmals vermischt beziehungsweise als eine Person ausgegeben.

Armand Vallée war ein vielbeschäftigter Illustrator, dessen Zeichnungen unter anderem in den Publikationen „Fantasio“, „Le Rire“,
„Ridendo“, „Le Témoin“, „L'image“, „La Gazette du Bon Ton“, „Ric et Rac“ und „La vie Parisienne“ erschienen. So schuf er vor
allem humorvolle Zeichnungen, die den Alltag der Franzosen mit einem Augenzwickern widergab.

Nach seiner schulischen Ausbildung begann er seine berufliche Laufbahn 1904 bei einer Bank in Portugiesisch-Neuguinea

Nach seiner Rückkehr nach Frankreich heiratete er 1909 Adrienne Seuriot in Asnières bei Paris.

In Frankreich lancierte er seine Laufbahn als Illustrator und erste Zeichnungen von ihm
erschienen in Publikationen wie „Le Sourire“, „Fantasio“, „Les Modes“ und „Journal
des Dames et des Modes“.
Für „Fantasio“ zeichnete er auch erotisch angehauchte Motive von
Frauen im Stil des Art Déco.
Daneben war er auch als Dekorateur für die Pariser Oper tätig
und er schuf wenige Plakate wie „Prince Igor – Perfume
de Rigaud“ (15).


Als er 1913 beim Magazin „La vie Parisienne“ als
Illustrator begann, entstanden auch freizügige
weibliche Darstellungen, die sich grosser
Beliebtheit erfreuten. Über viele
Jahre hinweg schuf
er für diese
Publikation seine wohl
ansprechendsten Arbeiten.
Ebenfalls 1913 begann er für das Magazin
„Le Rire“ zu zeichnen. Dort zeichnete er vermehrt
im Comic-Stil und konnte so im Gegensatz zu „La vie Parisienne“
einen anderen Zeichenstil pflegen, den er ebenfalls sehr schätzte
und die sich auch durch ihren Humor auszeichneten.

Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges dominierten Motive von Soldaten
die Zeichnungen von Armand Vallée und vieler weiterer Künstler. Auch diese
Motive zeichnen sich durch den typischen Humor von Armand Vallée aus.

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges avancierte er zu seinem führenden Illustrator
in Frankreich und die Publikation „La vie Parisienne“ wurde seine wichtigste Plattform für seine
Kunst. Er realisierte nicht nur Innen-Illustrationen sondern gestaltete auch zahlreiche Umschlagszeichnungen.
Seine Werke passten perfekt in die Zeit der „Les années folles“ der 20er Jahre, als die Bevölkerung sich nach der
Leichtigkeit des Lebens und dem Feiern zugetan fühlte, um den Schrecken des 1. Weltkrieges vergessen zu machen.
Eine Spezialität von ihm waren die doppelseitigen Illustrationen, die vollgespickt waren mit zahlreichen Figuren in
verschiedenen Situationen und den Betrachter dazu einluden, immer wieder neue Details auf diesen Bildern zu entdecken.

Das Jahr 1935 markierte einen Umbruch in seiner künstlerischen Laufbahn. Das Magazin „Fantasio“ wurde eingestellt und seine
Aufträge für „La vie Parisienne“ kamen nahezu zu einem Stillstand.
So avancierte „Le Sourire“ zu seinem wichtigsten Arbeitgeber. Die Zeichnungen der Frauen wurden zusehends sexualisierter, um die
schwindende Leserschaft zurückzugewinnen. Nebst Innenillustrationen gestaltete er ab 1935 auch vermehrte die Umschlagsseiten.

Nebst seinen Arbeiten für die Magazine illustrierte er auch wenige Bücher wie „C'est pour rire“ (11) von Leon Xanrof,
„L'ile de bonheur“ (23) von Robert Florigni, „Monseigneur le vin: Le vin de Bourgogne“ (26) von Georges Montorgueil
und „La maison de Claudine“ (46) von Colette. Desweiteren illustrierte er Hefte wie
„La charrette: Les petits trous par cher“ (22) von Franc-Nohain.

Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges und der Besetzung durch Deutschland 1940 waren seine
frivolen Zeichnungen nicht mehr erlaubt und er verlor seine sichere Einnahmequelle.
Armand Vallée verschwand von der Bildfläche und geriet in Vergessenheit.

Er verstarb am 28. Januar 1960 in Paris im Alter von 75 Jahren.

 
 
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