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ALFREDO
1919

Komiker

Am 16. Dezember 1919 wurde Alfredo in Basel geboren. Schon als Kind hegte er den Wunsch, einmal auf der Bühne zu stehen und die Menschen zum Lachen zu bringen. Nach der Schule bestritt er seinen Lebensunterhalt als Kellner. Der Zufall wollte es, dass Alfredo im gleichen Restaurant servierte, in dem das Unterhaltungsorchester Enzio Pirinoli auftrat. Aus Spass setzte er sich eines abends ans Schlagzeug und begeisterte das Publikum mit seinen Improvisationen. Der Bandleader Enzio Pirinoli engagierte Alfredo auf der Stelle.

Im Jahr 1951 begann Alfredos nationale Showkarriere. 15 Jahre lang reiste er mit dem Orchester William Huber von Lokal zu Lokal. Zunehmend verbesserte er seine Show, entwickelte zusätzliche Begabungen für Mimik und wurde musizierender Komiker.

Dann kam der grosse Schritt für Alfredo, seine Show solo zu präsentieren. Im inzwischen legendären Touristenlokal Florgarten in Luzern unterhielt er im Alleingang 20 Jahre lang von Mai bis September die Touristen aus aller Welt mit seinen Spässen.

Man schrieb das Jahr 1972, als Alfredo begann, in ganz Europa aufzutreten. Mit Hilfe von Fernsehen, Presse und Auslandagenten wurde Alfredo nach und nach zu einem bekannten und beliebten Komiker.

Immer noch bis zu 100 Auftritte pro Jahr absolviert der inzwischen 79jährige Alfredo in allen europäischen Ländern. Dass dieser Erfolg hart erarbeitet werden musste, hat Alfredo nie vergessen. Trotz der grossen Erfolge kennt er keine Starallüren. Er ist ein Profi, wie er selten anzutreffen ist. 

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 6.-

FRANZ ALT
1938

Moderator, Journalist

Franz Alt studierte Politologie, Geschichte, Philosophie und Theologie. 1967 wurde er mit einer Dissertation über Konrad Adenauer promoviert. Von 1968 - 2003 arbeitete er überwiegend beim Südwestfunk (SWF) (heute: SWR), für den er 20 Jahre lang das Politmagazin Report moderierte. Die Veröffentlichung des Buchs "Frieden ist möglich", in dem Alt Zweifel an der Politik der Nachrüstung anmeldete, führten zu jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen zwischen Alt und seinem Sender. Von 1992 - 2003 leitete Franz Alt die Zukunftsredaktion im SWR und moderierte außerdem in 3sat die Magazine Querdenker und Grenzenlos. Seine Bücher wurden in 12 Sprachen übersetzt und erreichten eine Auflage von über zwei Millionen.

Er ist Mitglied im Magischen Zirkel von Deutschland. Seit 40 Jahren gibt er unter dem Pseudonym Francesco Altini öffentliche Vorstellungen als Hobbyzauberer.

Bis zur Katastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 war Alt Mitglied der CDU. Er plant den Einstieg in eine „solare Weltrevolution“. Alts Arbeiten wurden mehrfach prämiert, u. a. mit dem Adolf-Grimme-Preis, der Goldenen Kamera, dem Deutschen Solarpreis, dem Europäischen Solarpreis, dem Umwelt-Online-Award, dem Menschenrechtspreis AWARD 2003 und dem Umweltpreis der Deutschen Wirtschaft 2004.

Auf seiner Homepage "Sonnenseite" gibt Franz Alt einen Überblick über die Alternativen der Energieerzeugung - erneuerbare Energien, solares Bauen, solares Wirtschaften - sowie über die Themen Klimawandel, Klimapolitik, Treibhauseffekt, ökologische Verkehrswende, ökologische Wasserwirtschaft, Ökolandbau, ökologische Steuerreform, Frieden und Menschenrechte ("Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne").

Als bekennender Katholik begründet Franz Alt seinen Engagement für die Ökologie aus seinem christlichen Glauben heraus, so in seinem Werk "Der ökologische Jesus".

Im Oktober 2006 erscheint der Gesprächsband "Du darfst den Kern nicht spalten". Im Gespräch mit zwei Journalistenkollegen blickt Alt darin auf sein Leben, seine Kindheit in einem wohlbehüteten Elternhaus, seine Studienjahre und seine Erfahrungen als Mitarbeiter des öffentlichen Rundfunks und Fernsehens zurück.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 6.-


ANETTE VON ARETIN
1920 - 2006

Fernsehansagerin

Annette von Aretin [?areti?n] (* 23. Mai 1920 in Bamberg; † 1. März 2006 in München; eigentlich Marie Adelhaid Elisabeth Kunigunde Felicitas Klein, geb. Freiin von Aretin) war 1954 die erste Fernsehansagerin des Bayerischen Rundfunks. Von 1959 bis 1980 leitete sie dessen Besetzungsbüro.

Popularität erlangte sie ab 1961 als Mitglied des Rateteams der langlebigen ARD-Reihe "Was bin ich?" mit Robert Lembke. Das gesamte Rateteam erhielt 1967 die Goldene Kamera.

Annette von Aretin kam als ältestes von drei Kindern des Freiherrn Karl von Aretin (* 1884; † 1945) und seiner Frau Elisabeth geb. Freiin von Gebsattel (* 1887; † 1968) zur Welt. Ihre beiden jüngeren Brüder heißen Peter-Carl (* 1923; † 2002) und Erwein (* 1924; † 2008). Sie war eine Nichte des Politikers und Schriftstellers Erwein Freiherr von Aretin und Cousine des Politikers Anton Freiherr von Aretin und des Historikers Karl Otmar Freiherr von Aretin. Ihr Spitzname, mit dem sie Freunde bis ins hohe Alter anredeten, war „Putzi“. Im Jahre 1956 heiratete sie den Arzt Dr. Harald Klein (* 1913; † 1983). Aus der Ehe gingen ein Sohn und eine Tochter hervor.

Die gelernte Fotografin begann ihre Karriere beim Rundfunk 1947 als freie Mitarbeiterin bei Radio München, der Vorläufer-Institution des Bayerischen Rundfunks. Der Münchner Regisseur Kurt Wilhelm besetzte mit ihr die Rolle des „Ännchens von Kalau“ in der Anfang der 1950er Jahre populären Radioshow Fleckerlteppich. 1959 stieg sie zur Chefin des BR-Besetzungsbüros auf. 1980 wurde sie pensioniert, arbeitete aber weiter für Radio- und TV-Produktionen sowie als Autorin. Ihr für das ZDF geschaffener Film Der Englische Garten erhielt 1987 den Herwig-Weber-Preis.

Original-signiertes Foto im Postkartenformat (9 x 10,2 cm)     Price in Euro 12.--

GUIDO BAUMANN
1926 - 1992

Journalist

Nach Studium der Germanistik, Anglistik und Theaterwissenschaft debütierte Baumann 1958 erfolglos als Quizmaster mit der Sendung „Hart auf Hart“. Er war von 1957 bis 1962 beim WDR und von 1962 bis 1964 beim BR beschäftigt. 1969 übernahm er die Leitung der Unterhaltungsabteilung bei Radio Zürich innerhalb der SRG. 1973 stieg er zum Unterhaltungschef des deutschsprachigen Schweizer Fernsehens auf.

Seine größte Popularität erwarb sich Guido Baumann jedoch als „Ratefuchs“ in dem Ratespiel "Was bin ich?", bei dem er oft schon nach wenigen Antworten des Gastes dessen berufliche Tätigkeit witterte. Nach dem Tod des Moderators Robert Lembke versuchte Baumann, das Konzept unter dem Titel „Heiter weiter“ weiterzuführen, was aber misslang.

Erfolgreich war seine TV-Moderation mit dem Quiz „Sag die Wahrheit“ in den 1960er- und 1970er-Jahren, ebenso seine Tätigkeit als Autor und Mitproduzent der provokativen Unterhaltungssendung „Wünsch Dir was“, die Anfang der 1970er Jahre in Deutschland, Österreich und der Schweiz für großes Aufsehen sorgte.

Baumann war dreimal verheiratet, und starb im Alter von 66 Jahren an Krebs.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 15.-

UELI BECK
1930 - 2010

Schauspieler, Moderator

In frühen Jahren machte er eine Lehre als Buchhändler und arbeitete später als Taxichauffeur, Bauhandlanger und Bankangestellter.

Allerdings zog ihn sein Interesse Richtung Theater. Er erhielt Schauspielunterricht bei Ellen Widmann und Sigfrit Steiner. Es folgten Engagements bei diversen Produzenten und (u. a. Enzo Ertini, Rudolf Bernhard) auf zahlreichen Bühnen (u. a. Zürcher Schauspielhaus).

Während dreißig Jahren stand er im Dienste von Radio DRS und moderierte Sendungen wie Nachtexpress und Autosendung. Er wurde hierdurch eine bekannte Persönlichkeit des Schweizer Radios.

In Hörspielen lieh er zahlreichen Charakteren seine Stimme. Dies tut er auch heute noch z. B. in Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney.

Als Theater-Schauspieler hatte er verschiedene Engagements am Bernhard-Theater, am Zürcher Schauspielhaus und an vielen anderen Bühnen. Er spielte in Stücken wie z. B. Ciao Ticino, Wachtmeister Rösli, Beidi wännd s Heidi.

Seit 1995 ist Ueli Beck eigentlich im Ruhestand, trotzdem hat er seither in einigen Film-Produktionen mitgewirkt. Im Juni 2005 stand er in Wissen…schaft im Casinotheater Winterthur auf der Bühne. Von Dezember 2005 bis April 2006 war er in der männlichen Titelrolle von Jonas & Madelaine auf der KKL-Bühne in Luzern zu sehen.

Oben: Original-signiertes Foto (Postkartenformat)   Price in Euro 5.-

DAGMAR BERGHOFF
1943

Schauspielerin, Moderatorin
 

Die gebürtige Berlinerin Dagmar Berghoff zog 1946 mit ihrer Familie nach Ahrensburg bei Hamburg und 1957 nach Hamburg-Harburg. Sie studierte nach dem Abitur von 1964 bis 1967 an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg. Danach spielte sie unter anderem eine Nebenrolle in Einmal im Leben. Nach mehreren Jahren beim Südwestfunk in Baden-Baden kehrte sie 1975 nach Hamburg zurück und arbeitete beim NDR-Hörfunk.

Am 16. Juni 1976 las sie das erste Mal die Tagesschau der ARD. Von 1995 bis zu ihrem Rückzug vom Fernsehen in ihrer letzten Tagesschau-Sendung am 31. Dezember 1999 war sie Chefsprecherin der ARD-Nachrichtensendung.

Die gelernte Schauspielerin, die während ihrer Zeit beim SWF auch in Fernsehserien und am Theater auftrat, moderierte während ihrer Zeit als Tagesschausprecherin auch verschiedene Musiksendungen wie das ARD-Wunschkonzert von 1984 bis 1992 und die NDR-Talkshow. Sie wurde zweimal mit dem Bambi des Burda-Verlages (1980 und 1990) und mit der Goldenen Kamera der Zeitschrift Hörzu (1987) ausgezeichnet.

1983 sprach sie die Kassette "Atari Programmieren leicht gemacht - Ein BASIC Einführungskurs mit Dagmar Berghoff"

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 6.- 

ALFRED BIOLEK
1934

Moderator

Im Februar 1963 wurde Biolek im ZDF zunächst als Assessor im Justitiariat eingestellt, doch wechselte er schon bald zu redaktionellen Tätigkeiten, die ihn mehr reizten. Er wirkte nun unter anderem als Moderator in Sendungen wie Tips für Autofahrer, Urlaub nach Maß, Nightclub und drehscheibe. Auf diesen Erfahrungen aufbauend wechselte er 1970 zur Bavaria Film, wo er ab 1974 die Sendung Am laufenden Band mit Rudi Carrell produzierte. Damit gelang ihm auch der berufliche Durchbruch. 1975 startete Biolek mit dem Journalisten Dieter Thoma für den WDR in Köln die Talkshow Kölner Treff. Ab 1978 lief seine erste eigene produzierte und moderierte Sendung unter dem Titel Bios Bahnhof. Hier konnte er sein Talent als Talententdecker zur Geltung bringen, so verhalf er in dieser Sendung Talenten wie etwa Anke Engelke, Helen Schneider und Kate Bush zum Durchbruch. In den 1980er Jahren folgten die Show Bei Bio, die kommerziell kein Erfolg war, die Sendung Show Bühne und die Spiel-Show Mensch Meier.

Mit seiner Firma Pro GmbH ist Biolek mit 25 Prozent an dem Kölner Restaurant Alter Wartesaal mit der dazugehörigen Diskothek beteiligt. Von 1991 bis 2003 war Biolek mit seiner wöchentlichen Talkshow Boulevard Bio zu sehen. Biolek entwickelte hier eine Kunst der sensiblen Unterhaltung, die unter anderem als Hochamt gepflegter Unterhaltung [4] geschätzt wurde. Mit prominenten Gästen kochte er außerdem seit Dezember 1994 in seiner Serie alfredissimo, in der die Gäste ihre Lieblingsgerichte vorstellten. Im Herbst 2006 wurde die letzte Staffel von alfredissimo produziert.

Als Unternehmer ist Biolek über seine Pro GmbH auch für das Künstlermanagement von Dirk Bach und Ralph Morgenstern zuständig und hat Sendungen wie Mitternachtsspitzen,[5] Nightwash, Kaffeeklatsch, Blond am Freitag, Menschen bei Maischberger sowie die Sitcom Lukas entwickelt und produziert.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 6.- 

JOHNNY CARSON
1925 - 2005

Moderator

Carson wuchs in Norfolk, Nebraska auf und diente von 1943 bis 1946 in der United States Navy. Anschließend bekam er einen Job beim Radio, wechselte später zu Spielsendungen. Etwas später schrieb er für den Komiker Red Skelton. Bevor er The Tonight Show übernahm, war er Moderator verschiedener Sendungen, darunter der Johnny Carson Show und der Spielsendung Who Do You Trust?.

Am 2. Oktober 1962 wurde er Moderator der Tonight Show, der ersten Late Night Show der Welt. Sein Ko-Gastgeber war 30 Jahre lang Ed McMahon. Als ersten Gast empfing er Groucho Marx. Für Millionen Amerikaner wurde die Tonight Show with Johnny Carson zu einem allabendlichen Ritual. Die Sendung startete mit einer Signation, die Carson zusammen mit Paul Anka komponiert hatte (Johnny's Theme) und auf Schallplatte von Henry Mancini eingespielt wurde, und der Ankündigung McMahons Heeeeeeere's Johnny. Es folgte ein kurzer komödiantischer Monolog von Carson. Die Sendung prägten Comedy, Interviews und Musik. Carsons Markenzeichen war ein Golfschwung am Ende seiner Monologe.

Sensationell war die Einschaltquote, als der Sänger Tiny Tim am 17. Dezember 1969 während der Show Miss Vicky heiratete. 1973 überraschte Carson den Mentalisten und Bühnenmagier Uri Geller, der damals vorgab, übernatürliche Kräfte zu haben, indem er ihm Löffel aus seiner Schreibtischschublade reichte. Geller war unfähig, sie zu verbiegen, aufgrund "diverser Dinge, die im Spiel waren", so Geller später. Im Jahr 1985 war Boris Becker Gast in Carsons Show, nachdem dieser als jüngster Tennisspieler aller Zeiten das wichtigste Tennisturnier der Welt in Wimbledon gewonnen hatte. Mit 67 Jahren beendete Carson nach 29 Jahren, 7 Monaten und 21 Tagen 1992 seine Karriere. Die Tonight Show übernahm Jay Leno. Carsons Souveränität, so urteilte einmal die New York Times, machte ihn zum "vielleicht prominentesten Kommentator" des Landes, abgesehen vielleicht vom Journalisten Walter Cronkite.

Carson war viermal verheiratet und dreimal geschieden. Mit seiner ersten Frau, Joan Morrill Wolcott, hatte er drei Kinder. Seine letzte Ehe mit Alexis Maas dauerte vom 20. Juni 1987 bis zu seinem Tod. Carson wurde 1987 mit der Aufnahme in die Television Hall of Fame geehrt. Er erhielt sechs Emmy Awards und den George Foster Peabody Award. Im Jahr 1992 wurde ihm die Medal of Freedom des US-Präsidenten verliehen. Außerdem war Carson Mitglied bei der Skeptics Society, einer Gesellschaft zur Förderung von wissenschaftlichem und skeptischem Denken.

Carson starb am 23. Januar 2005 in Malibu (Kalifornien) an den Folgen eines Lungenemphysems.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 29.- 


 
ANNELIESE FLEYENSCHMIDT
1919 - 2007

Moderatorin, Fernsehansagerin

Anneliese Fleyenschmidt (urspr. Anneliese Schmidt, verheiratete Anneliese Arneth) war ab 1954 eine der ersten Fernsehansagerinnen und später eine der bekanntesten Fernsehmoderatorinnen des Bayerischen Rundfunks.

Fleyenschmidt, Tochter eines Mittelschulrektors mit den Fächern Mathematik und Physik, studierte Zeitungswissenschaft, Literatur- und Theatergeschichte in München. Nach Schauspielunterricht bei Otto Falckenberg und einigen Engagements in Hannover und München war sie ab 1945 für den BR zunächst als Schauspielerin und Sprecherin für Hörspiele tätig, wenig später auch als Reporterin im Zeitfunk. Der Namenszusatz Fleyenschmidt entstand im Hinblick auf das Dorf Fley.

Von 1965 bis 1988 gehörte sie zum Rateteam der ARD-Sendung „Was bin ich?“ mit Robert Lembke, wo sie sich mit Marianne Koch abwechselte. Daneben moderierte sie Sendungen jeglicher Couleur, von Automagazinen über Modenschauen bis zu Volksmusik, regelmäßig auch die Abendschau des Bayerischen Fernsehens und fünf Jahre lang „Hier und Heute“ beim WDR Fernsehen.

Auf Betreiben des späteren Oberbürgermeisters Erich Kiesl wurde Fleyenschmidt für die CSU auf die Wahlliste für den Münchner Stadtrat 1978 gesetzt; sie erhielt nach Kiesl selbst die zweitmeisten Stimmen. Die Legislaturperiode endete 1984. 1984 erhielt sie in Anerkennung ihrer Verdienste die Goldene Medaille des Bayerischen Rundfunks.

Fleyenschmidt war mit dem Regisseur Otto Arneth verheiratet.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat))    Price in Euro 9.-

ELMAR GUNSCH
1931

Schriftsteller, Moderator

Elmar Gunsch wuchs im österreichischen Vorarlberg auf. Seine Eltern stammten aus Südtirol, der Vater war als Vertreter für Miederwaren viel unterwegs. Deshalb lebte er einige Zeit bei den Großeltern in Nürnberg, wo er auch das Abitur machte. 

Gunsch betätigte sich zunächst fünf Jahre als Bühnenschauspieler in Wien und Klagenfurt, bevor er 1957 Hörfunkmoderator wurde. 1961 ging er als Rundfunkjournalist zum Hessischen Rundfunk nach Frankfurt am Main. Durch seine markante, weiche Bassstimme wurde er einer der beliebtesten Radiosprecher und erhielt den Beinamen „Die Stimme”. Neben seiner Tätigkeit beim Radio war er Moderator von Fernsehsendungen in den Sendern ARD, Sat.1 und ORF2 sowie Autor und Sprecher von Hörkassetten und Langspielplatten. Beim ZDF präsentierte er in den 80ern Donnerstags das Wochenendwetter nach dem heute-journal, die Sendungen Wiedersehen macht Freude und Lustige Musikanten (ab 1980, gemeinsam mit Carolin Reiber) sowie diverse Specials und wirkte in Sketchen der Kinderreihe Babbelgamm mit. Ende der 80er Jahre wechselte Gunsch zu Sat.1, wo er eine eigene Show moderierte. 

In der Sat.1-Show von Harald Schmidt trat er mit Rezitationen von deutschen Übersetzungen bekannter Popsongs auf. Von 1980 bis 83 arbeitete Gunsch als Moderator auch für das deutsche Programm von Radio Luxemburg (RTL) sowie während der 90er Jahre für den HörfunksenderSWF 4, der heute SWR 4 Rheinland-Pfalz heißt. Momentan ist er als Dozent für Sprache und Rhetorik in Bensheim tätig.

Gunsch schrieb zwei Bücher: „Donnerwetter”, erschienen im Verlag Hoffmann & Campe, und „Horch was kommt von draußen rein”, erschienen im Verlag Bleicher.

Original-signiertes Papierfoto (Postkartenformat)    Price in Euro 6.- 

WISEL GYR

Moderator

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 8.--


 
SIGI HARREIS
1937 - 2008

Moderatorin

Harreis wurde 1937 als Tochter von Hans Dannenmann, einem wissenschaftlichen Dozenten für Psychologie und Pädagogik, geboren. Sie besuchte das Mädchengymnasium in Esslingen am Neckar und studierte danach Englisch und Spanisch an den Universitäten von Heidelberg und Madrid. Später machte Harreis eine Ausbildung zur fremdsprachlichen Wirtschaftskorrespondentin für Spanisch. Während ihres Studiums arbeitete Harreis als Auslandskorrespondentin sowie als Dolmetscherin. 
Ihre Fernsehkarriere begann sie als Kabelhilfe, Scriptgirl und Ansagerin im Bayerischen Fernsehen und arbeitete Ende der 1970er-Jahre als Redakteurin. Einem breiten Publikum wurde sie ab August 1980 durch die Moderation der Sendung Die Montagsmaler bekannt, die sie von Frank Elstner übernommen hatte. Harreis, die vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren im Fernsehen präsent war, gilt als erster weiblicher Showmaster in Deutschland. In den 90er Jahren war sie für SWF3 mit der Radio-Comedy "Landärztin Marianne 013" sehr erfolgreich, der sie ihre Stimme lieh. Nach der Fusion von SWF und SDR zog sie sich zusammen mit ihrem Ehemann ins Privatleben zurück und lebte abwechselnd in München und auf Mallorca.

Aus ihrer ersten Ehe mit Jobst Harreis stammen zwei Kinder. In zweiter Ehe war die leidenschaftliche Sportlerin und Musikerin seit 1977 mit Klaus Langer verheiratet. Am 9. Dezember 2008 erlag Harreis im Alter von 71 Jahren in einem Münchner Krankenhaus einem Krebsleiden.

Ihren ersten Fernsehauftritt hatte sie als Kandidatin in der Sendung Hätten Sie’s gewußt?. Daraufhin wurde sie von Robert Lembke zum Vorsprechen eingeladen. Die erste Moderation im ZDF war in der Sendung Freizeit und was man daraus machen kann. Sie moderierte außerdem das Baden-Badener Roulette und Die goldene Eins sowie von 1983 bis 1986 die Aktuelle Stunde im WDR Fernsehen.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat))    Price in Euro 9.-

DIETER THOMAS HECK
1937

Moderator

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro je 6.-

MANI HILDEBRAND
1945

Moderator

Während rund 15 Jahren hat Mani Hildebrand die Pop- und Rockmusik am Schweizer Fernsehen stark geprägt. Von 1968 bis 1984 hat er als Musikreaktor unzählige Sendungen auf den Bildschirm gebracht und redaktionell betreut. Und immer wieder hat er sich auch für das einheimische Musikschaffen eingesetzt.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 5.- 

WERNER HÖFER
1913 - 1997

Moderator, Journalist

Der Sohn eines Straßenbaumeisters studierte Philosophie, Geschichte, Theater- und Zeitungswissenschaft und arbeitete zunächst als Feuilletonredakteur beim Neuen Tag in Köln. Seit 1933 war er Mitglied der NSDAP. Höfer wechselte später nach Berlin zum Magazin Koralle und von hier aus schließlich an die damals größte deutsche Straßenverkaufszeitung, die BZ am Mittag, wo er seit 1941 als Theaterkritiker tätig war.

Höfer arbeitete nach dem Krieg erfolgreich beim Rundfunk und Fernsehen (Nordwestdeutscher Rundfunk bzw. Westdeutscher Rundfunk). Er war Gründervater des regionalen Fernsehprogramms des WDR und moderierte Sendungen wie „Echo des Tages“ und „Hier und Heute“. 1964 übernahm Höfer die Leitung des Dritten Programms des WDR, 1972 wurde er Fernsehdirektor. Im Jahr darauf bewarb sich Höfer vergeblich um das Amt des WDR-Intendanten, 1977 beendete er auf eigenen Wunsch seine Tätigkeit für den WDR. Zwischenzeitlich fungierte er auch als Chefredakteur der „Neuen Illustrierten“ sowie als diplomatischer Korrespondent des „Stern“. Den größten Bekanntheitsgrad erlangte Höfer aber durch den von ihm moderierten Internationalen Frühschoppen, einen sonntäglichen Journalistenstammtisch (mit meist „sechs Journalisten aus fünf Ländern“), bei dem internationale Medienvertreter aktuelle politische Themen diskutierten. Die erste Ausgabe wurde am 6. Januar 1952 aus dem damaligen NWDR-Hörfunkstudio im Bonner Bundeshaus gesendet, ab August 1953 übertrug zusätzlich auch das ARD-Fernsehen. Ungeachtet zuweilen kritischer Stimmen, die Höfer eine Neigung zur Weitschweifigkeit und zu oberlehrerhaft-autoritären Allüren vorwarfen, waren die Sendung und ihr Moderator über dreißig Jahre eine feste Institution im deutschen Fernsehen. Eine Besonderheit bestand auch darin, dass sich Höfer nie vertreten ließ und auch seinen Urlaub so plante, dass er stets an jedem Sonntagmittag seine Gastgeberrolle wahrnehmen konnte. Zur Wirkung Höfers bilanzierte Norbert Schneider 1979: Für die ersten 25 Jahre des Deutschen Fernsehens hat es Werner Höfer geschafft, ähnlich wie etwa das 'Wort zum Sonntag', wie die politischen Montagsmagazine der ARD bis 1977, wie die 'Sportschau' am frühen Samstagabend mit Fernsehen schlechthin identifiziert zu werden. 

