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WOLFGANG ALTENDORF
1921

Schriftsteller, Maler

Wolfgang Altendorf, Sohn eines Notars und Rechtsanwalts, am 11. Mai 1945 als erster deutscher Soldat aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft entlassen, Mitgründungsredakteur der Rheinischen Zeitung, seit 1946 freiberuflicher Bühnen-, dann Buch- und Hörspielautor. 

1949 Gründung des eigenen Verlages, später der eigenen Galerie (beide unter Leitung seiner Frau Irmeli A.), 1971 Gründung der Wolfgang-Altendorf-Kulturstiftung zur publizistischen Förderung demokratischer Initiativen. Die Gesamtauflage seiner Bücher übersteigt 750 000 Exemplare als Maler schuf Altendorf in 1500 Bildern und vielen Illustrationen seinen Stil des »linear-dynamischen Realismus. 

Original-signiertes Foto im Postkartenformat   Euro 15.--


ALFRED ANDERSCH
1913-1979

Schriftsteller


1932 wurde Alfred Andersch Organisationsleiter des kommunistischen Jugendverbandes in Südbayern. Wegen dieser Arbeit wird Andersch 1933 für sechs Monate im Konzentrationslager Dachau interniert.

Nach dem Krieg gibt er 1946 die literarisch-politische Wochenzeitschrift "Der Ruf" heraus. Im gleichen Jahr gehört er zu den Gründungsmitgliedern "Gruppe 47". Dieser Zusammenschluss von Schriftstellern und Publizisten setzt sich für ein neues, demokratisches Deutschland ein und bestimmt das Bild der
westdeutschen Literatur bis in die 60er Jahre hinein.

1947 veröffentlicht er das Essay "Deutsche Literatur in der Entscheidung" und übernimmt eine leitende Tätigkeit bei Rundfunksendern in Frankfurt und Hamburg ein.

1951 veröffentlich er den autobiographischen Roman "Die Kirschen der Freiheit", in dem er über seine Desertation im Zweiten Weltkrieg berichtet und seine Flucht begründet.
Er wird Herausgeber der literarischen Zweimonatsschrift "Texte und Zeichen" und publiziert seinen Roman "Sansibar oder der letzte Grund". Dieser Roman thematisiert das Problem der Verwirklichung individueller Freiheit: Fünf Menschen sind auf der Flucht vor dem totalitären System. Das Buch wird in mehrere Sprachen übersetzt.
 

Es folgen die Hörspiele "Der Tod des James Dean", "Der Albino", "Von Ratten und Evangelisten" und "In der Nacht der Giraffe" sowie der Roman "Die Rote". 1966 erhält er den Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund. Der Roman "Efraim" erscheint. Er berichtet von einem aus Deutschland emigrierten jüdischen Journalisten, der aus seiner Realität ausbrechen möchte und vergeblich versucht, in einem Roman seine von Selbstzweifeln bedrohte Person als literarische Kunstfigur zu konstituieren.

1971 veröffentlicht er die Prosa "Norden Süden, rechts und links", drei Jahre später erhält er den Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Original-signierte Karte im Format 6 x 10.5 cm   Euro 15.--


ERMA BOMBECK
1927 - 1996

Schriftstellerin

Erma Louise Bombeck (* 21. Februar 1927; † 22. April 1996), geborene Erma Fiste, war eine US-amerikanische Schriftstellerin, welche mit ihren humorvollen Büchern und Zeitungskolumnen über die Höhen und Tiefen des Lebens einer Hausfrau und Mutter (sie hatte selbst drei Kinder) große Popularität in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erreichte. 

Im Alter von 37 Jahren begann sie zu schreiben und in der Zeit von 1965 bis zu ihrem Tod wurden mehr als viertausend ihrer Kolumnen in rund 800 Tageszeitungen veröffentlicht; die letzte schrieb sie sechs Tage bevor sie am 22. April 1996 starb. 

Original-signiertes Foto im Format 12.5 x 18 cm   Euro 22.--


HILDE DOMIN
1909 - 2006

Schriftstellerin

Hilde Domin, Tochter eines jüdischen Rechtsanwalts, wurde 1909 in Köln geboren. Nach dem Abitur an einem humanistischen Gymnasium in Köln studierte sie von 1929 bis 1932 in an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Universität zu Köln, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Humboldt-Universität zu Berlin zunächst Jura, später Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Philosophie. Ihre wichtigsten Lehrer waren Karl Jaspers und Karl Mannheim.

1932 emigrierte sie aus politischen Gründen zusammen mit dem Archäologen und Kunsthistoriker Erwin Walter Palm nach Rom. An der Università degli Studi di Firenze wurde sie 1935 mit der Arbeit Pontanus als Vorläufer von Macchiavelli promoviert in Staatswissenschaft. 1935 bis 1939 war sie als Lehrerin für Sprachen in Rom tätig. 1936 heiratete sie ihren Lebensgefährten Erwin Walter Palm.

Nach Abschluss des Bündnis- und Freundschaftspaktes zwischen Hitler und Mussolini lieferte Italien mehrere (andere) Gegner an die Nazis aus. Deshalb floh das Paar 1939 aus Italien nach Großbritannien, wo Hilde Palm für kurze Zeit als Sprachlehrerin am St. Aldyn’s College tätig war, und 1941 weiter in die Dominikanische Republik. Dort arbeitete sie zunächst als Übersetzerin und Fotografin und später von 1947 bis 1952 als Dozentin für Deutsch an der Universität von Santo Domingo.

Erst 1951, nach dem Tod ihrer Mutter, begann Hilde Palm unter dem Pseudonym „Domin” zu dichten, wobei der Name Domin an Santo Domingo erinnern soll, da sie hier angefangen hat zu schreiben. Für die Dichterin Hilde Domin war lieben und geliebt werden der eigentliche Sinn des Lebens.

1954 kehrte sie nach 22 Jahren im Exil in die Bundesrepublik zurück. 1957 wurden ihre ersten Gedichte in Zeitschriften veröffentlicht. Seit 1960 war Hilde Domin als freie Schriftstellerin tätig. Neben Gedichten, Erzählungen und einem Roman in Montageform schrieb sie auch Essays und literaturwissenschaftliche Abhandlungen und war als Übersetzerin und Herausgeberin tätig.

Domin trug in Lesungen ihre Gedichte mitunter zweimal vor. In einem Interview 1986 wurde ihr die Frage gestellt, wie viel Mut ein Schriftsteller benötige. „Ein Schriftsteller braucht drei Arten von Mut. Den er selber zu sein. Den Mut, nichts umzulügen, die Dinge beim Namen zu nennen. Und drittens den, an die Anrufbarkeit der anderen zu glauben.“ Im Wintersemester 1987/88 hielt sie die Frankfurter Poetik-Vorlesungen.

Zu ihrem 95. Geburtstag am 27. Juli 2004 wurde Hilde Domin die Ehrenbürgerwürde der Stadt Heidelberg verliehen. Bereits zu ihrem 80. Geburtstag stiftete die Stadt 1992 ihr zu Ehren den alle drei Jahre vergebenen Literaturpreis Literatur im Exil. Am 15. Februar 2006 wurde sie Ehrenmitglied des P.E.N.-Club des Exils.

Werke:
    * Ziehende Landschaft (Gedicht, 1955)
    * Wo steht unser Mandelbaum (Gedicht, 1957)
    * Nur eine Rose als Stütze (Gedichte, 1959)
    * Rückkehr der Schiffe (Gedichte, 1962)
    * Linguistik (Gedichte, 1963)
    * Hier (Gedichte, 1964)
    * Tokaidoexpress (Gedicht,1964)
    * Höhlenbilder (Gedichte, 1968)
    * Das zweite Paradies. Roman in Segmenten. (1968)
    * Wozu Lyrik heute. Dichtung und Leser in der gesteuerten Gesellschaft (1968)
    * Ich will dich. (Gedichte, 1970)
    * Von der Natur nicht vorgesehen. Autobiographisches (1974)
    * Aber die Hoffnung. Autobiographisches aus und über Deutschland (1982)
    * Unaufhaltsam (Gedicht, 1962)
    * Rufe nicht
    * Der Baum blüht trotzdem (Gedichte, 1999), ISBN 3100153227
 

Original-signiertes Papierfoto im Format 10 x 10 cm   Euro 15.--


MARIA DUTLI - RUTISHAUSER
1903

Schriftstellerin

Maria Dutli-Rutishauser wurde in Obersommeri (TG) am 26.11.1903 geboren. Journalistin und Schriftstellerin. 

