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RICHARD AUSTIN
1903 - 1989

berühmter Dirigent / Famous conductor

signierte Karte (ca. Postkartenformat) 
Price in Euro 15.--


MATHIAS BAMERT
1942

berühmter Dirigent / Famous conductor

Er studierte Musik in der Schweiz, ebenso in Darmstadt und Paris, inspiriert von Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen, was sich auch in seinen eigenen Kompositionen aus den 1970er Jahren wiederfindet. Von 1965 bis 1969 spielte er Oboe im Salzburger Mozarteum Orchester, arbeitete danach aber hauptsächlich als Dirigent. Seine internationale Karriere begann mit der Dirigier-Assistenz von Leopold Stokowski am Cleveland Orchestra, danach als Dirigent der BBC Philharmonic. Von 1977 bis 1983 war er Musikdirektor des Radio-Sinfonieorchesters Basel. Danach nahm er mehrere Engagements in Europe an, so die Stelle als Gast-Dirigent des schottischen National-Orchesters und von 1985 bis 1990 die Stelle des Direktors des Glasgow contemporary music festival Musica Nova. 1987 nahm er als seinen ersten Wohnsitz London und war von 1993 bis 2000 auch Direktor der London Mozart Players. Seit 1990 dirigierte er als Gast-Dirigent nahezu alle wichtigen Philharmoniker der Welt wie in Los Angeles, Toronto, Cleveland, London, Minnesota, Japan, Salzburger Mozarteum, Leipzig, Berliner Philharmoniker und Sankt Petersburg. Er ist neben seinem Standard-Repertoire vor allem bekannt für sein Engagement für die neue Musik, die unbekannte Musik des 18. Jahrhunderts und die vernachlässigte Musik aller Epochen.

Oben: signiertes Grossfoto im Format A4 - selten in dieser Qualität
signed picture 8 x 10
Price in Euro 25.--

Unten: signierte Karte (etwas kleiner als Postkartenformat) 
Price in Euro 8.-


DANIEL BARENBOIM
1942

Dirigent

Er gab 1949 sein Debüt als Pianist und wurde 1975 als Nachfolger von Sir Georg Solti Chefdirigent des Orchestre de Paris. Von 1991 bis 2006 war er Chefdirigent des Chicago Symphony Orchestra, seit 1992 ist er künstlerischer Leiter und Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.

Von 1981 bis 1999 wirkte Barenboim als Dirigent der Bayreuther Festspiele, wo er unter anderem Tristan und Isolde, Die Meistersinger von Nürnberg, Parsifal und die Tetralogie Der Ring des Nibelungen dirigierte.

Daniel Barenboim macht nicht nur am Dirigentenpult, sondern auch politisch von sich reden. Als er 2001 in Israel bei einem Gastspiel der Berliner Staatskapelle einen Orchesterauszug aus Wagners Tristan und Isolde (als Zugabe) zur Aufführung brachte, wurde er mit heftiger Kritik bedacht. (Musik von Richard Wagner darf faktisch - wegen der antisemitischen Haltung des Komponisten und der Verwendung seiner Musik im Nationalsozialismus – in Israel nicht öffentlich aufgeführt werden.) Einige Mitglieder des Erziehungskomitees der Knesset wollten Barenboim deshalb zur kulturellen Persona non grata erklären lassen, was letztlich jedoch keine Mehrheit fand.

Zusammen mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said setzt er sich durch gemeinsame Konzerte jüdischer und arabischer Musiker im Rahmen des von den beiden 1999 begründeten West-Eastern Divan Orchestra sehr für eine Annäherung der verfeindeten Volksgruppen im Nahostkonflikt ein. Das Orchester setzt sich aus jungen Musikern aus Israel, den palästinensischen Autonomiegebieten, Libanon, Ägypten, Syrien, Jordanien und Spanien zusammen. Im August 2005 spielte das Orchester ein vielbeachtetes Konzert in Ramallah, das in vielen Ländern live im Fernsehen übertragen wurde.

Für seine Verdienste um die israelisch-palästinensische Aussöhnung wurde Barenboim 2002 gemeinsam mit Edward Said mit dem Prinz-von-Asturien-Preis, 2004 mit dem Haviva-Raik-Friedenspreis ausgezeichnet. Außerdem wurden ihm 2004 die Buber-Rosenzweig-Medaille,der Wolf-Preis und der Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau verliehen. Für seine vielfältigen Bemühungen um die Annäherung und Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern erhielt er 2006 den Hessischen Friedenspreis und den Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung. 2007 zeichnete ihn das Goethe-Institut für das "Engagement für den grenzüberschreitenden Austausch insbesondere junger Musiker" mit der Goethe-Medaille aus.

Barenboim wurde 2005 mit dem Robert-Schumann-Preis ausgezeichnet. Am 22. Oktober 2006 wurden ihm zwei Echo Klassik Musikpreise als Dirigent des Jahres und für die Musik-DVD des Jahres verliehen.

Original-signierte Karte (etwas kleiner als Postkartenformat)    Price in Euro 8.-


ARMIN BRUNNER
1933

Dirigent

Armin Brunner - Dirigent, Redakteur und Regisseur - wurde 1933 in Zürich geboren. Bereits während seines Musikstudiums von 1952 bis 1960 an der Musikhochschule Zürich war Brunner Assistent von Hans Rosbaud am Zürcher Opernhaus. Von 1953 bis 1973 leitete er die "Neue Zürcher Kammeroper" und die "Schweizer Städte Oper". 1971 gründete er das "Musikszenische Studio Zürich".

Neben vielen anderen Werken brachte Armin Brunner "La Passion selon Sade" von Sylvano Bussotti, "Natascha Ungeheuer" von Hans Werner Henze, "Hymnen" von Karl-Heinz Stockhausen zur schweizerischen Erstaufführung. Darüber hinaus veranstaltete er die Simultan- und Wandelkonzerte "Musik für ein Gropius-Haus", das Zürcher "3x5 Stunden-Konzert", das "ton-werk", das Dokumentarkonzert "In Sachen Beethoven", das irritierende Konzert "Musik zwischen Gefühl und Kalkül".

In den gleichen Zeitraum fällt auch Brunners Tätigkeit als Orchesterdirigent im In- und Ausland, von der zahlreiche Rundfunk- und Fernsehproduktionen Zeugnis ablegen. 1973 kam er zum Schweizer Fernsehen DRS, zunächst als Mitarbeiter der Redaktion Musik und Ballett; seit 1979 als Redaktionsleiter. 1983 erhielt er den Zürcher Fernsehpreis und im Jahre 1986 – neben zahlreichen weiteren in- und ausländischen Auszeichnungen – die Goldene Ehrenmedaille des Zürcher Regierungsrates. 1985 wurde er von der Universität Osnabrück zum Ehrendoktor ernannt.

Brunners Schaffen ist auf verschiedenen Ebenen vom Einsatz für die zeitgenössische Musik geprägt. Beispiele hierfür sind die zyklische TV-Produktion über Arthur Honegger, Othmar Schoeck, Mauricio Kagel und der Heinz-Spoerli-Ballett-Zyklus.

Armin Brunner hat auch die Reihe "Musikalische Meditationen" ins Leben gerufen, in denen kritische Zeitgenossen (wie Sölle, Küng, Hildesheimer, Drewermann, Wallraff, Biermann, Muschg) den Texten klassischer Oratorien "widersprechen". Zu Brunners künstlerischen Aktivitäten gehören ebenso die Neuvertonungen der Stummfilme "Richard Wagner 1913" (Fröhlich), "Rosenkavalier" (Wiene), "Carmen" (Lubitsch), "Nosferatu" (Murnau), "Panzerkreuzer Potemkin" (Eisenstein) und "Metropolis" (Lang).

Weltweites Echo fanden die zusammen mit Adrian Marthaler für das Fernsehen DRS realisierten "narrativen Musikproduktionen".

Für die Alte Oper Frankfurt konzipierte und realisierte Armin Brunner 1991 das musikalische Großereignis "Das Frankfurter Sonoptikum – die Musik eines Jahrhunderts". Im September 1993 wurde das vielbeachtete und viel diskutierte mediale Ereignis unter seiner Leitung mit einem neuen Konzept ("Zauber und Gegenzauber") wiederholt.

Im November 1993 bekam Armin Brunner den "Europäische Medien- und Kommunikationspreis" der Fördergemeinschaft der europäischen Wirtschaft verliehen.

Original-signierte Karte (etwas kleiner als Postkartenformat)    Price in Euro 7.- 


LORIS GAVARINI

Dirigent / Conductor

signiertes Foto im Format 9 x 14 
signed picture (3.6 x 5.6) 
Price in Euro 15.--


FERDINAND LEITNER
1912 - 1996

Dirigent

Leitner studierte bei Franz Schreker, Julius Prüwer, Artur Schnabel und Karl Muck. Als Pianist vor allem in der Rolle des Begleiters, stieg er durch Fritz Busch in den dreißiger Jahren auch als Dirigent auf und war, obwohl im Dritten Reich von der tonangebenden Schicht im Kulturleben hintangestellt, 1943 bis 1945 Dirigent des Theaters am Nollendorfplatz in Berlin. 1945 bis 1946 in Hamburg, 1946 bis 1947 in München, fand er ab 1947 als Generalmusikdirektor in Stuttgart eine Stelle, in der er bis 1969 blieb, als er ans Opernhaus Zürich ging, das er erst 1984 wieder verließ. Gleichzeitig war er von 1976 bis 1980 in Den Haag tätig.

Bekannt ist er vor allem als Operndirigent (Lieblingskomponisten: Wagner, Richard Strauss, Mozart), der sich auch der Oper des 20. Jahrhunderts annahm (Carl Orff, Othmar Schoeck, Karl Amadeus Hartmann). Als solcher wirkte er nach Erich Kleiber 1956 auch am Teatro Colón in Buenos Aires bei der Aufführung deutscher Opern. 1950 und 1980 leitete er die Uraufführung von Bühnenwerken Hermann Reutters.

Seine über 300 Schallplattenaufnahmen umfassen aber auch die Sinfonien der Romantik.

Oben: Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 19.-
Unten: Original-signierte Karte (etwas kleiner als Postkartenformat)   Price in Euro 12.-


LORIN MAAZEL
1930

berühmter Dirigent / Famous conductor

Maazel erhielt bereits als Fünfjähriger Klavier- und Violinunterricht; später studierte er in Pittsburgh Orchesterleitung bei Wladimir Bakaleinikoff. Im Alter von neun Jahren dirigierte er anlässlich der New Yorker Weltausstellung erstmals öffentlich ein Orchester. In den folgenden Jahren dirigierte das Wunderkind Little Maazel weitere Orchester in Los Angeles, Cleveland, Philadelphia, San Francisco und Chicago; an den Konzerten nahmen bis zu 8.500 Zuhörer teil.

Zwischen 1946 und 1950 studierte er in Pittsburgh Mathematik, Philosophie und Sprachen, setzte seine musikalische Ausbildung fort und erhielt 1952 ein Stipendium der Fulbright-Kommission, durch das er nach Italien gelangte; von dort aus gab er einige Konzerte in Europa (Catania, Wien, Berlin, Bayreuth). 1961 unternahm er eine Australien- und 1962 eine Nordamerika-Tournee. 1965 übernahm er von Ferenc Fricsay das Radio-Symphonie-Orchester (RSO) Berlin, das er bis 1975 als Chefdirigent leitete. Von 1965 bis 1971 war er daneben auch Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin.

Wiederholt arbeitete Maazel bei den Salzburger Festspielen, wo er Orchesterkonzerte und Opern leitete, darunter die Eröffnungsvorstellung des von Hans Hofmann und Erich Engels umgebauten Kleinen Festspielhauses im Jahr 1963.

Am 26. November 1964 debütierte er als Dirigent bei der Wiederaufnahme von Beethovens Fidelio an der Wiener Staatsoper.[1]. 1966 dirigierte er dort Bizets Carmen, Regie Otto Schenk). Diese Oper nahm er 1982 mit dem Orchestre National de France für den 1984 erschienenen gleichnamigen Film von Francesco Rosi auf.

In erster Ehe war er mit der Pianistin Miriam Sandbank verheiratet, 1969 heiratete er in zweiter Ehe die Pianistin Israela Margalit. Beide Ehen wurden geschieden. Aus der Verbindung mit Israela Margalit hat er einen Sohn und eine Tochter.

Zu weiteren Engagements kam es in London (1970–1972, New Philharmonia Orchestra, mit Otto Klemperer), Cleveland (1972–1982, Cleveland Orchestra, als Chefdirigent und künstlerischer Leiter) und Wien (1982–1984, Direktor der Wiener Staatsoper), wo es 1984 zu einem Zerwürfnis mit der österreichischen Bürokratie kam. Besonders Maazels Idee von der Einführung eines Blocksystems - Repertoireaufführungen werden geprobt mehrmals im Block gespielt und dann abgesetzt - traf auf vielfache Kritik, zählt heute jedoch zu den Usancen internationaler Opernhäuser. Im April 1984 beendete Maazel vorzeitig seine Tätigkeit, nachdem der damals verantwortliche Minister Helmut Zilk den Nachfolger Maazels als Staatsoperndirektor - nämlich Claus Helmut Drese - ernannt hatte.

1980 wurde Maazel zum ersten Mal von den Wiener Philharmonikern eingeladen, das Neujahrskonzert zu dirigieren, was er in der Folge mehrmals und zuletzt 2005 tat.

1986 heiratete er in dritter Ehe die deutsche Schauspielerin Dietlinde Turban. Mit ihr hat er zwei Söhne und eine Tochter.

In den Folgejahren wurde er Musikdirektor des Orchesters von Pittsburgh (1988–1996), Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (1993–2002) sowie seit 2002, als Nachfolger Kurt Masurs, der New Yorker Philharmoniker.

Im November 2000 nahm Maazel zusammen mit Andrea Bocelli das Album Sentimento auf, das sich als eines der erfolgreichsten Klassikalben in der Musikgeschichte erwies. Das Album wurde 2002 veröffentlicht und ließ sich etwa 3,5 Millionen mal verkaufen.