Nach dem Ende seiner Fernsehkarriere lebte Höfer als pensionierter Fernsehdirektor in seinem Haus in Köln-Rodenkirchen oder in seinem Sommerdomizil in Kampen auf Sylt. Als Moderator war er weiterhin tätig, etwa für öffentliche Diskussionsveranstaltungen in verschiedenen deutschen Städten oder für Interviewabende, die er in Köln im Auftrag der Sparkassenstiftung „City-Treff“ leitete. Mit den „Bühler Begegnungen“ moderierte Höfer (der nach eigenem Bekunden seine Sendung erst hatte aufgeben wollen, wenn ich mit einem Glas in der Hand am Frühschoppentisch umfalle) schließlich auch noch einen privaten Frühschoppen, der monatlich in einem Hotel im Schwarzwald stattfand.

In seiner aktiven Zeit erhielt er für sein Wirken zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter 1973 das Große Bundesverdienstkreuz und die Goldene Kamera, sowie zweimal den Grimme-Preis (1967 und 1982).

Original-signierte Karte (Postkartenformat)    Price in Euro je 8.- 

ERNST HUBERTY
1927

Moderator, Sportjournalist

Er lebte mit seiner Familie fünf Jahre in Trier und verzog dann nach Koblenz. Im zweiten Weltkrieg war der kaum volljährige Luxemburger Huberty Flakhelfer. Nach dem Ende des Krieges holte er sein Abitur nach. Nach dem Studium der Philosophie und Germanistik und einem Volontariat bei der Koblenzer Zeitung begann Huberty seine Karriere als Sportreporter im Jahre 1950 beim Südwestfunk Baden-Baden. Dort moderierte er im Jahr 1956 erstmals eine Fernsehsendung „Sport am Montag“.

1957 wechselte Huberty in die WDR-Redaktion Hier und Heute, ab 1960 wirkte er in der Sportredaktion des WDR als Redakteur mit. Ab 1961 moderierte Huberty die ARD-Sportschau, das Flaggschiff des deutschen Fernsehsports, das er mit freundlicher Sachlichkeit und seiner besonderen Frisur („Klappscheitel“) prägte.

1970 übernahm Huberty die Leitung der Abteilung Sport (Fernsehen) beim WDR. Diese Position hielt er bis 1982 inne, als ihn eine Spesenaffäre zwang, ins 3. Programm des WDR zu wechseln.

In den 1990er-Jahren war er als Kommentator für den Bezahlfernsehsender Premiere tätig.

Huberty hatte in der Zeit von 1960 bis 1982 viele große Sportereignisse als Live-Reporter kommentiert, am bekanntesten ist vielleicht seine Reportage vom so genannten Jahrhundertspiel Deutschland - Italien (17. Juni 1970) in Mexiko-Stadt („ausgerechnet Schnellinger ...“, „Müller...Müller...Müller...Tor!“ und „Wenn Sie jemals ein echtes Müller-Tor gesehen haben, dann dieses“).

Des Weiteren kommentierte er 1974 als Livereporter das WM-Spiel Deutschland gegen Polen, welches wegen heftiger Regenfälle und eines kaum zu bespielbaren Rasens als Wasserschlacht von Frankfurt in die Fußballgeschichte einging.

Original-signierte Karte (Postkartenformat)    Price in Euro 6.- 

THILO KOCH
1920 - 2006

Fernsehjournalist

1939 legte Thilo Koch sein Abitur in Elsterwerda als Jahrgangs-Bester im Elsterschloss-Gymnasium ab.

Vor seiner journalistischen Karriere wollte Thilo Koch Dichter und Autor werden. So veröffentlichte er 1947 den Gedichtband Stille und Klang sowie den Roman Eine Jugend war das Opfer. Schließlich bewarb er sich aber erfolgreich beim NWDR und arbeitete dann später beim NDR. Er war Mitbegründer der Sendung Weltspiegel und Anfang der 1960er Jahre Korrespondent der ARD in Washington, D. C. „Guten Abend; drüben in Deutschland” war seine Abschiedsformel am Ende seiner anderthalbminütigen Beiträge zur Tagesschau.

Thilo Koch schrieb auch für Die Zeit, unter anderem als Berliner und später Washingtoner Korrespondent. Außerdem drehte er mehr als 150 Dokumentarfilme, so kommentierte er beispielsweise die erste Moskau-Reise von Konrad Adenauer.

Kochs Kommentar über die Beerdigung von John F. Kennedy im Jahr 1963 war die erste Live-Übertragung via Satellit im deutschen Fernsehen.

Bekannt wurde er auch durch seine Auftritte als Lotse in der TV-Sendung Ich trage einen großen Namen sowie durch Die rote Optik, das westliche Pendant im kalten Krieg zur Sendung Der schwarze Kanal des Fernsehens der DDR. Thilo Koch verfasste Porträts bedeutender Persönlichkeiten wie Norman Mailer und Bertrand Russell, etwa in Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist beabsichtigt: Begegnungen.

Koch war bis 1982 für den NDR tätig. Neben seiner Tätigkeit als Journalist arbeitete er während seines gesamten Lebens auch immer wieder als Sachbuchautor und Herausgeber.

Original-signierte Karte (Format Visitenkarte)    Price in Euro 6.-

KARL-HEINZ KÖPCKE
1922 - 1991

Moderator

 Köpcke wollte eine kaufmännische Ausbildung in seiner Heimatstadt Hamburg machen, als er 1941 zum Arbeitsdienst eingezogen wurde. Als Funker der Luftwaffe geriet Köpcke 1945 in französische Gefangenschaft, aus der er 1946 entlassen wurde.

Danach ging er zu Radio Bremen und kam dann 1949 als Hörfunk-Sprecher nach Hamburg zum NWDR. Seine langjährige Präsenz am Bildschirm - er war "Tagesschau"-Sprecher vom 2. März 1959 bis 10. September 1987 - seit 1964 Chefsprecher - und sein stets korrektes und seriöses Auftreten brachte ihm den Beinamen Mr. Tagesschau ein. Manchen erschien er gar als eine Art Regierungssprecher oder sonstige Amtsperson.

Köpcke war bei der Bevölkerung so präsent, dass es Zuschauerproteste gab, als er nach seinem Sommerurlaub 1974 mit einem Schnauzbart die Tagesschau moderierte. Er verdeckte damit eine Schramme, welche er sich beim Tauchen zugezogen hatte.

Als 1978 die Tagesthemen eingeführt wurden und dabei der Sprecher gegenüber dem neu eingeführten Moderator in den Hintergrund rückte, protestierte er in der ersten Sendung durch demonstratives Rascheln mit Papier und durch Räuspern.

Im deutschsprachigen Raum setzte er Maßstäbe für das Auftreten und die Arbeitsweise von Nachrichtensprechern. Er starb vier Jahre nach seiner Pensionierung an Krebs, genau wie kurz zuvor seine Frau, die Rundfunkkollegin Gertie Kelkenberg, die er 1948 geheiratet hatte.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 9.-

ROBERT LEMBKE
1913 - 1989

Moderator "Was bin ich?"

Lembke arbeitete nach einem abgebrochenen Studium der Rechtswissenschaften zunächst als Zeitungsjournalist (u. a. beim Berliner Tageblatt und beim Simplicissimus). Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm er die Leitung des Ressorts Innenpolitik bei der Neuen Zeitung in München.

Ab 1949 arbeitete er beim Bayerischen Rundfunk in verschiedenen Funktionen, u. a. als stellvertretender Chefredakteur und Leiter der Nachrichtenabteilung. Bei der Fußballweltmeisterschaft 1954 war er beim legendären „Wunder von Bern“ Assistent von Herbert Zimmermann. 1956 wurde er Chefredakteur und stellvertretender Fernsehdirektor. Ab 1969 war er Geschäftsführer des Deutschen Olympiazentrums und 1972 für die Rundfunk- und Fernsehübertragungen von den Olympischen Sommerspielen in München verantwortlich. Ebenso war er als Regisseur für die Übertragung der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 verantwortlich.

Von 1955 bis 1989 moderierte Lembke 337 Folgen der Sendung Was bin ich? in der ARD, in der ein prominentes Rateteam durch Ja/Nein-Fragen den Beruf eines Kandidaten erraten musste.

Robert Lembke prägte und veröffentlichte zahlreiche Bonmots und Aphorismen, wie etwa: „Wenn die Menschen nur über Dinge reden würden, von denen sie etwas verstehen – das Schweigen wäre bedrückend.“

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 19.-

FRIEDRICH NOWOTTNY
1929

Moderator, Journalist

Nach seinem Schulabschluss arbeitete Friedrich Nowottny von 1946 bis 1948 bei der britischen Besatzungsmacht in Bielefeld. Seine journalistische Karriere begann er 1948 als freier Mitarbeiter und Lokalreporter bei der Tageszeitung Freie Presse in Bielefeld. Bevor er 1953 ein Volontariat bei dieser Zeitung aufnahm, war er zwischenzeitlich in der Hauptverwaltung der Deutschen Eisenbahn-Versicherungskasse in Bielefeld beschäftigt. Nach dem Abschluss des Volontariats wurde er als Redakteur übernommen und wurde 1958 Ressortleiter.

1962 wechselte Nowottny zum Saarländischen Rundfunk und wurde Leiter der Abteilung des Fernsehens für Wirtschaft und Soziales. Die Fernsehsendung „Der Markt - Wirtschaft für jedermann“ machte ihn beim Fernsehpublikum bekannt. 1965 übernahm er bereits die Stelle des stellvertretenden Chefredakteurs.

Am 1. April 1967 wechselte Nowottny als stellvertretender Studioleiter zum WDR in das Fernsehstudio Bonn, das er ab dem 1. Februar 1973 leitete. Für die ARD moderierte er bis zum 7. Juni 1985 insgesamt 1000 mal die Sendung Bericht aus Bonn, die unter ihm zur Institution wurde. Außerdem war er Kommentator und Chefkorrespondent der ARD. Wegen seiner ironischen Berichterstattung und Schlagfertigkeit vor allem in Interviews mit Politikern gehörte er zu den beliebtesten Fernsehjournalisten und verhalf dem Politjournalismus zu höherer Popularität. Als legendär gilt ein Interview mit Willy Brandt mit langen Fragen und kurzen Ja-/Nein-Antworten. Berühmt wurde auch der häufig benutzte Einleitungssatz „Wissen Sie, Herr Nowottny...“ von Karl Schiller, Bundeswirtschaftsminister, bei Antworten auf Interviewfragen.

Am 14. Juni 1985 stieg Nowottny zum Intendanten des WDR auf. Als einer der größten Erfolge seiner Tätigkeit als Intendant gilt die Einführung des WDR-Vollprogramms im Jahre 1994. In seine Amtszeit fielen weiterhin der Start der Weekly Soap „Lindenstraße“, die Einführung des ARD-Frühstücksfernsehens und der Radioprogramme Eins Live sowie WDR Radio 5. 1991 und 1992 führte Nowottny die ARD als Vorsitzender an. In seiner Amtszeit managte er die Aufnahme der ostdeutschen Rundfunkanstalten in die ARD sowie die Fusion des Deutschlandfunks und RIAS Berlin zum DeutschlandRadio. Den WDR-Chefposten übergab Nowottny am 30. Juni 1995 an Fritz Pleitgen und ging in den Ruhestand.

Lange hielt es ihn dort allerdings nicht. Noch heute erscheint Friedrich Nowottny gelegentlich auf dem Bildschirm wie z. B. als Kommentator der Bundestagswahl 2002 für RTL aktuell und der Bundestagswahl 2005 für Phoenix. 2007 gab er sein Debüt als Talkshow-Moderator, als er eine Schwangerschaftsvertretung für Sandra Maischberger übernahm. [1]

Er arbeitet wieder als freier Journalist, hält Vorträge und schreibt u. a. für eine Zeitungskolumne im Kölner Express und kommentiert regelmäßig das politische Geschehen im Nordwestradio

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 9.-


 
CAROLINE REIBER
1939

Moderatorin

Die Tochter des Szenenbildners Ludwig Reiber absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin und übte diesen Beruf bis 1965 aus. Zuvor war sie bereits als Münchener Faschingsprinzessin der Narrhalla öffentlich in Erscheinung getreten. Als Zehnjährige spielte sie zusammen mit Isa Günther und Jutta Günther in „Das doppelte Lottchen“.

Ab 1965 arbeitete sie hauptberuflich als Fernsehansagerin beim Bayerischen Rundfunk. Ab 1970 moderierte sie im Bayerischen Fernsehen die Sendungen „Jetzt red' i“, „Unser Land“ und gemeinsam mit Maxl Graf die „Lustigen Musikanten“. 1993 moderierte sie für kurze Zeit das Quiz „Der große Preis“ im ZDF, allerdings ohne rechten Erfolg.

Sie moderierte lange Jahre fürs ZDF die „Volkstümliche Hitparade” und später das „Wunschkonzert der Volksmusik”. Reiber moderierte auch einige Kochsendungen, die sich auf bayerische Speisen konzentrierte. Berühmt wurde sie nicht zuletzt wegen ihres akzentuierten bairisch rollenden Zungenspitzen-Rs.

Sie ist verheiratet mit Dr. Luitpold Maier, das Ehepaar hat zwei mittlerweile erwachsene Söhne. 1988 und 1990 publizierte Carolin Reiber zwei Bücher, 1998 erhielt sie den Bayerischen Verdienstorden.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat))    Price in Euro 6.-

HANS ROSENTHAL
1925 - 1987

Moderator, Entertainer

Hans Rosenthal wuchs in seiner Familie in Berlin-Prenzlauer Berg (Winsstraße) auf und erlebte als Kind die wachsende antisemitische Verfolgung durch den Nationalsozialismus. Sein Vater starb 1937 an Nierenversagen, seine Mutter 1941 an Darmkrebs. Sein Bruder Gert und andere Angehörige wurden in der Shoa ermordet. Hans Rosenthal wurde ab 1940 von den Nationalsozialisten zu Zwangsarbeit herangezogen. Ab 1943 tauchte er in der Berliner Kleingartenanlage Dreieinigkeit unter und überlebte bis zum Kriegsende im Versteck, wo er von drei nichtjüdischen Berlinerinnen unterstützt wurde.

1945 machte er eine Ausbildung beim Berliner Rundfunk und startete ab 1948 als Aufnahmeleiter und Unterhaltungsredakteur beim RIAS seine Rundfunkkarriere. Er wurde Quizmaster bekannter Unterhaltungssendungen im Hörfunk (RIAS Berlin in den 1960er und 1970er Jahren: Rate- und Unterhaltungssendungen, die er auch meistens selbst entwarf: „Allein gegen alle“, „Wer fragt, gewinnt“, „Das klingende Sonntagsrätsel“, „Spaß muß sein“, „Opas Schlagerfestival“, „Da ist man sprachlos“, „Die Rückblende“ und „Günter Neumann und seine Insulaner“ (als Aufnahmeleiter) und im Fernsehen „Gut gefragt ist halb gewonnen“, „Dalli Dalli“ sowie „Rate mal mit Rosenthal“, „KO OK“ und „Das Schlagerfestival der 20er Jahre“ im ZDF. Rosenthal hatte nie einen so zynischen oder spitzen Humor wie seine Kollegen Hans-Joachim Kulenkampff oder Rudi Carrell. Der SPIEGEL schrieb in den 1980er Jahren über Rosenthal, dass seine Herzlichkeit „nahe dem Gefrierpunkt“ sei und er allzu harmlos daherkam. Das Fernsehpublikum schätzte Rosenthal jedoch. Bekannt wurde er vor allem durch die Moderation der ZDF-Sendung „Dalli Dalli“ und seine wiederkehrende Frage an das Publikum „Sie sind der Meinung, das war...?“, worauf das Publikum stets begeistert „Spitze!“ rief, während Rosenthal seinen bekannten Luftsprung vollführte, der sein Markenzeichen war.

Hans Rosenthal engagierte sich seit den 1960er Jahren im Zentralrat der Juden in Deutschland, ab 1973 als Mitglied seines Direktoriums, in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sowie in diversen sozialen Projekten. Auf Grund seiner freundlichen und unkomplizierten Art war er sehr beliebt. Sein bevorzugter Ferienort war Utersum auf Föhr, dessen Ehrenbürger er wurde.

In der Zeit von 1965 bis 1973 war der bekennende Fußballfan Hans Rosenthal auch Präsident des Fußballvereins Tennis Borussia Berlin. Die in diesem Verein tätige und u. a. von ihm gegründete „Prominenten-Elf“ trägt seit seinem Tod den Namen „Hans-Rosenthal-Elf“ und sammelt Gelder für die Hans-Rosenthal-Stiftung „SCHNELLE HILFE IN AKUTER NOT - E.V.“.

1980 veröffentlichte er unter dem Titel Zwei Leben in Deutschland seine Autobiographie. 1986 gründete Rosenthal zusammen mit Paul Spiegel eine internationale Medienagentur, die Künstler, Schauspieler und Fernsehmoderatoren promotete.

Hans Rosenthal starb 1987 an Magenkrebs.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)   Price in Euro 25.-


 
HANS SACHS
1912 - 1993

Moderator, Oberstaatsanwalt

Als Oberstaatsanwalt in Nürnberg war Sachs unter anderem Vorgesetzter des späteren BKA-Präsidenten Horst Herold.

Von 1955 bis 1989 war er Mitglied in Robert Lembkes Rateteam in dem ARD-Fernsehquiz Was bin ich? Legendär ist dabei seine Formulierung Gehe ich recht in der Annahme, dass…? geworden. Das gesamte Rateteam erhielt 1967 die Goldene Kamera. Er gehört zu den Begründern des Opferhilfsvereins Weißer Ring.

Sachs erhielt 1953 den Aachener Orden wider den tierischen Ernst, da er eine Schmähschrift mit Knittelversen beantwortet hatte.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat))    Price in Euro 9.-


 
BENI THURNHEER
1949

Moderator

Thurnheers Vater stammt aus dem Thurgau, seine Mutter aus der Waadt. Er studierte Rechtswissenschaft an der Universität Zürich und schloss 1973 mit dem Lizenziat ab (mit magna cum laude). Im selben Jahr wurde er unter 1600 Mitbewerbern an einem Nachwuchswettbewerb für Sportreporter von Radio und Fernsehen DRS entdeckt und angestellt. Nachdem er zunächst vor allem als Radiomoderator arbeitete, trat er 1975 erstmals im Fernsehen auf, als Präsentator der Sendung Sportkalender. Mit der Zeit übernahm er die Präsentation fast aller Sportsendungen des Schweizer Fernsehens wie Sport am Wochenende, Sportpanorama und Sport aktuell. Als Live-Kommentator spezialisierte er sich auf Fussball und Eishockey. Ausserdem moderiert Thurnheer die Unterhaltungssendung Benissimo. Er wurde bereits viermal mit dem Prix Walo ausgezeichnet. 2002 debütierte er als Buchautor mit Reden ist immerhin Silber, einer Sammlung kurzer Geschichten und Anekdoten aus seinem Berufs- und Privatleben.

Aufgrund seines Rufes als wortgewandter Moderator und als Kommentator mit ungebremstem Redefluss wird Thurnheer auch als «Schnurri der Nation» betitelt sowie mit dem bei besonders bekannten, verdienten oder beliebten Schweizern üblichen Zusatz «national» bezeichnet: «Beni national». In seinen Live-Kommentaren hat er sich besonders durch sein akribisches Faktenwissen und seine originellen Gedanken- und Wortspiele profiliert. Zwei Beispiele:

«In einer Herde von schwarzen Schafen ist das weisse Schaf das schwarze Schaf.» (in Anspielung auf den einzigen weissen Fussball-Spieler von Trinidad & Tobago) 
«Jetzt muss ein Arzt her, da genügt ein Handarbeitslehrer nicht mehr!» (nach der Kopfverletzung des Schweizers Senderos an der WM 2006)[1] 
Thurnheer ist Bürger von Weinfelden und spricht fliessend deutsch, französisch, italienisch und englisch. Er ist seit 1980 verheiratet und hat zwei Söhne, Thomas und Peter. Im Juni 2008 haben sich Bernard Thurnheer und seine Frau getrennt.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat))    Price in Euro 6.-


 
HANNI VANHAIDEN
1942

Fernsehansagerin, Moderatorin

Vanhaiden war in den 1970er und 1980er Jahren neben Dénes Törzs das bekannteste Gesicht des NDR. Neben ihrer Tätigkeit als Ansagerin moderierte sie die ARD-Kindersendung Emm wie Meikel sowie den ARD-Ratgeber: Technik. Darüber hinaus trat sie in Unterhaltungssendungen wie Die Rudi Carrell Show und Zwischenmahlzeit als Gast auf. Bis Mitte der 1970er Jahre war sie zudem auch häufig als Schauspielerin aktiv, sie hatte unter anderem Gastrollen in Dem Täter auf der Spur und Tatort.[1] Es wird häufig fälschlicherweise angegeben, Vanhaiden wäre auch Moderatorin von Plumpaquatsch gewesen, dies war jedoch Susanne Beck.[2][3]

Ende der 1970er Jahre versuchte sich Hanni Vanhaiden auch als Sängerin (Album „Nach Sendeschluss“, als Single erschien „Fernsehmelodie“, die sie in Zusammenarbeit mit dem Filmkomponisten Martin Böttcher aufnahm). Weiterhin war sie Sprecherin in diversen Hörspielen, bie z.B. bei den drei ??? (Folgen 14, 50, 114). 1979 sprach sie für das Label RCA Records einige Märchenhörspiele, die 2005 z.T. auf CD wiederveröffentlicht wurden.[

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 6.-

MÄNI WEBER
1935 - 2006

Moderator

Hermann Weber wuchs im Basler Gundeldinger-Quartier auf. Nach einem abgebrochenem Studium der Nationalökonomie startete er seine Karriere als 25-jähriger Radioredaktor beim Schweizer Radio DRS, wo man ihn hauptsächlich als Sportreporter hörte. Parallel dazu war er sportlich aktiv als Torwart der Schweizer Handball-Nationalmannschaft.

Seine Fernsehkarriere begann 1963 mit dem Ratespiel „Dopplet oder nüt“ (Doppelt oder nichts), das er bis 1970 moderierte. Dabei wurde er der begehrteste Junggeselle der Schweiz und erhielt den Beinamen Mäni national. Auch seine Nachfolgesendung „Wär gwünnt“ (Wer gewinnt) war ab 1973 ein Strassenfeger.

Zwischen 1965 und 1976 moderierte Weber die Sendung „Praktische Medizin“, die 1967 mit dem Grand Prix de Cannes für die beste Live-Dokumentarsendung ausgezeichnet wurde. 1968 durfte er als vom Publikum gewählter beliebtester Fernsehschaffender den „Tele-Brillant“ im Empfang nehmen.

1977 beendete Weber seine Fernsehkarriere auf dem Höhepunkt. Dem Radio blieb er noch bis 1994 treu, als er sich ganz von der Öffentlichkeit zurückzog. Nach seiner Pensionierung lebte er in Weggis am Vierwaldstättersee. Er starb im 72. Lebensjahr nach einer kurzen schweren Krankheit.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)   Price in Euro 17.-


PETER VON ZAHN
1913 - 2001

Fernsehjournalist

Peter von Zahn wuchs in Dresden als Sohn eines Offiziers auf. Von 1931 bis 1939 studierte er Rechtswissenschaften, Geschichte und Zeitungswissenschaften in Wien, Jena, Berlin und Freiburg, wo er über das Thema „Die sozialen Ideen der Wiedertäufer“ promovierte. Den Zweiten Weltkrieg verbrachte er mit Kriegsberichterstattung als Offizier in der Propagandatruppe der Wehrmacht.

Als Redakteur und Kommentator der ersten Stunde begann von Zahn bereits im Juni 1945 bei Radio Hamburg, das zum 30. September 1945 in den NWDR umgewandelt wurde. Er wurde erster Leiter der Abteilung „talks & features“, aus der später die Hauptabteilung Wort hervor ging. 1948 folgte eine Korrespondententätigkeit in Düsseldorf, 1949 die Leitung dieses Studios. Dort betreute von Zahn die 15-minütige Sendung „Von Rhein und Ruhr“. Ständige Konflikte mit dem Generaldirektor Adolf Grimme wegen zu provokanter Aussagen führten ihn aber bald ins Ausland.

Als erster festangestellter deutscher Auslandskorrespondent nach dem Zweiten Weltkrieg ging von Zahn in die USA. Von 1951 bis 1960 war er dem deutschen Publikum als Rundfunkkorrespondent in Washington bekannt, zunächst mit der 15-minütigen Radiosendung „Aus der neuen Welt“. Am 3. Oktober 1955 kam die 30-minütige Fernsehsendung „Aus der neuen Welt“ hinzu, von der 50 Folgen bis 1960 erschienen. Sie begründeten die erste systematische Auslandsberichterstattung des westdeutschen Fernsehens. Von 1955 bis 1957 unterstützte das State Department diese Bemühungen mit der ihr unterstellten United States Information Agency (USIA), welche die Produktionskosten übernahm. 1957 bezahlte der NWRV die Sendung, der Vertrag lief bis zum 31. März 1961.

Schon vor Ablauf dieses Vertrags ließ sich von Zahn von der Freien Fernsehen Gesellschaft (FFG) abwerben, die für ihr prominentestes Aushängeschild erheblich mehr zahlte: 50 Millionen DM Auftragsvolumen für die nächsten acht Jahre machten die finanziell riskante Gründung eines privaten Auslandsreporternetzes möglich, der Windrose Film- und Fernsehproduktions GmbH, deren Geschäftsführer von Zahn von 1961 bis 1980 war. Diese Firma arbeitete bereits ausgesprochen fortschrittlich, so wurden beispielsweise die Aufnahmen von einem Drehort für verschiedene Projekte verwendet, um Kosten zu sparen. Nachdem die FFG sich bereits vor Sendebeginn auflösen musste, zeigte der WDR die bereits fertiggestellten Filme von 1961 bis 1963 mit riesigem Erfolg. Daraus entstand dann die eigene Reihe „Weltspiegel“ (Erstsendung: 5. April 1963). Früh nutzte von Zahn bereits das Medium Dokumentarspiel zur Vermittlung von Wissen zur Zeitgeschichte: 1969 für „Die Kuba-Krise 1962“ und „Die fünf Prüfungen des Oberbürgermeisters“ (über den ehemaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer), 1975 „Die Pentagon-Papiere“ (über ehemaligen Pentagon-Mitarbeiter Daniel Ellsberg).

