HOME INDEX
STUMMFILM
DER DEUTSCHE
STUMMFILM
MAIL English Version
 
Mabel May-Yong

Mabel May-Yong
Foto: Alexander Binder (1888-1929)

? - ?

.
.
Über die Schauspielerin Mabel May-Yong gibt es kaum gesicherte Angaben, was ihre private Person betrifft. Selbst Geburts- und Todesjahr sind nicht belegt, auch wenn im Internet 1883 - 1945 genannt wird. Unbelegt ist auch, ob es sich bei Mabel May Yong um Baroness Alice Mabel von Schenck zu Schweinsberg handelt, wobei sich die Quelle hier auf einen Zeitungsartikel der New York Times vom 28. Oktober 1914 bezieht, als Mabel May-Yong in New York auftrat.
Andere Aussagen nennen ihr Geburtsjahr 1884 als Alice Scharrer in Magdeburg.

Sie begann ihre Laufbahn als Bauchtänzerin in knappen Kostümen, die an die Auftritte der legendären Mata-Hari erinnerten.
Um ihrem Namen einen passenden exotischen Ausdruck zu ihrer Tätigkeit zu verleihen, nannte sie sich Mabel May Yong. Manchmal wurde sie auch als Mabel de Jong aufgeführt - eine weitere Möglichkeit ihres bürgerlichen Namens.
 
Durch ihre Popularität wurde auch der Film auf die zierliche Tänzerin aufmerksam und sie debütierte im Film "Allan Quatermain" (19) - eine südafrikanische Produktion. Es war dies die erste Verfilmung des berühmten Romans "King Solomon's Mines" von Horace Lisle Lucoque.
Im gleichen Jahr folgte der deutsche Film "Der Diplomatensäugling" (19).
 
Bereits 1920 schaffte sie den Durchbruch im deutschen Filmgeschäft und sie verkörperte zahlreiche Rollen in Filmen mit verheissungsvollen Titeln.
Dazu gehören "Indische Rache" (20) mit Georg Alexander, Ernst Dernburg, Harry Liedtke und Edith Meller, "Kriminalpolizei, Abteilung Mord" (20) mit Robert Leffler, "Dämon der Welt, 3. Teil: Das goldene Gift" (20) mit Georg John und Charles Willy Kayser, "Das schwarze Boot" (20) mit Ludwig Trautmann und Erich Bartels und "Der langsame Tod" (20) mit Ressel Orla, Lucie Höflich, Eduard von Winterstein und Albert Paulig.
 
In den nächsten paar Jahren agierte sie weiterhin sehr erfolgreich vor der Kamera und sie verkörperte nicht selten eher exotische Rollen und Frauenfiguren.
Zu ihren Filmen dieser Jahre zählen "Das Haus der Qualen" (21) mit Ressel Orla, Fritz Kortner und Rudolf Klein-Rhoden, "Die goldene Mauer" (21) mit Ludwig Trautmann, "Der Flug in den Tod" (21) mit Ernst Dernburg und Josefine Dora, "Was der Totenkopf erzählt" (21) mit Fritz Kampers, Bruno Eichgrün und Maria Zelenka, "Das Abenteuer des Dr. Kircheisen" (21) mit Hans Marr, Lotte Neumann und Hermann Thimig, "Millionenschieber" (22) mit Sacha Gura, Harry Hardt und Hans-Adalbert Schlettow und "Schuld und Sühne" (22) mit Rudolf Biebrach, Theodor Loos und Leopold von Ledebur.
 
Danach neigte sich ihre Filmlaufbahn schnell dem Ende entgegen und sie spielte nur noch in wenigen weiteren Film mit wie "Das Kabinett des Dr. Segato" (23) mit Friedrich Berger, Wilhelm Diegelmann, Bruno Eichgrün und Theodor Loos und "Entsiegelte Lippen" (25) mit Wilhelm Diegelmann, Bruno Eichgrün, Fritz Kampers und Maria Zelenka.
 

Weitere Filme mit Mabel May-Yong:
Tamburin und Castagnetten (20) Manus immaculata – Die unbefleckte Hand (20) Der indische Todesring oder Sieben Worte (20) Eine gefährliche Fahrt (20) Fasching (21) Erzgauner (21) Frauen, die die Ehe brechen (22) Die Flibustier (22) Der Fund in der Eilenriede oder Liebesrausch und Opfermut (22) 


 
Back