Nach Volksschule und autodidakt. Studien liess sich Dutli-Rutishauser in Steckborn am Bodensee nieder, wo sie eine fruchtbare Tätigkeit als Erzählerin entfaltete. 
Nach ihrem Debüt mit »Der schwarze Tod« (1930) gehörte sie im Zeichen der geistigen Landesverteidigung bald zu den volkstüml. Vertretern einer schweiz. Heimatdichtung (»Der Hüter des Vaterlandes«, Bruder-Klaus-Roman, 1935; »Sturm über der Heimat«, 1937; »Das Volk vom Rütli«, 1939, u.a.). 

Nach 1945 weitete sie ihre Produktion sowohl inhaltl. als auch von der Problematik her spürbar aus: »Briefe aus der Zelle« (1956); »Weiter als die Erde reicht« (1959); »Unterwegs zu Moscheen und Steppen« (1960). Dutli-Rutishauser, die auch zahlr. Hörspiele schrieb, war bis ins hohe Alter in versch. Schweizer Zeitschriften mit oftmals eigenwilligen, auf einem traditionellen christlichen Weltbildbe ruhenden Stellungnahmen präsent. 

Original-signiertes Passfoto im Format 5 x 7.5 cm   Euro 8.--
Original-signierte Karte im Format 6.5 x 10.5 cm   Euro 8.--
 


HANS ESCHELBACH
1868 - 1948

Schriftsteller

Hans Eschelbach war der Sohn eines Schreiners. Er besuchte das Lehrerseminar in Brühl und war zunächst als Lehrer in Merten bei Bonn und von 1892 bis 1906 in Köln tätig. Anschließend lebte er als freier Schriftsteller und Rezitator in Bonn. Eschelbach unternahm zahlreiche Reisen in Europa und in den Nahen Osten. 

Hans Eschelbachs Werk umfasst Romane, Erzählungen, Lyrik und Dramen. Zu Lebzeiten des Autors genossen vor allem seine erzählenden Werke aus dem Schulleben und der biblischen Geschichte große Popularität; zahlreiche seiner Gedichte wurden vertont. 

Werke: 

    * Drei dramatische Bibelscenen, Bonn 1889 
    * Veritas!, Paderborn 1891 
    * Wildwuchs, Leipzig 1893 
    * Modern!, Köln a.Rh. 1895 
    * Naturbilder aus allen Zonen, Münster i.W. 1895 
    * Der Wald und seine Bewohner, Münster i.W. 1895 
    * Antiochus, Kempten 1896 
    * Lebende Bilder zu religiösen Festen, Paderborn 1896 
    * Über die poetischen Bearbeitungen der Sage vom ewigen Juden, Baden-Baden 1896 
    * Sommersänge, Paderborn 1900 
    * Der Niedergang des Volksgesanges, Neuwied [u.a.] 1901 
    * Rettet das Volkslied!, Berlin 1901 
    * Erzählungen, München 1902 
    * Die beiden Merks, Berlin 1903 
    * Dornröschen, Berlin [u.a.] 1903 
    * Im Moor, Berlin [u.a.] 1903 
    * Liebe erlöst, Berlin [u.a.] 1904 
    * Professor Berger, Paderborn 1904 
    * Der Wasserkopf, Berlin [u.a.] 1904 
    * Die Armen und Elenden, Paderborn 1905 
    * In die Kaserne mit der Frau!, Berlin [u.a.] 1905 
    * Der Volksverächter, Berlin [u.a.] 1906 
    * Das Tier, Berlin [u.a.] 1908 
    * Der Abtrünnige, Ravensburg 1909 
    * Neue Gelegenheitsgedichte, Cöln 1909 
    * Maria Rex, Cöln [u.a.] 1910 
    * Ihm nach!, Bonn 1911 
    * Lebenslieder, Bonn 1911 
    * Frühlingsstürme, Neumarkt Opf. 1913 
    * Dichterfahrten zu unsern Feldgrauen, Regensburg 1916 
    * Sonnensehnsucht, Bonn 1918
    * Die Lumpenlies. Der Kauert, Reutlingen 1919 
    * Trotz Tod und Teufel!, Bonn 1921 
    * Vineta, Bonn 1926 
    * Michel Michels, Bonn 1931 
    * Der Götterfeind, Bonn 1933 
    * Der Satansknochen, Bonn 1934 
    * Der fortschreitende Satansknochen, Bonn 1934 
    * Der unbekannte Gott, Bonn 1936 
    * Auf Abbruch, Bonn 1938 
    * Sturmflut, Bonn 1938 
    * Hexenkampf, Bonn 1939 
    * Der Goldkoch, Bonn 1940 
    * Der Dämon des Unsterblichen, Götzis [u.a.]

Original-signiertes Foto im Postkartenformat   Euro 29.-- 
 


HELMUT GOLLWITZER
1908 - 1993

Schriftsteller, Theologe

Helmut Gollwitzer (* 29. Dezember 1908 in Pappenheim im Altmühltal/Bayern; † 17. Oktober 1993 in Berlin) war evangelischer Theologe, Schriftsteller und Sozialist. Als prominenter Schüler Karl Barths engagierte er sich in der Bekennenden Kirche der NS-Zeit, später in der „Kampf-dem-Atomtod“-Bewegung der 1950er und der Studentenbewegung der 1960er Jahre. Als Professor an der Freien Universität Berlin war er ein enger Freund und Wegbegleiter von Rudi Dutschke. 

Gollwitzer stammte aus einem lutherischen und national-konservativen Pfarrhaus im überwiegend katholischen Altmühltal in Bayern. Er war als Schüler in der Jugendbewegung der 1920er Jahre aktiv und studierte dann von 1928 bis 1932 Philosophie in München und evangelische Theologie, u.a. bei Paul Althaus in Erlangen und Friedrich Gogarten in Jena. Doch Karl Barth in Bonn wurde sein wichtigster Lehrer, der seine eigene Haltung zeitlebens prägte. 

Von 1933 an war Gollwitzer scharfer Kritiker der „Deutschen Christen“ und seit 1934 Mitglied der „Bekennenden Kirche“ (BK). Er gehörte dort zum Flügel der so genannten „Dahlemiten“, die nicht nur die staatlichen Übergriffe auf die evangelische Kirche, sondern auch die Rassenpolitik des Nationalsozialismus ablehnten. Er stand dem Antijudaismus auch innerhalb der BK zunehmend kritisch gegenüber. Nachdem Barth den Beamteneid auf Adolf Hitler verweigert hatte und Deutschland deshalb verlassen musste, folgte Gollwitzer ihm in die Schweiz und promovierte 1937 in Basel bei ihm mit einer Arbeit über die Abendmahlslehre bei Martin Luther und Johannes Calvin. 

Im selben Jahr übernahm er die Pfarrstelle des inzwischen inhaftierten Leiters der BK, Martin Niemöller, an der Sankt-Annen-Kirche in Berlin-Dahlem und bildete dort illegal den theologischen Nachwuchs der BK aus. Seit der Reichspogromnacht 1938 verhalf er vom NS-Regime verfolgten Juden zur Flucht bzw. Ausreise. Seine Kontakte zu Widerständlern in der Wehrmacht brachten ihm 1940 mehrere Verhaftungen und Redeverbot ein. Da er den Kriegsdienst mit der Waffe ablehnte, wurde er im Zweiten Weltkrieg als Sanitäter an der Ostfront eingesetzt. 

1945 geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft und kam in ein Arbeits- und Umerziehungslager. Über seine Erlebnisse dort schrieb er ein Buch, in dem er sich intensiv mit dem Marxismus-Leninismus sowjetischer Prägung auseinandersetzte: „...und führen wohin Du nicht willst.“ Dieser authentische Bericht erschien 1951, wurde rasch ein Bestseller und in mehrere Sprachen übersetzt. Der damalige Bundespräsident Theodor Heuss beschrieb es als „großes geschichtliches Dokument“. 

1950 wurde Gollwitzer als Nachfolger Barths ordentlicher Professor für Systematische Theologie in Bonn, wo er bis 1957 lehrte. In diesen Jahren engagierte er sich stark gegen die deutsche Wiederaufrüstung, vor allem gegen die Atombewaffnung der Bundeswehr im Rahmen der NATO. Mit seinem Vortrag „Die Christen und die Atomwaffen“ vom Juni 1957 reagierte er auf den „Göttinger Appell“ der Physiker um Carl Friedrich von Weizsäcker und löste eine nachhaltige ethische Debatte in der EKD aus, die sich bis weit in die katholische Kirche und Ökumene hinein fortsetzte. Unter konsequenter Anwendung der kirchlichen Kriterien für einen „gerechten Krieg“ kam er zur kompromisslosen „Verwerfung“ aller Massenvernichtungsmittel. Die damalige Debatte drohte die evangelische Kirche zu spalten: In der Folge wurde Gollwitzer in eine Kommission berufen, die 1959 mit den „Heidelberger Thesen“ einen Kompromiss erarbeitete. Darin wurde die „Bereithaltung“ von Atomwaffen zur Abschreckung als „noch mögliche christliche Handlungsweise“ akzeptiert, sofern die Abschaffung aller Atomwaffen vorrangiges politisches Ziel bleibe. Dieses führte entgegen Gollwitzers Intentionen in der Folge nicht zur Überwindung, sondern zur Rechtfertigung des militärischen Abschreckungskonzepts der NATO. 