Nach seiner Zeit in den USA arbeitete Peter von Zahn als freier Autor, Regisseur und Produzent. Er erstellte fast 3.000 Hörfunkbeiträge und über 1.000 Fernsehfilme, zumeist Reportagen. Dabei besaß er einen sehr prägnanten Sprachstil mit eigenwilliger Betonung. Viel Beachtung erfuhr auch die von ihm in den 1980er-Jahren gestaltete ZDF-Vorabendsendung Bilder, die die Welt bewegten, in der er sich monothematisch mit jeweils einem medialen Großereignis (zumeist Katastrophen) beschäftigte. 1982 wurde er Geschäftsführer der Anatol AV und Filmproduktion GmbH. 1987 veröffentlichte er den Essay „Verläßt uns Amerika?“ und 1991 seine Autobiographie „Stimme der ersten Stunde“. Ein letzter Teil seiner Erinnerungen war noch in Bearbeitung, als Peter von Zahn 2001 in Hamburg verstarb, und kam daraufhin nicht zur Veröffentlichung.

Original-signiertes Foto im Postkartenformat (9 x 10,2 cm)     Price in Euro 12.--

EDUARD ZIMMERMANN
1929 - 2009

Moderator
 

In der Nachkriegszeit schlug sich der später als „Verbrecherjäger“ und „Ganoven-Ede“ populär gewordene Zimmermann zunächst in Hamburg als Zeltarbeiter im Zirkus Hagenbeck und Garderobier von Willy Fritsch, später als Dieb und Schwarzmarkthändler durch und verbüßte in diesem Zusammenhang auch eine Haftstrafe in der JVA Fuhlsbüttel.

Mit einem gefälschten Ausweis und gefälschtem Diplom fand Zimmermann schließlich Arbeit als Straßenbauingenieur in Schweden.

Für eine Reportage im Auftrag der Zeitung Dagens Nyheter ging Zimmermann 1949 zurück nach Deutschland in die sowjetische Besatzungszone. Dort wurde er 1950 wegen Spionage angeklagt und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Er musste vier Jahre seiner Strafe in der JVA Bautzen absitzen und kam am 17. Januar 1954 im Rahmen einer Amnestie frühzeitig frei.

In der Folgezeit arbeitete Zimmermann als freier Journalist für verschiedene Hamburger Zeitungen, sowie später als Redakteur beim NDR und dem ZDF.

Zimmermann moderierte im ZDF von 1964 bis 1997 161 Sendungen der von ihm initiierten Reihe Vorsicht Falle! – Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Vom 20. Oktober 1967 bis zum 24. Oktober 1997 moderierte er 300 Folgen der von ihm konzipierten Fernsehserie Aktenzeichen XY … ungelöst. Die Sendung wurde von einer Firma produziert die Zimmermann hierzu gegründet hatte. Im Rahmen seiner Tätigkeit wurde Zimmermann zum „Ehrenkommissar“ ernannt.

Mitte der 1970er Jahre gründete er zusammen mit 17 weiteren Engagierten den Weißen Ring, aus dem er sich aufgrund von Unstimmigkeiten nach 17 Jahren zurückzog.

Zimmermann war seit 1960 mit Ehefrau Rosmarie (1921–2008) verheiratet und lebte im schweizerischen Leukerbad (Wallis). Seine Adoptivtochter Sabine Zimmermann war von 1987 bis 2001 Co-Moderatorin von XY und präsentierte zwischen 1997 und 2001 auch die Sendung Vorsicht Falle!; seither agiert sie hinter den Kameras als Produktionsleiterin von XY.

Seinen letzten Fernsehauftritt hatte Zimmermann in der 400. Sendung von XY am 10. Mai 2007 an der Seite der ehemaligen Leiter des Zürcher XY-Aufnahmestudios, Konrad Toenz, Werner Vetterli und Stephan Schifferer.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 12.-

GAYE FULTON
1939

Ballettänzerin

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 9.- 

ANDRE HELLER
1947

Aktionskünstler

Heller entstammt väterlicherseits einer wohlhabenden jüdischen Familie von Süßwaren-Fabrikanten: Sein Vater Stephan (1895?1958) war der Sohn von Wilhelm Heller, einem der beiden Gründer der Wiener Süßwarenfabrik "Gustav & Wilhelm Heller". Diese Firma wurde durch die Erfindung der Dragées weltbekannt.

Nach seinen eigenen Aussagen war für seine literarische Orientierung schon während seiner Schulzeit der fast tägliche Besuch im Café Hawelka ausschlaggebend. In diesem Wiener Kaffeehaus traf er auf Literaten wie Friedrich Torberg, H. C. Artmann und fallweise Elias Canetti sowie Hans Weigel und Helmut Qualtinger, mit dem er später zusammenarbeitete und auftrat. Bei Hans Weigel und dessen Lebensgefährtin Elfriede Ott nahm er Schauspielunterricht.

1967 gehörte er zu den Gründern des ersten deutschsprachigen Popsenders Ö3, bei dem er zunächst die Sendung Musicbox moderierte. 1968 wurde er Co-Autor der erfolgreichen Fernsehsendung Wünsch dir was. Im selben Jahr erschien auch seine erste Langspielplatte.

Einem breiteren Publikum in Österreich und in der Folge auch in Deutschland wurde Heller 1972 bekannt, als der ORF die surreale Fernsehshow Wer war André Heller? ausstrahlte. Außerdem erschien in diesem Jahr seine zweite LP, und bei den Wiener Festwochen wurde sein erstes Theaterstück uraufgeführt.

1976 gründete Heller zusammen mit Bernhard Paul den Zirkus Roncalli, stieg jedoch noch im Gründungsjahr wieder aus dem Gemeinschaftsprojekt aus, seiner Darstellung nach, weil er "den Erfolg nicht teilen wolle". 1983 begann er eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Stefan Seigner, der bis 2003 seine Geschäfte führte. Seit 2003 führt Robert Hofferer die gemeinsame Firma Artevent mit Sitz in Wien.

Neben seinen Spektakeln spielte André Heller Hauptrollen in diversen internationalen Kinofilmen, unter anderem in Hans-Jürgen Syberbergs Hitler - Ein Film aus Deutschland, Radu Gabreas Fürchte Dich nicht Jakob und Doktor Faustus von Johannes Schaaf, sowie in Peter Schamonis Frühlingssinfonie sowie eine eigens für ihn kreierte Nebenrolle in Maximilian Schells 1979 herausgekommener Verfilmung der "Geschichten aus dem Wienerwald" von Ödön von Horváth (Schaubuden-Darsteller im Wiener Prater). Bereits 1969 hatte Heller in einer TV-Version von Arthur Schnitzlers Tragikomödie Das weite Land unter der Regie von Peter Beauvais mitgewirkt.

2004 wurde er mit dem Amadeus Austrian Music Award für "Ruf und Echo" ausgezeichnet. Diese 3-CD-Retrospektive wurde von Chris Gelbmann initiiert, einem österreichischen Liedermacher und damaligen A&R-Manager von Universal Music.

Zuletzt war er als Kulturkoordinator für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland tätig. 

Grundsätzlich lässt sich André Heller, laut eigenen Angaben, nur auf Arbeiten ein, die ihn in seinem künstlerischen Lernhorizont weiterbringen. Selbst ein hypothetisches Angebot von 100 Mio. Dollar wären ihm nicht Grund genug, eine Sache umzusetzen, die für seine Entwicklung nicht sinnvoll sei.
Seine neuste Show "Afrika! Afrika!" feiert grosse Erfolge

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 15.- 

REINHOLD MESSNER
1944

Bergsteiger

Er stammt aus Villnöss in Südtirol und ist Ehrenbürger der Gemeinde. Heute lebt er auf seinem Schloss Juval im Vinschgau. In dem Bergdorf Sulden am Ortler züchtet er Yaks und hat in einem renovierten Bergbauernhof das Restaurant »Yak und Yeti« eingerichtet. Dort unterhält er außerdem ein kleines Bergsteigermuseum. Sein Zweitwohnsitz ist München.

Messner ist einer der bekanntesten, aber auch umstrittensten Bergsteiger. Neben seiner starken Selbstvermarktung und Medienpräsenz mit häufig polarisierenden Äußerungen zum Bergsteigen lasten ihm ehemalige Seilschaft-Kollegen den Tod seines Bruders Günther im Jahr 1970 an.

Messner hat Vermessungskunde an der Universität Padua studiert. Eine Zeit lang unterrichtete er Mathematik an einer Mittelschule.

Vom 20. Juli 1999 bis zum 19. Juli 2004 vertrat Messner die italienischen Grünen im Europäischen Parlament.

    Als erster Bergsteiger bestieg Reinhold Messner 1978 mit dem Österreicher Peter Habeler den Mount Everest ohne Sauerstoffgerät, zwei Jahre später den selben Berg als erster sogar im Alleinaufstieg, und im Lauf der folgenden Jahre bestieg er als erster Mensch alle 14 Achttausender.

    1989 durchquerte er zusammen mit Arved Fuchs die Antarktis beinahe ohne technische Hilfsmittel.

    Am 19. September 1991 war Messner mit Hans Kammerlander zufällig zugegen, als deutsche Bergwanderer, die Rentner Erika und Helmut Simon aus Nürnberg, den so genannten "Ötzi", eine mumifizierte Leiche aus der Kupferzeit im Eis des Similaungletschers in den Ötztaler Alpen entdeckten. Er selbst datierte sie bei der Freilegung zwei Tage darauf vorerst falsch auf das 18. Jahrhundert.

    Messner engagierte sich schon seit den 1980er-Jahren für den Umweltschutz, 1999 wurde er als parteiloser Kandidat für die Grünen für fünf Jahre ins Europäische Parlament gewählt. Danach bewarb er sich für seine Wiederwahl statt bei der italienischen Grünen Partei bei den bayrischen Grünen, wurde dort aber nicht als Kandidat akzeptiert.

    Im Jahr 2004 unternahm Messner eine andere Art von Expedition: Er durchquerte alleine die Wüste Gobi. Dabei legte er eine Strecke von 2000 km zurück. Aus Respekt vor den Einheimischen rasierte er sich vorher seinen Bart ab.

    Seit den 1990er-Jahren reflektiert Messner sein gelegentlich extremes Handeln und seine Planung ausführlich und öffentlich. Dies hat ihn, wie viele Extremsportler, zu einem gefragten Trainer bei Manager-Seminaren gemacht.

    Im Sommer 2006 eröffnete er das Bergmuseum auf Schloss Sigmundskron, das das Werden und Vergehen der Berge, die Kulturen im Himalaya-Gebiet und die Geschichte Südtirols in einem Museum vereint.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 12.- 


 
RÜDIGER PROSKE
1916

Fernsehjournalist

Rüdiger Proske wurde als Sohn eines hohen Beamten der Reichsbahn geboren. Er besuchte die Schule in Königsberg/Pr. und machte sein Abitur in Breslau. Im Kriege wurde Proske als Jagdflieger 1940 über London abgeschossen. Während der Gefangenschaft studierte er an der Universität Toronto die Fächer Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er 1947 Redaktionsmitglied in den von Eugen Kogon und Walter Dirks gegründeten Frankfurter Heften. Von 1949 bis 1952 war er der zweite Bundesvorsitzende des „Bundes Europäischer Jugend“. Von 1950 bis 1952 war er gemeinsam mit Charles Maignal als Herausgeber der Monatszeitschrift „Aussprache“ tätig gewesen.

1952 begann er als stellvertretender Leiter der Abteilung Politik im Hause Hamburg des NWDR. 1957 beauftragte der Sender ihn mit dem Aufbau des Regionalfernsehens des NDR („Nordschau“). 1958 stieg er zum Hauptabteilungsleiter des Zeitgeschehens des NDR auf, 1960 zum Chefredakteur des NDR. Seit 1961 baute er das politische Magazin Panorama auf.[1] Proske gilt als der Erfinder des politischen Journalismus in Magazinform des Deutschen Fernsehens.

Seit 1965 arbeitet Proske als freier Schriftsteller und Dokumentarist im Fernsehen und in der Wirtschaft zu Wissenschafts- und Zukunftsfragen.

Nach 1995 protestierte er gegen die erste Wehrmachtsausstellung 1995-1999, die er als unwissenschaftlich bezeichnete.[2]

Rüdiger Proske war Mitglied der Gruppe 47 und Freund von Hans Werner Richter.

Original-signiertes Repro-Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 8.-

WALTER BRUCH
1908 - 1990

Ingenieur

Bereits in den 30er Jahren war Walter Bruch an der Entwicklung des Fernsehens beteiligt: 1933 präsentierte er einen "Volksfernsehempfänger" mit einem selbstgebauten Filmabtaster und entwickelte für die Olympischen Spiele 1936 eine spezielle Fernsehkamera, die als Fernsehkanone Geschichte schrieb. Im Zweiten Weltkrieg betreute er dann die erste Anlage für industrielles Fernsehen der Welt und zwar eine Fernsehübertragungsanlage in Peenemünde zur Übertragung der Raketenstarts in den Kontrollbunker.

Als Leiter der Entwicklungsabteilung von Telefunken in Hannover entwickelte Bruch 1962 das PAL-Farbfernsehsystem, das 1963 zum Patent angemeldet und 1967 in Deutschland eingeführt wurde.

In einem Interview mit dem Showmaster Hans Rosenthal wurde Bruch einmal gefragt, warum er sein System ausgerechnet „PAL-System“ nannte. Bruch antwortete darauf, dass sicher niemand ein „Bruch-System“ haben wolle.

Damals fand ein harter Konkurrenzkampf zwischen dem französischen SECAM-System und dem deutschen PAL-System statt, der bis in die höchsten wirtschaftlichen und politischen Ebenen reichte. Das PAL-System ist heute das meistverbreitete System in der Welt. Walter Bruch reiste als "Mister PAL" selbst jahrelang in verschiedene Länder, um sein System zu präsentieren. Er war Mitglied der Fernseh- und Kinotechnische Gesellschaft.

Momentan produzieren die Studenten der Hochschule Mittweida (FH) – University of Applied Sciences – eine 45-minütige Dokumentation über Walter Bruch, der selber in Mittweida studierte.

Original-signiertes Foto (etwas grösser als Postkartenformat)   Price in Euro 25.-

JEAN-LOUP CHRETIEN
1938

Astronaut

Nach dem Besuch verschiedener Schulen in Ploujean, Saint-Brieuc und Morlaix studierte er von 1959 bis 1961 an der Akademie der französischen Luftwaffe in Salon-de-Provence. Nach seiner Ausbildung als Jetpilot diente er bis 1970 bei einer Fliegerstaffel in Orange.

Anschließend absolvierte er die französische Testpilotenschule EPNER und arbeitete sieben Jahre als Testpilot in Istres.

Nachdem die französische Raumfahrtbehörde CNES im April 1979 ein Angebot der UdSSR erhalten hatte, dass ein französischer Raumfahrer an Bord eines Sojus-Raumschiffes mitfliegen könne, wurden ab September 1979 entsprechende Kandidaten gesucht.

Chrétien bewarb sich und wurde im Juni 1980 als einer von zwei Kandidaten ausgewählt. Ab September 1980 befand er sich zur Ausbildung in der Sowjetunion, im Jahr darauf wurde er als Kosmonaut für den Flug Sojus T-6 nominiert. Am 24. Juni 1982 startete er als erster Westeuropäer ins All. Zusammen mit Wladimir Dschanibekow und Alexander Iwantschenkow koppelte er an die Raumstation Saljut 7, die bereits mit den Kosmonauten Anatoli Beresowoi und Walentin Lebedew bemannt war. Nach sieben Tagen kehrte Chrétien wieder zur Erde zurück.

Nach diesem Einsatz wurde er Chef des Astronautenbüros des CNES.

Auch die US-Amerikaner boten Frankreich eine Gelegenheit für einen bemannten Raumflug. In den Jahren 1984 und 1985 war Chrétien Ersatzmann für Patrick Baudry bei der Space-Shuttle-Mission STS-51G, die im Juni 1985 startete.

Ab 1987 bereitete sich Chrétien auf das sowjetisch-französische Forschungsprojekt Mir Aragatz vor, das einen Besuch bei der sowjetischen Raumstation Mir vorsah. Zu seinem zweiten Raumflug startete Chrétien am 26. November 1988 an Bord von Sojus TM-7. Damit wurde er zum ersten Kosmonauten eines Gastlandes, der zwei Mal an Bord eines sowjetischen Raumschiffes flog. Zusammen mit Alexander Wolkow und Sergei Krikaljow koppelte er an Mir, die bereits mit Wladimir Titow, Mussa Manarow und Waleri Poljakow bemannt war. Neben verschiedenen wissenschaftlichen Experimenten unternahm er dabei am 9. Dezember 1988 als erster nicht US-amerikanischer, nicht-sowjetischer Mensch einen Weltraumspaziergang, der sechs Stunden dauerte. Der Rückflug zur Erde erfolgte nach 24 Tagen im Raumschiff Sojus TM-6 zusammen mit Titow und Manarow.

Zwischen 1990 und 1993 wurde Chrétien als Pilot der sowjetischen Raumfähre Buran ausgebildet, die jedoch keinen bemannten Flug absolvierte.

Ab 1995 arbeitete Chrétien wieder bei der NASA in Houston. Zu seinem dritten Raumflug startete er am 26. September 1997 an Bord des US-amerikanischen Space Shuttles Atlantis zur Mission STS-86. Auch dieser Flug führte zur Mir, die zu dieser Zeit mit Anatoli Solowjew, Pawel Winogradow und Colin Michael Foale bemannt war. Der Flug dauerte zehn Tage.

Im Jahre 2000 nahm Chrétien die US-Staatsbürgerschaft an. Seine zweite Frau ist US-Amerikanerin.

Er spricht fließend englisch und russisch und erhielt viele Auszeichnungen, darunter Held der Sowjetunion und Kommandeur der Ehrenlegion. Heute ist er in der Privatwirtschaft tätig.

Original-signierte Karte mit Bild (Postkartenformat)    Price in Euro 8.- 

CLAUDIE ANDRE-DESHAYAS alias CLAUDIE HAIGNERE
1957

Astronautin

Ihr Geburtsname lautet André. In ihrer ersten Ehe führte sie den Namen André-Deshays. In zweiter Ehe ist sie mit dem französischen Raumfahrer Jean-Pierre Haigneré verheiratet und hat eine Tochter.

Claudie André-Deshays erwarb 1981 einen Doktortitel in Medizin an der Universität von Gijón. Außerdem hatte sie Biologie und Sportmedizin studiert. 1982 ergänzte sie dies durch Studien der Luft- und Raumfahrtmedizin, 1984 auch der Rheumatik.

Sie arbeitete an der Rheumaklinik des Cochin-Hospitals in Paris und war dort im Bereich der Rehabilitation tätig.

Als die französische Raumfahrtbehörde CNES ankündigte, eine zweite Gruppe von Raumfahrern auszubilden, bewarb sich André-Deshays. Unter den sieben Kandidaten, die im September 1985 ausgewählt wurden, war sie die einzige Frau.

Beim CNES führte sie ihre wissenschaftliche Arbeit im Labor für neurosensuelle Physiologie fort. Nach einem Vertiefungsstudium der Biomechanik und der Bewegungsphysiologie arbeitete sie an der Vorbereitung und der Betreuung von wissenschaftlichen Experimenten in der Schwerelosigkeit.

Von 1989 bis 1992 war sie die wissenschaftliche Leiterin für die Experimente an Bord der französisch-sowjetischen Mission Mir-Antares, die im Juli 1992 unter Beteiligung des französischen Raumfahrers Michel Tognini stattfand.

1991 war sie eine der französischen Kandidaten, die vom CNES zum Europäischen Astronautenkorps wechseln sollten, ausgewählt wurde jedoch Jean-François Clervoy.

Im Oktober 1992 wurde sie als Ersatz für den französischen Raumfahrer Jean-Pierre Haigneré eingeteilt, der die sowjetisch-französische Raumfahrtmission Mir-Altair fliegen sollte. Die achtmonatige Ausbildung der beiden Raumfahrer erfolgte in Swjosdny Gorodok, dem sogenannten „Sternenstädtchen“.

Dieser Flug fand im Juli 1993 mit Sojus TM-17 und Sojus TM-16 statt. Claudie Haigneré überwachte dabei von der russischen Bodenstation aus die biologischen Experimente.

Ab September 1993 war sie für die Leitung der wissenschaftlichen Experimente der nächsten Missionen Euromir 94 und Mir-Cassiopée verantwortlich. Euromir 94 fand im Oktober 1994 unter der Beteiligung des deutschen Raumfahrers Ulf Merbold statt.

Im Dezember 1994 wurde sie als Besatzung für die französisch-russische Weltraummission Mir-Cassiopée nominiert. Ab Januar 1995 trainierte sie hierfür zusammen mit ihrem Ersatzmann Léopold Eyharts im russischen Kosmonauten-Ausbildungszentrum Swjosdny Gorodok, dem sogenannten „Sternenstädtchen“.

Mit dem Start wurde Claudie André-Deshays zum siebten französischen Raumfahrer. Gleichzeitig war sie die erste Französin im All.

Das Raumschiff Sojus TM-24 brachte André-Deshays, Korsun und Kaleri zur Raumstation Mir, die zu dieser Zeit mit den Russen Juri Onufrijenko und Juri Ussatschow, sowie mit der US-Amerikanerin Shannon Lucid besetzt war. Während ihres zweiwöchigen Aufenthalts führte André-Deshays eine Vielzahl von biologischen und technischen Experimenten durch, bevor sie zusammen mit Onufrijenko und Ussatschow in Sojus TM-23 zur Erde zurückkehrte.

Im Jahr 1997 arbeitete sie in Moskau als französische Vertretung in der französisch-russischen Firma Starsem.

Im Mai 1998 wurde sie als Ersatz für die nächste französisch-russische Weltraummission, Mir-Perseus, ausgewählt. Erste Wahl war wieder Jean-Pierre Haigneré. Hierzu mussten die beiden wieder in das Sternenstädtchen ziehen.

Ab dem 8. März 1999 durchlief Claudie André-Deshays im Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum die Ausbildung zur Sojus-Kommandantin für den Rückflug von einer Raumstation. Die Abschlussprüfung fand am 7. Juli 1999 statt. Claudie André-Deshays erhielt die maximal erreichbare Punktzahl von 5 in der theoretischen Prüfung und 4,7 in der praktischen Prüfung im Simulator, bei der auch plötzliche Notfallsituationen (Entweichen der Luft im Raumschiff, Ausfall des Antriebs) durchgespielt wurden.

Claudie André-Deshays war die erste Frau und der erste ausländische Raumfahrer mit dieser Qualifikation.

Da bei der Mission Mir-Perseus ein Weltraumausstieg des französischen Raumfahrers vorgesehen war, wurde sie auch hierfür speziell ausgebildet.

Im November 1999 wurde Claudie André-Deshays in das europäische Astronautenkorps der ESA in Köln eingegliedert, zu dem Jean-Pierre Haigneré bereits gehörte.

Im Januar 2001 zog Haigneré wieder in das Sternenstädtchen Swjosdny Gorodok, dieses Mal als Hauptbesatzung für den Forschungsflug ISS Andromède. Ihr Ersatzmann war der Italiener Roberto Vittori. Zur Ausbildung gehörten auch Schulungen beim CNES in Toulouse für das französische Forschungsprogramm, das sie zu betreuen hatte, und im Johnson Space Center für den amerikanischen Teil der Internationalen Raumstation ISS. Dort traf sie auch die gerade zurückgekehrte ISS-Expedition 2.

Ihren zweiten Raumflug absolvierte Claudie Haigneré vom 21. bis 31. Oktober 2001. Zusammen mit Wiktor Afanasjew und Konstantin Kosejew flug sie mit Sojus TM-33 zur Internationalen Raumstation ISS, wo sie die ISS-Expedition 3 antrafen. Nach einer Woche erfolgte die Landung mit Sojus TM-32.

Im Juni 2002 wurde ihr das Amt der Ministerin für Forschung und neue Technologien der französischen Regierung unter Premierminister Jean-Pierre Raffarin übertragen. Ab 30. März 2004 war Claudie Haigneré französische Europaministerin, ebenfalls unter Raffarin, verlor dieses Amt aber wieder am 31. Mai 2005 mit seinem Rücktritt.

Seit November 2005 ist sie bei der ESA im Management ("Adviser to the Director General; European space policy, participates in the elaboration of ESA’s strategic direction and adaptation to changes in the geopolitical environment both at international and European level").

Im März 2009 wurde sie von Valérie Pécresse, französische Ministerin für Hochschulwesen und Forschung, und Christine Albanel, französische Ministerin für Kultur und Kommunikation, mit der Aufgabe betraut, die Zusammenführung der beiden Pariser Museen Cité des sciences et de l'industrie und Palais de la découverte unter eine gemeinsame Trägerschaft zu leiten.[1]

Im September 2001 wurde in Le Creusot, der Heimatstadt von Claudie Haigneré, ein Asteroid entdeckt, der nach ihr und ihrem Mann 135268 Haigneré, benannt wurde.

Original-signierte Karte (Format 6.5 x 10.5 cm)    Price in Euro 8.- 

GUION STEWART BLUFORD
1942

Astronaut

Bluford erhielt 1964 einen Bachelor in Luft- und Raumfahrttechnik von der Pennsylvania State University und 1974 einen Master sowie 1978 einen Doktortitel in Luft- und Raumfahrttechnik vom Air Force Institute of Technology. 1987 erhielt er einen Master in Betriebswirtschaftslehre von der University of Houston.

1964 kam Bluford zur United States Air Force, wo er nach seiner Pilotenausbildung schon bald nach Cam Ranh Bay in Vietnam versetzt wurde. Insgesamt flog er im Vietnamkrieg 144 Kampfeinsätze. Im Juli 1967 wurde er als Pilotenausbilder zur Sheppard Air Force Base in Texas versetzt.

 Astronautentätigkeit 
Bluford wurde im Januar 1978 als Astronautenkandidat von der NASA ausgewählt und bis zum August 1979 zum Missionsspezialisten ausgebildet.