2006 dirigierte er mehrere Vorstellungen von Giacomo Puccinis Tosca an der Mailänder Scala.

Am 26. Februar 2008 dirigierte er einen Auftritt der New Yorker Philharmoniker in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang. Da dies der erste Auftritt eines US-amerikanischen Orchesters in der kommunistischen Volksrepublik ist, wird dieser Auftritt schon jetzt als historisch angesehen.

signiertes Grossfoto (ca. Format A4) - selten in dieser Qualität
Price in Euro 35.--


CHARLES MACKERRAS
1925 - 2010

Dirigent

Sir Alan Charles Maclaurin Mackerras, AC, CH, CBE (* 17. November 1925 in Schenectady, Bundesstaat New York, USA; † 14. Juli 2010 in London) war ein australischer Dirigent, dessen Schwerpunkte im barocken und klassischen Repertoire lagen (Henry Purcell, Georg Friedrich Händel, Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart) sowie im böhmisch-tschechischen (insbesondere Leoš Janá?ek) und im Gilbert-und-Sullivan-Repertoire.

Er studierte und spielte zunächst in Sydney Oboe, bevor er sich dem Dirigieren zuwandte. Prägend waren seine Studienjahre bei Václav Talich in Prag, aus denen er als Wahrer der böhmischen Tradition hervorging. Ab 1948 und bis 1977 dirigierte er regelmäßig am Londoner Sadler’s Wells Theatre (zuletzt als dessen Generalmusikdirektor), von 1961 bis 1963 an der Berliner Staatsoper, von 1965 bis 1970 an der Hamburgischen Staatsoper und seit 1964 auch in Covent Garden. Sein Debüt an der Metropolitan Opera feierte er 1972, Paris folgte ein Jahr später. Spätestens seitdem war Mackerras einer der weltweit gefragtesten und geehrtesten Dirigenten, und galt seit dem Tode Rafael Kubelíks auch als der authentischste „tschechische“ Dirigent der alten Schule. Mackerras war Ehrenbürger Prags und leitete jahrzehntelang regelmäßig die Tschechische Philharmonie.

Bahnbrechend in Mackerras’ diskografischer Karriere war seine hochkarätig besetzte und historisch getreue Aufnahme des Messiah (1969, mit u. a. Robert Tear, Janet Baker und Elizabeth Harwood), die nach wie vor trotz mittelmäßiger Chöre als Meilenstein gilt. Auch werden seine Aufnahmen der Opern von Janávek – die ihm mehr als irgendjemand anderem ihre neuzeitliche Anerkennung auf westlichen Bühnen verdanken – als mustergültig angesehen.

Mackerras war (zusammen mit Dr. Marion North) Präsident des Trinity Laban.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 29.-

KARL MÜNCHINGER
1915 - 1990

Dirigent

Karl Münchinger studiert nach jugendlichem Violinunterricht Orchesterleitung bei Carl Leonhardt an der Musikhochschule Stuttgart und arbeitet an der Stuttgarter Marienkirche als Chorleiter und Organist. Nach anschließenden Dirigierstudien bei Hermann Abendroth am Leipziger Konservatorium und Sommerkursen bei Clemens Krauss verhilft ihm die Unterstützung Wilhelm Furtwänglers zur Leitung des Niedersächsischen Symphonieorchesters Hannover (1941-1943). Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft gründet er aus eigener Initiative heraus 1945 das Stuttgarter Kammerorchester, das er rasch zu internationalem Ansehen bringt und bis 1987 leitet. 1953 erhält Karl Münchinger den Professorentitel des Landes Baden-Württemberg und das Großkreuz der Bundesrepublik Deutschland, »in Anerkennung seiner künstlerischen Verdienste«.

Auch wenn Münchinger nicht zu den Verfechtern der historischen Aufführungspraxis gehört, vertritt er von Anbeginn an ein von romantischen Vorstellungen befreites und entschlacktes Klangbild. Geringstimmige Besetzungen, rigorose Einhaltung von Tempovorgaben sowie stilistische und interpretatorische Maßgaben der Komponisten gelten ihm als Leitfäden seiner Interpretationen, die durchweg von einem transparenten und homogen schlanken Klangbild geprägt sind.

Der Name Münchinger wird rasch zum Synonym für exemplarische (d.h. anti-romantische) Interpretationen der Orchesterwerke Johann Sebastian Bachs. Die Grundpfeiler der Arbeit mit dem Stuttgarter Kammerorchester bilden ein weit gefächertes Repertoire frühbarocker und barocker Kompositionen, von denen zahlreiche Schallplattenaufnahmen mit nationalen wie internationalen Preisen bedacht sind. In der unmittelbaren Nachkriegszeit stehen zudem verstärkt Kompositionen zeitgenössischer Komponisten auf den Konzertprogrammen. Erst zu Beginn der 1960er Jahre wird das Barock-Repertoire um Kompositionen der Wiener Klassik erweitert; dazu gründet Münchinger 1966 die Klassische Philharmonie Stuttgart. Seither wird er auch verstärkt als Dirigent im europäischen Ausland und in die USA verpflichtet.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)   Price in Euro 12.-
Foto weist Rissbeschädigung im unteren Teil auf.


WOLFGANG SAWALLISCH
1923

berühmter Dirigent / famous conductor

Nach Abitur, Kriegsdienst und britischer Kriegsgefangenschaft legte Sawallisch 1946 nach nur einem Semester bei Joseph Haas an der Staatlichen Musikhochschule München das Staatsexamen ab. Dirigierunterricht nahm er bei Hans Rosbaud und Igor Markevitch.

Der Aufstieg zum international renommierten Dirigenten orientierte sich an den Maßstäben guter Kapellmeistertradition: Korrepetitor und Kapellmeister am Stadttheater Augsburg 1947-53; 1953-58 Generalmusikdirektor in Aachen; 1958-60 Generalmusikdirektor in Wiesbaden; 1960-64 Generalmusikdirektor in Köln sowie ab 1961 eine Professur für Dirigieren an der Kölner Musikhochschule; 1960-70 Chefdirigent der Wiener Symphoniker sowie zusätzlich 1961-73 hamburgischer Generalmusikdirektor, zugleich Chefdirigent der Hamburger Philharmoniker; 1973-80 Chefdirigent des Orchestre de la Suisse Romande Genf.

Seit seinem internationalen Durchbruch mit den Berliner Philharmonikern beim „Edinburgh Festival“ 1955 wurde Sawallisch von den Eliteorchestern Westeuropas immer wieder zu Gastdirigaten eingeladen. Hinzu kamen Verpflichtungen in Bayreuth (1957-62), Salzburg, Florenz und Mailänder Scala. Seit 1969 reiste Sawallisch regelmäßig nach Japan, wo er mit dem NHK Symphony Orchestra Tokio zusammenarbeitete (seit 1967 Ehrendirigent).

1971-92 stand München im Zentrum seines musikalischen Wirkens. Als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper übernahm er 1971 die Nachfolge Joseph Keilberths. 1976/77 leitete er das Haus bis zum Amtsantritt August Everdings auch als Intendant. Die Spannungen mit Everding löste das Kultusministerium 1982 mit der Ernennung des Generalmusikdirektors zum Staatsoperndirektor und Everdings zum Gerneralintendanten der Bayerischen Staatstheater.

Sawallischs Aufführungen des Gesamtwerks von Richard Wagner (1982/83) und Richard Strauss (1988) fanden internationale Beachtung. Sawallisch hat sich immer wieder auch für die gemäßigte Moderne eingesetzt (Hindemith, Egk, Sutermeister u.a.)

Seine Skepsis gegenüber dem experimentellen Regietheater brachte ihm bei etlichen Kritikern den Ruf eines konservativen Opernchefs ein. Nach zweiundzwanzig Jahren am Nationaltheater München war Sawallisch von 1993 bis 2003 erfolgreicher Musikalischer Leiter des Philadelphia Orchestra. In der Presse der USA rühmte man sein Engagement für moderne amerikanische Musik.

Sawallisch hat sich auch als Pianist einen Namen gemacht. Seit er gemeinsam mit Gerhard Seitz (Violine) 1949 beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf im Fach Violine-Klavier einen ersten Preis gewann, konzertierte er regelmäßig auch als Kammermusiker und Liedbegleiter (u.a. von Dietrich Fischer-Dieskau und Elisabeth Schwarzkopf). Eine umfangreiche Diskographie ergänzt sein musikalisches Wirken.

signiertes Foto im Format 14.5 x 10.5
signed picture (5.8 x 4.2)
Price in Euro 18.--


SIR GEORG SOLTI
1912 - 1997

Dirigent

Noch in den 1920er Jahren gab es in Budapest eine „Ungarisierungs“-Welle, die es den Trägern deutscher und deutsch-jüdischer Namen „nahelegte“, ihre Namen ungarisieren zu lassen - und so wurde aus „György Stern“ 1926 „Georg Solti“, nach dem Ort Solt, aus dem die Familie stammte. Soltis Vater Móricz Stern allerdings blieb zeitlebens bei seinem Geburtsnamen.

Solti erhielt zunächst Klavierunterricht und studierte später an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest unter anderem unter Béla Bartók, Ernst von Dohnányi, Leó Weiner und Zoltán Kodály. 1930 war er Korrepetitor an der Budapester Oper, 1935–37 Assistent von Bruno Walter und Arturo Toscanini in Salzburg. Sein Debüt als Dirigent 1938 sollte nicht von Dauer sein, da ab 1939 den Juden in Ungarn der Auftritt nur noch mit Omike in eigenen Räumen wie der Goldmark-Halle erlaubt war.

Solti verbrachte den Zweiten Weltkrieg in der Schweiz, zeitweise als Assistent von Toscanini in Luzern, und gewann 1942 einen Klavierwettbewerb in Genf. Direkt nach dem Krieg machte sich Solti auf nach Deutschland, da dort viele Stellen unbesetzt waren. Die amerikanische Militärregierung stellte ihn als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper in München ein, als Nachfolger des abgesetzten Clemens Krauss und des kurzfristig eingesetzten Hans Knappertsbusch, der ein Auftrittsverbot bis 1947 erhielt.

Bereits 1947 verpflichtete Maurice Rosengarten Solti für die Plattenfirma Decca, ein Kontrakt, der bis zu Soltis Tod 50 Jahre später Bestand haben sollte. 1952 wechselte Solti an die Oper Frankfurt und hatte zunehmend Gastauftritte bei großen Orchestern und Opernhäusern weltweit. Ein Engagement beim Los Angeles Philharmonic Orchestra kündigte Solti 1961 noch vor Antritt der Stelle wieder, da ohne sein Wissen als weiterer Dirigent Zubin Mehta verpflichtet wurde. Dafür begann er 1961 seine zehnjährige Amtszeit am Royal Opera House in London, wohl auch ein wesentlicher Umstand für den Titel Sir, den Solti 1972, gerade britischer Staatsbürger geworden und dort auch bis zu seinem Tod wohnhaft, von der britischen Königin verliehen wurde.

Über viele Jahre hinweg war Solti einer der wichtigsten Dirigenten der Wiener Philharmoniker, die er unter anderem in Wien oder Salzburg dirigierte. Eine ebenfalls langjährige Beziehung verband ihn mit den Salzburger Festspielen, für die er - zumal nach dem Tod Herbert von Karajans im Jahr 1989 - ein wichtiger musikalischer Gestalter wurde. So sprang er für Karajan ein, nachdem dieser kurz vor der Premiere von Giuseppe Verdis Un ballo in maschera verstorben war. Karajans Platz nahm Solti nach dessen Tod auch für kurze Zeit bei den Osterfestspielen ein.

1991 dirigierte Solti zum 200. Todestag von Wolfgang Amadeus Mozart dessen Requiem im Wiener Stephansdom. Obwohl mit Wien künstlerisch eng verbunden, trat er nur 1980 für die von ihm geleitete Neuproduktion von Verdis Falstaff an das Pult der Wiener Staatsoper.

Soltis große Erfahrung als Operndirigent ermöglichte die erste Studio-Gesamteinspielung (1958 bis 1965) von Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ mit den Wiener Philharmonikern, die noch heute als Sternstunde der Schallplattengeschichte gilt. 1969 begann nach Soltis jahrzehntelanger Karriere als Operndirigent sein zweiter großer künstlerischer Abschnitt mit der Verpflichtung als Chefdirigent des Chicago Symphony Orchestra. Solti blieb dort 22 Jahre bis 1991. Daneben war er musikalischer Direktor des Orchestre de Paris 1971 bis 1975 und künstlerischer Leiter des London Philharmonic Orchestra 1979 bis 1983. Solti starb 1997 ohne vorherige Krankheit wenige Wochen vor seinem 85. Geburtstag.

Solti war einer der größten Operndirigenten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine nahezu kompletten Einspielungen der Opern von Richard Wagner, Richard Strauss und Giuseppe Verdi zählen bis heute zu den besten Einspielungen dieser Werke. Weniger unumstritten sind seine symphonischen Aufnahmen. Viele seiner frühen Einspielungen sind (an den originalen Metronom-Angaben der Komponisten orientiert und damit in der Tradition Toscaninis) mit recht starren, straffen Tempi stark auf Präzision, Objektivität, Brillanz und Spannung gerichtet, während der aus „romantischer“ Sicht natürliche Duktus und Schönklang der Werke zu kurz kommt. Spätere Einspielungen derselben Werke zeigen jedoch oft eine andere Herangehensweise. Aufgrund der riesigen Menge an Aufnahmen, die Solti innerhalb der fünf Jahrzehnte einspielte, sind auch hier viele maßstabsetzende Interpretationen zu finden, vor allem die Sinfonien Gustav Mahlers, die Werke Béla Bartóks und Anton Bruckners sowie orchestrale Glanzstücke wie Till Eulenspiegels lustige Streiche von Richard Strauss, die Ouvertüre 1812 von Pjotr Iljitsch Tschaikowski oder Borodins Polowetzer Tänze.

Soltis letzte Aufnahme war Bartóks Cantata profana Sz94, Kodálys Psalmus hungaricus op. 13 und die Serenade op. 3 seines Lehrers Weiner, ein Mitschnitt eines Konzertes in Budapest.