Seit 1957 lehrte Gollwitzer dann an der Freien Universität Berlin im neu gegründeten Institut für Evangelische Theologie. 1961 sollte er Karl Barths Lehrstuhl an der Basler Universität übernehmen, doch die Basler Behörden legten dagegen wegen seiner „unklaren“ Einstellung zum Kommunismus ein Veto ein. So blieb Gollwitzer bis zu seiner Emeritierung 1975 in Berlin, wo er zeitweise auch an der Kirchlichen Hochschule lehrte. Er nahm von Anfang an regen Anteil an den Anliegen der kritischen Studenten, die er als einer von ganz wenigen Hochschullehrern aktiv unterstützte. Er engagierte sich für die 68'er Studentenbewegung, war befreundet mit Rudi Dutschke und Seelsorger von Ulrike Meinhof, setzte sich auch als Mitglied der Internationale der Kriegsdienstgegner/innen (IDK) gegen den Vietnamkrieg und das Wettrüsten ein. Obwohl von studentischen Kreisen gern als Vertreter des Establishments apostrophiert, wurde er als einer der engagiertesten Dialogpartner hoch geschätzt. 

Der Theologe, der sich stets für einen Dialog zwischen Christen und Juden einsetzte, wurde 1989 mit der Ernst-Reuter-Plakette ausgezeichnet und erhielt mehrere Ehrendoktorwürden. 

Original-signiertes Foto im Format 10.5 x 14.5 cm  Unterschrift rückseitig - leicht verwischt 
Euro 19.--


HELEN STARK-TOWLSON
1932
 

Schriftstellerin 

Original-signierte Karte im Format 7.5 x 10 cm 
Euro 7.--

EMIL STAIGER
1908 - 1987

Schriftsteller 

Emil Staiger studierte nach der Matura zunächst Theologie, wechselte dann aber zu Germanistik und Altphilologie. Nach seinem Studium in Genf, Zürich und München promovierte er 1932 in Zürich mit einer Arbeit über Annette von Droste-Hülshoff. 1934 habilitierte er sich an der Universität Zürich mit einer Arbeit über Schelling, Hegel und Hölderlin, 1943 wurde er zum ordentlichen Professor berufen. Staigers fachliche Bedeutung gründete in seinen viel beachteten Publikationen Die Zeit als Einbildungskraft des Dichters (1939), Grundbegriffe der Poetik (1946), Die Kunst der Interpretation (1955) sowie in seinen dreibändigen Goethe-Studien (1952–1959).

In den 1940er Jahren avancierte Staiger zu einem der meistbeachteten deutschsprachigen Literaturwissenschaftler. Er trug massgeblich dazu bei, die sogenannte werkimmanente Interpretation für einen gewissen Zeitraum zur führenden Methode der Germanistik zu machen (wobei er selbst diese Charakterisierung seiner Methode ablehnte). Gegenüber ausserliterarischen Konzepten wie Positivismus und Geistesgeschichte, Soziologie oder Psychoanalyse vertrat er die Forderung nach einer Konzentration auf die literarischen Texte selbst. Was die Literaturwissenschaft angehe, gelte «das Wort des Dichters, das Wort um seiner selbst willen, nichts was irgendwo dahinter, darüber oder darunter liegt». Staigers textnahes, einfühlsames Interpretationsverfahren, oft mit der Formel «begreifen, was uns ergreift» beschrieben, entwickelte sich zu einem germanistischen Markenzeichen.

Staigers Denken ist stark von der Philosophie Martin Heideggers geprägt, was sich zuweilen bis auf den sprachlichen Duktus auswirkt. Insbesondere der existentielle Zeitbegriff Heideggers ist in Staigers Hermeneutik eingeflossen. Trotz dieser gedanklichen Nähe konnte ihre Meinung in Detailfragen auch wieder divergieren. In germanistischen Fachkreisen berühmt wurde Staigers Interpretations-Duell mit Heidegger über die letzte Zeile von Eduard Mörikes Gedicht Auf eine Lampe, in dem sich unterschiedliche Haltungen gegenüber dem Motiv der Vanitas äussern. „Was aber schön ist, selig scheint es in ihm selbst“ verstand Staiger im Sinne einer blossen Scheinbarkeit (videtur), während Heidegger es als tatsächliche innere Illumination (lucet) auffasste.

Weit über die Limmatstadt hinaus bekannt wurden auch seine 11-Uhr-Vorlesungen, die Studierende aus ganz Europa wie auch die literarisch interessierte Öffentlichkeit begeisterten. Zugleich war Staiger ein renommierter Übersetzer antiker und moderner Sprachen, der Aischylos, Sophokles, Euripides, Vergil, Tasso, Poliziano und Milton ins Deutsche übertrug. Als streitbarer Theater- und Musikkritiker sowie als Feuilletonist beeinflusste er das Zürcher Kulturgeschehen über Jahrzehnte.

1966 löste Staiger durch die Dankesrede anlässlich der Verleihung des Literaturpreises der Stadt Zürich den Zürcher Literaturstreit aus. Staiger äusserte in jener Rede mit dem Titel Literatur und Öffentlichkeit eine vehemente Kritik an der Gegenwartsliteratur, worauf unter anderen Max Frisch öffentlich Gegenposition bezog. Dieser Eklat legte einen Schatten über Staigers Renommee und liess seinen Ruhm allmählich verblassen. Seine wegweisenden Leistungen gerieten zunehmend in Vergessenheit, obgleich aus der Zahl seiner Schüler einige bekannte Namen hervorgegangen sind:

Peter Szondi 
Peter von Matt (1976 Nachfolger des Lehrstuhls) 
Hermann Burger 
Mario Andreotti. 

Original-signierte Karte im Format 7 x 10.5 cm 
Euro 9.--


PETER HÄRTLING
1933

Schriftsteller

Peter Härtling wurde am 13. November 1933 in Chemnitz (Sachsen) geboren. 1946 kam er nach Zwettl in Österreich und zog noch im gleichen Jahr nach Nürtingen. Über die Stationen bei der „Nürtingen Zeitung“ (Volontär von 1952 bis 1954), der „Hildesheimer Zeitung“ (Redakteur von 1954 bis 1955), der „Deutschen Zeitung“ (bis 1962), der Zeitschrift „Der Monat“ (Redakteur und später Mitherausgeber) kam er 1967 als Cheflektor zum S. Fischer Verlag und wurde dort ein Jahr später Sprecher der Geschäftsleitung. Seit 1973 lebt Peter Härtling als freier Schriftsteller in Mörfelden-Walldorf. Mit seinen Romanbiographien über namhafte deutsche Schriftsteller aus dem 18. und 19. Jahrhundert wurde er bekannt. 1959 erschien sein erster Roman „Im Schein des Kometen“.

Zu seinem 50. Geburtstag wurde der Peter-Härtling-Preis gestiftet. Er selbst wurde u.a. mit dem Hauptmann-Preis (1971), dem Zürcher Kinderbuchpreis (1980), dem Hölderlinpreis (1987) und dem Andreas-Gryphius-Preis (1990) ausgezeichnet. 1994 wurde ihm der Titel eines Professors durch das Land Baden-Württemberg verliehen. 1995 war er Stadtschreiber von Mainz. 1995 und 1996 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz, die Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen und die Karl-Preusker-Medaille durch die Deutsche Literaturkonferenz. Mehrere Schulen wurden nach ihm benannt.

In den Jahren 2000 und 2001 wurde er zum Präsidenten der Hölderlingesellschaft gewählt, erhielt den Eichendorff-Preis, die Poetik-Dozentur der Universität Dresden und den Sonderpreis des Jugendbuchpreises für das kinderliterarische Gesamtwerk.

Er ist auch Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz und der Akademie der Künste von Berlin und Brandenburg.

Peter Härtling erhielt im September 2006 in Mainz den Gerty-Spies-Literaturpreis, eine Auszeichnung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Die Entscheidung war von der Jury einstimmig getroffen worden.