 STS-8 
Am 30. August 1983 flog Bluford mit der Raumfähre Challenger zum ersten Mal ins All. Diese Mission war der erste Flug eines Space Shuttle, bei dem sowohl Start als auch Landung in der Nacht erfolgt sind. Die Fracht bestand aus dem indischen Mehrzwecksatelliten Insat 1-B. Bluford war damit der erste Afroamerikaner, der an einer Raumfahrtmission teilnahm. Afrikanischer Abstammung war allerdings auch schon der Kubaner Arnaldo Tamayo Méndez, der 1980 mit Sojus 38 ins All geflogen war.

 STS-61-A
Blufords nächster Einsatz erfolgte am 30. Oktober 1985 ebenfalls mit der Raumfähre Challenger. Bei dieser Mission, die auch als D1-Mission bezeichnet wird, wurde das europäische Spacelab im Laderaum mitgeführt. Dabei flogen zum ersten und bisher einzigen Mal acht Astronauten gleichzeitig mit einem Raumschiff ins All. Außerdem wurde auch der Satellit GLOMR (Global Low Orbiting Message Relay) des US-Militärs ausgesetzt.

 STS-39 
Am 28. April 1991 flog Bluford mit der Raumfähre Discovery ins All. Hauptziel der Mission war die Durchführung verschiedener militärischer Experimente sowie das Aussetzen mehrerer kleiner Satelliten.

 STS-53 
Am 2. Dezember 1992 startete Bluford mit der Raumfähre Discovery zu seinem letzten Weltraumflug. Diese Mission wurde im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums mit einer geheimen Nutzlast durchgeführt.

Original-signierte Karte (7 x 11.5 cm)    Price in Euro 9.- 

FREDERICK GREGORY
1941

Astronaut

Gregory erhielt 1964 einen Bachelor von der United States Air Force Academy und 1977 einen Master in Information Systems von der George Washington University.

1964 begann Gregory seine Ausbildung zum Hubschrauberpilot auf der Stead Air Force Base. Von Juni 1966 bis Juli 1967 wurde er als Hubschrauberpilot für 550 Kampfeinsätze im Vietnamkrieg eingesetzt. Im Januar 1968 absolvierte er auf der Randolph Air Force Base eine Ausbildung auf dem Düsenflugzeug T-38. Nach einer Stationierung als F-4-Phantom-Kampfpilot in Arizona besuchte er ab September 1970 die U.S. Naval Test Pilot School. Nach seiner Ausbildung zum Testpiloten wurde er ab Juni 1971 auf der Wright-Patterson Air Force Base in Ohio bei Tests von Kampfflugzeugen und Hubschraubern eingesetzt. Im Juni 1974 kam Gregory zum Langley Research Center der NASA, wo er ebenfalls als Testpilot arbeitete.

Gregory wurde im Januar 1978 von der NASA als Astronautenanwärter ausgewählt. Er wurde als Vertreter des Astronautenbüros am Kennedy Space Center bei Tests und für die Startunterstützung der ersten beiden Space-Shuttlemissionen STS-1 und STS-2 eingesetzt. Er war leitender Verbindungssprecher (CAPCOM), Leiter der Abteilung Operational Safety im NASA-Hauptquartier in Washington, D.C., Leiter des Astronautentrainings und Mitglied des Orbiter Configuration Control Board sowie des Space Shuttle Program Control Board.

Von 1992 bis 2001 war Gregory Associate Administrator im Büro für Safety and Mission Assurance am NASA-Hauptquartier und von 2001 bis 2002 war er Associate Administrator für das Office of Space Flight. Am 12. August 2002 wurde er als stellvertretender NASA-Administrator vereidigt. In der Zeit vom Ausscheiden des NASA-Administrators Sean O’Keefe am 20. Februar 2005 bis zur Vereidigung dessen Nachfolgers Michael Griffin am 14. April 2005 übernahm Gregory kommissarisch das Amt des NASA-Administrators. Danach kehrte er auf die Position des stellvertretenden Administrators zurück, reichte aber am 9. Septemder seinen Rücktritt ein. Am 29. November 2005 wurde er von Shana Dale abgelöst.

Am 29. April 1985 flog Gregory als Pilot der Raumfähre Challenger zum ersten Mal in den Weltraum. Die Nutzlast der Mission bestand aus dem Spacelab der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Mitgeführt wurden 15 Experimente, vor allem zur Untersuchung von Flüssigkeiten und Werkstoffen im schwerelosen Raum. Für biologische Untersuchungen waren zudem zwei Affen und 24 Nagetiere an Bord. 14 Experimente konnten erfolgreich durchgeführt werden. Außerdem wurde der Wissenschaftssatellit NUSAT ausgesetzt.

Gregorys zweiter Raumflug war als Kommandant der Discovery (STS-33). Der Start war am 22. November 1989. Während des Fluges wurde ein Satellit des Verteidigungsministeriums ausgesetzt. Nach 79 Orbits kehrte die Discovery am 27. November zur Edwards Air Force Base zurück.

An 24. November 1991 startete Gregory als Kommandant der Raumfähre Atlantis zur Mission STS-44. Es war eine Mission für das US-Verteidigungsministerium. Die nicht geheime Nutzlast enthielt neben anderen militärischen Experimenten einen DSP-Satelliten und dessen Oberstufen-Triebwerk, um den Satelliten in eine höhere Umlaufbahn zu befördern.

Original-signierte Karte (7 x 11.5 cm)    Price in Euro 9.- 

ALEXEI ALEXANDROWITSCH GUBAREV
1931

Astronaut

Alexei Alexandrowitsch Gubarew ist ein ehemaliger sowjetischer Kosmonaut.

Gubarew verließ 1950 die Schule und trat in die Rote Armee ein. Nachdem er 1952 seine Pilotenausbildung absolviert hatte, flog er Einsätze im Koreakrieg. 1961 schloss er erfolgreich die Luftwaffenakademie Monino ab und war dann Führer einer Staffel am Schwarzen Meer.

Nachdem Gubarew am 8. Januar 1963 durch das Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum als Kosmonaut ausgewählt wurde, absolvierte er ab Januar 1963 die Grundausbildung für Kosmonauten OKP, die er am 21. Februar 1965 abschloss.

1975 flog Gubarew als Kommandant von Saljut 4 mit Sojus 17 in den Weltraum. 1978 nahm er ebenfalls als Kommandant der zweiten Gastmannschaft von Saljut 6 am ersten bemannten Raumflug innerhalb des Interkosmos-Programmes teil.

Zwischenzeitlich Generalmajor der sowjetischen Seekriegsflotte, schied Alexei Gubarew am 1. September 1981 aus dem Kosmonautenkorps aus. Danach war er Generaldirektor einer Transportgesellschaft.

Original-signierte Karte (Postkartenformat)    Price in Euro 15.- 

FRED HAISE
1933

Astronaut - Huston, we have a problem

Fred Wallace Haise, Jr. (* 14. November 1933 in Biloxi, Mississippi, USA) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Astronaut.

Sein einziger Weltraumflug verlief ohne den erhofften Erfolg: Aufgrund einer Panne mit Apollo 13 auf dem Weg zum Mond musste die geplante Mondlandung entfallen. Es gelang jedoch, die Besatzung gesund und unversehrt zur Erde zurückzubringen.

Haise gehörte zu den 19 Männern, welche die NASA am 4. April 1966 in der fünften Astronautengruppe ausgewählt hatte, und die für das Apollo-Programm ausgebildet wurden.

Für den Flug von Apollo 8 im Dezember 1968 war er als Ersatz für William Anders eingeteilt, kam aber nicht zum Einsatz.

Wie damals üblich sollte die Ersatzmannschaft eines Apolloflugs drei Flüge später die Hauptmannschaft bilden, und so war Haise als Pilot für die Mondlandefähre von Apollo 11 im Juli 1969 nominiert, das heißt, dass er einer der beiden ersten Menschen auf dem Mond werden sollte. Doch Michael Collins, der aus gesundheitlichen Gründen nicht an Apollo 8 teilnehmen konnte, wurde für Apollo 11 als Pilot der Apollo-Kommandokapsel nachnominiert. Diese Aufgabe hätte eigentlich Edwin Aldrin übernehmen sollen, der dafür Pilot der Mondfähre Eagle wurde. Haise musste in die Ersatzmannschaft rücken und kam wieder nicht zum Einsatz.

So kam er am 11. April 1970 mit Apollo 13 zu seinem ersten Weltraumflug. Haise steuerte die Landefähre Aquarius und war dafür vorgesehen, als sechster Mensch die Mondoberfläche zu betreten. Aufgrund einer Explosion im Apollo-Raumschiff auf dem Weg zum Mond wurde die Mondlandung jedoch abgesagt, und Haise konnte froh sein, zusammen mit James Lovell und John Swigert lebend zur Erde zurückgekehrt zu sein.

Während des Apollo-14-Fluges vom 31. Januar bis 9. Februar 1971 diente Haise als Verbindungssprecher (CapCom).

Für Apollo 16 im April 1972 war er wieder in die Ersatzmannschaft eingeteilt, dieses Mal als Kommandantersatz für John Young. Damit hätte Haise gute Chancen gehabt, als Kommandant von Apollo 19 doch noch die Mondoberfläche zu betreten, aber die NASA hatte diesen ursprünglich für 1973 geplanten Flug bereits 1970 aus Kostengründen gestrichen.
Das Space Shuttle [Bearbeiten]

Haise blieb bei der NASA und wechselte im April 1973 in das Space-Shuttle-Projekt, wo er bis Januar 1976 Technischer Assistent des Managers war.

Haise kommandierte eines der beiden Zwei-Mann-Teams, die die umfangreichen Anflug- und Landetests (ALT) des Shuttles Enterprise durchführten. Haise und sein Kopilot Gordon Fullerton flogen am 18. Juni und am 26. Juli 1977 zwei der drei Space-Shuttle-Tests, bei denen die Enterprise auf dem Rücken einer Boeing 747 montiert war und nicht gelöst wurde.

Bei fünf weiteren Tests wurde die Enterprise von der 747 im Flug gelöst und landete im Gleitflug innerhalb von wenigen Minuten selbständig. Drei dieser Tests wurden von Haise und Fullerton am 12. August, am 23. September und am 26. Oktober 1977 geflogen.

Während dieser Zeit war noch geplant, dass der Erstflug des Space Shuttles im Jahre 1979 erfolgen sollte. Haise war vorgesehen, den zweiten Flug, STS-2A, in den Weltraum zu übernehmen, bei dem das Shuttle Columbia an der Raumstation Skylab ankoppeln sollte, um sie in eine höhere Umlaufbahn zu befördern. Aufgrund von Verzögerungen im Shuttle-Programm kam es nicht mehr dazu, und Skylab verglühte schließlich am 11. Juli 1979.

Haise sollte ebenfalls einen der anderen Orbitalflüge mit der Columbia durchführen, aber er verließ die NASA am 29. Juni 1979, ohne ein zweites Mal im Weltraum oder gar auf dem Mond gewesen zu sein.

Anschließend hatte Haise verschiedene Managerposten in der Firma Grumman Aerospace Corporation inne, bevor er sich 1996 zur Ruhe setzte.

Original-signierte Karte (Postkartenformat)    Price in Euro 25.- 


STORY MUSGRAVE
1935

berühmter Astronaut / famous astronaut

Musgrave gelang es im August 1967 mit der 6. Astronautengruppe der NASA als Wissenschaftsastronaut ausgewählt zu werden. Bis dahin hatte die US-Raumfahrtbehörde nur erfahrene Jetpiloten gesucht. Trotzdem gehörte das Pilotentraining auf Düsenflugzeugen zur damaligen Astronautenausbildung und so machte er 1969 auf der Reese Air Force Base in Lubbock (Texas) seinen Flugschein – als Klassenbester. Seither ist er ständig geflogen. Auf 160 verschiedenen zivilen und militärischen Flugzeugmustern hat er rund 18.000 Flugstunden angesammelt (ein nicht unerheblicher Teil kam durch seine Pendelflüge von Houston in Texas nach Denver in Colorado zustande). Er ist daneben Fluglehrer, Kunstflieger und hat eine Verkehrspilotenlizenz.

Nach seiner Grundausbildung war Story Musgrave an der Entwicklung des Skylab-Programms beteiligt gewesen und wurde Anfang 1972 zum Science Pilot (Wissenschaftsastronaut) der Ersatzbesatzung von Skylab 2 berufen, der ersten Mission zum US-Raumlabor. Während Skylab 3 und Skylab 4 fungierte er als CapCom im Johnson Space Center (JSC) in Houston.

Dann stellte er seine Arbeitskraft in die Dienste des Shuttle-Programms: Er war ab 1974 maßgeblich an Entwicklung und Bau sämtlicher für Weltraumausstiege (EVAs) notwendigen Geräte und Ausrüstungsgegenstände wie Raumanzug, Lebenserhaltungssystem, oder Luftschleuse beteiligt gewesen. Im Oktober 1974 und im Januar 1976 nahm er als Missionsspezialist an den ersten zwei Spacelab-Simulationen teil.

Ab 1979 arbeitete Musgrave die nächsten fünf Jahre im Shuttle Avionics Integration Laboratory (SAIL) am JSC, in dem die Instrumente und Computersoftware des Shuttles getestet werden. Unterbrochen wurde diese Tätigkeit durch die Trainingsvorbereitungen für seinen ersten Raumflug: seit Dezember 1981 probten er und sein Partner Donald Peterson für einen Weltraumausstieg mit STS-6. STS-6 war im April 1983 der Jungfernflug des Orbiters Challenger und von Story Musgrave – nach 16 Jahren Wartezeit. Peterson und Musgrave führten am vierten Flugtag eine vierstündige EVA durch. Nachdem es Probleme mit einem Raumanzug auf STS-5 gab und der angesetzte dreieinhalbstündige Ausstieg abgesagt werden musste, war die STS-6-EVA die erste des Shuttle-Programms.

Zwei Jahre später unternahm Story Musgrave erneut mit dem Orbiter Challenger seinen nächsten Raumflug. STS-51-F trug die Bezeichnung Spacelab-2 und war der erste Flug des europäischen Raumlabors ohne Druckmodul – die Experimente (in der Hauptsache in den Disziplinen Astronomie und Astrophysik) waren auf drei Paletten im Laderaum der Challenger installiert gewesen. Die Besatzung arbeitete im Zwei-Schicht-Betrieb, um eine möglichst hohe Ausnutzung der Experimente zu erzielen. Musgrave war in seiner Schicht (Blaues Team) Aushilfspilot und führte bei Bedarf kleine Lageregelungen durch. Bei Start und Landung unterstützte er die beiden Piloten.

Die nächsten beiden Flüge, auf denen Musgrave als Missionsspezialist eingesetzt war, wurden für das US-Verteidigungsministerium durchgeführt: STS-33 fand im November 1989 mit der Discovery statt und STS-44 genau zwei Jahre später mit dem Orbiter Atlantis.

Original-signiertes Grossfoto im Format A4
original-signed picture 8 x 10

Price in Euro 25.--

TALGHAT MUSSABAJEW
1951

Astronaut

Mussabajew war Besatzungsmitglied der Missionen Sojus TM-19 und Sojus TM-27.

Er war Sojus-Kommandant beim Weltraumflug des ersten Weltraumtouristen Dennis Tito. Am 28. April 2001 startete er mit Sojus TM-32 zur Internationalen Raumstation. Zwei Tage später, am 30. April dockte das Raumschiff um 7:59 Uhr UTC an der Station an.

 Nach der Raumfahrertätigkeit 
Seit März 2007 ist er Direktor der Nationalen Raumfahrtagentur Kasachstans.

Mussabajew ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Original-signierte Karte (7 x 11.5 cm)    Price in Euro 8.-

WALERI WLADIMIROWITSCH POLJAKOV
1942

Astronaut

Er ist ein Arzt und ehemaliger sowjetischer Kosmonaut. Er wurde als Waleri Iwanowitsch Korschunow geboren und änderte seinen Namen im Jahr 1957 nach der Adoption durch seinen Stiefvater.

 Raumflüge
Poljakow wurde am 22. März 1972 zum Kosmonauten mit der Medizinergruppe 3 ausgewählt. Er nahm an den beiden Langzeitmissionen Mir LD-2 und Mir LD-4 teil und verbrachte dabei insgesamt 678 Tage, 16 Stunden und 32 Minuten im All.

Von seinem Flug mit Sojus TM-18 zur Raumstation Mir kehrte er nach 437 Tagen, 17 Stunden, 58 Minuten und vier Sekunden mit Sojus TM-20 zurück. Damit hält er den Weltrekord für den am längsten dauernden Raumflug.

Im Gegensatz zu anderen Langzeit-Raumfahrern hat er keinen einzigen Weltraumausstieg durchgeführt.

Im April 1995 wurde Poljakow durch einen Erlass des damaligen russischen Präsidenten, Boris Jelzin, die Auszeichnung Held der Russischen Föderation verliehen.

Am 1. Juni 1995 schied er aus dem Kosmonautenprogramm aus.

Original-signierte Karte (6.5 x 10.5 cm)    Price in Euro 12.- 

LEONID POPOV
1945

Kosmonaut

Nachdem Leonid Popow 1968 die Höheren Militärfliegerpilotenschule in Tschernigow besuchte, wurde er vom Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum am 27. April 1970 als Kosmonaut ausgewählt. 
Nach seiner Kosmonautengrundausbildung besuchte er die Militärakademie der Luftstreitkräfte in Monino, die er nach erfolgreichen Abschluss 1976 verließ. Popow war Ersatzmann für die Missionen Sojus 22 (1976) und Sojus 32 (1979), bevor er 1980 als Kommandant der vierten Stammbesatzung der Saljut 6 mit Sojus 35 zum ersten Mal zum Einsatz kam. 

Nach fast 185 Tagen Aufenthalt kehrte der Pilot zusammen mit seiner Mannschaft mit Sojus 37 zur Erde zurück. Seinen zweiten Flug ins All führte Popow als Kommandant der elften Gastmannschaft von Saljut 6 1981 mit Sojus 40 als Zubringerraumschiff durch. Zum letzten Mal flog der Pilot mit Sojus T-7 als Kommandant der zweiten Gastmannschaft der Raumstation Saljut 7; die Rückkehr erfolgte mit Sojus T-5. Am 13. Juni 1987 schied Leonid Popow aus dem Kosmonautencorps aus.

 Militärische Laufbahn
Popow besuchte die Militärakademie des Generalstabes der Streitkräfte der UdSSR "K.J. Woroschilow" in Moskau, wo er 1989 graduierte. Kurz darauf wurde der Pilot 1989 Leiter der 4. Hauptabteilung der Luftstreitkräfte im sowjetischen Verteidigungsministerium. 1995 schied Popow aus dem aktiven Militärdienst aus. Seitdem bekleidet er den Rang eines Generalmajors der Reserve der russischen Luftstreitkräfte.

Popow ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Original-signierte Karte (Postkartenformat)    Price in Euro 12.- 

VLADIMIR REMEK
1948

Astronaut

Vladimír Remek (* 26. September 1948 in ?eské Bud?jovice, Tschechoslowakei) ist Mitglied des Europäischen Parlaments und ein ehemaliger Raumfahrer. Er war der erste tschechoslowakische und der erste nicht sowjetische oder US-amerikanische Mensch im Weltall.

Ab 1966 besuchte Remek die Offiziershochschule der Luftstreitkräfte in Košice. 1972 wurde er zum Studium an der Moskauer Militärakademie der Luftstreitkräfte "J. A. Gagarin" delegiert. Remek absolvierte die Luftwaffenakademie und diente in seinem Land als Luftwaffenpilot. 1976 wurde er als Kosmonautenanwärter ausgewählt und nahm am Interkosmos-Programm als Militärpilot teil. Zwischen dem 2. und 10. März 1978 flog er als Forschungskosmonaut an Bord der Sojus 28 für sieben Tage, 22 Stunden und 17 Minuten. Als Ziel dieser Mission dockte das Sojus-Raumschiff an die Raumstation Saljut 6 an.

Später wurde Remek Leiter des Museums für Luftfahrt und Raumfahrt in Prag und Beauftragter der Firma „Che-Zet“ in Moskau. Dann war er an der tschechischen Botschaft in Russland tätig. 2004 wurde er Abgeordneter des Europäischen Parlaments für die Fraktion der Europäischen Linken.

Vladimír Remek ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Original-signierte Karte (Postkartenformat)    Price in Euro 8.-


SALLY K. RIDE 
1951 - 2012

Berühmte Astronautin / Famous astronaut

Here is a rare original signed picture 8 x 10 (Format A4)    Price in Euro 25.-

WALTER SCHIRRA
1923 - 2007

Astronaut

Er war der einzige, der an jedem der ersten drei Raumfahrtprogramme der USA – Mercury, Gemini und Apollo – aktiv als Raumfahrer beteiligt war.

Schirra studierte Luftfahrttechnik am Newark College of Engineering von 1940 bis 1942 und ging dann an die United States Naval Academy, wo er im Juni 1945 sein Diplom erhielt. In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs diente er an Bord der USS Alaska, doch der Krieg war zu Ende, ehe das Schiff die Kampfgebiete erreichte.

Ab 1948 war er Kampfflieger der US-Marine und flog auch Einsätze im Koreakrieg. Von 1952 bis 1954 war er Testpilot in China Lake, Kalifornien, wo er auch an der Entwicklung von Luft-Luft-Raketen mitwirkte. Weitere Stationen seiner Karriere waren der Flugzeugträger USS Lexington und Ausbildungen in Kalifornien und Maryland.

 Walter Schirra war einer der 110 Testpiloten, die in die engere Auswahl für die erste Astronautengruppe des Mercury-Programms kamen. Am 9. April 1959 wurde er dann von der NASA als einer der sieben ersten amerikanischen Astronauten der Öffentlichkeit vorgestellt. Als Spezialgebiet übernahm er die Lebenserhaltungssysteme an Bord des Mercury-Raumschiffs und den Raumanzug. Für den zweiten Flug eines Mercury-Raumschiffs in der Erdumlaufbahn, Mercury-Atlas 7, war Schirra als Ersatzpilot eingeteilt. Als dem ursprünglich nominierten Pilot Deke Slayton die Flugfähigkeit abgesprochen wurde, kam jedoch nicht Schirra, sondern Scott Carpenter zum Zug.

Seinen ersten Weltraumeinsatz hatte Schirra dann mit Mercury-Atlas 8, als er am 3. Oktober 1962 das Raumschiff Sigma 7 sechsmal um die Erde steuerte. Dieser Flug ging als „Raumflug aus dem Lehrbuch“ in die Geschichte der NASA ein. Schirra war somit der neunte Mensch im Weltraum, davon der fünfte Amerikaner.

 Ab Januar 1963 übernahm Schirra bei der NASA neue Aufgaben in der Koordination von Gemini- und Apollo-Aktivitäten.

Ab April 1964 bereitete er sich für den ersten amerikanischen Zwei-Mann-Flug Gemini 3 vor, für den er als Ersatz-Kommandant eingeteilt wurde. Nachdem dieser Flug am 23. März 1965 erfolgreich von Virgil Grissom und John Young durchgeführt wurde, erhielt er das Kommando für den nächsten verfügbaren Flug: Gemini 6.

Dieser Flug hätte die erste Kopplung zweier Raumflugzeuge in der Erdumlaufbahn werden sollen, der Einsatzplan musste aber nach einem Fehlstart des Zielsatelliten geändert werden und sah statt dessen ein Rendezvous mit Gemini 7 vor.

Walter Schirra bewies eiserne Nerven, als er während eines misslungenen Startversuchs von Gemini 6 die Schleudersitze nicht auslöste, obwohl die Rakete ungesichert auf der Startrampe stand.

Der dritte Versuch beförderte Gemini 6 mit ihm und Tom Stafford am 15. Dezember 1965 in die Erdumlaufbahn, wo sie, zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt, gesteuerte Annäherungsmanöver zweier Raumschiffe durchführten.

 Walter M. Schirra, Jr. (1968)Nach der erfolgreichen Mission von Gemini 6 wechselte Schirra zum Apollo-Programm, wo er am 29. September 1966 als Kommandant des zweiten bemannten Flugs nominiert wurde. Er bekam Donn Eisele und Walter Cunningham zugeteilt. Im November 1966 wurde dieser Flug abgesagt, und die drei Astronauten wurden die Ersatzmannschaft für den ersten bemannten Apollo-Flug, Apollo 1. Bei einem Test am 27. Januar 1967 kamen jedoch alle drei Mitglieder der Hauptmannschaft ums Leben, und alle Mannschaftseinteilungen waren vorerst hinfällig. Am 9. Mai 1967 wurden dann Schirra, Eisele und Cunningham als Mannschaft für den ersten bemannten Apollo-Flug bekannt gegeben. Diese Mission trug nun die Bezeichnung Apollo 7.

Apollo 7 startete am 11. Oktober 1968 und blieb 11 Tage in der Erdumlaufbahn. Aus technischer Sicht lief dieser Flug hervorragend, es wurde ein Rendezvous mit der oberen Stufe der Saturn 1B-Rakete durchgeführt und die ersten Fernsehbilder aus einem amerikanischen Raumschiff zur Erde gesendet. Die Astronauten litten jedoch unter Schnupfen, und es herrschte eine ziemlich gereizte Stimmung zwischen der Flugleitzentrale und dem Raumschiff. Dies führte dazu, dass Schirra und seine Mannschaftskollegen keine weiteren Raumflüge von der NASA mehr bekamen.

 Schirra hatte bereits angekündigt, dass Apollo 7 sein letzter Raumflug sein würde und verließ die NASA am 1. Juli 1969. Er arbeitete als Vorstand und Geschäftsführer in mehreren Firmen, bis er 1979 sein eigenes Unternehmen Schirra Enterprises gründete. Außerdem war er im Aufsichtsrat mehrerer Firmen tätig und machte Fernsehwerbung für Actifed, das Medikament, das er während des Apollo 7-Flugs nahm. Walter Schirra war verheiratet und hatte zwei Kinder.

Schirra starb im Alter von 84 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung im Scripps Green Hospital in La Jolla (Kalifornien).
 

 Besonderheiten und Rekorde:
erster Mensch mit drei Raumflügen (u. a. Apollo 7) 
erster Mensch, der drei Raumschiffe gesteuert hat (Mercury-Programm, Gemini-Programm und Apollo-Programm) 
erster Mensch, der dreimal Kommandant einer Mission war 
Jungfernflieger des Apollo-Programms 

Original-signierte Karte (Postkartenformat)    Price in Euro 25.- 

LOREN SHRIVER
1944

Astronaut

Shriver erhielt 1967 einen Bachelor in Luftfahrttechnik von der United States Air Force Academy und 1968 einen Master in Raumfahrttechnik von der Purdue University.