Solti ist der Künstler, der die meisten Grammys erhielt, unabhängig von der Musikrichtung. 31 Grammys gingen an ihn persönlich einschließlich eines Lifetime Achievement Award, weitere sechs an Techniker (Produktion/Aufnahme) in seinen Einspielungen und einer an einen Solisten. Weitere 74 Mal wurde er nominiert. 1992 wurde Solti mit dem Léonie-Sonning-Musikpreis und dem Frankfurter Musikpreis ausgezeichnet.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 35.-


HORST STEIN
1928 - 2008

Dirigent

Horst Walter Stein wurde am 2. Mai 1928 in Elberfeld als Sohn eines Mechanikers geboren. Er besuchte das Musische Gymnasium in Frankfurt a. M. (Klavier, Oboe, Schlagzeug, Gesang) und studierte anschließend an der Hochschule für Musik Köln. Sein Lehrer im Hauptfach Dirigieren war Günter Wand. Komposition studierte er bei Philipp Jarnach. Seine musikalische Karriere begann 1947 als Korrepetitor an den Städtischen Bühnen Wuppertal, wo er bis 1951 blieb. Über Hamburg kam er dann 1955 an die nach schweren Kriegszerstörungen neu eröffnete Staatsoper Unter den Linden nach Berlin. Der international bekannte Dirigent Erich Kleiber hatte den damals 27-Jährigen engagiert. Er begann zunächst als Staatskapellmeister, wurde aber bald zum koordinierten Generalmusikdirektor berufen. In dieser Funktion arbeitete Horst Stein bis 1961. Neben seiner Tätigkeit an der Oper unterrichtete er von 1959-61 an der Ostberliner Hochschule für Musik. Von 1961-63 bekleidete er unter dem legendären Intendanten Rolf Liebermann an der Staatsoper Hamburg die Funktion des stellvertretenden Generalmusikdirektors. Daran anschließend ging er von 1963-70 als Generalmusikdirektor und Operndirektor an das Nationaltheater Mannheim. Parallel war er von 1969-71 erster Dirigent der Wiener Staatsoper. Von 1972-77 war er dann wieder in Hamburg, diesmal als Generalmusikdirektor. An der Hamburger Musikhochschule wurde er Professor und bildete junge Dirigenten aus.

Schon frühzeitig zeigte er großes Interesse an den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth. Seit 1952 assistierte er bei Joseph Keilberth, Hans Knappertsbusch, Clemens Krauss und Herbert von Karajan. Von 1969 an dirigierte er dann selbst, u. a. den Ring des Nibelungen, Parsifal, Meistersinger, Tannhäuser und Tristan und Isolde. Allein zwischen 1969 und 1986 leitete er 76 Vorstellungen auf dem Grünen Hügel. Auch die Salzburger Festspiele als ein Höhepunkt im internationalen Musikleben zogen Horst Stein an. In den Jahren 1985-89 dirigierte er dort eine Reihe von Konzerten und Opernaufführungen, u. a. mit Werken von Strauss, Mozart und Beethoven.

Von 1980-85 war er Künstlerischer Direktor und Chefdirigent des Orchestre de la Suisse Romande in Genf. Anschließend wurde Horst Stein Chefdirigent der Bamberger Symphoniker. Diese Position hatte er bis zur Ernennung zum Ehrendirigenten im Jahre 1996 inne. Neben seiner Bamberger Position bekleidete er noch bis 1994 die Funktionen des Künstlerischen Leiters des Basler Sinfonieorchesters und der Allgemeinen Musikgesellschaft Basel.

Horst Stein gilt als außerordentlich erfahrener Dirigent, der ein großes Repertoire beherrscht, über herausragende handwerkliche Fähigkeiten verfügt und viel für den künstlerischen Nachwuchs tut. Er widmet sich gleichermaßen der Opern- wie der Konzertliteratur. Dabei hat er eine Vorliebe für die Romantik und Spätromantik. Komponisten wie Brahms, Wagner, Bruckner, Strauss oder Reger gehören seit jeher zu seinen Favoriten. Er ist Gastdirigent der bedeutendsten Orchester, so der Wiener und Berliner Philharmoniker, des London Philharmonic Orchestra, des Gewandhausorchesters Leipzig, der Staatskapellen Berlin und Dresden, des Israel Philharmonic Orchestra oder des NHK-Sinfonieorchesters Tokio, das ihn zum Ehrendirigenten ernannte. Die Wiener Symphoniker, bei denen er regelmäßig gastierte, verliehen ihm 1996 den Brucknerring. Für seine Verdienste wurde Horst Stein mehrfach ausgezeichnet. 1995 erhielt er vom Bundespräsidenten der Republik Österreich das Österreichische Ehrenzeichen für Wisschenschaft und Kunst. 2003 wurde ihm der Bayerische Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst verliehen.

Horst Stein hat eine Vielzahl von Schallplatten produziert. Schwerpunkt ist hier wiederum die Konzert- und Opernliteratur des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Auch Rundfunkaufnahmen und Fernsehaufzeichnungen liegen vor.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 19.- 


EDMOND DE STOUTZ
1920 - 1997

Dirigent

Oben: Original-signiertes Illustriertenfoto (Postkartenformat)    Price in Euro 12.- 
Unten: Original-signierte Karte (etwas kleiner als Postkartenformat)   Price in Euro 6.-


RÄTO TSCHUPP
1929 - 2002

Dirigent

Bekannt war Tschupp vor allem für seinen Einsatz für Schweizer Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er leitete über hundert Erstaufführungen zeitgenössischer Werke, zahlreiche waren ihm gewidmet. 

1957 gründete Tschupp das Kammerorchester Camerata Zürich, das bei der Entstehung des modernen Schweizer Kammermusikrepertoires eine wichtige Rolle spielte[3] und bis zu seinem Tod von ihm geleitet wurde. Von 1976 bis 1988 war Räto Tschupp Professor an der Hochschule für Musik Karlsruhe, wo er Dirigieren unterrichtete. Im Laufe seines Schaffens spielte Tschupp mit verschiedenen Orchestern und Chören einige Werke für diverse Plattenlabels ein, unter anderem Flötenkonzerte von Gluck und Cimarosa, eine Anthologie europäischer Musik nach der Französischen Revolution und Werke von Schweizer Komponisten wie Wladimir Vogel, Paul Müller-Zürich oder Josef Haselbach. 

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 12.-


WOLFGANG WAGNER
1919

bekannter Opernregisseur / famous opera director

Im Alter von knapp elf Jahren verlor Wolfgang Wagner seinen Vater. Die innige Freundschaft seiner Mutter Winifred mit Adolf Hitler – der von den Wagners „Onkel Wolf“ genannt werden wollte – bewahrte Wolfgang nicht vor „Arbeitsdienst“ und Militärdienst. Nach einer schweren Kriegsverwundung absolvierte er seine theaterpraktische und musikalische Ausbildung ab 1940 an der Staatsoper Berlin. Er wurde dort Regieassistent und inszenierte 1944 die Oper Andreasnacht seines Vaters, der damals 75 Jahre alt geworden wäre.

Gemeinsam mit seinem Bruder Wieland Wagner übernahm er nach dem Zweiten Weltkrieg die Gesamtleitung der Bayreuther Festspiele, die erstmals 1951 wieder stattfinden konnten. Beide gelten in diesem Zusammenhang als Wegbereiter des sogenannten Neu-Bayreuth: Darunter ist eine stilistische Erneuerung zu verstehen, die Wieland Wagner als „Entrümpelung“ der Szene, Wolfgang Wagner mit dem Begriff „Werkstatt Bayreuth“ auf den Punkt brachte. Seit dem Tod Wielands 1966 leitet Wolfgang die Festpiele alleinverantwortlich. Um sie langfristig zu sichern, gab er die Rechtsform des reinen Familienbetriebs auf. Das Bayreuther Festspielhaus und das Haus Wahnfried, die bis dahin Familieneigentum waren, wurden unter seiner Ägide in die 1973 gegründete Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth überführt. An ihr sind sowohl die Familie als auch öffentliche Institutionen beteiligt. Seit 1986 ist Wolfgang Wagner Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Bayreuther Festspiele GmbH (seit 1987 mit einem Vertrag auf Lebenszeit). Daraus resultiert eine größere Gestaltungsfreiheit und zugleich Verantwortung, als es bei einem rein staatlich bestellten Intendanten der Fall wäre.

Wolfgang Wagner holte Dirigenten wie Carlos Kleiber, Colin Davis, Woldemar Nelsson, Daniel Barenboim, Peter Schneider, James Levine, Giuseppe Sinopoli und Christian Thielemann nach Bayreuth. Während seine eigenen Inszenierungen als eher konservativ eingestuft wurden, öffnete er die Festspiele für innovative Gastregisseure. Als ebenso provokant wie epochal gelten etwa die Neuinterpretationen des Tannhäuser durch Götz Friedrich 1972 und des Fliegenden Holländers durch Harry Kupfer 1978, der „Jahrhundertring“ 1976 von Patrice Chéreau (Regie) und Pierre Boulez (Dirigent), die legendäre Tristan-Inszenierung 1993 von Heiner Müller oder die Parsifal-Inszenierung 2004 durch Christoph Schlingensief. Anders als im normalen Opernbetrieb gibt Wagner seinen Regie-Teams die Möglichkeit, ihre Inszenierungen jährlich weiterzuentwickeln. Dessen ungeachtet wurde in letzter Zeit häufig der Vorwurf erhoben, die Bayreuther Festspiele hätten ihre Vorreiterrolle in der Wagner-Interpretation eingebüßt.[1]

In geschäftlicher Hinsicht gelang es Wolfgang Wagner, den Anteil öffentlicher Subventionen im Gesamtetat stets unter 40% zu halten. Dabei sind – dank eines weitausgreifenden Kultur-Sponsorings von Firmen und privaten Spendern – die Eintrittspreise in Bayreuth niedriger als bei vergleichbaren Musikfestivals. Die Pflege einer Korona aus mittlerweile nahezu 140 Richard-Wagner-Verbänden mit gegenwärtig (2007) 37.000 Mitgliedern wurde ebenfalls als wirtschaftliche und zugleich als „ideologische“ Leistung bezeichnet.[2] Durch eine Kontingentierung von Karten an die Wagner-Verbände bzw. deren Richard-Wagner-Stipendienstiftung konnte Wagner eine hohe interne wie auch externe Bindung an die Festspiele aufbauen.[2] Ziel der Stipendienstiftung ist es, jährlich 250 Studierenden aus aller Welt einen kostenlosen Besuch der Festspiele zu ermöglichen.[3] Die Mitglieder der Wagner-Verbände spielen hier lediglich eine fördernde Rolle; sie selbst haben laut Auskunft ihres Vorsitzenden keinen Anspruch auf bevorzugte Behandlung beim Kartenverkauf.[4] Ein vergleichsweise großes Kartenkontingent geht an Mitglieder des Deutschen Gewerkschaftsbundes, für die jährlich zwei geschlossene Vorstellungen stattfinden; ferner werden zuschussgebende Institutionen (Bund, Land, Stadt, Bezirk, Gesellschaft der Freunde von Bayreuth) und das Jugend-Festspieltreffen berücksichtigt. Wie die genannten Institutionen im einzelnen mit den ihnen anvertrauten Karten umgehen, ist für die Öffentlichkeit nicht nachprüfbar und deshalb teilweise umstritten. Diese Kontingente verringern zumindest das freie Angebot von ursprünglich 57.750 Karten pro Saison (bei 1.925 Plätzen und 30 Vorstellungen) und tragen damit zur konstanten Überbuchung bei. Die Wartezeit für Interessenten wurde 2007 auf bis zu neun Jahre geschätzt.

In erster Ehe war Wolfgang Wagner ab 1943 mit der Tänzerin Ellen Drexel (1919-2002) verheiratet. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor: die Theater-Managerin Eva Wagner-Pasquier (* 1945), jetzt Mitarbeiterin der Festspiele in Aix-en-Provence, sowie Gottfried Wagner (* 1947). Nach der Scheidung 1976 heiratete Wagner seine damalige Sekretärin im Pressebüro der Festspiele Gudrun Mack, geb. Armann (1944-2007[5]). Ihre gemeinsame Tochter Katharina Wagner wurde 1978 geboren.

Seit einiger Zeit ist wegen des hohen Alters und der angeschlagenen Gesundheit Wolfgang Wagners die Diskussion um seine Nachfolge entbrannt. 2001 nominierte der Stiftungsrat mit einer Mehrheit von 22 zu 2 Stimmen Eva Wagner-Pasquier als künftige Festspielleiterin. Wagner, der seine zweite Ehefrau Gudrun favorisierte, lehnte dieses Votum ab und berief sich dabei auf seinen Vertrag auf Lebenszeit.

Nach dem überraschenden Tod von Gudrun Wagner Ende 2007 kam es zu einer „behutsamen Wiederannäherung“[6] zwischen Wolfgang Wagner und Eva Wagner-Pasquier. Im April 2008 signalisierte Wagner erstmals, dass er sich gemeinsame Leitung der Festspiele durch seine beiden Töchter Eva und Katharina vorstellen könne.[7] Dies wurde in der Öffentlichkeit auch als Einlenken gegenüber den Zuschussgebern interpretiert, die das gestiegene Defizit der Festspiele nicht länger bedingungslos auszugleichen bereit gewesen wären.[8]

Nachdem sowohl Katharina Wagner als auch Eva Wagner-Pasquier ihre Bereitschaft zur Kooperation erklärt hatten,[9] kündigte Wagner in einem Brief an den Stiftungsrat an, zum 31. August 2008 sein Amt als Festspielleiter niederzulegen

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HERB ALPERT
1935

berühmter Sänger / Famous singer

Alpert hatte mit seiner Band „Tijuana Brass“ in den 1960er Jahren einige große Instrumental-Hits. Der erste Hit war „The Lonely Bull“ 1962, andere große Hits folgten, wie: „Tijuana Taxi“, „Spanish Flea“, „A Taste of Honey“ und „Zorba the Greek“. Alpert gilt mit seinem glasklaren, bisweilen etwas kalten Trompetenspiel als Schöpfer des Tijuana-Brass-Sounds bei dem traditionelle mexikanische Spielweise mit Jazz und Funk verbunden werden. Im Jahr 1968 kam dann sein erster Vocal-Hit „This Guy's in Love With You“ heraus. Nach dem Bruch mit der Tijuana Brass Band wurde es still um Herb Alpert bis zum Comeback mit dem Album Rise, das es 1979 in die Charts schaffte und die ausgekoppelte Single „Rise“ wurde sein erster Instrumental-Hit auf Platz eins der Charts. 1987 machte er erneut mit den Modern Jazz-Funk Vocal-Titeln „Keep Your Eye on Me“ und „Diamonds“, bei dem Janet Jackson den Gesangspart übernahm, auf sich aufmerksam. Alpert spielte in der Folge auch auf Platten der Künstlerin einige Soloparts ein. Zusammen mit Lou Adler und Sam Cooke schrieb er dessen Hit „(What A) Wonderful World“" (1960).