Original-signiertes Papierfoto im Format 10 x 21 cm   Euro 15.--


HANS-EGON HOLTHUSEN
1913 - 1997

Schriftsteller

Hans Egon Holthusen wurde am 15. April 1913 als ältestes von fünf Kindern des evangelischen Pfarrers Johannes Holthusen und seiner Frau Alma in Rendsburg geboren.
Seit 1924 lebte die Familie in Hildesheim, wo Hans Egon Holthusen bis 1931 das Gymnasium Andreanum besuchte.

Von 1931 bis 1937 studierte er in Tübingen, Berlin und München deutsche Literaturwissenschaft, Philosophie und Geschichte und schloss sein Studium in München mit seiner Promotion über Rilkes "Sonette an Orpheus" ab.

In der folgenden Zeit arbeitete er als Lektor für ausländische Studenten an der Deutschen Akademie der Schönen Künste in München und war für einige Zeit als Hauslehrer tätig.

Nach dem Krieg lebte Holthusen in München als Freier Schriftsteller. Zunächst wurde er durch seine Lyrik bekannt. 1947 veröffentlichte er den Gedichtzyklus Klage um den Bruder worin er seine Trauer um den im Krieg gefallenen Bruder verarbeitet. Es folgten die Gedichtbände Hier in der Zeit. Gedichte (1949) und Labyrinthische Jahre. Neue Gedichte (1952).

Schwerpunkt seiner literarischen Arbeit wurden dann Literaturkritiken und Essays. Sein berühmtestes Werk ist der Essayband Der unbehauste Mensch (1951), mit dessen Titel er ein Schlagwort für seine ganze Generation schuf. Der Roman Das Schiff. Aufzeichnungen eines Passagiers  (1956) rief sehr unterschiedliche Reaktionen hervor.

Seit 1959 arbeitete er an verschiedenen Universitäten der USA als Gastprofessor. 1961 bis 1964 leitete Holthusen das Goethe-Instituts in New York und von 1968-1981 lehrte er als Professor für Germanistik an der Northwestern University in Evanston, Illinois. 

Neben diesen Tätigkeiten war er von 1968-1974 Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München, Mitglied der Akademie der Schönen Künste in Berlin, die er 1983 aus politischen Gründen verließ, und Fellow am 1981 neu gegründetem Wissenschaftskolleg in Berlin.

Diese Einbindung in des kulturelle Leben der USA und der Bundesrepublik ließ Holthusen eine bedeutende Rolle im kulturellen Austausch der beiden Staaten seit der Nachkriegszeit zukommen. Er stand mit zahlreichen internationalen Autoren, Verlegern und Politikern im Kontakt. In seinen Aufsätzen und Büchern setzte er sich immer wieder mit bedeutenden Autoren, aktuellen Zeitströmungen und Fragen zum Christentum auseinander.

1986 veröffentlichte Holthusen den ersten Band seiner zweiteilig angelegten  Benn-Biografie Gottfried Benn. Leben, Werk, Widerspruch. 1886-1922.  Zur Veröffentlichung des zweiten Teils ist es nicht mehr gekommen.

Original-signiertes Foto im Postkartenformat   Euro 25.--


ROLF ITALIAANDER
1913 - 1991

Schriftsteller

Rolf Italiaander wurde am 20.Februar 1913 als Niederländer in Leipzig/D. geboren. Bereits in jungen Jahren entwickelte er Interesse für Literatur und Luftfahrt. 1928 erlernte er das Segelfliegen und beschrieb seine Erlebnisse in einem ersten Jugendbuch (So lernte ich Segelfliegen, 1931). Als 19-jähriger Student machte er eine Radtour durch Nordafrika, wodurch er früh mit Bevölkerung und Kultur Afrikas in Kontakt kam. Seine lebenslange Liebe für Afrika war geboren und damit die Basis für zahlreiche Forschungsreisen, edukative und humanitäre Projekte gelegt, unter anderem mit Albert Schweitzer. 

Im Dritten Reich entstanden - teils auf Anraten des Fliegergenerals von Udet, um ihm und seiner Familie Schwierigkeiten mit dem Regime zu ersparen - Werke über die Fliegerei wie "Manfred Freiherr von Richthofen" (1938) und die alliierten Lufthelden des 1.Weltkriegs ("Asse" 1939) u.a. Sie wurden von den Nazis teilweise verboten und eingestampft. Bücher wie "Der junge Nettelbeck" (1938) und "Götz von Berlichingen" wurden nach den Kriegsjahren als nationalistisch typisiert, entsprachen aber den Normen der Nazis nicht. Befragungen von Ministerien und Gestapo folgten. Italiaanders freundschaftliche Beziehungen zu Gegnern des Regimes (Haushofer, von Hassel, Goerdeler u.a.) haben dazu beigetragen. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ sich Italiaander in Hamburg nieder, wo er mit Hans Henny Jahnn und anderen die 'Freie Akademie der Künste' gründete und mehr als zwanzig Jahre als ihr Generalsekretär tätig war. Auch gründete er den Verband Deutscher Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke, zu dessen Ehrenpräsidenten er 1962 ernannt wurde. 

Original-signiertes Foto im Postkartenformat   Euro 22.--


WERNER KELLER
1909 - 1980

Schriftsteller

Werner Keller ist ein deutscher Sachbuchautor * 13.8.1909 bei Zerbst (Sachsen-Anhalt) † 29.2.1980 Ascona.

Annähernd zwei Jahrzehnte hindurch stellte Werner Keller seine Fähigkeit unter Beweis, aus kulturgeschichtlichen Themen populärwissenschaftliche Bestseller zu entwickeln. 
Nach dem Studium von Maschinenbau, Medizin und Jura in Berlin, Rostock, Zürich und Genf promovierte Keller 1933 in Jena zum Dr. jur. und wurde Referendar am Berliner Kammergericht. 1937 wechselte er zur Publizistik und spezialisierte sich ab 1945 in Hamburg als Journalist auf wissenschaftliche Themen; später ließ er sich als freier Schriftsteller im Tessin nieder. 

Nach einem Bericht über die Bibelarchäologie "Und die Bibel hat doch recht" (1955) stieß er mit "Ost minus West Null. Der Aufbau Russlands durch den Westen" (1960) überwiegend auf Ablehnung, während sich die nachbiblische Geschichte des jüdischen Volkes, "Und wurden zerstreut unter alle Völker", zum Standardwerk entwickelte. 
Aufgrund seiner Geschichte der Etrusker "Denn sie entzündeten das Licht" (1970) wurde Keller Professor der Accademia Internationale delle Muse in Florenz. Es folgten "Da staunte Herodot" (1972) und die Geschichte der Parapsychologie "Was gestern noch als Wunder galt" (1973). 

Original-signierte Karte im Format 6.5 x 10.5 cm mit zusätzlichem Foto   Euro 9.--


WOLFGANG LEONHARD
1921

Schriftsteller, Historiker

Leonhard ist der Sohn der Publizistin Susanne Leonhard (1895-1984), einer engen Freundin von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Der Dramatiker Rudolf Leonhard (1889-1953), Susanne Leonhards erster Ehemann, erkannte offiziell die Vaterschaft an. Zur Zeit der Geburt des Sohnes lebte das Ehepaar Leonhard jedoch getrennt; Susanne Leonhard war zu diesem Zeitpunkt mit Mieczys?aw Bro?ski (1882–1938), dem sowjetischen Botschafter in Wien und einem engen Vertrauten Lenins, nach sowjetischem Recht verheiratet. 

Mit 19 Jahren begann Leonhard 1940 ein Studium an der „Moskauer Staatlichen Pädagogischen Hochschule für Fremdsprachen“. Ende September 1941 (nach dem deutschen Angriff) wurde Leonhard in den Norden Kasachstans zwangsumgesiedelt. Dort besuchte er zwischen 1941 und 1942 ein Lehrerinstitut in Karaganda. Ab Sommer 1942 wurde Leonhard an die Schule der Komintern in Kuschnarenkowo (Baschkortostan) versetzt und erhielt dort eine Ausbildung zum kommunistischen Polit-Kommissar. 

Von 1943 an war Leonhard als Mitglied des Nationalkomitees Freies Deutschland Sprecher am Sender „Freies Deutschland“ und kehrte Anfang Mai 1945 als 24jähriger Jungfunktionär mit Walter Ulbricht und der Gruppe Ulbricht nach Berlin zurück, wo er sich in Berlin dem Aufbau der kommunalen Verwaltung widmete. Von Juli 1945 bis September 1947 war er in der Abteilung Agitation und Propaganda des ZK der KPD (ab 1946 ZK der SED) tätig. Von 1947 bis 1949 lehrte Wolfgang Leonhard an der SED-Parteihochschule Karl Marx, Fakultät Geschichte, in Kleinmachnow. Der Kommunist Leonhard brach jedoch aus Opposition mit dem Stalinismus und floh 1949 über Prag nach Jugoslawien, wo er bei Radio Belgrad arbeitete. 