1967 ging Shriver zur United States Air Force und war von 1969 bis 1973 Pilotenausbilder auf der Vance Air Force Base in Oklahoma. Von 1973 bis 1974 war er in Thailand stationiert. 1975 wurde er auf der Edwards Air Force Base zum Testpiloten ausgebildet und als solcher ab 1976 auch eingesetzt.

 Astronautentätigkeit 
Im Januar 1978 wurde Shriver von der NASA als Astronautenanwärter ausgewählt. Shriver wurde 1993 Space Shuttle Program Manager for Launch Integration. 1997 wurde er stellvertretender Direktor für Shuttle-Starts und Nutzlasten am Kennedy Space Center. Von 2000 bis 2006 war er stellvertretender Programm-Manager des Space-Shuttle-Programms.

 STS-51-C
Seinen ersten Raumflug unternahm Shriver am 24. Januar 1985 als Pilot der Raumfähre Discovery. Missionsziel von STS-51-C war die Aussetzung eines geostationären Aufklärungssatelliten im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums.

 STS-31
Shrivers zweiter Flug begann am 24. April 1990 als Kommandant der Raumfähre Discovery. Hauptaufgabe von STS-31 war das Aussetzen des Hubble-Weltraumteleskops. Daneben wurden mit einer IMAX-Kamera Aufnahmen von der Erde gemacht.

 STS-46
Shriver startete als Kommandant des Space Shuttles Atlantis am 31. Juli 1992 zur Mission STS-46. Während des achttägigen Fluges wurde der Satellit EURECA ausgesetzt sowie Erprobungen mit dem Tethered Satellite System (TSS) durchgeführt.

 Privates
Loren Shriver ist verheiratet und hat vier Kinder.

Original-signierte Karte (6.5 x.10.5)    Price in Euro 9.- 

ANATOLI JAKOWLEWITSCH SOLOWJOW
1948

Kosmonaut

Solowjow schloss die Luftfahrthochschule „Leninscher Komsomol“ in Tschernigow 1972 ab. Daraufhin wurde er Pilot im östlichsten Militärdistrikt der Sowjetunion.

 Ausbildung
1976 entschloss er sich eine Kosmonautenausbildung anzufangen. Nachdem er in den engeren Kreis der zukünftigen Kosmonauten aufgenommen worden war, begann 1979 sein spezielles Kosmonautentraining. Er wurde für Missionen mit dem Raumschiff Sojus-T, sowie für die Raumstationen Saljut-7 und Mir ausgebildet. Ab 1981 nahm er daraufhin an 5 Missionen teil, die ihm auch auf die Raumstationen führten.

Solowjow ist mit 16 Außenbordeinsätzen und einer Gesamtzeit von 78 Stunden und 48 Minuten frei im Weltraum der mit Abstand erfahrenste Mensch in dieser Arbeitsdisziplin.

 Auszeichnungen
Leninorden 
Medaille „Goldener Stern“ 
Orden der Oktoberrevolution, 
Orden der Völkerfreundschaft sowie sechs andere militärische Auszeichnungen 

Original-signierte Karte (7 x 11.5)    Price in Euro 9.- 
Unterschrift auf Original sehr gut lesbar

MICHEL TOGNINI
1949

Astronaut

Tognini erhielt 1970 einen akademischen Grad im Fachbereich Mathematik von der Militärschule in Grenoble. Nach seinem Abschluss an der französischen Luftwaffenakademie Ecole de l'Air im Jahr 1973 erhielt Tognini eine Ausbildung zum Kampfpiloten. Von 1974 bis 1981 diente er in der französischen Luftwaffe. 1982 kam er an die Empire Test Pilot School in Boscombe Down in Großbritannien. Nach seiner Ausbildung arbeitete er als Testpilot wieder in Frankreich.

1985 wurde Tognini als einer von sieben Finalisten von der französischen Raumfahrtbehörde CNES in ihr Astronautenkorps ausgewählt. Im August 1986 wurde er für die Ersatzmannschaft von Sojus TM-7 (Mir Aragatz) nominiert. Im November 1986 wurde er an das Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum im sowjetischen Sternenstädtchen geschickt.

Von 1989 bis 1990 arbeitete er für das Hermes-Programm in Toulouse, Frankreich.

1991 kehrte er wieder nach Russland zurück um sich für seine erste Mission, Mir Antares, vorzubereiten. Am 27. Juli 1992 startete Tognini an Bord von Sojus TM-15 zur Raumstation Mir. Nach 14 Tagen kehrte er mit Sojus TM-14 wieder zur Erde zurück.

1995 kam er zum Johnson Space Center nach Houston. Nach seiner Weiterbildung zum Missionsspezialisten arbeitete er in der Planungsabteilung für die Internationale Raumstation (ISS), für die Robotikabteilung und als Verbindungssprecher (CAPCOM) im Missionskontrollzentrum.

Am 22. Juli 1999 flog er an Bord der Raumfähre Columbia im Rahmen der Mission STS-93 ins All. Während der fünftägigen Mission wurde das Chandra-Röntgenteleskop ausgesetzt.

Im Mai 2003 schied er als aktiver Astronaut aus dem Europäischen Astronautenkorps aus. Von Mai 2003 bis Dezember 2004 war er Leiter der Astronautenabteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Seit Januar 2005 ist er Direktor des EAC.

Original-signierte Karte (Postkartenformat)   Price in Euro 8.-


CHARLES D. WALKER
1948

berühmter Astronaut / famous astronaut

Walker erhielt 1971 einen Bachelor in Luft- und Raumfahrttechnik von der Purdue University.

Nach seinem Studium arbeitete Walker als Bauingenieur, Landvermesser und Waldbrandbekämpfer für den United States Forest Service. Anschließend wechselte er zur Bendix Aerospace Company. 1977 kam er als Testingenieur für Antriebssystem des Space-Shuttles zu McDonnell Douglas. Er ist Mitglied des Electrophoresis Operations in Space (EOS)-Teams. Er hält zudem ein Patent für das Continuous-Flow-Electrophoresis-Gerät (CFES).

Von 1979 bis 1986 war Walker Chefingenieur und Nutzlastspezialist im EOS-Projekt von McDonnell Douglas. Er betreute das CFES-Experiment und wies auch andere Astronauten in das CFES-Gerät ein, das mit den Shuttle-Missionen STS-4, STS-6, STS-7 und STS-8 ins All flog. Bei seinen eigenen Raumflügen begleitete ihn ebenfalls die CFES-Ausrüstung.

Bei seinem ersten Raumflug war Walker Nutzlastspezialist auf dem Jungfernflug der Raumfähre Discovery am 30. August 1984. Außer dem Kommandant waren er und die anderen vier Besatzungsmitglieder allesamt Weltraumneulinge. Während der sechstägigen Mission wurden die drei Satelliten SBS-D, SYNCOM IV-2 (auch bekannt als LEASAT 2) und Telstar 3-C ausgesetzt. Außerdem wurden das OAST-1-Solarzellenexperiment und das Experiment CFES-III zur Erforschung des Kristallwachstums durchgeführt. Daneben wurden auch Aufnahmen mit einer mitgeführten IMAX-Kamera gemacht. Mit dem Roboterarm des Shuttles mussten während der Mission gefährliche Eisplatten vom Orbiter entfernt werden.

Am 12. April 1985 startete Walker als Nutzlastspezialist mit der Raumfähre Discovery zum zweiten Mal ins All. Nutzlast waren die beiden Satelliten TELESAT-1 und LEASAT-3. Beim letzteren funktionierte jedoch die automatische Inbetriebnahme der Antenne und des Triebwerks nicht. Trotz eines Weltraumausstiegs durch die Astronauten Jeffrey Hoffman und David Griggs konnte dieser Defekt nicht behoben werden.

Am 27. November 1985 startete Walker als Nutzlastspezialist mit der Raumfähre Atlantis ins All. Im Rahmen dieser Mission wurden die drei Kommunikationssatelliten MORELOS-B (Mexiko), AUSSAT-2 (Australien) und SATCOM KU-2 ausgesetzt. Bei zwei Außenbordaktivitäten erprobten seine Astronautenkollegen Jerry Ross und Sherwood Spring Verfahren zum Zusammenbau von Konstruktionselementen im Weltraum.

Original-signiertes Blatt im Postkartenformat A6
original-signed sheet of paper 3.5 x 5.5

Price in Euro 9.--

CHARLES B. COCHRAN
1872 - 1951

legendärer Theater Produzent

Sir Charles Blake Cochran , generally known as C. B. Cochran, was a theatrical manager, born in Sussex, England. He was educated at Oxford, became an actor and made his first appearance in New York. Subsequently he was press representative to various theatres, circuses and exhibitions in the United States. For three years he was personal representative of Richard Mansfield. After 1917, he became responsible for the productions of the Oxford Music Hall; and later on showed an interest in many of the best known English theatres either as lessee or licensee. Cochran was also responsible for bringing Nikita Balieff and Balieff's theatre group "Chauve-Souris" to London.

In the 1920s he produced musical revues and spectaculars in competition with André Charlot, and collaborated regularly with Noël Coward to produce Coward's famous plays and musical comedies.

He was responsible for discovering new talents and making stars out of them, including Gertrude Lawrence, Noel Coward, Evelyn Laye, Jessie Matthews, The Dolly Sisters and Lizbeth Webb.

He was knighted in 1948. He died in January 1951, after being trapped in a bath full of scalding water at his home in London.

Original-signierter Brief  von 1925, Piccadilly Productions Ltd. an den berühmten Schriftsteller Michael Morton  (Format A4) 
Original signed letter from 1925, Piccadilly Productions Ltd. to the famous writer Michael Morton (Format 8 x 10)

Price in Euro 35.-  (selten)
 

NINA CORTI
1953

Tänzerin

Sie ist die Tochter eines italienisch-spanischen Vaters und einer russisch-polnischen Mutter. Ihr Vater war Solist des Tonhalle-Orchester Zürichs, ihre Mutter ebenfalls Künstlerin. Nach einer Ausbildung zur Goldschmiedin erhielt sie von der Stadt Zürich ein Stipendium, das es ihr ermöglichte für vier Jahre in Madrid und Sevilla klassischen spanischen Tanz und Flamenco zu studieren.

Danach war sie Teil der Ensembles berühmter spanischer Flamencovirtuosen wie zum Beispiel Pepe Habichuela, Enrique Morente, die Ketamas, Guadiana, Manitas de Plata und Pepe Justicia. Mit den Gipsy Kings hatte sie gemeinsame Auftritte. Sie trat unter anderem in der Semperoper, im Wiener Musikvereinssaal und der Royal Albert Hall auf.

Neben ihren Konzerten gibt sie als Dozentin ihr Wissen weiter.

Im Jahr 2007 durfte sie für die Schweizerische Post eine Briefmarke gestalten. Die 85-Rappen-Sondermarke zeigt - typisch für Cortis Profession und Passion - eine gezeichnete Flamencotänzerin. Die Marke trägt den Titel "Der Tanz". Corti ist die erste weibliche Prominente überhaupt, die für die Schweizerische Post eine Briefmarke gestalten durfte. Zuvor kam Komiker Emil Steinberger, Musiker Stephan Eicher und Künstler Dimitri diese Ehre zuteil.

Original-signiertes Foto (Format A5)    Price in Euro 9.- 

HEIDI BUCHER
1926 - 1993

Künstlerin

Heidi Bucher wurde 1926 in Winterthur (Schweiz) geboren und wuchs dort in einem gutbürgerlichen Haus der Jahrhundertwende auf. Nach der Schule in Teufen, besuchte sie von 1942 bis 1946 die Kunstgewerbeschule in Zürich und lernte unter anderem bei Johannes Itten und Max Bill. Nach der Ausbildung beschäftigte sich Bucher hauptsächlich mit linearen Zeichnungen und Collagen, und arbeitete für den Zürcher „Tages-Anzeiger“ als Illustratorin. In den 1950er Jahren bestreitet sie ihre Ausstellungen mit Zeichnungen und Seiden-Collagen. 

Im Verlauf der 1960er Jahre und mit dem Zusammenbruch der traditionellen Definitionen von „Malerei“ und „Skulptur“, experimentierten viele Künstler wie zum Beispiel Richard Serra, Louise Bourgeois oder Bruce Nauman mit neuen Werkstoffen auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten - darunter auch mit Naturlatex. Wie schon für Eva Hesse (1936-1970) spielte auch für Heidi Bucher Latex in ihrem Werkkomplex eine essentielle Rolle. 

Von 1969 bis 1972 zieht Heidi Bucher für ein Jahr nach Kanada und anschliessend an die Westküste der USA. In Los Angeles entstehen, in Zusammenarbeit mit ihrem damaligen Mann Carl Bucher, die grossformatigen Schaumstoffskulpturen mit dem Titel Body Shells (1972). Die tragbaren Skulpturen schliessen das menschliche Subjekt von seiner Umgebung ab, bieten einen Rückzug ins Private, und erinnern durch ihre verfremdende Form an die futuristische Mode der damaligen Zeit. Die hybridartigen Kleiderskulpturen wurden u. a. auf dem Cover von Harper’s Bazaar abgebildet. Zurück in Zürich beginnt Heidi Bucher 1974 Kleider, Decken, Kissen und weitere Gegenstände mit „Gummimilch“ einzubalsamieren und zu einfachen Assemblagen zu installieren. Die Objekte stammten aus dem privaten Bereich. Es beginnt eine „Spurensicherung“ der eigenen Existenz, welche auch bei anderen Künstlern jener Zeit zu beobachten ist. In Form einer Chronistin, beginnt Bucher ihr Leben aufzuarbeiten. So stellen die „Häutungen“, die sie ebenfalls ab 1974 vornimmt, eine direkte Brücke zu ihren „Kleider-Reliefs“ dar. Von 1974 bis 1977 lebt und arbeitet Bucher in einem ehemaligen Metzgereigeschäft. Ihr Atelier befindet sich in dessen geräumigem Untergeschoss - sie nennt dieses „Borg“. In diesem finden die ersten Raumhäutungen statt. Mit dem Herrenzimmer (1977/1978) kehrt Bucher ins Elternhaus, eine Villa aus dem 19. Jahrhundert, in Winterthur zurück. Mit dickflüssigem Latex bestreicht sie die Holztafelwände und Parkettböden. Nachdem sich dieses verfestigt hat, reisst sie die Textil-Latexhäute ab und reibt diese mit einem Perlmutterpigment ein. Durch das Einreiben erhalten die Häute sowohl ein irisierendes und schillerndes Äusseres als auch ein neues „Innenleben“. 

Eine weitere Aktion nimmt Heidi Bucher 1991 in Angriff - die „Häutung“ der Villa Bleuler in Zürich. Heute beherbergt die Villa, die im 19. Jahrhundert im italienischen Neu-Renaissance-Stil errichtet wurde, das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft. Fasziniert von den Wänden, Böden, Decken, Ofenklappen und anderen Dingen, häutet sie unter Mitwirkung des Instituts das ganze Haus. 1993 stirbt Heidi Bucher an den Folgen ihrer Krebserkrankung in Brunnen (Schweiz). 

Original-signierte Karteikarte (etwas kleiner als Postkartenformat)    Price in Euro 12.- 

RAUL CATTELANI
1927

Maler

Original-signierte Karteikarte mit Original-Zeichnung (ca. halbes Postkartenformat)    Price in Euro 25.-

JOHANNES GRÜTZKE
1937

Maler

Johannes Grützke ist als viertes von fünf Kindern als Sohn des Geschäftsmanns Wilhelm Grützke und seiner Ehefrau Dörthe geboren. Außer während vier Jahren Kriegs- und Nachkriegswirren ist er in Berlin aufgewachsen.

Johannes Grützke studierte von 1957 bis 1964 an der Hochschule für Bildende Künste (Berlin) zunächst bei Hans Orlowski und danach als Meisterschüler von Peter Janssen. 1962 nahm er als Schüler an dem von Oskar Kokoschka geleiteten Kurs der Internationalen Sommerakademie Salzburg teil. In Bad Godesberg, wohin er 1964 umzog, hatte er im gleichen Jahr seine erste Einzelausstellung in der Galerie Pro, die von Johannes Wasmuth geleitet wurde. Im folgenden Jahr, wieder in Berlin, gründete er das Musikensemble Die Erlebnisgeiger, mit dem er unregelmäßig öffentlich auftrat. 1973 war er Mitbegründer der Schule der neuen Prächtigkeit. 1974 veranstaltete der Neue Berliner Kunstverein die erste Grützke-Retrospektive im Schloss Charlottenburg, die anschließend im Kunstverein Freiburg im Breisgau, in der Kunsthalle Nürnberg und dem Mannheimer Kunstverein ausgestellt wurde. Im gleichen Jahr wurde ebenfalls vom Neuen Berliner Kunstverein die erste Gemeinschaftsausstellung der Schule der neuen Prächtigkeit ausgerichtet. 1986 wurde ihm der Kunstpreis der Heitland Foundation, Celle verliehen.

Als Maler, Zeichner und Druckgrafiker schaffte Grützke seit den 1960er-Jahren ein Werk, das durch seine Konsequenz ebenso beeindruckt wie durch die Wahl seiner Motive und die souveräne Handhabung der Techniken. In seiner am Gegenständlichen orientierten Kunst geht es ihm darum, eine Idee malerisch so umzusetzen, als sei sie der Wirklichkeit entsprungen.

Außer im Malatelier arbeitete Grützke auch als Bühnenbildner für das Theater, 1979 begann hier eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Peter Zadek. Von 1985 bis 1988 war er dessen künstlerischer Berater am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und stattete verschiedene Inszenierungen aus, darunter die legendäre Urfassung von Lulu von Frank Wedekind, Joshua Sobols "Ghetto" und "Weiningers Nacht" sowie am Wiener Burgtheater Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig" (auch Kostüme, Bühne gemeinsam mit Wilfried Minks).

Grützke lehrte 1976/1977 als Gastdozent an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, 1987 kehrte er, diesmal als Dozent in Nachfolge seines ehemaligen Lehrers Oskar Kokoschka, an die Internationalen Sommerakademie Salzburg zurück. Im Jahr 1990 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Künstlersonderbundes in Deutschland.

Von 1992 bis 2002 war er Professor für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Johannes Grützke ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.

Original-signierte Kunstpostkarte (Postkartenformat)    Price in Euro 25.- 

SIEGBERT HAHN
1937

Maler

Siegbert Hahn kommt in Breslau zur Welt. Bis Anfang 1945 wohnt er mit seiner Familie in Hirschberg (Riesengebirge). 1945 wird die Familie von den Russen vertrieben und sie flieht nach Bernau.

1957 schloss Siegbert Hahn sein Abitur ab und fertigte erste Ölbilder an. Danaben war er von 1957 bis 1960 Assistent für Regie und Kamera bei der DEFA.

Ab 1963 folgten erste Einzelausstellungen seiner Werke, die ihn bald in der Kunstszene etablierten. Bis heute entstanden über 600 Werke, die sich meist in Händen von Liebhabern befinden.

Original-signierte Kunstpostkarte    Price in Euro 19.- 

OTTO HERBERT HAJEK
1927 - 2005

Bildhauer, Maler

Hajek ging in Erlangen zur Schule. 1947-1954 studierte er Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und lehrte später als Professor.

Er stellte u.a. auf der documenta II (1959) und der documenta III (1964) in Kassel aus und erlangte so einen höheren Bekanntheitsgrad. Von 1972 bis 1979 war er Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes. In dieser Eigenschaft setzte er sich vor allem für die soziale Absicherung von Künstlern ein. Bis zu seinem Tod lebte er in Stuttgart. Sein Grab liegt auf dem Waldfriedhof in Stuttgart-Degerloch.

Seine Kunstwerke werden weltweit ausgestellt, beispielsweise in Moskau, Adelaide oder in den Museen des Vatikan. Bei den Werken handelt es sich überwiedgend um farbige Skulpturen bzw. Objekte aus Stahl und Beton, sowie um Innenraum- und Fassadengestaltungen an Gebäuden.

Original-signierte Broschüre (4 Seiten) im Format A4    Price in Euro 19.- 

HANS PETER JÜRGENS
1924

Maler

Cap Hornier Hans Peter Jürgens wurde 1924 als Sohn eines Kapitäns in Cuxhaven geboren. An Bord seines ersten Schiffes "Priwall" umrundete er Südamerika. An Bord des Frachtdampfers "Erlangen" erlebte er den Zweiten Weltkrieg und verbrachte fünf Jahre als Kriegsgefangener in Sierra Leone, Schottland und Kanada. Sein Kapitänspatent erwarb er 1953. Seit 1960 arbeitete er als Lotse auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Heute wohnt er mit seiner Familie in Kiel.

Ein bewegtes Leben in enger Verbundenheit mit dem Meer. Das Ergebnis dieser Verbundenheit drückte er in vielen malerischen Werken aus, deren Ausstellungen grosse Erfolge feierten.

Original-signierte Kusntpostkarte (Postkartenformat)    Price in Euro 15.- 

JOHN MATTOS

Illustrator

John Mattos is one of the nation’s premier illustrators; his superb design and phenomenal color sense have earned him numerous awards and citations, including the Gold Medal from the Society of Illustrators. 

His style combines genres of Russian propaganda art era and poster-printing styles of the 20s and 30s. Large areas of solid color distinguish his style, creating bold statements and imagery. 

John Mattos' has been commissioned by Disney Art Editions to produce best selling cubist-style poster,Mickey Descending a Staircase and the fabulous art-deco style movie poster for The Rocketeer. He was the Kentucky Derby Festival Official Poster Artist.

His work is currently being featured in major exhibition at New York City Museum of American Illustration. Mattos has illustrated dozens of book covers, most notably F. Scott Fitzgerald's Pat Hobby Storiesand has provided artwork for the covers of such major magazines as Fortune, Forbes and Time. 

Original-signierte Karteikarte mit Original-Zeichnung - Selbstporträt (Postkartenformat)    Price in Euro 25.- 

HANS SPAHR
1912 - 1989

Maler, Erfinder

Original-signierte Kopie eines Berichts (Format A4, zweimal gefaltet)     Price in Euro 12.- 

HEINI WASER
1913 - 2009

Maler

Wasers Mutter war die zu ihrer Zeit bekannte Schriftstellerin Maria Waser-Krebs, sein Vater, Otto Waser, Professor für klassische Archäologie an der Universität Zürich. Auf Anregung Cuno Amiets ging Waser 1933 nach Paris, wo er nachhaltig vom Impressionismus und Fauvismus geprägt wurde. 1947 stellte er zusammen mit den Malern Johann Peter Flück, Fritz Zbinden und Ernst Georg Heussler im Kunsthaus Zürich aus. Zwischen 1970 und 1982 wirkte Heini Waser als Vertreter des Stadtrates im Vorstand der Zürcher Kunstgesellschaft. 

Original-signiertes Foto (7.5 x 8.5 cm)    Price in Euro 6.- 

VERA FURRER

Kabarettistin

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 6.- 

URSULA NOACK
1918 - 1988

Kabarettistin

Nach der Schauspielausbildung hatte Noack zunächst ein Engagement am Erfurter Theater. Nach dem Krieg machte sie sich in Hamburg und Bremen einen Namen auf der Bühne. Sie entdeckte auch ihre Liebe zum Kabarett und trat unter anderem schon 1946 mit Erich-Kästner-Texten in der Münchner Schaubühne auf (bekannt damals ihr Flüchtlingslied). Anfang der 1950er Jahre spielte sie mit Hanne Wieder, Joachim Hackethal und Hans Jürgen Diedrich in „Die Amnestierten“. Diese Kieler „Studententruppe“ wurde bald zu einem in der ganzen Bundesrepublik bekannten Kabarett.
Lach- und Schießgesellschaft 

Den meisten deutschen Fernsehzuschauern wurde Ursula Noack in den 1960er Jahren durch ihre Präsenz im Ensemble der Münchner Lach- und Schießgesellschaft bekannt. Schon 1958 stieß sie durch Diedrich zu der aus Ursula Herking, Klaus Havenstein, Dieter Hildebrandt und Diedrich bestehenden Truppe. Das erste Programm, in dem sie mitwirkte, war „Eine kleine Machtmusik“; sie ging aber im ersten Jahr noch nicht mit auf Tournee. Ein Jahr später ersetzte Ursula Noack ihre Namensvetterin Herking.

1971 unterzeichnete sie das damals brisante Bekenntnis "Wir haben abgetrieben!" im Stern.

1972 löste sich die Lach- und Schießgesellschaft auf. Ursula Noack zog sich vornehmlich aus gesundheitlichen Gründen ins Privatleben zurück. Sie lebte mit ihrem Mann Walter Kabel, dem musikalischen Leiter der Lach- und Schießgesellschaft, in der Nähe von München; nur ab und zu sah man sie noch auf der Bühne. 1988 erlag sie einem Krebsleiden, das Mitte der 1980er Jahre diagnostiziert worden war. Ihr Grab befindet sich auf dem Friedhof von Grasbrunn-Keferloh bei München.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 15.-

TRUDI GERSTER
1919

Märlitante

Trudi Gerster (* 6. September 1919 in St. Gallen) ist die bekannteste "Märchenfee" der deutschsprachigen Schweiz.

Trudi Gerster absolvierte von 1939 bis 1940 die Schauspielschule Zürich. An der Landi 1939 hatte sie ihr erstes Engagement als Märchentante, ab 1940 erzählte sie regelmässig Geschichten im Kinderprogramm von Schweizer Radio DRS. Daneben hatte sie immer wieder Theaterauftritte, u.A. als Gretchen in Goethes Faust.

Als Märchenerzählerin hat Trudi Gerster bisher drei Generationen Schweizerinnen und Schweizer während ihrer Kindheit begleitet. Ihre unverkennbare Stimme ist auf unzähligen Aufnahmen zu hören, die von den klassischen Märchen der Gebrüder Grimm und Andersens Märchen bis hin zu selbst erfundenen Geschichten führen. Sie ist auch in vielen Hörspielproduktionen und auf Hörbüchern zu hören.

Daneben verfasste Trudi Gerster selbst mehrere Kinderbücher.

