Der
Graphiker, Illustrator und Kupferstecher Carl Mayer kam am 21. Mai 1798
in Nürnberg zur Welt.
Nach seiner schulischen Ausbildung ging er an die Nürnberger
Zeichenschule, wo er sein künstlerisches Talent erweiterte. In dieser
Zeit arbeitete er gleichzeitig für den Maler und Kupferstecher
Friedrich Fleischmann.
Dort erarbeitete er sich jene Kunstfertigkeit in Bereich Kupferstich,
für die er später selber berühmt werden sollte.
Es folgte ein mehrjähriger Aufenthalt in Paris, wo er sich als Künstler
einen Namen machen konnte.
Mit seiner Rückkehr nach Nürnberg etablierte er sich schnell als
vielbeachteter Kupferstecher, der bald in ganz Deutschland bekannt war.
Er schuf zahlreiche Porträts und erhielt zudem zahlreiche Aufträge für
Buchillustrationen.
Durch die grosse Auslastung an künstlerischer Arbeiten gründete er 1828
das „Atelier für Kupferstich und Druckerei“, wo er zahlreiche weitere
Künstler beschäftige, um die steigende Anzahl an Aufträgen zu
bewältigen.
In den 1830er und 1840er Jahren entstanden so unzählige Illustrationen
zu bekannten Klassikern der Literatur und er wandte vermehrt den
Stahlstich zum Umsetzung an, da man mit diesem Verfahren eine
unlimitierte Auflagenhöhe erstellen konnte.
Zu den von ihm illustrierten Büchern gehören „Schillers sämtliche
Werke“, „Goethes sämtliche Werke“, „William Shakespeares dramatische
Werke“, „Walter Scotts historische Romane“, der jährlich erscheinende
„Almanach de Gotha“, „Urania“, „Lilien“ und „Vergissmeinnicht“.
Carl Mayer verstarb am 2. Januar 1868 im Alter von 69 Jahren in
Nürnberg. Seine Werkstätten wurden von seinen Söhnen weitergeführt.
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