1950 siedelte er in die Bundesrepublik Deutschland über, wo er als Ostexperte, Kommentator für Fragen der Sowjetunion und des internationalen Kommunismus, zeitweise als so genannter „Kreml-Astrologe“ bezeichnet, tätig war. 1955 veröffentlichte Leonhard sein wohl bekanntestes Buch, Die Revolution entläßt ihre Kinder, in dem er seinen politischen Weg von Moskau im Jahre 1935 bis zu seiner Flucht aus der damaligen Sowjetischen Besatzungszone 1949 beschreibt. 

Von 1956 bis 1958 absolvierte Leonhard Post Graduate Studies am St. Antony´s College der University of Oxford. 1963 bis 1964 übte er eine Forschungstätigkeit als Senior Research Fellow am Institut für Russlandforschung der Columbia University, New York, aus. In den Jahren 1966 bis 1987 lehrte er an der Historischen Fakultät der Yale University mit den Schwerpunktthemen „Geschichte der UdSSR“ und „Geschichte der kommunistischen Weltbewegung“. 1974 heiratete Leonhard Elke Schmid, von 1990-2005 Mitglied des Deutschen Bundestages für die SPD. Aus einer ersten Ehe mit der italienischen Adligen Yvonne Sgarella Fini stammt ein Sohn, Marc (* 1964). 

Seit Juli 1987 besuchte er regelmäßig die Sowjetunion beziehungsweise Russland und einige andere GUS–Staaten. Seit 1993 war er sieben Mal als OSZE – Wahlbeobachter bei den Wahlen in Russland, Belarus und zuletzt in der Ukraine. Er war Gastprofessor an den Universitäten von Michigan, Mainz, Trier, Kiel, Chemnitz und Erfurt. Heute ist er als Ostexperte, Publizist und Vortragsredner tätig und lebt in Manderscheid (Eifel). 

Original-signiertes Foto im Postkartenformat   Euro 9.--


HUGO LOETSCHER
1929 - 2009

Schriftsteller

Hugo Loetscher wuchs in Zürich auf. Nach der Reifeprüfung studierte er an den Universitäten in Zürich und Paris Philosophie, Soziologie und Literaturwissenschaft. 1956 promovierte er mit der Arbeit Die politische Philosophie in Frankreich nach 1945 in Zürich zum Doktor der Philosophie.

Anschliessend war er Literaturkritiker bei der Neuen Zürcher Zeitung und der Weltwoche. Von 1958 bis 1962 gehörte er der Redaktion der Monatszeitschrift Du an, von 1964 bis 1969 war er Mitglied der Feuilletonredaktion der Weltwoche. Seitdem ist er freier Schriftsteller.

Seit den 60er Jahren hat Loetscher ausgedehnte Reisen nach Südeuropa und später nach Südostasien unternommen und sich regelmässig in Lateinamerika – vor allem in Brasilien – aufgehalten. Hinzu kamen seit den 80er Jahren verschiedene Gast- und Poetikdozenturen, so 1979/80 an der University of Southern California in Los Angeles, 1981 an der Universität Freiburg, 1981/82 an der City University of New York und 1988 an der Universität München.

Hugo Loetscher kannte Friedrich Dürrenmatt und den Kunstmaler Varlin, die drei waren gute Freunde und in enger Kollaboration miteinander (Varlin malte z.B. Dürrenmatt und Loetscher), aber Loetscher wurde dennoch nie so bekannt wie Dürrenmatt. Loetscher hat das damalige “Café Maroc” in Zürich (genannt “Maröckli”) frequentiert, ein Café, in dem u.a. Schriftsteller und Jugendliche verkehrten, und das relativ bekannt war (Sogar Fritz Zorn, der Autor von Mars (Buch) erwähnt kurz diesen Treffpunkt, den er, der sich immer von allem Interessanten ferngehalten habe, nicht besuchte.)

Hugo Loetschers Werke basieren häufig auf seinen Reiseerfahrungen, beziehen aber auch autobiografische Elemente mit ein. Neben Reisereportagen hat der Autor Romane, Essays, Fabeln und Theaterstücke verfasst und ist als Herausgeber auf den verschiedensten Gebieten (u. a. der Fotografie) tätig. Loetscher ist Mitglied des Schweizerischen Schriftstellerverbandes, dessen Präsident er von 1986 bis 1989 war, und korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.

Original-signierte Karte (6.5 x 10.5 cm) Euro 15.--


BRUCE MARSHALL
1899 - 1987

Schriftsteller

Bruce Marshall war nach seinen Studienjahren an den Universitäten St Andrews und Edinburgh zunächst als Wirtschaftsprüfer tätig. Im Ersten Weltkrieg wurde er schwer verletzt, und ein Bein musste amputiert werden. Er lebte nach Ende des Zweiten Weltkriegs bis zu seinem Tode in Cap d'Antibes, Frankreich.

Marshall war einer der erfolgreichsten katholisch geprägten Schriftsteller der 40er und 50er Jahre. Seine Bücher waren damals Bestseller und werden zum Teil auch erfolgreich verfilmt.

Werke: 
    * Stooping Venus. 1926
    * Prayer For The Living. 1934
    * Uncertain Glory. 1935
    * Canon To The Right Of Them. 1936
    * Luckpenny. 1937
    * Deliliah Upside Down. 1941
    * Yellow Tapers For Paris. 1943
    * All Glory Within. 1944 
    * George Brown's Schooldays. 1946
    * The Red Danube. 1947
    * To Every Man A Penny. 1950 
    * The White Rabbit. 1952
    * The Fair Bride. 1953 
    * Only Fade Away. 1954
    * Thoughts Of My Cats. 1954 
    * The Bank Audit. 1958 
    * A Thread Of Scarlet. 1959 
    * Satan And Cardinal Campbell. 1959
    * The Divided Lady. 1960
    * The Children. 1960

Original-signierter Zettel im Format 6,5 x 10 cm   Euro 19.--


HERBERT MEIER
1928

Schriftsteller

Herbert Meier absolvierte ein Studium der Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie an den Universitäten in Basel, Wien und Freiburg im Üechtland. An der Universität Freiburg (Schweiz) promovierte er 1954 mit einer Arbeit über die Dramen Ernst Barlachs zum Doktor der Philosophie und arbeitete anschließend als Lehrer und Lektor in Paris und Poitiers. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz machte er eine Schauspielausbildung in Basel und wirkte als Dramaturg und Schauspieler am Theater in Biel. Seit 1955 ist er als freier Schriftsteller in Zürich ansässig. Von 1977 bis 1982 war Meier Chefdramaturg des Zürcher Schauspielhauses; von 1994 bis 1998 moderierte er im Schweizer Fernsehen die Sendung Sternstunde Philosophie. 

Herbert Meier ist in erster Linie Theaterautor; allerdings verfasste er auch Romane, Gedichte und Essays. Einen wichtigen Bestandteil seines Werks bilden daneben zahlreiche Übersetzungen sowohl klassischer als auch moderner Stücke, vorwiegend aus dem Französischen. 

Er erhielt u.a. 1955 den Bremer Literaturpreis, 1963 einen Einzelwerkspreis der Schweizerischen Schillerstiftung, den Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis und die Willibald-Pirckheimer-Medaille, 1970 den Preis der Welti-Stiftung für das Drama, 1975 den Kulturpreis des Kantons Solothurn, 1976 den Förderpreis des Gottfried-Keller-Preises sowie 1997 den Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank. 