Von 1968 bis 1980 war Gerster Grossrätin (LdU) von Basel-Stadt.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 6.- 


HELMUT GOLLWITZER
1908 - 1993

Theologe

Gollwitzer stammte aus einem lutherischen und national-konservativen Pfarrhaus im überwiegend katholischen Altmühltal in Bayern. Er war als Schüler in der Jugendbewegung der 1920er Jahre aktiv und studierte dann von 1928 bis 1932 Philosophie in München und evangelische Theologie, u.a. bei Paul Althaus in Erlangen und Friedrich Gogarten in Jena. Doch Karl Barth in Bonn wurde sein wichtigster Lehrer, der seine eigene Haltung zeitlebens prägte.

Von 1933 an war Gollwitzer scharfer Kritiker der „Deutschen Christen“ und seit 1934 Mitglied der „Bekennenden Kirche“ (BK). Er gehörte dort zum Flügel der so genannten „Dahlemiten“, die nicht nur die staatlichen Übergriffe auf die evangelische Kirche, sondern auch die Rassenpolitik des Nationalsozialismus ablehnten. Er stand dem Antijudaismus auch innerhalb der BK zunehmend kritisch gegenüber. Nachdem Barth den Beamteneid auf Adolf Hitler verweigert hatte und Deutschland deshalb verlassen musste, folgte Gollwitzer ihm in die Schweiz und promovierte 1937 in Basel bei ihm mit einer Arbeit über die Abendmahlslehre bei Martin Luther und Johannes Calvin.

Im selben Jahr übernahm er die Pfarrstelle des inzwischen inhaftierten Leiters der BK, Martin Niemöller, an der Sankt-Annen-Kirche in Berlin-Dahlem und bildete dort illegal den theologischen Nachwuchs der BK aus. Seit der Reichspogromnacht 1938 verhalf er vom NS-Regime verfolgten Juden zur Flucht bzw. Ausreise. Seine Kontakte zu Widerständlern in der Wehrmacht brachten ihm 1940 mehrere Verhaftungen und Redeverbot ein. Da er den Kriegsdienst mit der Waffe ablehnte, wurde er im Zweiten Weltkrieg als Sanitäter an der Ostfront eingesetzt.

1945 geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft und kam in ein Arbeits- und Umerziehungslager. Über seine Erlebnisse dort schrieb er ein Buch, in dem er sich intensiv mit dem Marxismus-Leninismus sowjetischer Prägung auseinandersetzte: „…und führen wohin Du nicht willst.“ Dieser authentische Bericht erschien 1951, wurde rasch ein Bestseller und in mehrere Sprachen übersetzt. Der damalige Bundespräsident Theodor Heuss beschrieb es als „großes geschichtliches Dokument“.

1950 wurde Gollwitzer als Nachfolger Barths ordentlicher Professor für Systematische Theologie in Bonn, wo er bis 1957 lehrte. In diesen Jahren engagierte er sich stark gegen die deutsche Wiederaufrüstung, vor allem gegen die Atombewaffnung der Bundeswehr im Rahmen der NATO. Mit seinem Vortrag „Die Christen und die Atomwaffen“ vom Juni 1957 reagierte er auf den „Göttinger Appell“ der Physiker um Carl Friedrich von Weizsäcker und löste eine nachhaltige ethische Debatte in der EKD aus, die sich bis weit in die katholische Kirche und Ökumene hinein fortsetzte. Unter konsequenter Anwendung der kirchlichen Kriterien für einen „gerechten Krieg“ kam er zur kompromisslosen „Verwerfung“ aller Massenvernichtungsmittel. Die damalige Debatte drohte die evangelische Kirche zu spalten: In der Folge wurde Gollwitzer in eine Kommission berufen, die 1959 mit den „Heidelberger Thesen“ einen Kompromiss erarbeitete. Darin wurde die „Bereithaltung“ von Atomwaffen zur Abschreckung als „noch mögliche christliche Handlungsweise“ akzeptiert, sofern die Abschaffung aller Atomwaffen vorrangiges politisches Ziel bleibe. Dieses führte entgegen Gollwitzers Intentionen in der Folge nicht zur Überwindung, sondern zur Rechtfertigung des militärischen Abschreckungskonzepts der NATO.

Seit 1957 lehrte Gollwitzer dann an der Freien Universität Berlin im neu gegründeten Institut für Evangelische Theologie. 1961 sollte er Karl Barths Lehrstuhl an der Basler Universität übernehmen, doch die Basler Behörden legten dagegen wegen seiner „unklaren“ Einstellung zum Kommunismus ein Veto ein. So blieb Gollwitzer bis zu seiner Emeritierung 1975 in Berlin, wo er zeitweise auch an der Kirchlichen Hochschule lehrte. Er nahm von Anfang an regen Anteil an den Anliegen der kritischen Studenten, die er als einer von ganz wenigen Hochschullehrern aktiv unterstützte. Er engagierte sich für die 68er-Studentenbewegung, war befreundet mit Rudi Dutschke und Seelsorger von Ulrike Meinhof, setzte sich auch als Mitglied der Internationale der Kriegsdienstgegner/innen (IDK) gegen den Vietnamkrieg und das Wettrüsten ein. Obwohl von studentischen Kreisen gern als Vertreter des Establishments apostrophiert, wurde er als einer der engagiertesten Dialogpartner hoch geschätzt.

Der Theologe, der sich stets für einen Dialog zwischen Christen und Juden einsetzte, wurde 1989 mit der Ernst-Reuter-Plakette ausgezeichnet und erhielt mehrere Ehrendoktorwürden.

Original-signiertes Foto, Unterschrift auf der Rückseite (Postkartenformat)    Price in Euro 15.- 

KLIBY & CAROLINE
1950

Bauchredner

Zusammen mit seiner Begleiterin, der vorwitzigen und mit einem krächzenden Dialekt redenden Esel-Puppe Caroline, feierte er vor allem in den Siebziger- und Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts grosse Publikumserfolge. Kliby verkaufte über eine Million Tonträger und trat in populären Radio- und Fernsehsendungen auf, so 1981 auch in Wetten, dass..?.

Auch in Liedern leiht er der Caroline seine Bauchrednerstimme. 1989 trat er mit dem von Hans Muff komponierten Lied Lache isch gsund am Grand Prix der Volksmusik auf.

In den 90er-Jahren moderierte Kliby zudem einige Jahre lang als Nachfolger von Jürg Randegger die Sendung Donnschtig-Jass des Schweizer Fernsehens. Die Sendung tourte damals mit einem klassischen Postauto während des Sommerprogramms durch die Schweiz.

Original-signierte Karte (Postkartenformat)    Price in Euro 6.- 

FRANCO KNIE
1954

Zirkusartist Zirkus Knie
 
 

Oben: Original-signiertes Magazinbild auf Karton montiert (Postkartenformat)    Price in Euro 4.-
Unten: Original-signiertes Foto (Format A5)    Price in Euro 8.--

FREDY KNIE Senior
1920 - 2003

Zirkusartist Zirkus Knie
 
 

Original-signiertes Magazinbild auf  Karton montiert (Postkartenformat)    Price in Euro je 5.- 
Unten: Original-signiertes Foto im Format A5    Price in Euro 9.-

PIO NOCK 
1921 - 1998

Zirkusartist

1924  Pio mit 3 Jahren erster Auftritt in der Manege
1929 Gründung der Arena Pius Nock - Strohschneider
Pio mit 8 Jahren auf dem Hochseil
1946 Heirat mit Alexandra Bühlmann, Tochter des Dir. Circus Pilatus

Pio arbeitet als:
Zauberer, Trapezkünstler, Clown & Pferdedressuren

1973 Absturz vom Hochseil in den Löwenkäfig Ringling Bros. and Barnum u. Bailey Circus im New Yorker Madison Square Garden vor ca. 20.000 Besuchern
1978 - 1998 diverse Engagemente im Ausland in allen grossen Circusen
04.12.1998  Tod in der Manege in Dortmund

Original-signiertes Magazinbild (Postkartenformat)    Price in Euro 9.-

PIC alias Richard Hirzel
1949

Clown

1968 entwickelt Pic sein erstes abendfüllendes Programm mit Pantomimen, Clownnummern und Grotesken und tourt damit durch die Kleintheater der Schweiz.

Ab 1972 besucht er die École Jacques Lecoq in Paris, wo er die Grundformen des klassischen Theaters lernt, dazu Commedia dell'arte, griechischen Chor und Maskenspiel studiert. Hier lernt er auch seinen späteren Partner Pello kennen.

Nach dem Studium geht er auf Solotournee, unter anderem mit dem Ein-Personen-Stück Le Grand Gogo. 1979 geht Pic gemeinsam mit Pello auf Tournee. Das Stück heißt Pic und Pello kommen auf Besuch.

Im selben Jahr steht der Circus Roncalli vor dem finanziellen „Aus“ – in dieser ausweglosen Situation bietet der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger dem österreichischen Circusdirektor Bernhard Paul nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern macht ihn auch mit dem Clownduo Pic und Pello bekannt.

Bernhard Paul schreibt über Pic, er sei einer seiner Lieblingsartisten. Kaum ein zweiter habe den Circus Roncalli so nachhaltig geprägt wie er. Pic wird von Bernhard Paul als überaus sozialer Kollege beschrieben – so haben es die Artisten des Circus Roncalli dem Clown Pic zu verdanken, dass der Montag und der Dienstagnachmittag im Roncalli bis zum heutigen Tag spielfrei sind.[1]

1980 also beginnt Pics jahrelange Zusammenarbeit mit dem Circus Roncalli, mit dem er bis heute verbunden ist. Er tritt auch im Schweizer Circus Knie auf. Legendär ist dort seine Performance mit einem Flusspferd als Schmetterling.

Doch kann man Pic auch immer wieder im Rahmen von Kleinkunstveranstaltungen finden. Unter anderem tritt er mit Otto Grünmandl, Dieter Hildebrandt, Gerhard Polt und Gisela Schneeberger in den Kammerspielen in München auf. Von 2001 bis 2002 ist Pic wieder im Circus Roncalli zu sehen. Nach einigen Jahren der Zurückgezogenheit in St. Gallen tritt Pic 2005 wieder auf – ab Herbst mit dem Solo-Programm Der Schlüssel und ab Dezember 2007 im Weihnachtscircus des Roncalli im Tempodrom in Berlin. Außerdem zeigt Pic 2007 zum ersten Mal seine gemalten Bilder im Kulturraum des Kantons St.Gallen.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 8.-


Die 3 RONAN'S

berühmte Zirkusartisten der 40er Jahre

Original-signiertes Foto im Postkartenformat A6
Price in Euro 15.--

KARDINAL KÖNIG
1905 - 2004

Erzbischof von Wien

Franz König stammte aus einer Bauernfamilie im niederösterreichischen Rabenstein an der Pielach. Er besuchte das Stiftsgymnasium Melk, studierte in Wien, dann in Rom, wo er Doktor der Theologie und der Philosophie wurde. Am 27. Oktober 1933 wurde er in Rom zum Priester geweiht.

Von 1934 bis 1937 war er in seiner Heimatdiözese als Kaplan in Altpölla, Neuhofen an der Ybbs, St. Valentin und Scheibbs in der praktischen Seelsorge an der Basis tätig. In dieser Zeit vollendete er auch seine theologischen Studien und wurde 1936 zum Dr.theol. promoviert. In der Nazi-Zeit war er Domkurator in Sankt Pölten, 1945 Religionsprofessor in Krems. 1948 erfolgte die Berufung als außerordentlicher Professor für Moraltheologie nach Salzburg. Während seiner Zeit in Salzburg unterrichtete König am erzbischöflichen Privatgymnasium Borromäum Englisch.

1952 wurde König Koadjutorbischof des St. Pöltner Bischofs Michael Memelauer. 1956 wurde er schließlich als Nachfolger von Theodor Innitzer statt dem Wiener Erzbischof-Koadjutor Franz Jachym zum Erzbischof von Wien, einer der größten Diözesen der Welt, ernannt. Er leitete sie fast drei Jahrzehnte, vom 17. Juni 1956 bis zum 16. September 1985. 1958 als Kardinalpriester mit der Titelkirche Sant' Eusebio in das Kardinalskollegium berufen, war er einer der Väter des Zweiten Vatikanischen Konzils. In Folge führte er von 1965 bis 1981 den Vorsitz des päpstlichen Sekretariates für die Nichtglaubenden.

Am 21. Februar 1959 wurde König von Papst Johannes XXIII. per Dekret zum ersten Militärvikar (Vicarius castrensis) der Zweiten Republik bestellt. Ein besonderes Anliegen war König die seelsorgerische Betreuung des Heeresspitals in Stammersdorf bei Wien. Weiters bemühte sich König um ein Zusammenwirken der katholischen und evangelischen Christen beim Militärgottesdienst. 1968 ersuchte König Papst Paul VI. ihn aufgrund arbeitsmäßiger Überlastung von seinem Amt zu entheben und trat 1969 von seinem Amt zurück.

Am 13. Februar 1960 wurde König auf der Fahrt nach Zagreb in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt. Im Krankenhaus sah er dies als Zeichen, eine Kontaktaufnahme mit den Ostkirchen anzustreben. Infolge wurde er einer der bedeutendsten Wegbereiter der Ökumene vor allem auch mit der Orthodoxie. Weil er in Österreich auch maßgeblich zur Aussöhnung zwischen Sozialdemokratie und Kirche beitrug, wurde er zuweilen "der rote Kardinal" genannt. Bereits 1968 wurde König zum Ehrenbürger von Wien ernannt; er wurde auch mit zahlreichen Ehrendoktorwürden ausgezeichnet.

Als Präsident der internationalen katholischen Friedensbewegung Pax Christi rief König im Mai 1988 in Kevelaer dazu auf, die Initiativen des Sowjetpräsidenten Gorbatschow durchaus ernst zu nehmen.

Bis zu seinem 80. Lebensjahr leitete König die Erzdiözese Wien. Danach weihte er selbst am 14. September 1986 den Benediktiner Hans Hermann Groër als seinen Nachfolger zum Erzbischof von Wien. Er musste jedoch miterleben, wie dieser in einen ganz Österreich erschütternden Strudel von Vorwürfen des Kindesmissbrauchs geriet. 1995 wurde Groër vom derzeitigen Erzbischof von Wien, dem Dominikaner und Dogmatikprofessor Christoph Schönborn, abgelöst, den König selber noch am 27. Dezember 1970 in Wien zum Priester geweiht hatte.

Kardinal König war berühmt für seine Reden, u.a. beim Lichtermeer am 23. Jänner 1993 und jährlich in der Ruprechtskirche im Gedenken an die Reichspogromnacht. 1998 hielt König die Eröffnungsrede bei den Salzburger Festspielen mit dem Titel Europa braucht ein neues geistiges Antlitz. Franz König war Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.Ö.St.V. Rudolfina Wien im ÖCV.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 15.-

KARDINAL JAIME LACHICA SIN
1928 - 2005

Erzbischof

Jaime Lachica Sin studierte Philosophie und Katholische Theologie in Jaro und empfing am 3. April 1954 das Sakrament der Priesterweihe. Anschließend wurde er für drei Jahre zum diözesanen Missionar des Bistums Capiz ernannt. Von 1957 bis 1967 leitete er an dann als erster Rektor, Dekan und Dozent das Priesterseminar St. Pius X. in Roxas City. Papst Paul VI. ernannte ihn am 10. Februar 1967 zum Titularbischof von Obba und zum Weihbischof im Erzbistum Jaro. Die Bischofsweihe spendete ihm der Bischof von Capiz, Antonio Frondosa, am 18. März desselben Jahres.

Am 15. Januar 1972 wurde er zunächst zum Titularerzbischof von Massa Lubrense und Koadjutorerzbischof im Erzbistum Jaro ernannt, folgte aber bereits am 8. Oktober desselben Jahres als Oberhirte der Erzdiözese auf seinen verstorbenen Vorgänger José Maria Cuenco. Am 21. Januar 1974 wurde er schließlich Erzbischof des Erzbistums Manila ernannt. Paul VI. nahm Jaime Lachica Sin am 24. Mai 1976 als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santa Maria ai Monti in das Kardinalskollegium auf. Von 1977 bis 1981 leitete er als Vorsitzender die philippinische Bischofskonferenz.

Neben seinen administrativen Verpflichtungen engagierte sich Jaime L. Sin nachhaltig für Belange der Krankenversorgung und der Caritas. Er setzte sich für die Ökumene ein und lud als erster philippinischer Erzbischof Protestanten, Muslime und Vertreter anderer nichtchristlicher Konfessionen zu gemeinsamen Gesprächen ein.

Aus gesundheitlichen Gründen nahm Sin nicht am Konklave zur Wahl von Benedikt XVI., des Nachfolgers von Johannes Paul II. teil.

Am 21. Juni 2005 verstarb er im Cardinal Santos Medical Centre an einem Organversagen.

Oben: Original-signiertes Foto (etwas kleiner als Postkartenformat)    Price in Euro 19.-
Unten: Brief mit Original-Unterschrift   Price in Euro 12.-
 

HANS KÜNG
1928

Theologe

Von 1948 bis 1957 studierte Hans Küng Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und an der Sorbonne zu Paris. Dort gelang ihm, Priester der Diözese Basel seit 1954, eine aufsehenerregende Promotion mit der frz. Dissertation Rechtfertigung. Die Lehre Karl Barths und eine katholische Besinnung. Mit diesem Werk versuchte Küng die Differenzen zwischen Protestanten und Katholiken in der Frage der Rechtfertigung des Sünders aufzulösen bzw. zu überwinden und wurde damit, nach eigener Ansicht, zu einem Vorbereiter der gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre von kirchenoffizieller Seite im Jahre 1999. Diese allerdings unternimmt letztlich keine Synthese divergierender Auffassungen, sondern beurteilt deren Fortbestehen als nicht mehr kirchentrennend.

Hans Küng war seit 1960 Professor an der Katholisch-Theologischen Fakultät Tübingen an der Eberhard Karls Universität und 1962/63 einer der zur Zeit von Papst Johannes XXIII. berufenen Berater – so genannten Konzilstheologen – des Zweiten Vatikanischen Konzils (und zwar für den Bischof von Rottenburg). Er beeinflusste damals mit seinem Buch Konzil und Wiedervereinigung von 1960 die ökumenische Diskussion. Wegen seines starken Drangs in die Öffentlichkeit rieten ihm Kardinal Ottaviani und Papst Paul VI. in persönlichen, noch vertrauensvollen Gesprächen, zu mehr Geduld und Zurückhaltung. Auf Anregung von Küng wechselte Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., im Jahr 1966 von der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster auf den Lehrstuhl für Katholische Dogmatik in Tübingen. Zwischen den beiden kam es jedoch zum Bruch, als Ratzinger in der Auseinandersetzung mit der 68er-Bewegung konservativere Positionen vertrat, während Küng sich als Kritiker der Päpste profilierte.

Hans Küng ist der erste namhafte Theologe römisch-katholischer Herkunft seit dem Schisma der alt-katholischen Kirche von 1870, der die Unfehlbarkeit des Papstes öffentlich und grundsätzlich in Frage stellt. Unfehlbar handelt der Papst dann, wenn er endgültig entscheidet, dass eine Lehre des Glaubens zur römisch-katholischen Lehre gehört (einzige neuere Anwendungsfälle: 1854 Immaculata, 1950 Assumpta). Insbesondere trat Küng dieser Überzeugung (griech.: Dogma) im Buch Unfehlbar? Eine Anfrage entgegen, welches er 1970 veröffentlichte. Nach langwierigen Konflikten, auch um seinen Bestseller Christ sein, stellte der Vatikan im Dezember 1979 fest, Küng könne nicht mehr als römisch-katholischer Theologe gelten, woraufhin die Deutsche Bischofskonferenz am 18. Dezember ankündigte, Küng werde die kirchliche Lehrerlaubnis (Missio canonica) entzogen. Der Entzug der Lehrerlaubnis erfolgte Anfang 1980. Bis zu seiner Emeritierung 1996 blieb er als Direktor des Instituts für Ökumenische Forschung weiterhin Professor an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und ist weiterhin römisch-katholischer Priester.

Küng ist überdies Initiator und Präsident der Stiftung Weltethos.

Am 24. September 2005 wurde Hans Küng durch Papst Benedikt XVI. in Privataudienz empfangen. Für die Öffentlichkeit kam dieser Besuch unerwartet; Insider erinnerten aber daran, dass beide als junge Professoren an der Universität Tübingen gut, sogar vertrauensvoll zusammengearbeitet hatten.

Original-signierte Karte (Format Visitenkarte)    Price in Euro 7.-

WOLFGANG LEONHARD
1921

Historiker, Schriftsteller

Von 1943 an war Leonhard Sprecher am Sender „Freies Deutschland“ des Nationalkomitees Freies Deutschland.

Bereits während seiner Zeit in der Sowjetunion kamen Leonhard immer wieder Zweifel am Stalinismus. An der Komintern-Schule erlebte Leonhard die erste Kritik- und Selbstkritik. In Die Revolution entlässt ihre Kinder schreibt er 1955 zu den Folgen der ersten Kritik- und Selbstkritik „Was würde jedoch sein, wenn sich bei mir weitere kritische Auffassungen aufdrängten, die ich bei mir behielt, und weislich verschwieg? Heute glaube ich, daß damals ein Weg begann, der sieben Jahre später, nach schweren inneren Kämpfen, dazu geführt hat, daß ich mit dem Stalinismus brach und aus der sowjetischen Zone Deutschlands flüchtete.“

Wolfgang Leonhard kehrte am 30. April 1945 als 24jähriger Jungfunktionär mit Walter Ulbricht in der so genannten Gruppe Ulbricht nach Berlin zurück, wo er sich in Berlin dem Aufbau der kommunalen Verwaltung widmete. Von Juli 1945 bis September 1947 war er in der Abteilung Agitation und Propaganda des ZK der KPD (ab 1946 ZK der SED) tätig. Von 1947 bis 1949 lehrte Wolfgang Leonhard an der SED-Parteihochschule Karl Marx, Fakultät Geschichte, in Kleinmachnow. 1949 brach Leonhard jedoch mit dem Stalinismus und floh über Prag nach Jugoslawien, wo er bei Radio Belgrad arbeitete.

1950 siedelte er in die Bundesrepublik Deutschland über, wo er als Ostexperte, Kommentator für Fragen der Sowjetunion und des internationalen Kommunismus, zeitweise als so genannter „Kreml-Astrologe“ bezeichnet, tätig war. 1955 veröffentlichte Leonhard sein bekanntestes Buch Die Revolution entläßt ihre Kinder, in dem er seinen politischen Weg von Moskau im Jahre 1935 bis zu seiner Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone 1949 beschreibt. In Meine Geschichte der DDR bezeichnet Leonhard sich als den ersten Prager Botschaftsflüchtling der DDR, da seine Flucht aus der SBZ nach Jugoslawien über die Prager Botschaft führte.

Von 1956 bis 1958 absolvierte Leonhard Post Graduate Studies am St. Antony's College der University of Oxford. 1963 bis 1964 übte er eine Forschungstätigkeit als Senior Research Fellow am Institut für Russlandforschung der Columbia University, New York, aus. In den Jahren 1966 bis 1987 lehrte er jeweils im Sommersemester an der Historischen Fakultät der Yale University mit den Schwerpunktthemen „Geschichte der UdSSR“ und „Geschichte der kommunistischen Weltbewegung“.

Seit Juli 1987 besuchte er regelmäßig die Sowjetunion, dann Russland und einige andere GUS–Staaten. Seit 1993 war er sieben Mal als OSZE – Wahlbeobachter bei den Wahlen in Russland, Belarus und zuletzt in der Ukraine. Er war Gastprofessor an den Universitäten von Michigan, Mainz, Trier, Kiel, Chemnitz und Erfurt. Heute ist er als Ostexperte, Publizist und Vortragsredner tätig und lebt in Manderscheid (Eifel).

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 8.- 

HEINRICH J. LEUTHOLD

Komponist, Autor

Original-signiertes Passfoto    Price in Euro 6.- 

FREDY LIENHARD
1932

Komiker

Seine Bühnen-Karriere begann Fredy Lienhard 1957 als Mann hinter dem Klavier beim Cabaret Rotstift. Viele Texte und Programme für dieses Kabarett stammten aus seiner Feder, selbst dann noch, als Lienhard längst nicht mehr mit ihm auf der Bühne stand. Doch nicht nur das Cabaret Rotstift profitierte von Lienhards Begabung, Herrn und Frau Schweizer aus einem ironisch-witzigen Blickwinkel zu betrachten und zu interpretieren. Er schrieb auch Texte für Stephanie Glaser, Ursula Schaeppi, Cés Keiser, Walter Roderer und andere Schweizer Kabarettisten.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 6.- 

LORE LORENTZ
1920 - 1994

Kabarettistin

Lore Lorentz, geborene Schirner, studierte nach dem Abitur Geschichte, Germanistik und Philosophie in Wien und Berlin. In Berlin lernte sie den Studenten Kay Lorentz kennen, den sie 1944 heiratete. Mit ihrem Mann gründete sie 1947 ohne Theaterkenntnisse in Düsseldorf das erste deutsche Nachkriegskabarett Das Kom(m)ödchen. Ihr Bühnendebut gab Lore Lorentz 1947 mit dem Programm Positiv dagegen. Bis 1983 gehörte sie zum Ensemble des Kom(m)ödchens, danach bestritt sie Soloprogramme, z. B. 1980 Lore Lorentz präsentiert die Pürkels und Eine schöne Geschichte. Viele ihrer Programme wurden auch im Fernsehen ausgestrahlt, meist als Produktion des WDR.

In der Presse wurde sie als Grande Dame des deutschen Kabaretts und als Primaballerina assoluta der politischen Satire bezeichnet. Sie zählte zu den bedeutendsten Figuren des politisch-literarischen Kabaretts. Ihre besondere Stärke waren der Sprechgesang und ein exzellentes Gefühl für Timing – kunstvoll gesetzte Pausen in den Texten.

Ihre politische Unangepasstheit demonstrierte sie unter anderem, als sie 1976 gemeinsam mit ihrem Mann Kay Lorentz die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes ablehnte.

