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Alex Walter Diggelmann

Diggelmann

1902 - 1987

.

Der Graphiker und Zeichner Alex Walter Diggelmann erlernte den Beruf eines
Primarlehrers und er übte diesen Beruf drei Jahre in Unterseen aus.
Seiner künstlerischen Ader folgend ging er an die Gewerbeschule in Bern,
wo er einen Abschluss als Zeichenlehrer machte. Zu seinen Lehrern gehörte Fritz Gysi.

Er setzte seine künstlerische Ausbildung 1926 in Paris an der Académie Colarossi
sowie an der Académie Julian fort, ehe er 1927 von Paris nach Leipzig ging,
um an der Akademie für Buchkunst und Grafik zu studieren.

Nach Beendigung seiner Ausbildung ging er nach Zürich,
wo er die kommenden zwölf Jahre als Graphiker tätig war.
Nebenbei arbeitete er auch als Zeichenlehrer,
eine Tätigkeit, die er von 1938 bis zur
Pensionierung 1967 ausübte.

Seine künstlerische
Laufbahn war vor allem
vom Gestalten von Plakaten geprägt und
seine Arbeiten bewarben Sportanlässe,
Touristendestinationen, Wahlplakate und Konsumgüter.

Sein eindrückliches graphisches Werk umfasst folgende Plakate:
III. Eidgenössischer Kunstturnertag Zürich 1927, Astoria – Die Bündnerstube 1928, Rad-Weltmeisterschaften Zürich-Oerlikon 1929, Rennen und Concours Hippique Interlaken 1929, Beatushöhlen am Thunersee 1930, Mürren – Die Renntage der Kanonen 1930, Internat. Sportwoche Pontresina 1930, Scheidegg Hotels  1930, Hotel Schweizerhof Zürich 1930, Sils Engadin 1930, St. Moritz 1930, St. Moritzer Sportwoche 1930, Treib Seelisberg 1930, Andermatt 1931, Gstaad 1931, Dolder Kunsteisbahn 1931, Interlaken Tell Freilichtspiele 1931, Wintersport in der Schweiz 1931, Brienz Rothorn Bahn 1932, Überall Radio 1932, Brienzersee Berner Oberland 1932, Rigihof Werner Michel 1932, Schynige Platte Interlaken 1932, Borussia 1933, Corso Maskenbälle 1933, Chateau d'Oex 1933, Schenkt Bücher – Schweizerischer Buchhändlerverein 1933, Listra Bern 1933, Dolder Kunsteisbahn 1933, Gstaad – Berner Oberland I 1933, Gstaad – Berner Oberland II 1933, Diavolezza Pontresina Engadin 1933, Seiler Traiteur Saffran Zürich 1933, Klosters Graubünden 1933, Grafa 2 1934, Einsiedeln 1934, Gstaad 1934, Arosa 1935, Hotel Beau Rivage Interlaken 1935, Pyrosana 1935, Dolder Kunsteisbahn Eishockey 1935, Schweizer Farben 1935, Interlaken für ihre Ferien 1935, PKZ Burger-Kehl 1935, Adelboden – Berner Oberland 1936, Dura Schuhfabrik Weinfelden 1936, Arosa 1936, Eglisana 1936, Elektrizität aus Wasserkraft 1936, Kaffee Hag – Frohe Festtage 1936, Korkparkett Kortisit 1936, Confection Bovet 1937, Braunwald 1937, Hotel Restaurant Terminus Olten 1937, Chateau d'Oex 1937, Gstaad 1937, Palmina Kochfett 1937, General Motors Suisse Sonderschau der neuen Modelle 1938, Tonhalle – Klavierabend Ellen Thut 1938, Hotelplan – Hopla Ferien 1938, Hotelplan – Hopla Frühling I 1938, Hotelplan – Hopla Frühling II 1938, 6. Eidg. Jodlerfest Zürich 1939, Suche im Buche... - Schweizerischer Buchhändlerverein 1939, Interlaken – Rennen und Concours Hippique 1940, Schweizerischer Buchhändlerverein 1940, Gstaad 1940, Kleider Frey 1940, Gesund durch Thermalbad Ragaz 1940, Zürich 1940, Helft den Finnen 1941, Scala – Ein kleines Volk wehrt sich 1941, Kant. Turntage Zürich 1942, SLL Turner und Sportler Kinderhilfe 1942, 38. Schweizerisches Skirennen Gstaad 1944, Zeller Balsam nid vergässe 1944, Nordostwest – Zentralschweiz – direkte Linie 1945, Wählt Ernst Vaterlaus 1945, Turnverein Alte Sektion Zürich 1945, Rad Weltmeisterschaften Zürich 1946, 1000 Jahre Hottingen 1946, Interlaken 1946, Orange Frutta 1946, Brecht die rote Gewalt – Wählt freisinnig 1946, Kaffee Hag 1948, Orange Frutta 1948, Silva 1948, Baue gut, baue mit Backstein 1949, Rigi – Scheidegg 1949, Vivi Kola 1949, Dein Herz wünscht Kaffee Hag 1950, Drei aus Unterseen Koenig/Gysi/Diggelmann 1950, Caffé Hag 1951, 1. Schweizerische Skimeisterwoche Adelboden 1951, Interlaken 1951, Rad Weltmeisterschaften Zürich 1952, Tir Cantonal Bernois 1953, Elmer Citro 1954, St. Moritz 1955, Freundschaftsspiel Young Fellows – TSG Ulm 1955, Andermatt – Gotthard 1956, St. Moritz 1956, Rad Weltmeisterschaften Zürich / Bern 1961, Kantonales Turnfest Zürich 1961, Comite Olympique Suisse 1962, Schweizerisches Turn + Sportmuseum 1963, Quer-Weltmeisterschaften Allmend Brunau Zürich 1967, 14. Eidg. Kunstturnertage Lyss 1969, ASZ – Turnverein Alte Sektion Zürich 1970, Rad Weltmeisterschaften Varese / Mendrisio 1971, Europameisterschaften Eiskunstlaufen + Eistanz Hallenstadion Zürich 1971, Sport in der Kunst 1974,