Alpert verkaufte als Künstler 72 Millionen Platten, erhielt sieben Grammy Awards und gründete zusammen mit Jerry Moss 1962 das Plattenlabel A&M Records. Mit dieser Firma produzierte er nicht nur seine eigene Musik, sondern hatte auch u. a. die Carpenters, Cat Stevens, Carole King, Bryan Adams, Sting, Janet Jackson, Joe Cocker, Supertramp, Suzanne Vega, Joe Jackson und Sergio Mendes unter Vertrag. Er ist nebenbei auch noch Maler, Theater-Produzent und betreut seine „Herb Alpert Foundation“.

Mit seiner geschiedenen Frau Sharon Lubin hat Herb Alpert zwei Kinder. Er ist seit 1973 mit der Sängerin Lani Hall verheiratet und hat mit ihr eine Tochter.

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EDDY ARNOLD
1918 - 2008

Sänger / Singer

Eddy Arnold entstammte einer musikbegeisterten Familie, die in Tennessee eine kleine Farm am Rande des Existenzminimums betrieb. Nach dem frühen Tod seines Vaters musste er die Schule abbrechen. Es war die Zeit der wirtschaftlichen Depression, in der die Familie nach dem unvermeidlichen Verlust der Farm ums nackte Überleben kämpfte. Arnold, der seit seinem zehnten Lebensjahr Gitarre spielte, nahm jede sich bietende Gelegenheit zu musikalischen Auftritten wahr. Seine Radiokarriere begann 1936 bei der WTJS-Station in Jackson (Tennessee). Danach arbeitete er sechs Jahre lang beim Sender WMPS in Memphis.

Im August 1941 stellte die R.J. Reynolds Tobacco Company eine Country-Show zusammen, die zur Truppenbetreuung in einer landesweiten Tournee zahllose militärische Einrichtungen besuchte. Hauptattraktionen des „Camel Caravan“ waren Minnie Pearl und Pee Wee King mit seiner Begleitband, den Golden West Cowboys. Auch Eddy Arnold gehörte zur 20-köpfigen Truppe. Nach Kriegsende schloss er sich als Leadsänger den Golden West Cowboys an und bekam dadurch Gelegenheit zu ersten Auftritten im Zentrum der Country-Musik, der Grand Ole Opry. Als „Tennessee Plowboy“ gewann er schnell an Popularität.

Dank seiner angenehmen, warmen Stimme schaffte er es bald, das Interesse der Schallplattenfirmen zu erregen. 1944 wurde er von RCA Victor unter Vertrag genommen. Im selben Jahr erschien seine erste Single Mommy Stay Home With Me. 1945 spielte er die erste Version eines seiner bekanntesten Songs, den Cattle Call ein, den er im Laufe der Jahre immer wieder aufnehmen sollte. Each Minute Seems a Million Years schaffte es wenig später in die Top-10. Ein Jahr später platzierte sich That's How Much I Love You auf Platz Drei der Country-Charts.

Seine mehrere Jahrzehnte andauernde Erfolgsträhne nahm 1947 ihren Anfang. Zunächst erreichten What Is Life Without You und It' a Sin Platz Eins. Es folgte der größte Country-Hit der Dekade: I'll Hold You in My Heart hielt sich fast ein halbes Jahr an der Spitze der Country-Charts. Wesentlichen Anteil an Arnolds Erfolg hatten der Produzent und A&R-Leiter Steve Sholes von RCA und der Steel-Gitarrist Roy Wiggins, der in die romantischen Songs Country-Feeling einbrachte.

1948 folgten weitere Nummer-1-Hits, darunter Bouquet of Roses. Im selben Jahr wurde Colonel Tom Parker Arnolds Manager. Wegen undurchsichtiger Machenschaften wurde Parker nach einigen Jahren entlassen und betreute fortan einen jungen Musiker namens Elvis Presley.

Eddy Arnold verließ 1948 die Grand Ole Opry und konzentrierte sich auf landesweite Tourneen. Er hatte zahlreiche Radioauftritte und wirkte in einigen Filmen mit. Anfang der fünfziger Jahre hatte er als erster Country-Sänger eine eigene Fernsehshow. Mittlerweile hatten Rockabilly und Rock ’n’ Roll die Country-Musik in eine existenzbedrohende Krise gestürzt. Das Genre verlor fast über Nacht einen Großteil seiner jugendlichen Anhängerschaft. Als Antwort entwickelteten Chet Atkins, Owen Bradley und andere den weichen, pop-orientierten Nashville Sound. Dank seiner stimmlichen Qualitäten wurde Arnold einer der erfolgreichsten Vertreter dieser neuen Stilrichtung. Anders als viele andere etablierte Stars hatte er nicht die geringste Mühe, seinen Stil anzupassen (auf der Bühne erschien er in diesen Jahren gewöhnlich im Smoking). Mit Balladen wie What's He Doing in My World oder Make The World Go Away hatte er Anfang der 1960er Jahre bald wieder die Spitze der Charts erobert. 1966 wurde er in die Country Music Hall of Fame aufgenommen. Ein Jahr später wurde er erster CMA „Entertainer of the Year“. Man hielt ihm zugute, dass er der Country-Musik neue Zuhörerschaften erschlossen hatte.

Arnolds Erfolge ließen in den 1970er Jahren langsam nach. 1972 wechselte er zum MGM-Label, kehrte aber wenig später zu RCA zurück. Er erzielte noch mehrere Top-10-Platzierungen. Auch in den 1980er Jahren konnte er noch einige Songs in der Top-20 unterbringen. Im Jahr 1999 gelang ihm mit Cattle Call, das er mit LeAnn Rimes im Duett sang, noch einmal ein Hitparadenerfolg.

Den endgültigen musikalischen Schlusspunkt unter eine der längsten und erfolgreichsten Karrieren der Musikgeschichte setzte Eddy Arnold 2005, als er im Alter von 87 Jahren sein hundertstes Album einspielte. Es enthält ausschließlich neue, von ihm noch nie zuvor interpretierte Songs. Koproduzent war der 74-jährige Jack Clement.

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LOUIE BELLSON
1924 - 2009

berühmter Schlagzeuger und Komponist

Luigi Paulino Alfredo Francesco Antonio Balassoni (* 6. Juli 1924 in Rock Falls, Illinois; † 14. Februar 2009 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger, Komponist und Arrangeur, der unter dem Namen Louie Bellson bekannt wurde. Nach Richard Cook war er der letzte der großen Swing-Schlagzeuger.

Als Sohn eines Musikgeschäftinhabers lernte er bereits früh verschiedene Instrumente. Schlagzeugunterreicht erhielt er von Roy Knapp, der auch Lehrer von Gene Krupa war. Er freundete sich mit Krupa, Dave Tough und Buddy Rich an. 1940 gewann er einen Schlagzeugwettbewerb unter der Schirmherrschaft von Krupa, was dazu führte, dass er 1941 noch als Teenager Mitglied der Band von Ted Fio Rito wurde, wo ihn Benny Goodman entdeckte. Zwischen 1943 und 1951 spielte er für Jazzgrößen wie Benny Goodman, Tommy Dorsey und Harry James. 1952 wechselte er zu Duke Ellington, für den er die Stücke Skin Deep und The Hawk Talks schrieb. 1952 heiratete er Pearl Bailey und verließ das Duke Ellington Orchestra, um für sie als musikalischer Leiter zu arbeiten. Mit kleineren und größeren Formationen etablierte er sich als einer der erfolgreichen Bandleader des amerikanischen Jazz; in seinen Gruppen spielten Musiker wie Bobby Shew, Don Menza, Blue Mitchell, Joe Pass, Larry Coryell oder George Duvivier. In den späten 1950er und den 1960er Jahren trat er zudem mit Tommy und Jimmy Dorsey, Count Basie und bei Jazz at the Philharmonic, sowie erneut mit Harry James und Duke Ellington. So spielte er 1956 auf Ellingtons Album A Drum is a Woman, aber auch 1965 beim Sacred Concert. Außerdem arbeitete er im Orchester der Saturday Night Show und mit Gesangssstars wie Sarah Vaughan, James Brown und Frank Sinatra.

Er wirkte auch als Studiomusiker an zahlreichen Schallplatten mit, unter anderem einigen Aufnahmen von Ella Fitzgerald. In den 1970er-Jahren spielte er oft im Trio mit Oscar Peterson und dem dänischen Bassisten Niels-Henning Ørsted Pedersen. 1987 trat Louie Bellson in der Sendereihe der ARD Super Drumming auf, die von Pete York moderiert wurde. Er stand dort für Interviews zur Verfügung.

In seiner fast 60 Jahre andauernden Karriere spielte Bellson mehr als 200 Alben ein und schrieb rund tausend Kompositionen und Arrangements. Darunter waren auch Werke für klassisches Orchester und Schlagzeug-Ensemble. Seit Beginn der 1970er Jahre gab er seine Schlagzeugstilistik an Drummer der nächsten Generationen weiter, unter anderem an Marvin Smitty Smith. Er starb am 14. Februar 2009 im Alter von 84 Jahren in Los Angeles.

Mitte der 40er Jahre begann er, zwei 25- oder 26-Zoll-Basstrommeln in seinem Schlagzeug zu verwenden und gilt damit als Erfinder der Doublebassdrum-Technik. Er machte sich einen Namen als Big Band-Schlagzeuger und -Leiter, wird aber gleichermaßen als Schlagzeuger für kleine Bands und Begleiter für Sänger und Pianisten wie Count Basie, Art Tatum oder Oscar Peterson gesucht und geschätzt. Anlässlich der Feiern zu seinem achtzigsten Geburtstag scherzte der Doppel-Basstrommel-Pionier: „Ich bin noch nicht so alt; ich bin 40 in diesem Bein und 40 in dem anderen Bein.“ Charly Antolini nannte Louie Bellson als sein Vorbild.

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TONY BENNETT
1926

Sänger / Singer

Bereits im Alter von 10 Jahren hatte Benedetto, als Sohn eines Lebensmittelhändlers in Astoria im New Yorker Stadtbezirk Queens geboren, seinen ersten Gesangsauftritt bei den Feierlichkeiten zur Eröffnung der Triborough Bridge in seiner Heimatstadt. Bis 1942 besuchte er die High School of Industrial Art (mit den Schwerpunkten Musik und Malerei), danach verdingte er sich als "singender Kellner" in italienischen Lokalen in Queens.

1944 zur Armee eingezogen, kam er 1945 mit der 63. US-amerikanischen Infanteriedivision nach Deutschland und blieb dort bis 1946 stationiert. Unter dem Künstlernamen Joe Bari trat er als Sänger mit verschiedenen Militärorchestern auf. Nach seiner Rückkehr in die USA behielt er den Namen zunächst bei, vertiefte seine musikalische Ausbildung und arbeitete in zahlreichen kleineren Musikclubs seiner Heimatstadt. 1949 verpflichtete ihn die Sängerin Pearl Bailey als Vorprogramm; dort wurde er von Bob Hope entdeckt und nannte sich auf Hopes Anregung hin fortan Tony Bennett.

 1950 erhielt Bennett einen Plattenvertrag bei Columbia Records und landete mit der Single The Boulevard Of Broken Dreams gleich einen Achtungserfolg. In den folgenden Jahren stieg Bennett rasch zu einem der populärsten Sänger der USA auf, gab umjubelte Konzertserien im New Yorker Paramount Theatre, und mit seinen Singles Because Of You (1951), Cold Cold Heart (1951), Rags To Riches (1953) und Stranger In Paradise (1953) gelang ihm gleich viermal der Sprung an die Spitze der US-Charts. Mit letzterem Lied, das auch in Großbritannien die Charts anführte, begründete Bennett seine Popularität in Europa.

Seiner ersten LP Because Of You (1952) folgten 1955 das Album Cloud 7 mit dem Gitarristen Chuck Wayne (1954-57 Bennetts Orchesterleiter) und 1957 die LP The Beat Of My Heart, auf der Bennett seine Stärken als Jazz-Sänger demonstrierte, einer Musikrichtung, der er sich begleitet von seinem neuen Pianisten und langjährigen Orchesterleiter Ralph Sharon ab 1957 verstärkt widmete. Als einer der ersten Sänger seiner Sparte arbeitete er auf zwei Alben mit Count Basie und seinem Orchester zusammen (Basie Swings, Bennett Sings, 1958; In Person! With Count Basie, 1959).

Als Urlaubsvertretung für Perry Como erhielt Bennett im Sommer 1959 für einige Wochen seine eigene Fernsehshow (The Tony Bennett Show). Als Schauspieler wirkte er 1963 in einigen Episoden der Fernsehserie 77 Sunset Strip mit und übernahm 1966 eine Rolle im Hollywood-Streifen The Oscar (dt.: ... denn keiner ist ohne Schuld).

1962 gab er ein Galakonzert in der New Yorker Carnegie Hall, das von Columbia auch als Live-Album herausgebracht wurde. Daneben erschienen in rascher Folge zahlreiche weitere Studioalben bei Columbia, von denen I Left My Heart In San Francisco (1962) und I Wanna Be Around (1963) besonders erfolgreich waren. Mit der Single I Left My Heart In San Francisco gewann Bennett 1963 zwei Grammys; das Lied gilt heute als eine seiner Erkennungsmelodien. Für I Wanna Be Around (1963), Who Can I Turn To (1964) und The Shadow Of Your Smile (1965) erhielt Bennett weitere Grammy-Nominierungen.