Werke: 

    * Ejiawanoko, Zürich 1953 
    * Die Barke von Gawdos, Zürich 1954 
    * Die Dramen Barlachs, Nürnberg 1954 
    * Gedichte und Märchen, Zürich 1954 
    * Herodias tanzt noch, Zürich 1956 
    * Siebengestirn, Zürich 1956 
    * Dem unbekannten Gott, Zürich 1956 
    * Jonas und der Nerz, Zürich 1958 
    * Ende September, Einsiedeln 1959 
    * Der verborgene Gott, Nürnberg 1963 
    * Verwandtschaften, Einsiedeln [u.a.] 1963 
    * Skorpione, Einsiedeln [u.a.] 1964 
    * Mit der Sprache leben, Nürnberg 1965 
    * Kaiser Jovian, Kassel-Wilhelmshöhe [u.a.] 1966 
    * Der neue Mensch steht weder rechts noch links, er geht, Zürich 1969 
    * Sequenzen, Zürich [u.a.] 1969 
    * Stiefelchen, Zürich [u.a.] 1970 
    * Hirtengeschichte, Zürich 1971 
    * Wohin geht es denn jetzt?, Zürich 1971 
    * Anatomische Geschichten, Zürich [u.a.] 1973 
    * Von der Kultur, Zürich 1973 
    * Stauffer-Bern, Frauenfeld 1975 
    * Bräker, Zürich 1978 
    * Ophelia, Kassel 1983 
    * Die fröhlichen Wissenschafter, Frankfurt am Main 1984 
    * Das Leben ist Traum, Frankfurt/Main 1987 
    * Mythenspiel, München [u.a.] 1991 
    * Theater, München [u.a.] 
          o 1. Schweizer Stücke, 1993 
          o 2. Die Barke von Gawdos. Jonas und der Nerz. Rabenspiele. Bei Manesse, 1993 
          o 3. Die Göttlichen. Schlagt die Laute. Die fröhlichen Wissenschafter. Leben ein Traum, 1993 
    * Über Tugenden, Vaduz 1994 
    * Winterball, Berlin 1996 
    * Aufbrüche, Reisen von dorther, Berlin 1998 
    * Gesammelte Gedichte, Freiburg 2003 
    * Denk an Siena, Zürich 2004

Links: Original-signiertes Foto im Format 10 x 14.5 cm   Euro 15.--
Rechts: Original-signierter Brief im Format 21 x 30 cm   Euro 15.--


BARBARA NOACK
1924

Schriftstellerin

Barbara Noack legte 1943 die Reifeprüfung ab und begann anschließend ein Studium der Anglistik. Sie musste das Studium 1944 bereits nach einem Semester abbrechen, da sie zur Arbeit in einer Munitionsfabrik dienstverpflichtet wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs studierte sie zwei Semester an einer Berliner Kunstschule. Anschließend arbeitete sie als Illustratorin und Journalistin für das Feuilleton diverser Berliner Zeitungen; daneben begann sie, Unterhaltungsromane zu schreiben.

Bereits Noacks zweiter Roman Die Zürcher Verlobung war 1955 ein großer Publikumserfolg und wurde 1957 von Helmut Käutner verfilmt. Auch mit ihren folgenden Büchern erzielte Noack bis in den Achtzigerjahre regelmäßig Bestseller. Neben konventionellen Liebesgeschichten für ein weibliches Lesepublikum schilderte Noack in späteren Werken auch ihre Erfahrungen als alleinerziehende Mutter mit ihrem heranwachsenden Sohn und ihre eigene Lebensgeschichte in den autobiografischen Romanen Eine Handvoll Glück und Ein Stück vom Leben. - Eine weitere Facette von Noacks Schaffen ist die in Siebzigerjahre sehr erfolgreiche Fernsehserie Der Bastian, zu der die Autorin das Drehbuch schrieb, welches sie später in einen Roman umarbeitete; weitere Fernsehdrehbücher folgten.

Barbara Noack ist Mitglied des Deutschen PEN-Zentrums. Die Autorin lebt heute in Starnberg.
 

Oben: Original-signiertes Foto (Postkartenformat)   Euro 19.--


KATHRIN RÜEGG
1930

Schriftstellerin

Kathrin Rüegg wurde im März 1930 unter dem bürgerlichen Namen "Doris Schmid", im Schweizer Wintersportort Arosa geboren. Sie verbrachte ihre ersten elf Lebensjahre im elterlichen Hotel.
1941 nach der Scheidung der Eltern zog sie mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder nach Basel. Dort begann sie eine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin.

Danach folgten mehrere Tätigkeiten in der chemischen Industrie, zuletzt als Direktionssekretärin. Nebenberuflich widmete sie sich dem Antiquitätenhandel, der schließlich zur Aufgabe des Hauptberufes führte.

1961 eröffnete sie ein eigenes Geschäft für Inneneinrichtungen und Antiquitäten, nachdem sie sich durch Abendkurse auf die neue Beschäftigung vorbereitet hatte. Zehn Jahre später erfolgte der Verkauf des Geschäftes und der Umzug ins Tessin.

Dort lebt sie fast am Ende des Verzascatales. In dieser ländlichen Umgebung verwirklichte sie die Idee eines Ökobauernhofes, der ausschließlich Lebensmittel aus biologischem Anbau produziert und verkauft. Erstmals setzte sie sich danach mit schriftstellerischen Tätigkeiten auseinander. Über ihre Erlebnisse im Tessin schrieb sie elf Bücher.

1981 produzierte der damalige SWF-Hauptabteilungsleiter Ausbildungs- und Familienprogramm Werner O. Feißt Sendungen zur Schulfernsehereihe "Literatur" und arbeitete erstmals mit der Autorin Kathrin Rüegg an einer Sendung in der Schweiz.

Damals war Feißt auch auf der Suche nach neuen, attraktiveren Zugängen der televisionellen Wissensvermittlung. Durch die zufällige Begegnung mit Kathrin Rüegg entstand die Idee einer "bodenständigen" Kochsendung im Fernsehen. Die nunmehr seit 20 Jahren erfolgreiche Sendung "Was die Großmutter noch wußte" war geboren. Dieses TV-Format ist eigentlich keine reine Kochsendung, sondern eher Ratgebersendung zu Haus, Garten, Haushalt und Gesundheit.

Oben: Original-signierte Karte mit Foto im Format 10.5 x 17 cm   Euro 9.--
Unten: Original-signierte Karte im Format 6.5 x 10.5 cm  Euro 7.--


PETER RÜHMKORF
1929 - 2008

Schriftsteller

Peter Rühmkorf wuchs als Sohn der Lehrerin Elisabeth Rühmkorf, einer Otterndorfer Pastorentochter, in Warstade (heute Ortsteil der Stadt Hemmoor) bei Stade auf und machte am Athenaeum Stade 1951 sein Abitur. Er ist ein Patenkind von Karl Barth. Von 1951 bis 1958 studierte er Pädagogik, Germanistik und Kunstgeschichte, Philosophie und Psychologie in Hamburg. Sein ursprüngliches Studienziel, Volksschullehrer zu werden, gab er nach einigen Semestern auf, das Studium brach er nach einem unangenehmen Zusammenstoß mit Prof. Hans Pyritz ab. Zusammen mit dem Lyriker und Essayisten Werner Riegel gab er bis zu dessen Tod 1956 die hektographierte Zeitschrift Zwischen den Kriegen heraus, als zugleich lyrische und politische Plattform des "Finismus"; in der Rückschau eine der bedeutenden Heftreihen jener Jahre. Er war auch einer der Hauptschreiber im - für die junge widerständische Intelligenz der 1950er Jahren sehr bedeutsamen - Studentenkurier und in dessen Folge-Zeitschrift konkret. 

Von 1958 bis 1964 arbeitete Rühmkorf als Verlagslektor im Rowohlt Verlag. Seither ist er freier Schriftsteller und Dichter in Hamburg. Er erhielt zahlreiche literarische Preise und war häufig Gastdozent an deutschen und internationalen Universitäten. Immer wieder trug Rühmkorf seine eigenen Gedichte öffentlich vor (z.T. mit der Jazz-Begleitung von Michael Naura und Wolfgang Schlüter; vgl. Kein Apollo-Programm für Lyrik u.a.m.). 1966 nahm er an einer Open Air Veranstaltung " Jazz und Lyrik" auf dem Adolphsplatz in Hamburg teil. In den 1960er Jahren arbeitete Rühmkorf auch als Dramatiker, die drei damals entstandenen Theaterstücke waren jedoch - nicht zuletzt wegen tagespolitischer Konstellationen in beiden Teilen Deutschlands - wenig erfolgreich. 

Rühmkorf war Gastdozent u.a. an den Universitäten Austin, Texas (1969/70), Essen (1977), Frankfurt am Main (1980) und Paderborn (1985/86). 

Er ist Mitglied des P.E.N. sowie der Akademie der Künste (Berlin), der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt, und der Freien Akademie der Künste, Hamburg. 

1964 heiratete er die Psychologin Eva-Marie Titze, die unter dem Ehenamen Eva Rühmkorf als Leiterin einer Strafanstalt, Gender- und Kultuspolitikerin und als Ministerin in Schleswig-Holstein arbeitete. Mit ihr lebt er heute in Oevelgönne am Hamburger Elbufer. 

Zu seinem 75. Geburtstag (2004) zeigte das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg eine Ausstellung zu Werk und Leben (Rühmkorf Revue - Ein Bilderbogen zum 75sten) mit etwa 850 Exponaten, die Einsicht in das umfangreiche Privatarchiv des Dichters gaben. 

