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Fritz Gilsi

Fritz Gilsi

1878 - 1961

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Der Maler und Illustrator Fritz Gilsi wurde am 12.3. 1878 in Zürich geboren.
Er wuchs in einer künstlerisch geprägten Familie auf, sein Vater war der Lithograph Hans Gilsi.

Kurz nach seiner Geburt ging die Familie nach Paris, wo Fritz Gilsi aufwuchs und die Zeichnungsschule von Bernard Palissy besuchte.
Nach seiner Rückkehr in die Schweiz 1895 ging er an die Kunstgewerbeschule in Zürich, wo Augusto Giacometti zu seinem Mitschüler gehörte.

Schliesslich startete er an der Zeichnungsschule der Industrie- und Gewerbeschule in St. Gallen eine Ausbildung, brach diese aber vorzeitig ab,
um in Paris eine Anstellung als Industriezeichner für Stoffe und Tapeten anzutreten.

Fritz Gilsi heiratete 1901 die Strickereizeichnerin Emmy Brunschweiler und das Paar liess sich 1904 in St. Gallen nieder. Im Jahr darauf
kam ihr Sohn René Gilsi auf die Welt, der ebenfalls ein bekannter Künstler wurde. 1906 folgte die Tochter Lisbet Gilsi.

Als seine Frau 1922 erkrankte und kurz darauf verstarb, nahm er eine Anstellung als Lehrer an der
kunstgewerblichen Abteilung der Kunstgewerbeschule St. Gallen an. Er übte diesen Beruf
bis 1944 aus.
Im gleichen Jahr stiess er zur Satirezeitschrift „Nebelspalter“, wo er schnell ein regelmässiger
Zeichner der Publikation wurde. Für den Nebelspalter realisierte er rund 490 Zeichnung
zwischen 1922 bis zu seinem Tod, wobei er vor allem ab 1943 regelmässig als Zeichner
in Erscheinung trat.
Sein Sohn René Gilsi kam bereits 1925 ebenfalls zum „Nebelspalter“, wo er ein
vielbeschäftigter Künstler wurde. Er steuerte über
1'700 Zeichnungen für diese Publikation bei.

Als Maler schuf Fritz Gilsi
Gemälde, die sich dem
Impressionismus
zuwandten,
später kamen
symbolische Bildformen hinzu.
Begehrt war er in jenen Jahren als Porträtist,
zudem schuf er zahlreiche Radierungen und Exlibris, die ihn auch im Ausland bekannt machten.

Zu seinen Exlibris gehören Jacob Bauer, E. Schenker, Gottfried Studer, Otto und Frida Hertel, Arnold Mettler-Specker,
Albert Steiger, Josy Eigenmann, Elsi Schiess-Corrodi, Emil Netter, Auguste Ehm, Fritz und Emmy Gilsi-Brunschweiler, Hans Schenkel,
Werner Guggenheim, Carl Schölly, Olga Wegelin, Claire Fehrenbach, Elsy Käppeli, Alb Steiger, Albert Steiger, I. O. Werdmüller-Elgg,
Dr. Diem-Bernet und Margrit Lüscher

Auch als Illustrator schmückte er einige Bücher wie „Schwyzer Buure“ und „Der Schuss von der Kanzel“.

Fritz Gilsi war in zweiter Ehe mit Paula Omstein verheiratet. Aus der Ehe stammt der Sohn Peter Gilsi.

Fritz Gilsi verstarb am 11.5. 1961 im Alter von 83 Jahren in St. Gallen.

 
 
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