1965 trennten sich Bennett und Sharon. Der Aufforderung seiner Plattenfirma, sich auf seinen Alben stärker zeitgenössischer Pop-Musik zu widmen, kam Bennett nur mit zunehmendem Widerwillen nach, und seine LPs (darunter der Achtungserfolg For Once In My Life, 1967)verkauften sich zusehends schlechter (wie etwa Tony Sings The Great Hits Of Today, 1969).

1972 wechselte Bennett für kurze Zeit von Columbia zum Label MGM Records und brachte dort zwei Alben heraus, die jedoch ebenfalls wenig erfolgreich waren, so daß er bald ohne festen Plattenvertrag dastand.

Daraufhin gründete Bennett sein eigenes Plattenlabel Improv Records, für das er zwei Alben mit Songs von Rodgers und Hart produzierte und zusammen mit dem Jazzpianisten Bill Evans seine beiden wohl besten Jazz-Alben einspielte (The Tony Bennett/Bill Evans Album 1975, Tony Bennett And Bill Evans - Together Again 1977). Doch blieb der kommerzielle Erfolg zunächst aus, so daß Bennett das Label Ende der 70er Jahre aufgeben musste.

Beinahe 10 Jahre lang nahm Bennett nun keine neuen Platten auf und hielt sich mit Konzertauftritten in Las Vegas über Wasser, während die Steuerbehörden zeitweise sein Haus in Los Angeles beschlagnahmten. Eine Überdosis Kokain kostete ihn 1979 beinahe das Leben.

In den frühen 80er Jahren fand Bennett allmählich in ein geregeltes Leben zurück, zog zurück nach New York City und tat sich wieder mit Ralph Sharon und dessen Trio zusammen, während sein Sohn Danny Bennett sich fortan als Manager um die Geschäfte kümmerte. Nach einer Reihe erfolgreicher Konzertauftritte auf kleineren New Yorker Musikbühnen und in einigen populären Fernsehshows gelang Bennett dann 1986 ein Comeback bei seinem alten Label Columbia Records, das ihn wieder unter Vertrag nahm.

Nach seinem erfolgreichen Wiedereinstieg bei Columbia mit Alben wie The Art Of Excellence (1986) und der musikalischen Rückschau Astoria - Portrait Of The Artist (1990) gewann Bennett 1993 einen Grammy für sein Jazz-Album Perfectly Frank (1992), eine Hommage an seinen Freund und Bewunderer Frank Sinatra. Schon ein Jahr später konnte er für Steppin' Out, ein Tribut an Fred Astaire, erneut einen Grammy entgegennehmen. Mit How Do You Keep The Music Playing? konnte Bennett auch einen zweiten "signature song" etablieren.

Nachdem ein Video mit dem Titelsong aus Steppin' Out sehr erfolgreich beim Musiksender MTV gelaufen war, produzierte Bennett begleitet von Ralph Sharon 1994 MTV Unplugged: Tony Bennett, ein komplettes Jazz-Konzert-Special mit Elvis Costello und k.d.lang als Gaststars, das für Quotenrekorde sorgte und ihm beim vorwiegend jüngeren Publikum fortdauernde Popularität sicherte. Das zugehörige Columbia-Album erreichte Platin und gewann zwei Grammys.

Seither konnte Bennett mit seinen regelmäßig erscheinenden neuen Columbia-Alben, darunter Tribute an die Jazzgrößen Billie Holiday, Duke Ellington und Louis Armstrong, zahlreiche weitere Auszeichnungen gewinnen; zwischen 1997 und 2007 erhielt Bennett sieben weitere Grammys für das beste traditionelle Pop-Album des Jahres. Für sein Konzertspecial Live By Request - A Valentine's Special (1996) gewann Bennett einen Emmy. 1998 wurde er in die amerikanische Big Band and Jazz Hall of Fame aufgenommen; 2001 erhielt er einen Grammy für sein Lebenswerk. Für 2006 erhielt Bennett ein Jazz Masters Fellowship der staatlichen NEA-Stiftung, die höchste Auszeichnung für Jazzmusiker in den USA.

Gemeinsam mit dem Jazzkritiker Will Friedwald brachte Bennett 1998 seine Autobiographie The Good Life heraus.

Zu seinem 80. Geburtstag veröffentlichte Bennett 2006 das Album Duets - An American Classic, auf dem neu eingespielte elektronische Duette mit Künstlern wie Bono, Michael Bublé, den Dixie Chicks, Elvis Costello, Céline Dion, Billy Joel, Elton John, Juanes, Diana Krall, k.d.lang, Paul McCartney, Tim McGraw, George Michael, Barbra Streisand, James Taylor und Stevie Wonder vertreten sind. Das gleichnamige Fernsehspecial von 2006 gewann 2007 drei Emmys, darunter einer für Bennett selbst.

Bennett geht nach wie vor regelmäßig auf Konzerttourneen in den USA und in Europa (dort vor allem in Großbritannien und Italien), wo er zuletzt im Frühjahr 2007 zu sehen war, vorwiegend mit kleiner Jazz-Combo-Begleitung. Seit Ralph Sharons Ausscheiden 2003 fungiert der Pianist Lee Musiker als deren Leiter.

1952 heiratete Bennett Patricia Beech. Aus der Ehe stammen zwei Söhne: D'Andrea (genannt "Danny") Bennett, der seit den 80er Jahren als Produzent und Manager für seinen Vater arbeitet, und Daegal (genannt "Dae") Bennett, der als Toningenieur seit den 90er Jahren die Aufnahmen seines Vaters betreut. 1965 trennte sich das Paar, 1971 wurde die Ehe geschieden.

Aus seiner Ehe mit der Schauspielerin Sandra Grant, die er 1965 bei den Dreharbeiten zu The Oscar kennengelernt hatte, stammen die beiden Töchter Joanna und Antonia. 1980 ließ sich das Paar scheiden.

Seit Mitte der 80er Jahre ist Tony Bennett mit der Lehrerin Susan Crow liiert; die beiden heirateten am 21. Juli 2007.

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VICTOR BORGE
1909 - 2000

Pianist, Komödiant / Piano, Comedian

Victor Borge wurde in eine jüdische Musikerfamilie geboren. Er wurde von dem Liszt-Schüler Frederic Lamond und dem Busoni-Schüler Egon Petri unterrichtet und gab 1926 sein Debüt. In den 1930er Jahren war er einer der beliebtesten dänischen Pianisten.

Die Ernsthaftigkeit des klassischen Konzertbetriebs gefiel ihm jedoch nicht. Er begann deshalb, seine Auftritte um humoristische Elemente und Parodien zu erweitern. Seine Witze über Adolf Hitler fanden beim dänischen Publikum großen Anklang, bei den deutschen Besatzern im Zweiten Weltkrieg dagegen nicht. Deshalb musste Borge 1940 in die USA auswandern.

Auch hier verloren seine Auftritte nicht ihre komische Note. Bald trat er im Radio auf, unter anderem mit Bing Crosby. 1948 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Am Golden Theatre in New York hatte er von 1953 bis 1956 seine Ein-Mann-Show Comedy in Music, die am längsten aufgeführte Ein-Mann-Show überhaupt. Ein Zitat des Komödianten am Klavier lautete: „Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen Menschen.“

Victor Borge spielte nicht nur vorzüglich Klavier, sondern trat auch als Dirigent auf, unter anderem bei Opernaufführungen. Er gründete mehrere Stiftungen und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

Am 23. Dezember 2000 starb Victor Borge im Alter von 91 Jahren in Connecticut.

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PERRY COMO
1912 - 2001

berühmter Sänger / Famous singer

Perry Como wurde in Canonsburg im US-Staat Pennsylvania geboren. Nach seinem High School Abschluss eröffnete er in seiner Heimatstadt einen Frisiersalon. Im Jahr 1933 trat er der Band von Freddy Carlone in Ohio bei, drei jahre später wechselte er zum Ted Weems Orchester und hatte erste Schallplattenaufnahmen. Seine erste Schallplatte hieß "You Can't Pull the Wool Over My Eyes" und erschien bei der Firma Decca.

1942 löste Weems sein Orchester auf und Como wechselte zu CBS, wo er für wenige Jahre ohne nennenswerten Erfolg sang. Als er überlegte, seine Karriere als Sänger aufzugeben, engagierten ihn zwei NBC-Produzenten für die Show "Supper Club", anschließend folgten erfolgreiche Theater- und Nachtclub-Auftritte.

1945 begann der erfolgreiche Teil seiner Karriere als Sänger mit der Pop-Ballade "Till the End of Time". Perry Como war der erste Sänger mit zehn Schallplatten, die jeweils mehr als eine Million mal verkauft wurden.

Er starb am 12. Mai 2001 auf seinem Anwesen in Jupiter, Florida sechs Tage vor seinem 89. Geburtstag.

Comos TV Weihnachtsshow wurde zum ersten Mal 1948 ausgestrahlt und zum letzten Mal 1994 in Irland.

Seine regelmäßige Fernsehshow begann 1957 und wurde bis 1987 anfangs wöchentlich ausgestrahlt, später zweimal und dann einmal monatlich, aufgenommen an vielen Orten der Erde in England, Rom, Österreich, Frankreich und verschiedenen US-Orten.

Für die Schallplattenfirma RCA nahm er zwischen 1952 und 1987 zahlreiche Songs auf und errang eine Vielzahl von Goldenen Schallplatten.

1957 Round And Round
1958 Catch A Falling Star
1959 Mandolins In The Moonlight
1971 Perry Como sings

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CHARLIE DANIELS
1936

berühmter Sänger / Famous singer

In seiner Jugend spielte Daniels Geige und Gitarre in diversen Bands. Mit 21 beschloss er, professioneller Musiker zu werden und spielte in einer Rock-Band, die sich Jaguars nannte. Die Band wurde nicht sehr bekannt, schaffte es aber, eine Platte mit dem Produzenten Bob Johnson, einem späteren Kopf von Columbia Records, aufzunehmen. Sein erster Erfolg war sein Song "It Hurts Me", der 1964 als B-Seite einer Single von Elvis Presley erschien.

In den späten 1960ern ging Charlie Daniels nach Nashville, um als Studiomusiker zu arbeiten. Er spielte auf diversen Alben von Bob Dylan wie Nashville Skyline, Self Portrait und New Morning, er wurde Teil von Leonard Cohens Liveband.

Daniels, der sich Zeit seines Lebens sehr stark mit den US-amerikanischen Südstaaten und deren konservativen Werten identifizierte, aber auch von der Kultur der Hippies beeinflusst war, fühlte sich zu der ab 1969 entstehenden Musikrichtung des Southern Rock hingezogen, zu deren anerkanntesten Protagonisten er gemeinsam mit den Allman Brothers und Lynyrd Skynyrd werden sollte. 1970 nahm er sein erstes Soloalbum, Charlie Daniels auf. 1972 gründete er die Charlie Daniels Band. Daniels spielte die Leadgitarre, die Geige und sang. Mit in der Band waren Don Murray (Gitarre), Bassist Charlie Hayward und Schlagzeuger James W. Marshal, an den Keyboards Joe DiGregorio. Das Konzept zahlte sich aus. 1973 hatte die Band ihren ersten Hit mit dem Song "Uneasy Rider" vom zweiten Album Honey in the Rock (1972). In diesem Song spottet Daniels über die Hippie-Musiker aus Kaliforniern, die, durch den Film Easy Rider verunsichert, sich in Kneipen in den Südstaaten unsicher fühlten und Angst hatten, wegen ihrer langen Haare angegriffen zu werden.

1974 veröffentlichten sie Fire on the Mountain mit dem Hit "Texas". Das Album kam in die Top 40 und bekam Goldstatus. Ein weiter Hit für Daniels war "The South Is Gonna Do it Again", eine Hymne auf den Southern Rock und das Lebensgefühl der Südstaaten. 1976 folgte das Album Saddle Tramp - auch diese Platte schaffte Gold. Während der 1970er Jahre wurde die Charlie Daniels Band eine der wichtigsten Protagonisten des Southern Rock. Der große Durchbruch in den Pop- oder Countrycharts gelang ihnen jedoch nicht. 1974 organisierte er das erste von mehreren Volonteer-Jam-Konzerten, bei denen Southern-Rock-Musiker auftraten. In den späten 1970ern, als Southern Rock an Popularität verlor, wandte sich die Musik der Band mehr und mehr in Richtung Country, die Geige wurde zu Daniels Markenzeichen. Sie bestimmt auch Daniels' größten Hit, die Single "The Devil Went Down to Georgia" (1979). Der Song schaffte es auf Nummer 1 der Country-Charts und Platz 3 in den Pop-Charts. Von der Country Music Association (CMA) wurde der Song zur Single des Jahres ernannt. Das Folgealbum Million Mile Reflections wurde mehrfach mit Platin ausgezeichnet.

Der Erfolg von "The Devil Went Down to Georgia" wurde von Charlie Daniels nie wieder erreicht, auch wenn die Band einige andere Hitsingles hatte, wie "In America", "Long Haired Country Boy", "Still in Saigon" und "The Legend of Wooley Swamp". Die Platten Full Moon und Windows (1980 und 1982) bekamen Gold und Platinauszeichnungen. Der kommerzielle Erfolg von Daniels nahm ab. Erst 1989 hatte die Band mit "Simple Man" wieder einen Goldhit. In den 1990er Jahren wurde es ruhiger um Daniels, da er mit seiner traditionell geprägten, kantigen Musik nicht mehr in den Massenmarkt passte. Er verlor sein Plattenlabel und gründete sein eigenes, auf dem er weiter regelmäßig veröffentlicht. Heute lebt Daniels in Mount Juliet im US-Bundesstaat Tennessee. Die Stadt hat einen Park nach ihrem berühmten Sohn genannt.