Ab 1976 lehrte Lore Lorentz an der Folkwangschule in Essen Chanson, Song und Musical. 1994 starb sie an den Folgen einer Lungenentzündung.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 12.- 

HANNELORE MARSCHALL-OEHMICHSEN
1931-2003

Puppenspielerin Augsburger Puppenkiste

Ohne Hannelore Marschall-Oehmichen wären die Erfolge der Puppenkiste undenkbar. Sie ist die Tochter von Walter und Rose Oehmichen. Ohne ihre Handarbeit gäbe es keinen Urmel und keinen Löwen. Wie viele Puppen sie geschnitzt hat, weiß niemand so genau. 

1931 geboren, schnitzte sie schon sehr früh stellte die ersten Marionetten her; Bis zum Jahr 1996 sollten es rund 6000 Puppen werden. 1957 heiratete sie Hanns-Joachim Marschall, der als Regisseur zur Puppenkiste kam. 
Vier Jahre vor dem Tod ihres Vaters übernahm Hannelore Marschall-Oehmichen die Leitung des Puppentheaters. 

Nach dem Tod ihrer Mutter Rose Oehmichen wurde die Schnitzerin auch Inhalberin der Puppenkiste. Hannelore Marschall-Oehmichen starb im Mai 2003. 

Original-signierte Karteikarte (Postkartenformat)    Price in Euro 9.- 

FRIEDRICH LUFT
1911 - 1990

Theaterkritiker

Friedrich Luft wuchs in der Bundesallee 74 (seinerzeit Kaiserallee) in Berlin-Friedenau auf und besuchte das ehemalige Friedenauer Gymnasium (heute Friedrich-Bergius-Oberschule) am Maybachplatz (heute Perelsplatz). Er studierte Germanistik, Anglistik und Geschichte in Berlin und Königsberg. Seit 1936 war er freier Autor. Er schrieb Feuilletons für das Berliner Tageblatt und die Deutsche Allgemeine Zeitung sowie Filmmanuskripte und Texte für den Kabarettisten Werner Finck. Im Jahr 1940 heiratete er die Zeichnerin Heide Thilo.

Nach 1945 war er zunächst als Feuilletonchef bei der Neuen Zeit tätig und arbeitete als Theater- und Filmkritiker vor allem für den RIAS als „Stimme der Kritik“ (Erstsendung am 7. Februar 1946). Seine Markenzeichen waren dabei sein schnelles, teils hastiges Sprechen, seine drastische Formulierungsweise, seine stilistischen Eigenheiten und barocken Schnörkel, besonders aber der Slogan

„Wir sprechen uns wieder, in einer Woche. Wie immer – gleiche Zeit, gleiche Welle, gleiche Stelle. Ihr Friedrich Luft“, mit dem er sich verabschiedete und auf die nächste Sendung hinwies. Später folgten Beiträge für die Süddeutsche Zeitung und Die Welt. Von Luft stammte auch das deutsche Dialogbuch des David-Lean-Klassikers Die Brücke am Kwai aus dem Jahr 1957.

Er wohnte und arbeitete 50 Jahre bis zu seinem Tode in Berlin-Schöneberg, Maienstraße 4 (nahe dem Nollendorfplatz). Dort erinnert eine Gedenktafel an den in Berlin sehr beliebten Kritiker.

Original-signierte Karteikarte (Postkartenformat)    Price in Euro 12.- 

HEINZ MACK
1931

Künstler

Heinz Mack ist ein Hauptvertreter der Kinetischen Kunst. Seit 1956 beschäftigt er sich mit den Problemen der Vibration und des Lichts. Seine sog. „Dynamischen Strukturen“ sind Bilder, beschränken sich auf die Skala von Schwarz- und Weißwerten und bestehen aus vertikal oder horizontal gefügten Geraden. Es folgten Lichtreliefs aus gepreßten Metallfolien.

Zusammen mit Otto Piene gründet er 1957 die Gruppe ZERO, 1961 kommt Günther Uecker noch dazu. Mit Uecker und Piene arbeitet er ab 1961 an den „Lichtmühlen“. 1964 nimmt Heinz Mack an der documenta 3 in Kassel teil. 1970 ist er auf der Biennale in Venedig, deutscher Beitrag, (zusammen mit Thomas Lenk, Karl-Georg Pfahler und Günther Uecker) vertreten.1977 nimmt er an der documenta 6 in Kassel teil. Im Jahr 1989 entwirft er zusammen mit Max Bill die bildsäulen-dreiergruppe.

1992 erhielt er den Großen Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland.

Original-signierte Kunstkarte im Rotorelief (Format 12,5 x 12.5 cm)    Price in Euro 15.- 

ULF MERBOLD 
1941

Astronaut

Im April 1977 hatte die damalige Deutsche Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt nach Experimentatoren für das Raumlabor Spacelab gesucht, woraufhin sich Merbold bewarb. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) suchte Bewerber, um ihre erste Europäisches Astronautenkorps aufzubauen. Den Aspiranten wurde in Aussicht gestellt, in dem von der ESA gebauten Raumlabor an Bord des amerikanischen Space Shuttle forschen zu können. Insgesamt reichten rund 2.000 Wissenschaftler ihre Unterlagen ein – davon 700 aus der Bundesrepublik –, wobei jedes der 12 ESA-Mitgliedsländer lediglich einen Bewerber vorschlagen sollte. Von diesen zwölf Personen wurden im Dezember 1977 vier Kandidaten ausgewählt, die ein halbes Jahr später auf drei reduziert wurde: neben Merbold noch der Schweizer Claude Nicollier und der Niederländer Wubbo Ockels.

Alle drei ESA-Astronauten bereiteten sich gemeinsam auf die Teilnahme am ersten Flug des Spacelab vor, bis im Herbst 1982 die Wahl endgültig auf Merbold fiel. Unter dem Kürzel STS-9 wurde der Shuttle-Flug ein Jahr später unter dem Kommando von John Young durchgeführt, wobei Merbold der erste Nicht-US-Bürger auf einer Raumfähre war. 72 wissenschaftliche Experimente in acht Disziplinen standen auf dem Programm, von Biologie, über Plasmaphysik und Astronomie bis zu Materialwissenschaften. Die Mannschaft arbeitete im Zwei-Schicht-Betrieb, um eine besonders hohe Auslastung der Experimente zu erreichen.

Anschließend kümmerte sich Merbold als Reserve-Nutzlastexperte und Verbindungssprecher um die erste rein deutsche Spacelab-Mission D1, die im Herbst 1985 stattfand. Am ESA-Standort Noordwijk in den Niederlanden arbeitete er anschließend an der Planung des Raumlabors Columbus, dem europäischen Beitrag zur Internationalen Raumstation (ISS), bis er die Leitung des DLR-Astronautenbüros in Köln übernahm.

Ende 1988 wurde Merbold als einer der Kandidaten für eine weitere Spacelab-Mission aufgestellt: drei Jahre trainierte er für STS-42, das erste internationale Unternehmen für Schwerelosigkeitsforschung. Eine Woche forschte er im Januar 1992 (als erster gesamtdeutscher Raumfahrer im All) zusammen mit seiner kanadischen Kollegin an Bord der Raumfähre Discovery.

Nachdem Merbold die wissenschaftlichen Aspekte beim zweiten deutschen Spacelab-Flug D-2 koordinierte, trat er im August 1993 eine Ausbildung im Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum in Moskau an. Gemeinsam mit dem Spanier Duque trainierte er für den europäisch-russischen Kooperationsflug „Euromir 94“. Duque wurde zum Ersatzmann für den Deutschen bestimmt, der Anfang Oktober 1994 mit den Kosmonauten Wiktorenko (Kommandant) und Kondakowa (Bordingenieurin) zu seinem dritten Raumflug aufbrach. Einen Monat lang flog Merbold als erster ESA-Astronaut auf der russischen Raumstation Mir und absolvierte den bis dahin längsten Aufenthalt eines Westeuropäers im All. Dabei führte er rund 30 Experimente durch.

Im Januar 1995 übernahm Merbold, der einen Berufspilotenschein und mehr als 3.000 Flugstunden Erfahrung besitzt, die Leitung der Astronautenabteilung des Europäischen Astronautenzentrums in Köln. Nach drei Jahren schickte ihn die ESA wieder ins niederländische Noordwijk ans Europäische Weltraumforschungs- und Technologiezentrum. Dort arbeitete er im Direktorat für bemannte Raumfahrt und zeichnete verantwortlich für den Bereich Nutzungsvorbereitung der ISS. Seine Aufgabe war es, Industrie und Forschungseinrichtungen in den ESA-Staaten mit den Möglichkeiten der Raumstation vertraut zu machen.

Seit 2004 ist Merbold als Raumfahrer pensioniert, hat aber einen Beratervertrag mit der ESA und hält Vorträge zum Themenkomplex "Wissenschaft im Weltraum".

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)   Price in Euro 8.-

HENRI NANNEN
1913 - 1996

Verleger

Er studierte von 1934 bis 1938 Kunstgeschichte in München. Erste Berufserfahrung sammelte er in der Fachzeitung Die Kunst. Während der Olympischen Spiele 1936 war Nannen Stadionsprecher in Berlin. Er wirkte auch als Sprecher in Leni Riefenstahls zweiteiligem Olympiafilm mit. Im Zweiten Weltkrieg diente er bei der Luftwaffe als Kriegsberichtserstatter in der Propagandatruppe.

Nach dem Krieg gründete er 1946 die Tageszeitung Hannoversche Neueste Nachrichten, als deren Herausgeber er bis 1947 fungierte. 1948 rief er die Illustrierte Stern aus der Jugendzeitschrift Zick-zack ins Leben, deren Herausgeber er wurde. Schon 1951 verkaufte er seine Anteile am Stern u.a. an die Wochenzeitung Die Zeit. Von 1949 bis 1980 war er Chefredakteur des Stern. Unter seinem Engagement wurde aus der Illustrierten Stern Europas auflagenstärkstes Magazin. Durch seine Reportagen löste der Stern öffentliche Kontroversen aus. 1969 war Nannen am Entwurf eines vorbildlichen Redaktionsstatuts maßgeblich beteiligt. 1970 ging er auf Konfrontationskurs, als ihn Gerhard Löwenthal in seinem ZDF-Magazin der Beteiligung an Kriegsverbrechen verdächtigte. Für den Skandal um die von Konrad Kujau gefälschten Hitler-Tagebücher übernahm Nannen insofern die Verantwortung, als er sich öffentlich der Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht bezichtigte.

1986 stiftete der passionierte Kunstsammler seiner ostfriesischen Heimatstadt die Kunsthalle in Emden. 1989 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde seiner Geburtsstadt verliehen, in die er in den 1980er Jahren auch zurückgekehrt war.

1970 stiftete Nannen den Egon-Erwin-Kisch-Preis. Dieser Medienpreis ging im Jahr 2005 in der Kategorie "Reportage" des neue geschaffenen Henri-Nannen-Preises auf.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 9.-

SANDRO DEL-PRETE
1937

Künstler

Sandro Del-Prete, geboren 1937 in Bern, gilt auf dem Gebiet der optischen Täuschungen als einer der führenden Illusionisten der Welt.
Ein Chamäleon hat ihn vor 50 Jahren inspiriert. Ein Auge schaut nach vorne und das andere nach hinten. Wie mag das Tier mit seinen verdrehten Augen wohl die Welt sehen, sinnierte Del-Prete.
Er begann die Dinge von verschiedenen Perspektiven her zu betrachten und versuchte sie alle gleichzeitig auf's Papier zu bringen. Das Entdecken einer neuen Dimension, den Raum ohne Richtungsbegriffe wie vorne, hinten, oben unten, rechts und links. So entstanden seine Täuschungen und er vereinigt als erster die In- und Exversionstechnik im gleichen Kunstwerk. 

Mit 23 Jahren studierte Sandro Del-Prete in Florenz an der Akademie "delle belle arte". Dort fand er die Zeit und Inspiration sich mit optischen Täuschungen zu befassen.
Sein erstes Buch "Illusorismen" erscheint 1981 und findet grosses Interesse. Er eröffnet seine eigene Galerie "Illusoria" in Bern.

Sandro Del-Prete wird immer wieder an internationale Symposien eingeladen, in welchen er an Vorträgen über optische Täuschungen und Illusionen vor begeistertem Publikum spricht.

Original-signierte Karte mit montiertem Papierbild (Postkartenformat)    Price in Euro 8.-

KNUD KNUDSEN
1916 - 1998

Bildhauer, Schriftsteller

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 15.-

GARRY KASPAROW
1963

Schachweltmeister

Garry Kinovich Kasparow wurde im April 1963 in Baku, Aserbeidschan, geboren. Mit dem Schachspielen begann er nach eigenen Aussagen im Alter von fünf Jahren. Mit 12 Jahren wurde er "auffällig": Als sowjetischer Jugendmeister war sein Leben quasi auf eine Schiene gesetzt. Hinter dem eisernen Vorhang spielte die Elite der Welt - beste Voraussetzungen für ein Ausnahmetalent wie Kasparow, der sich bereits fünf Jahre später Großmeister nennen durfte, mit nur 17 Jahren. Im gleichen Jahr noch gewann er den Weltmeistertitel der Junioren. 

Und rasant ging es weiter: Kasparow hatte ganz offenbar sowohl den Ehrgeiz, wie auch die Fähigkeit, überall nicht nur der Erste zu werden, sondern das auch noch besonders früh. 1981, gerade volljährig, wurde er erstmals sowjetischer Meister. Drei Jahre später saß er als jüngster Spieler aller Zeiten in einem Weltmeisterschaftsfinale. 

Doch es sollte zum einen noch drei Jahre dauern, bis er diesen Titel auch errang, zum anderen immer noch reichen, jüngster Weltmeister aller Zeiten zu werden: 1985 markierte den Zeitpunkt, zu dem Kasparow begann, das Weltschach zu dominieren. Er sollte den Titel 15 Jahre lang nicht mehr abgeben. Erst im Jahr 2000 bezwang ihn ausgerechnet sein ehemaliger Schüler Wladimir Kramnik. 

Weil dieser ihm die Gelegenheit zur Revanche bisher nicht bot, sind sich die beiden heute nicht mehr grün. Ihre Schaukämpfe gegen Computer kann man darum auch als eine Art Fernduell sehen, wenn man will: Kramnik versuchte in Bahrain zu zeigen, dass ihm ein Patzer wie Kasparows Niederlage gegen Deep Blue (1997) nicht passieren würde. Kasparow wiederum nimmt das Match gegen Junior auch deshalb ernst, weil er hier zeigen kann, dass er wirklich besser als Kramnik ist. 

Die Statistik spricht noch immer für ihn. Seit 18 Jahren führt Kasparow die Weltrangliste an, ohne Unterbrechung. Längst spielt der Superlativ-Sammler in einer Liga, die wohl lang auf Nachrücker warten wird: Bereits 1988 konnte sich Kasparow - rein statistisch - bester Spieler aller Zeiten nennen: An seine Bilanz kamen selbst Größen wie Anatoli Karpow oder Bobby Fisher schon damals nicht mehr heran. 

Heute macht ihm diesen Status niemand mehr streitig: 1999 erreichte Kasparow als erster Mensch überhaupt eine Spielstärke von 2850 Elo-Punkten. Heute führt in der Weltschachverband mit 2847 Elo-Punkten, vor Kramnik mit 2809 Punkten und Viswanathan Anand mit 2753.

Original-signiertes Foto, Unterschrift auf der Rückseite (Postkartenformat)    Price in Euro 20.-
Das Autogramm wurde persönlich in Horgen gesammelt.

VIKTOR KORTSCHNOI
1931

Schachspieler

Kortschnoi besuchte in Leningrad die Grundschule, studierte sechs Jahre lang Geschichte und schloss 1954 mit dem Diplom ab. Er erlernte das Schachspiel mit sieben Jahren von seinem Vater. 1943 wurde er Mitglied im Schachklub des Leningrader Pionierpalastes. Hier wurde er trainiert von Abram Modelj, Andrej Batujew und Wladimir Zak. 1947 und 1948 wurde er Jugendmeister der UdSSR. 1951 erhielt er den Titel „Schachmeister“, ein Jahr später qualifizierte er sich erstmals für die UdSSR-Meisterschaft. 1954 wurde er Internationaler Meister.

Er errang den Grossmeistertitel 1956 und zählt seitdem zu den besten Spielern der Welt. Viermal gewann er den Titel des UdSSR-Meisters (1960, 1962, 1964, 1970). Insgesamt sechsmal war er mit der sowjetischen Mannschaft der UdSSR bei Schacholympiaden (1960, 1966, 1968, 1970, 1972 und 1974) siegreich.

Anlässlich eines internationalen Turniers in Amsterdam emigrierte er im Jahr 1976 in den Westen. Er liess in der Sowjetunion seine Ehefrau und seinen Sohn zurück. Mit Hilfe der FIDE versuchte er danach, für seine Familie eine Ausreisegenehmigung zu erhalten. Zunächst hielt er sich in den Niederlanden, dann – ab 1978 – in der Schweiz auf, für die er seitdem bei Turnieren antritt. Nach seiner Emigration entsandte die sowjetische Schachföderation ihre Grossmeister nur noch zu Turnieren, bei denen Kortschnoi nicht eingeladen war.

Im Jahr 1974 unterlag er im Kandidatenfinale gegen Karpow, der im Jahr darauf Weltmeister wurde. Im Kandidatenturnier 1977/78 besiegte er Tigran Petrosjan, Lew Polugajewski und im Finale Boris Spasski und qualifizierte sich so für das Weltmeisterschafts-Match gegen Anatoli Karpow. Sein Wettkampf um die Schachweltmeisterschaft 1978 in Baguio (Philippinen) gegen Anatoli Karpow fand in einem politisch aufgeheizten Klima statt: Kortschnoi machte Karpow, der ein gutes Verhältnis zur sowjetischen Führung hatte, für die politischen Verhältnisse in der UdSSR mitverantwortlich. Im Ergebnis verlor er knapp mit 5–6 bei 21 Unentschieden, nachdem er zuvor einen 2–5 Rückstand innerhalb von vier Partien aufholte, dann aber die nächste Partie und damit das Match verlor. Im nächsten Kandidatenturnier 1980/81 bezwang Kortschnoi erneut Petrosjan und Polugajewski sowie im Finale Robert Hübner und qualifizierte sich erneut für das WM-Finale gegen Karpow. 1981 in Meran verlor er gegen Karpow mit 6–2 bei 10 Remis.

Als Kortschnoi im Kandidatenhalbfinale im August 1983 gegen Garri Kasparow antreten sollte, kam es zum Streit zwischen dem Weltschachbund und der sowjetischen Schachföderation über den geplanten Austragungsort Pasadena in den USA. Die FIDE sprach Kortschnoi einen kampflosen Sieg zu, den Kortschnoi nicht annehmen wollte. Schliesslich kam der Wettkampf nach dreimonatiger Verzögerung in London zustande, Kortschnoi unterlag Kasparow mit 4–7. In der Folge wurde die sowjetische Praxis des Turnierboykotts gegen Kortschnoi aufgegeben.

Im Jahr 1992 bekam Kortschnoi von seinem Wohnort Wohlen im Kanton Aargau das Schweizer Bürgerrecht.

Trotz seines fortgeschrittenen Alters nimmt er bis heute erfolgreich an hochklassigen Schachturnieren teil. Im Jahr 2006 wurde Kortschnoi bei seiner erstmaligen Teilnahme Seniorenweltmeister. Im italienischen Arvier gewann er mit 9 Punkten aus 11 Partien knapp vor dem tschechischen Grossmeister Vlastimil Jansa (8,5/11). Sein kompromissloser Stil brachte ihm den Spitznamen Viktor der Schreckliche ein. Seine beste historische Elo-Zahl war 2814. Diese erreichte er 1978 und war damit zweitbester Spieler hinter Karpow. Im Jahr 1965 lag er auf Platz 1 der Rangliste, allerdings mit einer etwas schlechteren Elo-Zahl. In der Saison 2006/07 spielte er in der Zweiten Bundesliga eine Partie für den SV Glück auf Rüdersdorf am Spitzenbrett. In der Schweizer Nationalliga A spielt er für die Schachgesellschaft Zürich.

Seine Elo-Zahl beträgt 2605, damit belegt er hinter Vadim Milov den zweiten Platz in der Schweizer Rangliste (Stand: Januar 2008).

Seit dem 21. Mai 1991 ist Kortschnoi mit Petra Leeuwerik verheiratet, die ihn bereits bei seinem WM-Kampf 1978 als Delegationsleiterin unterstützt hatte.

Original-signiertes Foto (Format A5)    Price in Euro 19.-
Das Autogramm wurde persönlich gesammelt.

VLADIMIR KRAMNIK
1975

Schachweltmeister

1991 wurde er Jugendweltmeister und nur ein Jahr später verlieh ihm die FIDE den Titel eines Internationalen Großmeisters . Wie seine beiden Großmeisterkollegen Anatoli Karpow und Garri Kasparow durchlief auch er in Moskau die berühmte Schachschule von Exweltmeister Michail Botwinnik . Bisheriger Höhepunkt der Laufbahn Kramniks war der Weltmeisterschaftskampf gegen Garri Kasparow bei der Braingames-WM 2000 in London . In dem auf 16 Partien angesetzten Match (die 15 Partien zum Nachspielen) siegte Kramnik ohne Niederlage vorzeitig nach 15 Partien mit 8 5 : 6 5 und wurde damit Nachfolger von Garri Kasparow auf dem Weltmeisterthron . 

2002 spielte Kramnik in Bahrain gegen das Schachprogramm Deep Fritz. Der Wettkampf der unter dem Motto "Brains in Bahrain" stattfand endete nach acht Partien unentschieden. 

Kramnik gilt als ein besonders auf Sicherheit Wert legender Spieler mit einer hohen Remisquote . Er gewann das Superturnier in Linares 2004 mit nur zwei Gewinnpartien. 

Original-signiertes Papierfoto, Unterschrift auf Rückseite (Postkartenformat)    Price in Euro 12.-

CABARET ROTSTIFT
Werner von Aesch (1927-2008), Jürg Randegger, Heinz Lüthi

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 15.- 

JULIUS HACKETHAL
1921 - 1997

Arzt

Hackethal studierte Medizin in Berlin, Würzburg und Göttingen. Bei Kriegsende war er im 8. Semester. Zu dieser Zeit wohnte er in der Nähe von Göttingen und hörte davon, dass die Universität Göttingen Notapprobationen vergab. Er fuhr unter abenteuerlichen Umständen nach Göttingen und bestach die Sachbearbeiter mit einer Kiste Eckstein-Zigaretten, um das Verfahren noch abzuschließen, bevor die Amerikaner anrückten. Seine Doktorarbeit hatte er schon geschrieben, so dass er noch 1945 promovierte.

Bis 1950 absolvierte er seine chirurgische Ausbildung am Kreiskrankenhaus in Eschwege. 1952 wechselte er an die Orthopädische Universitätsklinik in Münster; 1954 folgte die Habilitation im Fach Orthopädie, 1956 zusätzlich für Chirurgie an der Universität Erlangen-Nürnberg. 1962 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt.

Er erregte erstmals 1963 Aufsehen, als er in Erlangen dem Klinikchef in der Chirurgie 138 schwere Kunstfehler vorwarf, von denen mehr als die Hälfte tödlich ausgegangen seien. Angesichts der Zustände in Erlangen wollte Hackethal so nicht mehr weiterarbeiten und verweigerte den Gehorsam, worauf er entlassen wurde. Die Auseinandersetzung wurde als „Erlanger Professorenstreit“ öffentlich bekannt. In einem Fall stellte Hackethal sogar Anzeige wegen Mordes. Alle 138 vermeintlichen Kunstfehler wurden innerhalb kürzester Zeit aufgeklärt. Der Klinikchef erwirkte durch eine einstweilige Verfügung, dass Hackethal die Vorwürfe nicht mehr äußern durfte. Hackethals akademische Karriere war damit beendet.

1965 ging er als Assistenzarzt im Städtischen Krankenhaus Lauenburg und arbeitete sich zum Chefarzt hoch. Bis 1974 blieb er Chefarzt der Chirurgie, ehe er eine eigene Praxis eröffnete. Sein Buch „Auf Messers Schneide, Kunst und Fehler der Chirurgen“ machte ihn 1976 einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Darin plädierte er für Behandlungsalternativen, mehr Ethik in der Medizin sowie eine bessere Arzt-Patienten-Beziehung. Ein Jahr später folgte das Buch „Nachoperation“. Er verarbeitete darin seine Erlanger Erfahrungen mit der Krankenhaushierarchie.

Durch zahlreiche öffentliche Auftritte und Veröffentlichungen wurde er zu einem der bekanntesten und auch umstrittensten Mediziner in Deutschland. Er war Gutachter in zahlreichen Prozessen wegen ärztlicher Kunstfehler und griff seine Standeskollegen wiederholt scharf an.

In den 1970er Jahren wurde Hackethal zu einem Krebsspezialisten. 

Mitte der 1980er Jahre engagierte sich Hackethal in der Sterbehilfe und für die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben. Er setzte sich für aktive Sterbehilfe ein und bekannte, dass er seiner Mutter eine tödliche Spritze gegeben habe. Aufsehen erregte ein von ihm gedrehter Film, der zeigte, wie er einer schwer an Gesichtskrebs erkrankten Frau Zyankali gab. 

Oben: Original-signierte Karte (Postkartenformat)    Euro 9.--
Original-signiertes Foto (Format ca. A5)    Price in Euro 15.- 
Foto weist kleine weisse Punktierung auf der Oberfläche auf.

URS PETER HAEMMERLI

Arzt

Original-signierte Karteikarte (Postkartenformat)    Price in Euro 7.- 

AKE SENNING
1915 - 2000

Arzt

Åke Senning wurde als Sohn eines Tierarztes geboren. Er wollte eigentlich Ingenieur werden, seine Mutter überredete ihn jedoch zum Medizinstudium. Nach dem Studium in Uppsala und Stockholm legte er 1948 das Staatsexamen ab. Die Chirurgische Weiterbildung lernte er bei Clarence Crafoord ab 1948 im Sabbartsberg-Krankenhaus in Stockholm. Crafoord beauftragte ihn mit der Entwicklung einer Herz-Lungen-Maschine. Als 1954 Clarence Crafoord die erste erfolgreiche offene Herzoperation in Europa durchführte, hatte Senning mit seiner Herz-Lungen-Maschine einen entscheidenden Anteil beigetragen. 1956 folgte er seinem Chef ins Krankenhaus des Karolinska Institutet und wurde dort Leiter der Experimentalchirurgie und gleichzeitig Oberarzt.

