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DER DEUTSCHE
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Willi Forst

Picture Willi Forst

1903 - 1980

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Der Schauspieler Willi Forst wurde als Wilhelm Anton Frohs in Wien geboren. Seine ersten Erfahrungen mit dem Theater sammelte er auf Amateurbühnen, schliesslich erhielt er 1919 trotz fehlender Schauspielausbildung ein Bühnenengagement in Teschen. Über weitere kleine Theater arbeitete er sich nach oben und erhielt 1925 einen Vertrag am Berliner Metropol-Theater für Operetten und Revuen. 1928 folgte eine Verpflichtung an Max Reinhardts Deutsches Theater.

Schon sehr früh tauchte Willi Forst im Medium Film auf. Seine erste Filmarbeit geht auf das Jahr 1920 zurück, wo er in "Der Wegweiser" spielte. Es folgten weitere Filme wie "Sodom und Gomorrah" (22) und "Strandgut" (24).
Ab 1927 spielte er regelmässig in Filmen mit und feierte grosse Erfolge in "Die elf Teufel" (27), "Café Elektric" (27) und "Der Sträfling aus Stambul" (29).

Mit dem Film "Atlantic" (29), seinem ersten Tonfilm, erregte er grosse Aufmerksamkeit dank seiner Szene am Klavier, wo er ein Lied sang während das Schiff dem Untergang geweiht war.
Die 30er Jahre stellten den klaren Höhepunkt seiner Karriere dar. Er avancierte zum Publikumsliebling und unterhielt das Publikum mit einer Reihe von musikalischen Komödien. Zu den bekanntesten Produktionen gehören "Zwei Herzen im 3/4 Takt" (30), "Das Lied ist aus" (30), "Der Raub der Mona Lisa" (31), "Peter Voss, der Millionendieb" (32), "Ein blonder Traum" (32), "Maskerade" (34), "Mazurka" (35) und "Allotria" (36).
Für "Leise flehen meine Lieder" (33) schrieb er auch erstmals das Drehbuch und führte Regie; Aufgaben, die er in den kommenden Jahren immer wieder wahrnahm.

Mit der Besetzung Österreichs realisierte Willi Forst ein Reihe von Filmen, die den Geist Österreichs eindrücklich nachzuzeichnen wussten. Zu seinen populären Produktionen jener Jahre zählen "Bel Ami" (39), "Ich bin Sebastian Ott" (39), "Operette" (40), "Wiener Blut" (42) und "Frauen sind keine Engel" (43).

In den Nachkriegsjahren vermochte Willi Forst nicht mehr an die Erfolge vergangener Jahre anzuknüpfen. Nur "Die Sünderin" wurde ein Kassenerfolg, nicht zuletzt deshalb, weil der Film im Vorfeld angegriffen und boykottiert wurde. Der Film geriet zum grössten Skandalfilm des deutschen Nachkriegsfilms aufgrund einer winzigen Nacktszene von Hildegard Knef und offenbarer Glorifizierung des Selbstmordes. 

Nach Filmen wie "Im weissen Rössl" (52), "Weg in die Vergangenheit" (54), "Ein Mann vergisst die Liebe" (55) und "Wien, Du Stadt meiner Träume" (57) zog er sich aus dem Filmgeschäft zurück mit den Worten:
"Mein Stil ist nicht mehr gefragt: Ich trete ab, leicht lädiert, aber in stolzer Grösse à la Garbo. Es ist besser zu gehen, als gegangen zu werden."

In Erinnerung bleibt Willi Forst als eleganter Charmeur, der gekleidet in Frack und Zylinder, die Frauen zu betören wusste.
 

Weitere Filme mit Willi Forst (Darsteller, Regie, Drehbuch):
Oh, du lieber Augustin (22) Der verwechselte Filmstar (22) Lieb' mich und die Welt ist mein (23) Die drei Niemandskinder (27) Amor auf Ski (28) Ein besserer Herr (28) Die lustigen Vagabunden (28) Die blaue Maus (28) Unfug der Liebe (28) Liebfrauenmilch (28) Die Frau, die jeder liebt, bist Du! (29) Die weissen Rosen von Ravensberg (29) Fräulein Fähnrich (29) Katharina Knie (29) Gefahren der Brautzeit/Liebesnächte (29) Ein Tango für Dich (30) Ein Burschenlied aus Heidelberg (30) Der Herr auf Bestellung (30) Die lustigen Weiber von Wien (31) Der Prinz von Arkadien (32) So ein Mädel vergisst man nicht (32) Brennendes Geheimnis (33) Ihre Durchlaucht, die Verkäuferin (33) Ich kenn' Dich nicht und liebe Dich (34) The Unfinished Symphony (34) So endete eine Liebe (34) Königswalzer (35) Burgtheater (36) Capriolen (37) Serenade (37) Es leuchten die Sterne (38) Hundstage (44) Ein Blick zurück (44) Wiener Mädeln (45) Der Hofrat Geiger (47) Die Frau am Weg (48) Das Kuckucksei (48) Die Stimme Österreichs (49) Es geschehen noch Wunder (51) Alle kann ich nicht heiraten (52) Bei Dir war es immer so schön (54) Dieses Lied bleibt bei Dir/Kabarett (54)Kaiserjäger (56) Die unentschuldigte Stunde (57)


 
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