Als an den
Olympischen Spielen auch
jeweils ein Medaillensatz im Bereich
Kunstwettbewerb verliehen wurde, konnte
Alex Walter Diggelmann einen kompletten
Medaillensatz mit seinen Plakaten in der Kategorie „Gebrauchsgrafik“
erringen. 1936 erhielt Diggelmann in Berlin die Goldmedaille (Arosa) und 1948 in London
sowohl die Silber- (Radweltmeisterschaft) als auch die Bronzemedaille (Eishockeyweltmeisterschaft).

Eine Galerie seiner Plakate findet man auf der Homepage des Plakatarchivs.


Neben seiner Tätigkeit als Graphiker schuf er auch zahlreiche Aquarelle, Ölgemälde und auch Mosaike.
Abgerundet wird sein künstlerisches Schaffen mit der Gestaltung von Briefmarken (z.B. Olympische
Winterspiele 1948 5 Rappen und 10 Rappen, Piz Palü 1970 30 Rappen und
Youth Sports 1971 10 Rappen), von Wappenscheiben
sowie von Medaillen.

Seine berühmteste Medaillen-Kreation
ist die Medaille für die FIS  Ski-Weltmeisterschaften,
welche erstmals 1952 verliehen wurde und bis heute aktuell ist.
Desweiteren kreierte er 1972 die Siegestrophäe des UEFA-Cups.

Zudem zieren Arbeiten von ihm als Wandschmuck zahlreiche Gebäude,
darunter das Haus des Sports in Bern, das Sportzentrum Kerenzerberg, Bahnhof Mürren,
die Eidg. Turn- und Sportschule in Magglingen und an öffentlichen Gebäuden in Unterseen.

1972 wurde er zum Ehrenbürger von Unterseen ernannt.

 
 
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