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FAT BOYS
Mark Morales alias Prince Markie Dee (1968), Damon Yul Wimbley (1966), Darren Robinson (1967-1995)

Hip-Hop-Gruppe

Die Bandmitglieder Robinson, Morales und Wimbley kannten sich schon in frühester Jugend, da sie zusammen in Brooklyn aufwuchsen. Zunächst traten sie unter dem Namen The Disco Three auf. Robinson, the Human Beatbox genannt, war einer der Pioniere auf dem Gebiet des Beatboxing. Obwohl die Fat Boys mittlerweile in Vergessenheit geraten sind, sollte der Einfluss von Robinson auf das Genre in diesem Gebiet nicht unterschätzt werden. 1983 nahmen sie an einem unter anderem von Coca-Cola veranstalteten Band-Wettbewerb teil und gewannen - nicht zuletzt durch das damals noch unbekannte menschliche Schlagzeug - aus einem Teilnehmerfeld von 500 Bands den ersten Preis, der mit einem Plattenvertrag dotiert war.

Nach der Debüt-Single „Reality“ änderten sie 1984 ihren Bandnamen in The Fat Boys, der angeblich durch Charles Stettler, den damaligen Manager der Gruppe, geprägt wurde. Dieser hatte sich über die Essgewohnheiten des Trios während einer Tour durch Europa amüsiert. Zudem brachte der Name sehr gut zum Ausdruck, dass die drei Herren etwas korpulenter waren. Der in der Schweiz geborene Stettler ist in vielen Musikvideos der Fat Boys zu sehen. Dies stets in einer komischen Rolle, so zum Beispiel als furchtbar schlechter Rapper im Video zu The Twist. Unter ihrem neuen Namen arbeitete die Gruppe mit Kurtis Blow zusammen, der für sie komponierte und produzierte. Ihr Debütalbum "The Fat Boys" brauchte sie auf Platz 48 der US-Billboard-Charts. Im selben Jahr spielten sie ihre ersten Nebenrollen im Film "Cry of the City". In den nächsten beiden Jahren veröffentlichten die Fat Boys zwei weitere Alben, die sich ebenfalls in den Billboard Hot 100 platzieren konnten. Es folgten weitere kleine Rollen im Filmgeschäft u.a. ein Auftritt in der TV-Serie "Miami Vice"

Anders als viele andere Bands des Genre versuchten sich die Fat Boys nie als Gangster zu positionieren oder auf die Beleidigungen anderer Gruppe mit eigenen einzugehen. Ein großer Teil ihrer Texte beschäftigt sich mit Essen, Partys sowie dem weiblichen Geschlecht. Damit nehmen die Fat Boys eine Ausnahmestellung in Rap und Hip Hop ein, denn nur wenige andere Künstler positionierten sich so freundlich und friedfertig.

Bei dem 1987er Album Crushin' kooperierten die Fat Boys mit den Beach Boys. Der Titel „Wipe Out“ erreichte Platz zwölf in den Billboard Pop Charts sowie Rang 2 in England. Das Album konnte sich auf Platz 8 der Billboards platzieren und wurde das erfolgreichste der Band. Im selben Jahr spielten sie ihre ersten Hauptrollen in der Komödie "Die Fat Boys als Chaotenteam" (Disorderlies). Für diesen Film nahmen sie eine Cover-Version des Beatles Liedes "Baby you´re a rich man" auf.

Auf dem anschließenden Album folgte „The Twist“ mit dem Originalinterpret Chubby Checker. Mit diesem belegten sie in Deutschland und der Schweiz Platz eins. Zudem traten die Fat Boys zusammen mit Chubby Checker neben zahlreichen anderen Weltstars der Musikszene auf einem Festival anlässlich Nelson Mandelas siebzigsten Geburtstags im Wembley Stadium auf.

1989 geriet die Karriere der Band ins Stocken. Ihr sechstes Album binnen sechs Jahren konnte sich gerade noch auf Platz 175 der Charts behaupten.

Mark Morales verließ daraufhin die Band, um als Solokünstler und Produzent zu arbeiten. Das verbliebene Duo trennte sich von Stettler, wechselte die Plattenfirma und nahm noch ein letztes Album, Mack Daddy auf. Als auch dieses floppte, war das Ende für die Fat Boys besiegelt. 1992 wirkte Wimbley auf dem Soloalbum von Morales als Gastmusiker mit. Eine Wiedervereinigung des Trios wurde in der Folgezeit von den ehemaligen Bandmitgliedern nicht ausgeschlossen und es sollen auch Aufnahmen für ein neues Album stattgefunden haben. Im Dezember 1995 starb Darren Robinson in New York an einem Herzinfarkt. Er war erst 28 Jahre alt, wog zum Zeitpunkt seines Todes allerdings über 200 Kilogramm.

Here is a rare original signed picture 8 x 10 (Format A4)    Price in Euro 49.--


ROBERTA FLACK
1937

berühmter Sänger / Famous singer

Flack studierte Musikpädagogik und bereitete sich auf eine klassische Pianistenkarriere vor. Zeitgleich spielte sie in Washingtoner Nachtclubs. Ihren Durchbruch im Popbereich erlebte sie, als Schauspieler und Filmemacher Clint Eastwood 1971 die von ihr bereits 1969 aufgenommene Ballade The First Time Ever I Saw Your Face (geschrieben von Ewan MacColl) für seinen Spielfilm Sadistico auswählte; der Song wurde 1972 zu einem Nummer-eins-Hit in den USA.

Ebenfalls eine US-Nummer-eins war einer ihrer bekanntesten Hits, Killing Me Softly with His Song, der bei der Grammy-Verleihung 1974 als Single des Jahres ausgezeichnet wurde. Einige ihrer weiteren Hits, wie Where Is the Love, sang sie im Duett mit Donny Hathaway. Ihr musikalischer Direktor war Mitte der 70er Jahre der Pianist Harry Whitaker.

signiertes Grossfoto im Format A4 
signed picture (8 x 10) 
Price in Euro 29.--


BOB GELDOF
1951

Sänger / Singer

Bob Geldof wuchs in der Nähe von Dublin auf. Nach dem Tod der Mutter 1959 übernahm seine ältere Schwester seine Erziehung und schickte ihn auf das katholische Internat „Blackrock College“. Geldofs Vater Bob sr. starb im August 2010 im Alter von 96 Jahren.

Im Alter von achtzehn Jahren versuchte Geldof sich als Lastwagenfahrer, war Straßensänger, Englischlehrer und schrieb schließlich Reportagen für das Musikmagazin „Georgia Street“ in Vancouver. 1975 kehrte er nach Irland zurück und arbeitete dort als freier Journalist für verschiedene Musikzeitungen, u. a. führte er Interviews für den New Musical Express mit Little Richard und Elton John. Bald darauf begann er selbst Musik zu machen und gründete in Dublin „The Nightlife Thugs“, die ursprünglich Rhythm and Blues spielten. Die Band siedelte 1976 nach England über und änderte ihren Namen in The Boomtown Rats. Beeindruckt von den Sex Pistols und The Clash änderten sie auch ihren musikalischen Stil und bekamen bald einen Plattenvertrag bei „Ensign“. Als Sänger der Boomtown Rats feierte Geldof in den folgenden Jahren einige musikalische Erfolge. Ihr größter Hit war 1979 das Lied I Don’t Like Mondays, das vom Amoklauf der Brenda Ann Spencer inspiriert wurde. 1982 gab Geldof ein kurzes schauspielerisches Gastspiel in der Hauptrolle des Musikfilms The Wall von Pink Floyd.

Im Oktober 1984 sah Geldof zufällig eine Fernsehdokumentation über die damalige Hungersnot in Äthiopien und beschloss spontan, etwas dagegen zu unternehmen. 

Zusammen mit dem Musiker Midge Ure von der Gruppe Ultravox schrieb Geldof das Lied Do they know it's Christmas? und rief das Projekt Band Aid ins Leben, um Geld gegen den Hunger in Äthiopien zu sammeln. Animiert durch den Erfolg des Projektes organisierte er 1985 das weltweite Konzert Live Aid.

Seit 1986 verfolgt Bob Geldof eine musikalische Karriere als Solokünstler.

Die Boomtown Rats, für die Geldof nahezu alle Lieder schrieb, werden der Punk- und New-Wave-Bewegung zugeordnet. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde die Musik poppiger.

Auf Geldofs erstem Solo-Album Deep In The Heart Of Nowhere von 1986, setzte er diesen Stil fort, ab Vegetarians of Love, das 1990 erschien, waren deutliche Einflüsse aus dem Irish Folk zu hören; neben der akustischen Gitarre kamen Violine und Akkordeon verstärkt zum Einsatz. Dieses Album hatte einen ruhigen Charakter, der auf The Happy Club 1992 weitestgehend beibehalten wurde. Das nach langer Pause 2001 erschienene Album Sex, Age & Death war kommerziell wenig erfolgreich.

Bereits 1982 war Bob Geldof unter anderem mit Sting, Eric Clapton und Phil Collins beim Secret Policeman’s Concert für Amnesty International aktiv.

Geldof war Hauptinitiator des Projekts Band Aid und den weltweiten Benefiz-Konzerten Live Aid am 13. Juli 1985, Band-Aid-II und Band Aid 20 in den Jahren 1989 und 2004, zugunsten der hungernden Bevölkerung Afrikas.

Seit Mitte der 1990er Jahre setzt sich Geldof zusammen mit Bono von U2 für den Schuldenerlass für die Dritte Welt ein. Im Jahre 2005 organisierte er das Live-8-Konzert, welches als Neuauflage des Live-Aid-Konzertes aus dem Jahr 1985 gehandelt wurde. Das Live-8-Konzert fand am 2. Juli 2005 im Hyde Park in London sowie an acht weiteren Orten statt. Diese waren Johannesburg, sowie die Hauptstädte der G8-Staaten, Paris, Berlin, Rom, Philadelphia (anstelle von Washington D. C.), Tokio, Moskau und Barrie (anstelle von Ottawa).

Aufgrund seines humanitären Engagements wurde er schon in den 1980er Jahren als ein Anwärter für den Friedensnobelpreis gesehen. Der norwegische Abgeordnete Jan Simonsen schlug Geldof 2006 erneut für den Friedensnobelpreis vor.

Kurz vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 und dem P8-Konzert in Rostock, an dem Geldof ebenfalls beteiligt war, übernahm er für einen Tag die Redaktion über die Bildzeitung, um auf die schwierige politische Situation in Afrika aufmerksam zu machen.

Seit 2003 engagiert sich Geldof aufgrund persönlicher Erfahrungen für die englische Väterrechtsbewegung insbesondere auch für Fathers 4 Justice.

Geldof wurde von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen, darf den Titel Sir jedoch als Staatsangehöriger der Republik Irland nicht tragen; dies ist Bürgern des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland oder eines Commonwealth Realms vorbehalten. Den honorary knighthood („Rittertitel ehrenhalber“) kann er lediglich durch ein dem Namen nachgesetztes KBE (für Knight Commander of the Order of the British Empire) ausdrücken. Dennoch wird er auch als Sir Bob bezeichnet.

Am Festival Rose d’Or wurde Bob Geldof 2005 mit dem Rose d'Or Charity Award ausgezeichnet. Bob Geldof wurde 2006 bei der Echo-Verleihung mit dem Sonderpreis der Deutschen Phonoakademie ausgezeichnet, wobei Campino, der Frontmann der Toten Hosen, der Laudator war. 2009 erhielt Geldof die vom GQ-Magazine herausgegebene Auszeichnung zum Mann des Jahres für sein karitatives Lebenswerk.

Here is a rare original signed picture 8 x 10 (Format A4)    Price in Euro 25.--


TERRY GIBBS
1924

berühmter Jazzmusiker / Famous jazz musician

Gibbs gewann im Alter von zwölf Jahren einen Amateur-Wettbewerb als Xylophonist. Nach seiner Militärdienstzeit im Zweiten Weltkrieg trat er 1946.48 mit Tommy Dorsey auf, begleitete Chubby Jackson auf einer Skandinavientournee und arbeitete dann mit Buddy Rich, Woody Hermans Band (1948-49) und mit Benny Goodman (1950-52).

1957 ging er nach Los Angeles, wo er als Studiomusiker arbeitete und verschiedene Bands leitete, deren bekannteste die Terry Gibbs Dream Band war. In den 1960er Jahren arbeitete er als musikalischer Leiter der Steve Allen Show. In den 1980er und 1990er Jahren arbeitete er vorwiegend mit dem Quintett von Buddy DeFranco. Daneben gehörten Musiker wie Terry Pollard, Pete Jolly, Alice McLeod und John Campbell zu seinen Partnern.

signiertes Grossfoto im Format A4 
signed picture (8 x 10) 
Price in Euro 19.--


PHIL HARRIS
1904 - 1995

Schauspieler, Bandleader

Harris began his music career as a drummer in San Francisco, forming an orchestra with Carol Lofner in the latter 1920s and starting a long engagement at the St. Francis Hotel. The partnership ended by 1932, and Harris led and sang with his own band, now based in Los Angeles. On September 2, 1927, he was married to actress Marcia Ralston in Sydney, Australia. 

In 1936, Harris became musical director of The Jell-O Show Starring Jack Benny (later renamed The Jack Benny Program), singing and leading his band and – when his knack for snappy one-liners became apparent – joining the Benny ensemble playing Phil Harris, scripted as a hipster-talking, hard-drinking, brash Southerner whose good nature overcame his ego. 

Harris married Alice Faye in 1941; it was a second marriage for both (Faye had been married briefly to singer-actor Tony Martin). In 1942, Harris and his entire band enlisted in the U.S. Navy and they served for the duration of World War II.

The Phil Harris-Alice Faye Show debuted on NBC in 1948 and ran until 1954, by which time radio had all but succumbed to television. 

After the show ended, Harris revived his music career. He made numerous guest appearances on 1960s and 1970s TV shows, including the Kraft Music Hall, The Dean Martin Show, Hollywood Palace and other musical variety programs. He worked as a vocalist and voice actor for animated films, with performances in the Disney animated features The Jungle Book (1967) as Baloo the Bear, The Aristocats (1970) as Thomas O'Malley, and Robin Hood (1973) as Little John.