Original-signiertes Blatt mit Original-Zeichnung im Grossformat A4 (in der Mitte zweimal gefaltet)    Euro 29.--


JEAN RODOLPHE VON SALIS
1901 - 1996

Schriftsteller

Jean Rodolphe von Salis wurde am 12.12.1901 in Bern geboren und wuchs zweisprachig auf. Er besuchte das Freie Gymnasium in Bern und studierte anschliessend Geschichte in Montpellier, Berlin, Bern und Paris. 
In der französischen Hauptstadt lebte er von 1925 bis 1935 und arbeitete neben seinen wissenschaftlichen Studien als Korrespondent f?r den „Bund“ und die „Weltwoche“. Von Salis schloss sein Studium mit dem Gymnasiallehrer-Diplom und der Promotion zum Dr.phil. ab. 

Von 1935 bis 1968 wirkte er als Ordinarius f?r allgemeine Geschichte an der ETH in Zürich. Gastprofessuren in Wien und Lausanne fielen ebenso in diese Zeitspanne wie die Tätigkeit als Präsident der Stiftung Pro Helvetia (1952-1964) und die Mitgliedschaft in der Schweizerischen UNESCO-Kommission (bis 1964). 

Berühmt wurde Jean Rodolphe von Salis durch seinen w?chentlichen Kommentar am Radio während des zweiten Weltkriegs. 

Auch nach dem Krieg war die Zeitgeschichte das grosse Thema für den Universalgelehrten von Salis. Den Zweck der Historiographie sah er darin, Orientierung für die kompliziert gewordene Gegenwart zu leisten. Unter diesen Leitsatz stellte er auch sein Hauptwerk die „Weltgeschichte der neuesten Zeit“, welche in traditioneller Weise als Geschichte der grossen M?nner aufgebaut ist. Jean Rodolphe von Salis starb am 14.7.1996 in Brunegg 
 

Werke: 

Rainer Maria Rilkes Schweizer Jahre. Frauenfeld: Huber, 1936 
Weltgeschichte der neuesten Zeit. 3 Bd. 1951/55/60 
Im Laufe der Jahre. 1962 
Weltchronik 1939-1945. Radiokommentare w?hrend des 2. Weltkrieges. 1964 
Schwierige Schweiz. Sammlungen von Reden und Essays. 1968 
Geschichte und Politik. 1971 
Grenz?berschreitungen. Lebensbericht. 2 Bd. 1975/78 
Notizen eines M?ssigg?ngers. 1983 
Innen und Aussen. Notizen 1984-1986.1987 
Kriege und Frieden in Europa. Politische Schriften und Reden 1939-1988, 1989 
Dem Leben Recht geben. Jean Rudolf von Salis im Gespr?ch mit Klara Oberm?ller. Z?rich: Weltwoche-ABC, 1993 
Letzte Aufzeichnungen. Z?rich: Ammann, 1994 

Oben: Original-signiertes Foto im Format 10.5 x 10.5 cm - Unterschrift auf Rückseite   Euro 15.--
Unten: Original-signierte Karte im Format 8.5 x 13.5 cm   Euro 15.--


ODA SCHAEFER
1900 - 1988

Schriftstellerin

Oda Schaefer war die Tochter von Eberhard Kraus, einem aus dem Baltikum stammenden Journalisten und Schriftsteller und dessem Frau Alice geb. Baertels, die einer estländischen Kaufmannsfamilie entstammte. Oda Schaefer besuchte ein Lyzeum in Berlin durchlief anschließend an einer privaten Kunstgewerbeschule eine zeichnerische Ausbildung. Danach arbeitete sie als Gebrauchsgrafikerin. 1923 heiratete sie den Maler Albert Schaefer-Ast, mit dem sie 1924 einen Sohn hatte. Die Ehe wurde nach kurzer Zeit geschieden. 1926 zog Oda Schaefer aus familiären Gründen nach Liegnitz. Dort lernte sie den Schriftsteller Horst Lange kennen, mit dem sie 1931 wieder nach Berlin zurückkehrte; 1933 heiratete die beiden.

Oda Schaefer veröffentlichte seit 1928 Beiträge für Modezeitschriften und Feuilletons, Gedichte sowie Hörspiele. Während des Dritten Reiches gehörte sie mit Lange und Günter Eich zum Kreis um die Literaturzeitschrift Die Kolonne der der Inneren Emigration zugerechnet wird. Weitere enge Freunde aus dieser Zeit sind Peter Huchel und Elisabeth Langgässer. Texte von ihr erschienen in dieser Zeit auch in der Zeitschrift Das Innere Reich, und in der Frankfurter Zeitung. Oda Schaefer war Mitglied der Reichsschrifttumskammer. Zwar waren Schaefer und ihr Mann Gegener des NS-Regimes, halfen auch einigen Juden, indem sie sie eine Zeit lang versteckten, andererseits publizierten sie in dieser Zeit weiterhin in offiziellen Organen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem Oda Schaefers Sohn vermisst wurde und aus dem Horst Lange schwer verwundet zurückkehrte, lebte das Ehepaar Lange in Mittenwald, danach in der Schweiz und ab 1950 in München, wo sie weiterhin freie Mitarbeiterin verschiedener Zeitungen und des Rundfunks war.

Schaefers literarisches Werk besteht in erster Linie aus Lyrik in traditionellen Formen nach dem Vorbild der Naturlyriker Wilhelm Lehmann und Georg von der Vring. Mit Horst Lange ging sie auf Distanz zur Kahlschlagliteratur der Nachkriegszeit und zu den Autoren der Gruppe 47.

Oda Schaefer, die Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland war, erhielt u.a. 1951 den Preis der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, 1952 die Ehrengabe der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, 1955 den Literaturpreis der Gesellschaft zur Förderung des Deutschen Schrifttums, 1959 den Literaturförderpreis der Stadt München, 1964 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, 1975 den Literaturpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie und 1973 den Schwabinger Kunstpreis für Literatur.

Werke:

    * Die Windharfe. Berlin 1939
    * Irdisches Geleit. München 1946
    * Die Kastanienknospe. München 1947
    * Unvergleichliche Rose. Stuttgart 1948
    * Katzenspaziergang. München 1956
    * Grasmelodie. München 1959
    * Die Boutique. München 1963
    * Ladies only oder Von der Kunst, Dame zu sein. Zürich 1963
    * Und fragst du mich, was mit der Liebe sei. München [u.a.] 1968
    * Auch wenn Du träumst, gehen die Uhren. München 1970
    * Der grüne Ton. München 1973
    * Die Haut der Welt. München [u.a.] 1976
    * Die leuchtenden Feste über der Trauer. München 1977
    * Wiederkehr. München [u.a.] 1985

Original-signierte Karte im Format 8.5 x 12.5 cm   Euro 19.--


MARGRIT SCHRIBER
1939

Schriftstellerin

Margrit Schriber wuchs auf in Brunnen und Küssnacht. Sie absolvierte eine Banklehre und arbeitete als Bankangestellte, Buchhalterin, später als Mannequin und Fotomodell. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Zofingen/Aargau.

Margrit Schriber ist Verfasserin von Alltagsgeschichten in einer kühlen Sprache, in denen häufig eine desillusionierende Bilanz des Lebens ihrer Protagonisten gezogen wird. Schriber begreift sich dabei allerdings nicht einfach als Pessimistin, sondern sieht in der Desillusionierung durchaus eine Chance zur Veränderung des Lebens ihrer Figuren.

Margrit Schriber ist Mitglied des Verbandes "Autorinnen und Autoren der Schweiz" und des Schweizer P.E.N.-Zentrums. Sie erhielt u. a. folgende Auszeichnungen: 1977 den Anerkennungspreis der Schweizer Schillerstiftung, 1977, 1980, 1984, 1992 und 1997 ein Werkjahr des Kantons Aargau, 1985 und 1987 die Ehrengabe der Stadt Zürich, 1992 das Werkjahr des Kantons Aargau und 1998 den Aargauer Literaturpreis.

Werke:

    * Aussicht gerahmt, Frauenfeld 1976
    * Außer Saison, Frauenfeld [u. a.] 1977
    * Kartenhaus, Frauenfeld 1978
    * Dazwischen, Basel 1979
    * Vogel flieg, Frauenfeld [u. a.] 1980
    * Luftwurzeln, Frauenfeld [u. a.] 1981
    * Muschelgarten, Zürich 1984
    * Tresorschatten, Zürich 1987
    * Augenweiden, Zürich [u. a.] 1990
    * Rauchrichter, Zürich [u. a.] 1993
    * Schneefessel, Zürich 1998
    * Von Zeit zu Zeit klingelt ein Fisch, Zürich 2001
    * Das Lachen der Hexe, Zürich 2006, ISBN 3-312-00373-3

Original-signiertes Bio-Blatt im Format 14.5 x 21 cm   Euro 7.--


MICKEY SPILLANE
1918 - 2006

Schriftsteller "Mike Hammer"

Frank Michael "Mickey" Morrison Spillane war ein US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller und Comic-Texter. 