Zusammen mit dem Elektroingenieur Rune Elmquist hat Åke Senning 1958 den ersten implantierbaren Herzschrittmacher entwickelt.

Am 16. April 1961 übernahm Senning die Direktion der neu geschaffenen Chirurgischen Klinik A des Universitätsspitals Zürich. In den ersten neun Monaten seiner Amtszeit wurden 108 Herzoperationen durchgeführt, zwei Jahre später 264 und im letzten Amtsjahr 937. Im Jahre 1969 führte er die ersten zwei Herztransplantationen in der Schweiz aus.

Original-signiertes Foto (etwas kleiner als Postkartenformat)    Price in Euro 19.-

GUNTER SACHS
1932 - 2011

Industrieller, Fotograf

Gunter Sachs ist der jüngere Sohn des deutschen Industriellen Willy Sachs, der ab 1932 Alleininhaber des Sachs-Konzerns (u. a. Fichtel & Sachs AG) war. Gunter Sachs’ Großvater väterlicherseits war Geheimrat Ernst Sachs, der Erfinder des Fahrrad-Freilaufs und Mitgründer des Unternehmens. Der Großvater mütterlicherseits, Wilhelm von Opel, war der Sohn des Opel-Gründers Adam Opel. 1973 gründet Gunter Sachs in St. Moritz den Dracula-Club. Seit 1976 ist er Schweizer Staatsbürger. Er lebte und lebt an verschiedenen Orten in der Schweiz, Frankreich, USA, England, Kärnten, Tirol und Oberbayern.

Sachs verbrachte den größten Teil seiner Schulzeit und Studienjahre in der Schweiz. Nach dem Tod seines Vaters im November 1958 wurde sein älterer Bruder Ernst-Wilhelm stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sachs-Gruppe in Schweinfurt (bis 1967). Gunter Sachs trat als stellvertretender Vorsitzender in den Aufsichtsrat ein, dem er bis Mitte der 1980er Jahre angehörte. Ab 1976 veräußerten die beiden Brüder den Sachs-Konzern in mehreren Aktienpaketen. 1987 wurde die Aktienmehrheit am Unternehmen durch die Mannesmann AG übernommen. Seit 2001 gehört es zu 100 % zur ZF Friedrichshafen AG. Das Vermögen von Sachs wird vom Manager-Magazin auf 500 Millionen Euro geschätzt.

Sachs studierte Mathematik und Wirtschaft in Lausanne, erwarb ein Dolmetscherdiplom und machte eine Lehre als Bankkaufmann. In den sechziger Jahren wurde er in den Medien als Playboy populär. Es dauerte einige Jahre, bis sich sein Ruf als Fotograf und Dokumentarfilmer in der breiten Öffentlichkeit durchsetzte.

Seine Sammlung zeitgenössischer Kunst baute Sachs schon in jungen Jahren auf, begünstigt durch persönliche Kontakte zu Malern und Bildhauern wie Jean Fautrier, Andy Warhol, César, Arman, Yves Klein, René Magritte, Salvador Dalí, Roy Lichtenstein, Tom Wesselmann und Allen Jones. Viele dieser Künstler waren 1969 an der Gestaltung der legendären Pop-Art-Wohnung im Turm des Palace-Hotels in St. Moritz beteiligt, die in der Kunstwelt nachhaltig Beachtung fand. Von 1967 bis 1975 war Gunter Sachs gemeinsam mit Konstantin von Bayern Präsident des von ihm mitgegründeten Vereins Modern Art Museum München, der sich für den Bau eines Museums für zeitgenössische Kunst in München einsetzte und in der Villa Stuck zahlreiche Ausstellungen zeigte. Bis 1975 unterhielt Sachs eine Kunstgalerie in Hamburg-Pöseldorf, die 1972 mit einer Andy-Warhol-Ausstellung eröffnet worden war und die von der Fotografin Angelika Platen geleitet wurde. Auch als Unternehmer machte Sachs ab Mitte der 60er Jahre auf sich aufmerksam. Er baute eine internationale Kette von Modeboutiquen (Micmac) auf, die bei ihrem Verkauf im Jahr 1981 über 400 eigene Verkaufsstellen verfügte.

Von 1963 bis 1968 drehte Gunter Sachs fünf Kurzfilme, die jeweils das Prädikat „wertvoll“ erhielten und auf verschiedenen Festivals ausgezeichnet wurden. 1969 folgte der Dokumentarfilm „Happening in White“, mit dem er die Superzeitlupe als Stilmittel etablierte. Dafür erhielt er 1972 den 1. Preis des Internationalen Olympischen Komitees in Cortina d’Ampezzo. Seit 1972 arbeitet Sachs professionell als Fotograf, 1973 sorgte er für Aufsehen mit der ersten Aktaufnahme in der französischen Vogue. Internationale Anerkennung erlangte er 1974 mit einer Sonderschau auf der Fachmesse Photokina, für die er auch das offizielle Ausstellungsplakat gestaltete. 1976 wurde er mit dem Leica-Preis ausgezeichnet. Der Schwerpunkt seiner Fotografie sind surreale Akt- und Landschaftsaufnahmen, die in mittlerweile sieben Bildbänden veröffentlicht wurden. Früh beschäftigte Gunter Sachs sich auch mit digitaler Fotografie und zeigte bereits 1995 dieses Novum in mehreren Ausstellungen. Die Erlöse aus dem Verkauf seiner Fotos und Bildbände fließen in die Mirja-Sachs-Stiftung, die Kindern hilft. Sachs’ Werke wurden in über 30 internationalen Ausstellungen gezeigt. 2003 würdigte das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe den Fotografen, Kunstsammler und Dokumentarfilmer Sachs mit einer Retrospektive, 2005 zeigte das Staatliche Russische Museum in St. Petersburg eine Ausstellung mit rund 100 Aufnahmen des Künstlers aus den letzten drei Jahrzehnten. Die Ausstellung machte 2007 auch in der Staatlichen Kunstgalerie Kaliningrad Station. Von 1. März bis 22. Juni 2008 präsentierte das Museum der bildenden Künste Leipzig unter dem Titel Gunter Sachs – Die Kunst ist weiblich … eine umfassende Ausstellung über das Leben und Werk von Gunter Sachs. Neben zahlreichen fotografischen Arbeiten waren Teile seiner privaten Kunstsammlung (Pop-Art, Nouveau Réalisme, Informel, Surrealismus) zu sehen sowie seine Dokumentarfilme und persönliche Erinnerungsstücke aus seinem Leben, wie seine Motorräder und Bobschlitten. Aufgrund des großen Publiumserfolges wurde die Ausstellung bis zum 5. Oktober 2008 verlängert. Insgesamt kamen 68.300 Besucher[3], was die Retrospektive zur erfolgreichsten Ausstellung in der 150-jährigen Geschichte des Museums machte. Unter dem Titel Photograph und Kunstsammler zeigte das Tsaritsyno-Museum in Moskau vom 24. März bis 7. Juni 2009 eine Ausstellung von Gunter Sachs. Unter den 200 Fotografien sind zahlreiche neue Arbeiten, ebenfalls zu sehen ist eine Auswahl der Dokumentarfilme von Sachs sowie 50 Werke aus seiner privaten Kunstsammlung.

 Er gründete das Institut zur empirischen und mathematischen Untersuchung des möglichen Wahrheitsgehaltes der Astrologie in Bezug auf das Verhalten von Menschen und deren Anlagen (IMWA).

In statistischen Untersuchungen mit über 20 Millionen schweizerischen, englischen, deutschen und französischen Daten, die 1997 in dem Band Die Akte Astrologie veröffentlicht wurden, konnten signifikante Zusammenhänge zwischen den sogenannten Sonnenzeichen und verschiedenen Verhaltensweisen festgestellt werden, etwa bei Eheschließung, Berufswahl, Verkehrsverhalten oder Neigung zum Suizid. Das Buch enthält weiterhin einen Anhang mit den Ergebnissen einer von Sachs beim Institut für Demoskopie Allensbach in Auftrag gegebenen Studie zum Thema Tierkreiszeichen mit einem Vorwort von Elisabeth Noelle-Neumann. Das Buch stand 21 Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, wurde in England für den Astrological Research Award nominiert. 1998 erschien das Buch in englischer, im Jahr 2000 in französischer Sprache.

  Im Jahre 1959 gewann Gunter Sachs als Mitglied des St. Moritz Bobsleigh Club den Junioren-Europameistertitel im Zweierbob. Zehn Jahre später übernahm Sachs das Präsidentenamt des St. Moritz Bobsleigh Club, dem er noch bis heute vorsteht. Im Februar 2009 wurde er für sein 40-jähriges Dienstjubiläum geehrt. Zu seinen Ehren wurde der Platz oberhalb der Bobbahn in Piazza Gunter Sachs umbenannt.
 

Original-signiertes Grossfoto     Price in Euro 19.- (selten in dieser Qualität)



 
 
 
 
PETER EMIL HUBER-WERDMÜLLER
1836 - 1915

berühmter Industrieller - Gründer der Maschinenfabrik Oerlikon

Der Sohn eines Zürcher Seidenfabrikanten besuchte Schulen in Zürich und im Welschland und studierte ab 1855 am Eidgenössischen Polytechnikum Zürich Maschinenbau. 1858 erhielt er das Diplom als Ingenieur und ergänzte sein Wissen anschliessend am Conservatoire National des Arts et Métiers in Paris. Zudem war er längere Zeit in England. Im damals führenden Industrieland konnte er sich weitere Kenntnisse erwerben.

Erste Anstellungen hatte er bei den Gebrüdern Sulzer in Winterthur, die damals von Charles Brown sen. geleitet wurde. In Brown hatte Huber einen ebenso fachlich hervorragenden wie ihn fördernden Lehrherren. Danach konnte er seine Kenntnisse bei der Escher, Wyss & Cie. in Zürich erweitern. 1863 gründete er mit dem englischen Ingenieur M. M. Jackson die Giesserei P. E. Huber & Co. in Oerlikon. Dieser Betrieb wurde aus wirtschaftlichen Gründen 1867 an die Firma Daverio, Siewerdt & Giesker in Rorschach verkauft und 1872 liquidiert.

1876 wurde die Werkzeug- und Maschinenfabrik Oerlikon neu organisiert und Huber-Werdmüller zum Präsidenten des Verwaltungsrates dieser Gesellschaft berufen. Er trieb die Entwicklung des Betriebes zielstrebig voran, gliederte 1884 eine elektrische Abteilung an und setzte Charles Brown sen. als deren Leiter ein. Brown brachte seine beiden Söhne Charles und Sidney, zwei hervorragende Ingenieure, mit in den Betrieb. Öffentlich wurden die Leistungen von Huber-Werdmüller und Oerlikon mit der Einrichtung einer Trasse zur Gleichstromübertragung von Kriegstetten nach Solothurn sowie über die Schweizer Grenze hinaus bei der Internationalen Elektrotechnische Ausstellung 1891 in Frankfurt am Main, wo erstmals die Drehstromübertragung Lauffen-Frankfurt vorgestellt wurde zu der Oerlikon die Generatoren geliefert hatte. Später übernahm Hubers Schwiegersohn Dietrich Schindler-Huber die Leitung des Unternehmens.

Die Entwicklung der elektrischen Abteilung von Oerlikon hatte für das technische Fortkommen in der Schweiz und in Europa noch eine weitere Auswirkung. 1886 bestellte der Entdecker der Aluminium-Schmelzflusselektrolyse, Paul Louis Toussaint Héroult bei Oerlikon eine Dynamomaschine und kam 1887 selbst nach Zürich, um elektrolytische Versuche zu machen. Huber-Werdmüller, der schon früh die Bedeutung des Aluminiums als Werkstoff erkannt hatte, sah die immensen Vorteile des Héroult’schen Verfahrens. Zusammen mit den ebenso weit blickenden Unternehmerpersönlichkeiten Georg Robert Neher, Gustave Naville, Präsident der Firma Escher, Wyss & Cie. in Zürich trieb er seine Idee einer Alumiumfabrik in Neuhausen am Rheinfall voran.

Die Familie Neher verfügte über die Wasserrechte am Rheinfall, die für die Stromerzeugung genutzt werden sollten, sowie mit ihrem ehemaligen Eisenwerk über die Infrastruktur an diesem Standort. Die Firma Oerlikon, die damals die grössten Gleichstromgeneratoren der Welt produzierte, installierte diese zur grosstechnischen Herstellung des Stroms, der für den enormen Strombedarf des Héroult-Verfahrens notwendig war. Die Escher Wyss & Cie. lieferte die Turbinen. Mit weiteren Aktionären wurde im Oktober 1887 die Schweizerische Metallurgische Gesellschaft, aus der dann die Aluminium Industrie AG., Neuhausen (AIAG) hervorging, die ihrerseits 1963 in Schweizerische Aluminium AG überführt wurde.

Damit wurde Schaffhausen zur Wiege der Aluminiumindustrie Europas und Huber-Werdmüller hat diese Entwicklung etwa als Mitgründer der Kraftübertragswerke Rheinfelden (heutige Energiedienst Holding) und dem Bau des dortigen Aluminiumwerks (Aluminium Rheinfelden) mit vorangetrieben.

Wirken in öffentlichen Ämtern 
Ab 1867 widmete sich Huber in öffentlichen Funktionen vor allem der Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur in der näheren und weiteren Umgebung von Zürich. Ausgehend vom Amt des Gemeinderats in der Zürcher Vorortsgemeinde Riesbach, seinem Geburtsort, setzte er sich als Bauvorstand im Gemeinderat für einen grosszügigen Strassenausbau ein. Er förderte auch den Bau einer funktionsgerechten Quaianlage am Zürichsee. Infolge der Erschliessung des Seefeldes hatte er sich mit den Problemen des Eisenbahnbaus zu beschäftigen und wurde so Mitglied im Verwaltungsrat der Schweizerischen Nordostbahn. Huber war wesentlich an der Gründung der Uetlibergbahn beteiligt, wo er sich gegen grosse Widerstände dafür einsetzte, dass diese Strecke als Adhäsionsbahn gebaut wurde. Auch die Entwicklung des schienengebundenen Nahverkehrs in Zürich und Umgebung hat Huber wesentlich mit angeschoben. So bereitete er die Gründung eines Strassenbahnverbandes Zürich–Riesbach–Enge, der Zürcher Strassenbahngesellschaft, die zunächst eine Rösslitram baute. Nach der Stadtvereinigung von 1893 leitete er die Gründung der Elektrischen Strassenbahn Zürich in die Wege.

Huber-Werdmüller gehörte 1889 zu den Mitbegründern des Schweizerischer Elektrotechnischer Vereins (SEV) und wurde 1909 zu dessen Ehrenmitglied ernannt.

original-signierter Brief aus dem Jahre 1901, gelocht und in der Mitte einmal gefaltet (Unterschrift leicht verwischt) - sehr selten     
Price in Euro 29.--


MILDRED SCHEEL 
1932 - 1985

Gründerin der deutschen Krebshilfe

Here is a rare original signed picture 3.5 x 5.5 (Format A6)    Price in Euro 19.-

HORST STERN
1922

Journalist, Schriftsteller

Horst Stern ist gelernter Bankkaufmann. Am Zweiten Weltkrieg nahm er als Fallschirmjäger teil und geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung arbeitete er als Dolmetscher bei der US Army in Ludwigsburg. Ab 1947 war er Gerichtsreporter der Stuttgarter Nachrichten. In den 1950er Jahren war er im Bielefelder Delius Klasing Verlag tätig und gab unter anderem die Zeitschriften Gute Fahrt, Unterwegs und Yacht heraus.

In den 1960er Jahren begann Stern mit dem Verfassen von Manuskripten zu Tiersendungen für den Schulfunk des Süddeutschen Rundfunks in Stuttgart. Bundesweit bekannt wurde der Autor mit der Fernsehreportage-Serie Sterns Stunde, in deren 27 Folgen auf neuartige und unsentimentale Weise verschiedene Haus- sowie Wildtiere und die ökologischen Probleme ihrer Haltung bzw. Hege gezeigt wurden.

1972 gehörte Horst Stern (zusammen mit Konrad Lorenz, Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Bernhard Grzimek und Heinz Sielmann) zu den Gründern der „Gruppe Ökologie“, die sich als Protestbewegung gegen mangelndes ökologisches Bewusstsein der Industriegesellschaft verstand. Von 1972 bis 1979 war Stern Naturschutzbeauftragter des Landkreises Lindau (Bodensee).

1975 war Horst Stern (zusammen mit Bernhard Grzimek, Hubert Weinzierl und achtzehn weiteren Umweltschützern) einer der Gründer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND). 1980 gründete er die Zeitschrift Natur, die er bis 1984 als Herausgeber leitete.

In den folgenden Jahren verlegte sich Stern auf das Verfassen literarischer Texte, blieb dabei jedoch der Thematik Ökologie und Tierschutz treu. Seit 1995 ist Horst Stern, der zeitweise nach Irland übergesiedelt war und heute in Passau lebt, wieder journalistisch tätig und liefert Beiträge für die Wochenzeitungen Die Woche (inzwischen eingestellt) und Die Zeit.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat, Unterschrift auf der Rückseite)   Price in Euro 6.-

EINZI STOLZ
1922 - 2004

„Einzi“ Stolz ist die Witwe des österreichischen Komponisten Robert Stolz (1880-1975). Sie wurde am 1.5.1912 als Yvonne Louise Ulrich in Warschau (Polen) geboren. Die bildschöne Tochter eines Schweizer Schriftstellers und Philosophen arbeitete nach der Matura zunächst in einer Export-Import-Firma, deren Chef sie später heiratete. Nach einem kurzen Aufenthalt in London übersiedelte sie 1939 mit ihrer Tochter nach Paris, wo sie bedürftige Emigranten unterstützte und Kontakt zur dorthin geflüchteten österreichischen Künstlerszene pflegte. In einem Café lernte sie den um 32 Jahre älteren Robert Stolz kennen, emigrierte mit ihm 1940 in die USA, heiratete ihn 1946 und kehrte mit ihm nach Wien zurück. „Einzi“ war nicht nur fünfte Ehefrau, sondern wirklich einzigartige Managerin und Marketing-Chefin ihres Mannes – selbst über dessen Tod hinaus. Dementsprechend würdigte auch Kunststaatssekretär Morak die kämpferische Frau: „Einzi Stolz war in ihrem Engagement für die Verbreitung der Musik ihres Mannes einzigartig. Konsequent, hartnäckig und mit unglaublichem Einsatz hat sie, nicht nur als Managerin von Robert Stolz, sondern auch nach seinem Tod als Verwalterin des musikalischen Nachlasses, das Erbe des Komponisten lebendig erhalten. Ihr großes Verdienst bestand auch darin, dass sie das Schaffen ihres Mannes weit über die Grenzen Österreichs hinausgetragen hat“.

 Oben: Original-signiertes Foto (Postkartenformat)   Price in Euro je 9.-
Unten: Original-signierte Karte (etwas kleiner als Postkartenformat)   Price in Euro 5.-

BEATE UHSE
1919 - 2001

Pilotin, Unternehmerin

Die 1919 in Ostpreußen geborene Beate Uhse begann eine erste Karriere als Pilotin. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs geriet sie in Gefangenschaft. Nach dem Krieg war ihre Laufbahn als Pilotin beendet, da die Besatzungsmächte jede fliegerische Tätigkeit verboten.

Beate Uhse startete eine neue Karriere als Geschäftsfrau. Vor dem Hintergrund des Bedürfnisses der Kriegsheimkehrer und ihrer Frauen nach Sexualität, aber auch angesichts der Angst, Kinder zu bekommen, gab sie eine Broschüre über Verhütung heraus in der sie beschrieb, wie Frauen ihre fruchtbaren und unfruchtbaren Tage selbst bestimmen können.
32 000 Exemplare der Broschüre „Schrift X” wurden verkauft. Beate Uhse dehnte den Betu-Versand auf größere Städte aus und verkaufte bald auch Ehebücher und Kondome. 1951 gründete die rührige Unternehmerin mit vier Angestellten das Versandhaus Beate Uhse AG (www.beate-uhse.ag). Die Firma entwickelte sich schnell. In Flensburg wurde 1962 das Fachgeschäft für Ehehygiene, der erste Sex-Shop der Welt, eröffnet. 

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)   Price in Euro 12.-

PEACH WEBER
1952

Komiker

Nach einer Ausbildung zum Lehrer wurde er schon bald durch seine humorvollen Lieder, welche auch in die Hitparaden gelangten, bekannt. Das Gitarrenspiel brachte er sich weitgehend selbst bei. Unter seinen zahlreichen Liedern befinden sich die Evergreens Ich bi de Borkechäfer und Überall het's Pilzli draa.

Peach Weber wurde für sein Album Früsch vo de Läbere mit dem Prix Bernhard ausgezeichnet.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)   Price in Euro je 6.-

LIA WÖHR
1911 - 1994

Tänzerin, Schauspielerin

Lia Wöhr wuchs als Tochter eines Bäckers im Frankfurter Gallusviertel auf. Als sie die Oper Salomé sah, beschloss sie, Tänzerin zu werden. Diesen Beruf übte sie auch mehrere Jahre aus. Danach besuchte sie die Schauspielschule und erhielt Ende der 1920er-Jahre erste Engagements in Berlin als Chansonsängerin. Schließlich wurde sie nach abgeschlossener Schauspielausbildung vom Stadttheater Halberstadt verpflichtet. Dort kündigte sie jedoch 1933, weil einer jüdischen Kollegin zuvor ebenfalls gekündigt worden war. Sie ging zurück nach Frankfurt und spielte klassische Rollen am Frankfurter Schauspiel. Ihre erste eigene Regiearbeit übernahm sie 1937 für eine Oper.

Nach dem Kriege wurde sie als Putzfrau Siebenhals sowohl im Hörfunk (dort sprach sie allerdings die Mamma Hesselbach) als auch im Fernsehen in der Serie Die Hesselbachs in ganz Westdeutschland bekannt. Zwischendurch war sie auch immer wieder in Italien und inszenierte dort Verdi, Wagner und Mozart in Rom. Sie firmierte dort unter dem Namen Elisabetta Wöhr.

Lia Wöhr war die erste weibliche Produzentin des Deutsches Fernsehens. Sie produzierte neben der Äppelwoisendung Zum Blauen Bock, wo sie auch die Frau Wirtin als freundliche Gastgeberin spielte, auch die Johannespassion und den Feuervogel von Strawinsky. Außerdem war sie jahrelang als Produzentin verantwortlich für die deutschen Vorentscheidungen zum Eurovision Song Contest.

1976 ging sie in Pension und trat nur noch vereinzelt als Schauspielerin im Frankfurter Volkstheater auf. Sie lebte bis zuletzt in Weißkirchen bei Oberursel. Die Stadt Frankfurt benannte einen Platz am Rande des Gallusviertels nach ihr und stellte dort - in der Nähe ihres Geburtshauses - einen vom Hessischen Rundfunk gestifteten Gedenkstein auf. Ebenso wurde, allerdings noch zu ihrer Lebenszeit, ein öffentlicher Weg zu ihrem Haus in Weißkirchen nach ihr benannt (Lia-Wöhr-Weg). Sie war auch Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oberursel-Weißkirchen.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)   Price in Euro 9.-


MICOL FONTANA
1913

berühmte Modedesignerin zusammen mit ihren Schwestern Zoe und Giovanna

Micol Fontana und ihre Schwestern kreierten rund 250 Roben für Stars wie Ava Gardner, Audrey Hepburn, aber auch für Jackie Kennedy und für römische Adlige. 

Ihren Durchbruch hatten die Schwestern 1939. Zu verdanken haben sie ihn der Sekretärin des amerikanischen Schauspielers Tyrone Power. Dieser wollte heiraten, und so empfahl die Sekretärin der Braut, das Hochzeitskleid im Modeatelier der Fontanas schneidern zu lassen. "Weltweit wurden Fotos des Brautpaares in Zeitungen gedruckt. Wir waren auf einen Schlag berühmt", sagt Micol Fontana. Und in ihrer Heimatstadt Parma verstummte langsam die Kritik. "Die Leute haben meinen Vater damals für verrückt erklärt, als er uns nach Rom ziehen ließ", sagt die Modeschöpferin. Dass Frauen einen Beruf ergreifen, war in Italien ein Skandal.

Ihre größten Erfolge feierten die Schwestern in den fünfziger und sechziger Jahren, als Hollywood viele Filme in Roms Cinecittà drehte. "Alle Schauspielerinnen kamen zu uns", sagt Micol Fontana. Die Schwestern machten Italien als Land der Mode populär. Doch Micol Fontana sagt: "Die Basis unseres Erfolgs haben die Römerinnen mit ihren klassischen und schlichten Kleidern geschaffen, die sich deutlich von dem verspielten Stil abhoben, der typisch für die Franzosen war." 

Original-signiertes Foto im Format 17 x 23 cm - sehr selten
Unterschrift ist nur schwach zu erkennen
Price in Euro 19.--


MARY QUANT
1934

Modeschöpferin

Ihr Vater war ein Lehrer in Wales. Ihre Ausbildung absolvierte sie am Goldsmith College of Art. 1955 eröffnete sie zusammen mit ihrem späteren Mann Alexander Plunket Greene die Boutique "Bazaar" an der Londoner Kings Road.

Eine der bedeutendsten Kreationen von ihr ist der Minirock, als dessen Erfinderin sie gilt. Sie kreierte auch einen Regenmantel und flache Stiefel aus PVC, einem Material, das man bis dahin nur als Bodenbelag oder als Tischdecke verwendet hatte. Das Kultmodel Twiggy machte den Look von Mary Quant Ende der sechziger Jahre zum Markenzeichen einer ganzen Generation. Sie kreierte durch eine geometrisch glatt geschnittene Föhnfrisur einen neuen kindlichen Frauentyp. 1963 gründete Quant die Versandgruppe Ginger Group und startete 1965 ihre erste Amerika-Tournee. 1966 wurde ihr von Königin Elizabeth der Order of the British Empire der Stufe Officer verliehen.

Here is a rare original signed picture about 8 x 10 (Format ca. A4)    Price in Euro 35.- (selten)