The Jungle Book was his greatest success in the years following his radio heyday. He voiced the character and sang one of the film's showstoppers, "The Bare Necessities," a performance that introduced Harris to a new generation of young fans. 

Song hits by Harris included the early 1950s novelty record, "The Thing." 

Phil Harris died of a heart attack in Palm Springs 1995 at age 91. Alice Faye died of stomach cancer three years later. Two years before his death, Harris was inducted into the Indiana Hall of Fame. 

Original-signiertes Grossfoto (Format A4)    Price in Euro 29.-

AL JARREAU
1940

berühmter Sänger / Famous singer

    * 1965 sang er als Student an Wochenenden unter anderem mit dem Joe Abodeely Trio in einem Club in Cedar Rapids, genannt „The Tender Trap“. Dort traf er auch auf den Saxophonisten J. R. Monterose, der ihm beibrachte, die Noten, welche für den Saxophonisten bestimmt waren, einfach zu singen beziehungsweise zu „scatten“. Ein Liveauftritt wurde mitgeschnitten, welcher später als Platte unter dem Titel „1965 - Al Jarreau“ beim „Bainbridge Label“ erschien (auch unter den Titeln „The Masquerade is over“ oder „J. R. Monterose - Live at the Tender Trap“ bekannt), auf dem er so bekannte Standards wie „Sophisticated lady“, „My Favourite Things“, „Come Rain or Shine“ oder „One Note Samba“ singt.

* 1975 trat er im Vorprogramm des Jazzpianisten Les McCann im Troubadour Club in Hollywood auf. Bei einem nachfolgenden Auftritt im „Bla Bla Cafe“ wurde er endlich von einem Warner Brothers Talentscout entdeckt und unterschrieb seinen ersten Plattenvertrag. Kurz darauf erschien seine erste Platte bei Warner: „We got By“. Er war damals bereits 35 Jahre alt.

* 1976 kam sein zweites Album heraus: „Glow“.

* 1977 wurden Ausschnitte von der Europa-Tournee auch auf die Platte Look to the Rainbow gepresst. Hier machte ihn vor allem die Liveversion von Dave Brubecks Klassiker „Take Five“ mit einem Schlag bekannt. Er erhielt den deutschen Schallplattenpreis für Nachwuchskünstler. Auch in den USA wuchs seine Bekannt- und Beliebtheit. Im gleichen Jahr erhielt er dort den „Grammy“ als „Best Male Jazz Vocalist“.

* 1978 gewann er für „All Fly Home“ einen zweiten Grammy als „Best Jazz Vocal Performance“.

* 1980 erschien „This Time“.

* 1981 erschien „Breakin' Away“ mit dem halsbrecherischen Song „(Round, Round, Round) Blue Rondo a la Turk“ von Dave Brubeck, der ihm seinen dritten Grammy als „Best Jazz Vocal Performance, Male“ und den vierten für die „Best Pop Vocal Performance, Male“ einbrachte.

* 1983 erschien „Jarreau“.

* 1984 erschien „High Crime“.

* 1985 wurde „Live in London“ im Wembley-Stadion in London vor Publikum live aufgenommen. Außerdem sang er beim von Quincy Jones produzierten Welthit „We Are the World“ mit anderen bekannten Künstlern für das Projekt „USA for Africa“ der Afrika-Welthungerhilfe mit.

* 1986 erschien „L is for Lover“.

* 1987 intonierte er die Titelmelodie für die bekannte amerikanische Fernsehserie „Das Model und der Schnüffler“ mit Cybill Shepherd und Bruce Willis in den Hauptrollen und schrieb selbst den Text zur Musik von Lee Holdrige.

* 1988 erschien „Heart's Horizon“.

* 1992 bekam er seinen fünften Grammy für sein Album „Heaven and Earth“ für die „Best R & B Performance, Male“.

* 1994 wurde „Tenderness“ auf einer kleinen Bühne in Los Angeles vor knapp 250 Zuschauern live eingespielt, produziert von Marcus Miller.

* 1996 folgte erstmal eine Tourpause, in der er drei Monate am Broadway in New York im Musical Grease die Rolle des „Teen Angel“ spielte. Ebenfalls folgten TV-Gastauftritte in den amerikanischen Serien „New York Undercover“ und „Touched by an Angel“ (dt. „Ein Hauch von Himmel“). Außerdem erschien „Best of Al Jarreau“, eine Zusammenstellung seiner bekanntesten Hits.

    * 2000 erschien die Platte „Tomorrow Today“ 
 

* 2002 erschien „All I Got“.
    * 2004 löste er mit „Accentuate the Positive“ das langjährige Versprechen gegenüber seinen Fans ein, endlich ein Jazzalbum herauszubringen, welches er mit einem Trio einspielte.

* 2006 war „Givin' It Up“ ein besonderes Ereignis, denn er veröffentlichte ein ganzes Album mit dem Jazz-Gitarristen und -Sänger George Benson, und gewann im Jahr darauf seinen sechsten Grammy für das Stück aus dem Album „God Bless The Child“ in der Kategorie „Best Traditional R & B Performance with Vocal“.

signiertes Grossfoto im Format A4 (persönlich gesammelt)
signed picture (8 x 10) (in person)
Price in Euro 29.--


BEN E. KING
1938

Sänger

Geboren 1938 in Henderson, North Carolina, gilt Ben E. King als Inbegriff des eleganten R&B. Mit der Plattenfirma Motown im Hintergrund sang er viele Songs, viele Hits – eine Menge davon gemeinsam mit der Vokaltruppe The Drifters, viele alleine. Sein größter Hit, "Stand By Me" aus dem Jahr 1961 verhalf King 1986 noch einmal zum Ruhm: Als Titelsong eines Films mit River Phoenix. Demnächst erscheint Kings Album "I've Been Around".
Hits: "Stand By Me", "Spanish Harlem", Amor", "Don't Play That Song (You Lied)"

Original-signiertes Grossfoto (Format A4)   Price in Euro 29.-


PATTY LOVELESS
1957

Sängerin

Loveless wuchs in bescheidenen Verhältnissen in der kleinen Stadt Pikeville, mitten in den Appalachen der USA auf. Ihr Vater arbeitete hart in einer Kohlenmine. Durch ihn kam sie mit Country und Bluegrass in Berührung. Als sie 12 war, begann sie die Songs von Country-Stars wie Loretta Lynn, Connie Smith, Jeannie Seely, Dolly Parton, Jeannie C. Riley, Merle Haggard, George Jones und Elvis Presley nach zu singen. Mit ihrem Bruder Roger hatte sie eine Duett-Formation, bevor sie als Teenager, sie ging immer noch zur Schule, die Gelegenheit bekam, mit den Wilburn Brothers zu singen.

1985 begann sie ihr erstes Demo-Band aufzunehmen. Sie zog schließlich nach Nashville, Tennessee und wurde schon bald von der Plattenfirma MCA entdeckt, die sie unter Vertrag nahm. Noch im gleichen Jahr hatte sie mit Lonely Days, Lonely Nights ihren ersten kleineren Hit in den Country-Charts, dem 1986 weitere folgten. 1987 veröffentlichte sie mit Patty Loveless ihr Debüt-Album. Bereits in dieser Zeit wurde sie von Emory Gordy, Jr. produziert, den sie im Februar 1989 ehelichte.

Der Durchbruch gelang Patty Loveless erst, nach einem Manager-Wechsel, 1988 mit dem Album If My Heart Had Windows. Ihre Mischung aus traditionellen Klängen, griffigen Rock 'n' Roll-Fragmenten und der richtigen Auswahl von Fremdkompositionen machten die Sängerin nicht nur beim Publikum beliebt, sondern auch zu einem Liebling der Kritiker. Diese zählten sie zur Neuen Traditionalisten-Bewegung der 80er Jahre, die sich durch die Musik von George Strait, Reba McEntire oder Ricky Skaggs etablierte und 1986 mit der Revolution in Nashville Randy Travis, Dwight Yoakam und Steve Earle den damals dominierenden Urban Cowboy-Pop verdrängte. Mit If My Heart Had Windows, der Steve Earle Nummer A Little Bit In Love und Blue Side Of Town hatte sie 1988 ihre ersten Top Ten-Hits in den Country-Charts. Zur Krönung wurde sie als Mitglied in die Grand Ole Opry aufgenommen. Im Jahr darauf wurde sie mit Timber I'm Falling In Love erstmals auf Platz 1 notiert. Das dazugehörige Album Honky Tonk Angel (1988) hielt sich über 100 Wochen in den Charts, erhielt Platin für eine Million verkaufter Platten und erbrachte mit Chains eine weitere Nummer 1 (1990).

Bis 1992 feierte dort noch etliche Top Ten-Hits. Bereits in dieser Zeit bemerkte sie Probleme mit ihrer Stimme. Im Herbst 1992, die Probleme hatten sich mittlerweile zugespitzt, wurde an ihren Stimmbändern ein Aneurysma festgestellt. Loveless wurde operiert und nach Monaten ohne Sprechen, geschweige denn Singen, konnte sie ihre Karriere als Sängerin wieder aufnehmen. Noch im Sommer 1993 spielte sie das Album Only What I Feel ein, dass bei Epic erschien. Das Album verkaufte sich so gut wie keine ihrer vorherigen Platten und die erste Single-Auskopplung Blame It On Your Heart klettert wieder auf Platz eins.

Der größte Triumph ihrer Karriere gelang ihr 1995, als ihre Platte When The Fallen Angels Fly mit dem renommierten CMA-Award als "Album Of The Year" ausgezeichnet wurde. Es war das zweite Mal in der Geschichte des Preises, dass einer Frau diese Ehre zu Teil wurde (nach Anne Murray 1984). Im Jahr darauf wurde sie nochmals ausgezeichnet, diesmal als beste Sängerin. Die Singles You Can Feel Bad und Lonely Too Long aus dem Album The Trouble With The Truth waren ihre bislang letzten Nummer Eins Hits in den Country-Charts.

Patty Loveless gehört nach wie vor zu den am Meisten respektierten Country-Künstlerinnen unserer Zeit. 

Original-signiertes Grossfoto (Format A4)    Price in Euro 29.-


MITCH MILLER
1911 - 2010

Musiker

Miller absolvierte im Jahr 1932 die Eastman School of Music an der University of Rochester.

Millers große Zeit begann 1950, als er A&R-Chef bei Columbia Records wurde. Er produzierte zahlreiche Hits mit Künstlern wie Tony Bennett, Guy Mitchell, Doris Day, Percy Faith, Ray Conniff u.v.a., denen er durch geschickte Repertoire- und Marketing-Strategie zum Durchbruch verhalf. Unter dem Namen "Mitch Miller & The Gang" arbeitete er auch selbst als Columbia-Künstler. Sein größter Hit war die Titelmelodie Theme from River Kwai / Colonel Bogey March aus dem Film Die Brücke am Kwai, die Nummer Eins auch in Deutschland wurde. Einzig mit Frank Sinatra verstand sich Mitch Miller nicht. Der Sänger verließ wutschnaubend das Columbia-Label und sprach zeitlebens schlecht über ihn. Dennoch: Umsatztechnisch gilt Mitch Miller als der erfolgreichste Popmusik-Produzent aller Zeiten.

Seit dem Jahr 1958 produzierte er die Serie der Alben Sing Along With Mitch, die bis zum Jahr 1962 19 Mal in die Hitliste Top 40 schafften. Grundlage dieser Serie war eine überaus erfolgreiche TV-Show gleichen Titels, die bis Anfang der 60er-Jahre lief und ganz Amerika durch Einblendung der Songtexte zum Mitsingen animierte.

Miller verließ 1963 Columbia und widmete sich danach nur noch dem Oboe-Spiel. Selbst im hohen Alter ist er immer noch mit klassischen Orchestern auf Tournee gegangen.

Von Mitch Miller stammt auch der Song "Tunes of Glory", den der Coca Cola-Konzern während der FIFA WM 2006 in Deutschland in seiner TV-Werbung (Slogan "It's your Heimspiel") als Hintergrundmusik einsetzte.

Original-signiertes Grossfoto (Format A4)   Price in Euro 35.-


DANNII MINOGUE
1971

berühmte Sängerin / Famous singer

Die Karriere von Dannii Minogue begann im australischen Fernsehen. Sie spielte u.a. in den Serien "Skyways" und "The Sullivans" mit. Ab 1979 war sie bei der Talent-Show "Young Talent Time" dabei. In Australien wurde sie damit zu einem Kinderstar und war bis 1986 die bekanntere der beiden Minogue-Schwestern, konnte aber international nie aus dem Schatten ihrer Schwester treten. Von 1988 bis 1990 spielte sie die Rolle der Emma Jackson in der Seifenoper "Home And Away".

Ihre internationale Gesangskarriere startete Dannii Minogue mit dem Album 1991 mit der Single "Love And Kisses", die in Australien bereits 1990 veröffentlicht wurde. Das gleichnamige Album enthielt die Singles "Success", "Jump To The Beat" und "Baby Love". Das Album wurde aber trotz einigen kleinen Erfolgen ein Flop. 1993 erschien das Nachfolgealbum "Get Into You", doch lediglich die Single "This Is It" erreichte die britischen Top 10. 

Dannii Minogue widmete sich fortan einer Karriere als Musicalsängerin und verkörperte im Februar 2001 erfolgreich im Londoner Dominion Theatre die Rolle der Esmeralda im Musical "Notre-Dame de Paris".

Im Zuge des Comebacks ihrer Schwester Kylie 2001 gewann auch Dannii Minogues Gesangskarriere wieder an Fahrt. Gemeinsam mit dem Trance-Projekt Riva und dem Titel "Who Do You Love Now?", der sich nicht nur in Australien und Großbritannien, sondern auch in der deutschen Hitparade platzieren konnte, gelang ihr ein kurzzeitiger Hit.

2003 folgten das Album "Neon Nights" und weitere Singleveröffentlichungen wie "Put The Needle On It", "I Begin To Wonder" und "Don't Wanna Lose This Feeling", denen jeweils der Sprung in die britischen Top 10 gelang. 

Mit einem neuen Plattenvertrag bei Around The World Records veröffentlichte Dannii Minogue 2004 die Single "You Won't Forget About Me", die es bis auf Platz 7 der britischen Hitparade schaffte. Im Oktober 2005 konnte sich die Single "Perfection", eine Zusammenarbeit mit den Soul Seekerz, allerdings nur auf Platz 11 der britischen Charts positionieren. Im Juni 2006 veröffentlichte Minogue mit "The Hits And Beyond" ein Best-of-Album mit einigen neuen Songs und allen alten Hits. Im Zuge dieses Best-of-Albums, das sich, milde ausgedrückt, kaum noch verkaufte und nach einer Woche auf Platz 17 aus den Top 100 fiel, erschien auch eine dritte Single mit dem Namen "So under pressure", die aber nicht mehr die britischen Top 10 erreichte. Nach einer kurzen Pause kehrte sie im Mai 2007 mit einer brandneuen Single namens "He's the greatest dancer" zurück.

signiertes Grossfoto im Format A4 - das Autogramm wurde persönlich gesammelt
signed picture (8 x 10) collected in person
Price in Euro 19.--


WAYNE NEWTON
1942

Sänger / Singer

Er bestritt in über 40 Jahren mehr als 25.000 Konzerte, was ihm den Spitznamen „Mr. Las Vegas“ einbrachte.

Bekanntheit im deutschsprachigen Raum erlangte Newton vor allem durch den deutschsprachigen Titel Danke Schoen von Bert Kaempfert. 1972 hatte Newton einen Millionenseller mit dem Song „Daddy Don't You Walk So Fast“. Im Original stammte das Lied aus England, dort war es bereits 1971 ein Hit für Daniel Boone gewesen.
 

Bemerkenswert ist besonders seine glockenhelle Stimme. 1989 spielte Wayne Newton in der Rolle des Professors Joe Butcher im 16. James-Bond-Film Lizenz zum Töten mit. 1997 spielte er in der Komödie Die schrillen Vier in Las Vegas. Daneben hatte er auch zwei Gastauftritte in der Krimi-Serie Vegas, einen in der Serie Roseanne und einen in der ersten Folge von Ally McBeal. Zudem spielte er in einer Folge Immer wieder Jim, sowie in der Viva Las Vegas Folge von What’s Up, Dad? mit. Er spielte außerdem in dem Film: The Adventures of Ford Fairlane, im deutschen: Ford Fairlane - Rock´n Roll Detective (1990) mit. Newton tritt auch öfter in der Serie „Las Vegas“ auf. Dort spielt er sich selbst und bekommt immer wieder Auftritte im Casino.

Here is a rare original signed picture 8 x 10 (Format A4)    Price in Euro 25.--


PATTI PAGE
1927

berühmte Sängerin / Famous singer

signiertes Grossfoto im Format A4 
signed picture (8 x 10) 
Price in Euro 29.--


DOLLY PARTON
1946

Schauspielerin, Sängerin / Actress, Singer

Dolly Parton wurde 1946 als viertes von zwölf Kindern von Robert Lee Parton und Avie Lee Owens geboren und verbrachte ihre Jugend in den Smoky Mountains in Tennessee. In einem ihrer größten Hits, dem 1971 veröffentlichten Coat Of Many Colors, berichtet sie von den ärmlichen, aber dennoch glücklichen Lebensumständen ihrer Kindheit. Im Alter von sieben Jahren lernte sie Gitarre spielen. Drei Jahre später trat sie zum ersten Mal öffentlich auf, mit 13 gab sie ihr Debüt in der Grand Ole Opry.

Am 30. Mai 1966 heiratete Parton in Ringgold, Georgia Carl Dean. Außerdem ist sie die Patentante von Schauspielerin und Sängerin Miley Cyrus.

Nach ihrem Schulabschluss 1964 ging sie nach Nashville, wo sie zunächst als Songschreiberin arbeitete. Entdeckt und gefördert wurde sie von Countrystar Porter Wagoner, der an ihrer ersten Single Dumb Blonde Gefallen gefunden hatte und eine Sängerin für seine Fernsehshow suchte. In den folgenden Jahren produzierten Wagoner und Parton mehrere erfolgreiche Duette. Die Zusammenarbeit dauerte bis 1974. Dann hatte Dolly ihren Mentor an Popularität überflügelt und begann eine sehr erfolgreiche Solokarriere.

Dolly Parton schreibt ihre Lieder meist selbst, sie werden oft gecovert. Die bekannteste Coverversion ihrer Lieder ist I Will Always Love You von Whitney Houston, das zur meistverkauften Single einer Sängerin weltweit wurde, oder auch Jolene, ein populärer Country-Song, der auch in der Independent-Szene beliebt ist. In vielen ihrer Lieder besingt sie typische Themen wie unglückliche Liebe, Armut oder Gottvertrauen, aber sie macht auch mit Texten über Suizid, Inzest, Mord, Fehlgeburten und Geisteskrankheit auf sich aufmerksam.

Dolly Parton hat in den letzten 40 Jahren knapp 80 Alben aufgenommen; die meisten im Country-Stil, allerdings auch zahlreiche Pop-Alben. In den späten 90ern widmete sie sich mehr und mehr dem Bluegrass. Parton ist Mitglied der Country Music Hall of Fame sowie der Songwriters Hall of Fame, denn sie besitzt das Copyright auf über 3000 selbstverfasste Songs. [2]

In den 1980er Jahren begann sie eine zweite Karriere als Schauspielerin. In mehreren Filmen übernahm sie eine Hauptrolle. Unter anderem trat sie neben Burt Reynolds in The Best Little Whorehouse In Texas auf. Zweimal wurde sie für den Oscar nominiert: 1981 für ihren Filmsong 9 to 5 (ihr erster Nummer 1 Hit in den Pop-Charts), sowie 2006 mit Travelin' Thru aus Transamerica.

Dolly Parton hält zahlreiche Rekorde. Sie ist laut Billboard die reichste Frau in der Geschichte der Popmusik. Keine andere Sängerin schaffte es mit demselben Song zweimal an die Spitze der Charts (I Will Always Love You 1973 und 1982). Als einzige Sängerin hatte sie innerhalb von vier Jahrzehnten 25 Nummer-1-Hits.

1986 eröffnete sie ihren Freizeitpark „Dollywood“, der zu einer der größten Touristenattraktionen in Tennessee wurde. Dolly Parton ist mit ihrem Park, ihrer eigenen Kosmetik- und ihrer Perücken-Reihe einer der größten Arbeitgeber in diesem Staat.

1997 wurde Parton ungefragt Namenspatin von Klonschaf Dolly. In Anspielung auf ihre große Oberweite hatten die Wissenschaftler, die ein Schaf aus Euterzellen geklont hatten, diesen Namen ausgewählt. Dolly Parton nahm es mit Humor.

Im Frühjahr 2008 erschien Partons Album Backwoods Barbie. Im Herbst 2008 fand die Premiere ihres Musicals 9 to 5 in Los Angeles statt.

Here is a rare original signed picture 8 x 10 (Format A4)    Price in Euro 25.-- (signiert mit Lippenstift, signed with lipstick)


RUGGERO RAIMONDI
1941

Sänger

Er studierte in Mailand und Rom und debütierte 1964 in Spoleto als Colline in La Bohème. 1968 debütierte er an der Mailänder Scala und 1970 an der Metropolitan Opera.

Raimondi, der als Nachfolger Cesare Siepis gilt, wird seit 30 Jahren international als einer der größten seines Fachs angesehen, insbesondere als Interpret von Werken Wolfgang Amadeus Mozarts und Giuseppe Verdis. Durch seine zahlreichen Auftritte in Opernverfilmungen (als Don Giovanni unter der Regie Joseph Loseys, als Escamillo (Carmen) unter Francesco Rosi, als Boris Godunow unter Andrzej Zulawski, als Scarpia (Tosca) unter Benoît Jacquot...) wurde er auch einem breiteren Publikum bekannt.

Original-signiertes Grossfoto (Format A4)   Price in Euro 25.-


KENNY ROGERS
1938

Sänger

Schon in seiner High-School-Zeit trat Rogers gelegentlich mit seiner Schülerband als Sänger auf. Seine erste Single That Crazy Feeling / We'll Always Have Each Other veröffentlichte er im Alter von 19 Jahren im Jahr 1957 bei dem kleinen Kix-Label aus Houston und ging danach zur University of Houston. Mitte 1957 spielte er als Mitglied der Scholars zwei weitere Singles für Imperial Records ein, die aber wenig Anklang fanden. Ähnlich erging es Rogers' nächsten beiden Solo-Singles für Carlton Records. Alle diese frühen Aufnahmen waren im Rock'n'Roll-Stil gehalten, erst später wechselte Rogers zur Country-Musik, nachdem die Beliebtheit des Rock'n'roll abebbte.

1967 gründete er die Band The First Edition; diese Formation wurde später umbenannt in Kenny Rogers & The First Edition.

 Mit der Single Just Dropped In To See What Condition My Condition Was In gelang ihm der Durchbruch. In den folgenden Jahren hatte er weitere große Erfolge mit Reuben James, Ruby, Don't Take Your Love To Town und Tell It All Brother.

Als Schauspieler tritt Rogers seit den 1970er-Jahren in Fernsehfilmen auf. Er schrieb eine Vielzahl erfolgreicher Songs. Sein größter Hit, das Duett Islands In the Stream (1983) mit Dolly Parton,) stammt aus den Federn der Bee Gees.

Seine Popularität nutzte Rogers auch, um zusammen mit einem Entwickler von Kentucky Fried Chicken die Restaurantkette Kenny Rogers Roasters aufzubauen.

Original-signiertes Grossfoto (Format A4)   Price in Euro 29.-


MARIA JERITZA
1887 - 1982

berühmte Opernsängerin / Famous opera singer

Maria Jeritza (* 6. Oktober 1887 in Brünn, Mähren; † 10. Juli 1982 in Orange, New Jersey; eigentlich Maria (oder Mizzi) Jedlitzka), war eine international gefeierte österreichische Sopranistin.

Jeritza studierte zunächst Klavier, Geige, Cello und Harfe am Brünner Konservatorium, erhielt dann eine Gesangsausbildung in Brünn, die sie später in Prag fortsetzte, und begann als Choristin am Brünner Stadttheater. 1905 gab sie am Olmützer Stadttheater ihr Debüt als Elsa im Lohengrin, trat 1910 als Operettensopranistin am Münchner Künstlertheater auf und wurde im selben Jahr an die Wiener Volksoper engagiert, wo sie 1911 die Blanchefleur in der Uraufführung der Oper Der Kuhreigen von Wilhelm Kienzl sang. 1912 veranlasste Kaiser Franz Joseph I. von Österreich, der Jeritza in Bad Gastein gehört hatte, ihre Berufung an die Wiener Hofoper, an der sie als Primadonna assoluta große Erfolge feierte. 1912 übernahm sie als Gast an der Stuttgarter Hofoper die Titelpartie in der Uraufführung der Ariadne auf Naxos von Richard Strauss, trat 1919 an der Wiener Staatsoper in der Uraufführung von Die Frau ohne Schatten in der Rolle der Kaiserin auf und gab Gastspiele an allen großen europäischen Opernhäusern.

Von 1921 bis 1932 gehörte Jeritza zum Ensemble der New Yorker Metropolitan Opera, wo sie als Marietta in Erich Wolfgang Korngolds Oper Die tote Stadt debütierte. Anschließend kehrte sie an der Wiener Staatsoper zurück und übernahm auch verschiedene Filmrollen. Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte sie sich mit hohen Geldspenden am Wiederaufbau der zerstörten Wiener Staatsoper, an der die Kammersängerin ebenso wie bei den Salzburger Festspielen noch mehrmals auftrat. Ihr Sommerdomizil hatte sie in dieser Zeit im Salzkammergut in Unterach am Attersee, eine prächtige Seevilla, die nach dem Krieg lange Zeit verfiel, jetzt aber durch die neue Besitzerin sehr schön renoviert wurde. Im Gedenken an Maria Jeritza heißt die Hauptstraße von Unterach Maria-Jeritza-Straße.

Der erste Ehemann von Marie Jedli?ková aus Brünn hieß Wiener, die Ehe dauerte jedoch nur zwei Jahre und die geschiedene junge Operndiva Maria Jeritza heiratete mit 22 Jahren am 13. März 1919 den österreichische Friedrich Leopold Salvator Freiherr Popper von Podhragy (1886–1953), Eigentümer des Bankhauses Hermann Korti & Co und des Schlosses und Gutes Unternberg bei St. Corona in Niederösterreich [1]. Nach einer erneuten Scheidung heiratete Jeritza am 29. Juli 1935 in Santa Barbara Kalifornien, einen amerikanischen, 51jährigen Filmmagnaten und Vicepräsident der Fox Film Corporation, den Winfield Richard ("Winnie") Sheehan (1883–1945), mit dem sie in Hollywood und später in New York lebte [2]. Als seine Witwe heiratete sie 1948 zum vierten Mal, diesmal den Geschäftsmann Irving Seery aus New Jersey, wohin sie auch gleichzeitig übersiedelte und bis zu ihrem Lebensende 1982 blieb, sie ruht auf dem Heiligkreuzfriedhof (Holy Cross Cemetery) in North Arlington, New Jersey, USA.

Bereits 1924 war ihre Autobiographie unter dem Titel Sonne und Gesang erschienen. Richard Strauss widmete ihr 1948 seine vorletzte Komposition, das Lied „Malven“ (Der geliebten Maria, diese letzte Rose!).

Im Jahr 1996 wurde in Wien Donaustadt (22. Bezirk) der Maria-Jeritza-Weg nach ihr benannt.
 

Auszeichnungen
    * Kammersängerin (1913)
    * Ehrenring der Stadt Wien (1967)
    * Ehrenbürgerschaft von New Orleans (1969) [3]
    * Großes Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich (1976)
    * Ehrenmitgliedschaften:
          o Wiener Staatsoper (1923)
          o Mailänder Scala
          o Metropolitan Opera New York
          o Teatro Colón

Original-signiertes Grossfoto von 1936 (kleine Knicke in den Ecken unten)    Price in Euro 69.- (absolute Rarität in dieser Qualität)