Vor dem Zweiten Weltkrieg begann er als Comic-Texter u. a. für Captain America, Batman und Submariner und schrieb Kurzgeschichten für Groschenhefte. Während der Kriegszeit kam er zur Luftwaffe und wurde zum Kampfpiloten-Ausbilder. Um nach dem Krieg zur Existenzgründung an Geld zu kommen, schrieb er 1947 in kürzester Zeit seinen ersten Roman mit seinem bekanntesten Helden, dem Privatdetektiv Mike Hammer. Seine Bücher wurden weltweit über 200 Mio. Mal verkauft. Der letzte Roman dieser Reihe erschien 1996, also 50 Jahre ( ! ) nach der Einführung der Romanfigur. 

Mickey Spillane arbeitete in den 50ern zeitweise auch beim Zirkus als Trampolinartist und "Lebende Kanonenkugel", als Rennfahrer, Schatztaucher und als Filmschauspieler. 1963 spielte er in einer Produktion sogar seinen eigenen Helden Mike Hammer und hatte in den 70ern einen Gastauftritt bei Columbo, bei dem er sich selbst spielte. 

Auch im Genre der Kinder- und Jugendbücher betätigte er sich als Autor. Das 1979 veröffentlichte Buch "Der Tag, an dem das Meer verschwand", in dem er eine Geschichte um ein selbst erlebtes Naturphänomen erzählt, wurde sogar mit dem Junior Literary Guild Award ausgezeichnet. 

Mickey Spillane erhielt für seinen Beitrag zur Krimi-Literatur 1995 von den Mystery Writers of America den Edgar-Grand-Master-Award. 

Original-signiertes Foto im Format A5     Euro 35.--


LEOPOLD SZONDI
1893 - 1986

Schriftsteller, Psychiater

1911 legte Leopold Szondi in Budapest sein Abitur ab. Danach studierte er mit einer kriegsbedingten Unterbrechung bis 1918 Medizin an der Péter-Pázmányi-Universität in Budapest. 1919 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Graf Apponyi-Poliklinik in Budapest. 1926 heiratete er Ilona Radványi, mit welcher er zwei Kinder (Vera und Péter) bekam. Von 1927 bis 1941 war Szondi Professor in Budapest. Im Juni 1944 wurde die Familie nach Bergen-Belsen deportiert, und im Dezember befreit. Die Familie emigrierte in die Schweiz, wo Szondi seit Ende 1944 in Zürich und Prangins wissenschaftlich tätig war. 
 

Seine Schicksalsanalyse gilt als dritte tiefenpsychologische Schule neben der Psychoanalyse Sigmund Freuds und der analytischen Psychologie von C. G. Jung. Er entwickelte eine bahnbrechende Trieblehre und ein Verfahren zur Triebdiagnostik, den sog. Szondi-Test. Seine wissenschaftlichen Arbeiten gewinnen auf dem Hintergrund der modernen Genforschung eine neue Bedeutung. Für seine wissenschaftliche Arbeit erhielt er 1970 den Ehrendoktor der Katholieke Universiteit Leuven und 1979 von der Universität Paris VII. 

Werke: 

    * Analysis of marriages 1937 (Erste Publikation über schicksalsanalytische Untersuchungen) 
    * Schicksalsanalyse 1944 
    * Triebpathologie 1952 
    * Ich-Analyse 1956 
    * Lehrbuch der experimentellen Triebdiagnostik 1960 
    * Trieblinnäus-Band 1960 
    * Schicksalsanalytische Therapie 1963 
    * Kain, Gestalten des Bösen 1968 
    * Moses, Antwort auf Kain 1973 
    * Die Triebentmischten 1980 

Original-signierte Karte im Format 6.5 x 10.5 cm   Euro 29.--


GEORG THÜRER
1908 - 2000

Schriftsteller, Dichter

Eine ausführliche Biographie über Georg Thürer findet man hier.

Original-signierter handschriftlicher Brief (Format A4)    Euro 17.--
Original-signierte Karte (Format ca. A7)   Euro 12.-- 
abgebildetes Foto ist nicht signiert, wird aber mit der Bestellung des Autogrammes mitgesandt.


ROSALIA WENGER
1906 - 1989

Schriftstellerin

Rosalia Wenger wurde als uneheliche Tochter einer Magd in Basel geboren. Ihr Vater war der deutsche politische Flüchtling Albin Lessing, der jedoch kurz nach der Geburt seiner Tochter in die USA emigrierte. Sie wuchs bei ihren Grosseltern auf dem Hof Lischern in der Nähe von Schwarzenburg auf.

Schon als Elfjährige wurde Rosalia Wenger zu Fuhrhaltersleuten in Schwarzenburg verdingt. Als junge Erwachsene hatte sie als Dienstmädchen und Arbeiterin neun verschiedene Stellen in der ganzen Schweiz inne, bevor sie in Bern eine Berufslehre als Glätterin und Wäscherin machte und als solche in Bern tätig war. 1932 heiratete sie den Arbeiter Werner Grützner, mit dem sie zwei Töchter hatte. Die Ehe stand wiederholt kurz vor der Scheidung, da sie ihr Mann zeitweise wie ein Dienstmädchen behandelte und ihr jahrelang Besuche und Reisen verbot.

Nach dem Tod ihres Mannes trat Rosalia Wenger der Berner Frauenbefreiungsbewegung (FBB) bei. Sie wurde ermutigt, ihre Zeit als Verdingkind, Arbeiterin, Dienstmädchen und unglückliche Ehefrau erzählerisch aufzuarbeiten. 1978 erschien ihre Autobiografie "Rosalia G.", die umgehend zu einem viel gelesenen Werk avancierte. Dafür erhielt sie 1979 den Buchpreis der Stadt Bern. Weitere Begebenheiten aus ihrem Leben, die nicht im ersten Buch Platz gefunden hatten, erschienen 1982 unter dem Titel "Warum hast du dich nicht gewehrt".

Rosalia Wenger starb 1989. Nach ihr wurde 2004 bei der S-Bahn-Station Wankdorf in Bern ein Platz benannt.

Original-signiertes Foto im Format 8 x 11.5 cm  Unterschrift rückseitig   Euro 9.--


GERHARD ZWERENZ
1925

Schriftsteller

Gerhard Zwerenz wird in Gablenz/Sachsen als Sohn eines Ziegeleiarbeiters und einer Textilarbeiterin geboren. Er begann nach der Schulzeit eine Kupferschmiedlehre, nahm dann zwei Jahre lang am Zweiten Weltkrieg teil und geriet 1944 nach seiner Desertion zur Roten Armee bei Warschau in russische Kriegsgefangenschaft. 1948 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft zurück. 

Von 1949 bis 1957 war Zwerenz Mitglied der SED. Von 1952 bis 1956 studierte er Philosophie bei Ernst Bloch in Leipzig und ist heute neben Hans Heinz Holz und Günther Zehm einer der wenigen noch lebenden Schüler dieses bedeutenden deutschen Philosophen der russischen Oktoberrevolution. 

Seit 1956 arbeitete Gerhard Zwerenz als freiberuflicher Schriftsteller. 1957 wurde er aus der SED ausgeschlossen und floh ein halbes Jahr später nach Westberlin. 1959 verfasste Gerhard Zwerenz "Die Liebe der toten Männer", eine romanhafte Gestaltung des Aufstandes vom 17. Juni 1953. 
1961 schrieb Zwerenz die Essaysammlung Ärgernisse - Von der Maas bis an die Memel. Den Essayband Wider die deutschen Tabus brachte er 1962 heraus, genauso wie Gesänge auf dem Markt und Heldengedenktage. Ein Jahr später verfasste er Dreizehn Versuche, eine ehrerbietige Haltung anzunehmen und eine biographische Skizze über Walter Ulbricht. 
Mit Casanova oder Der Kleine Herr in Krieg und Frieden verfasste Zwerenz einen Bestseller. Die Folgejahre thematisierte er die Sexualität mit Büchern wie Erbarmen mit den Männern. Ein Roman vom Aschermittwochsfest und den sieben Sinnlichkeiten. 1971 schrieb er den Roman Kopf und Bauch und den Essayband Der plebejische Intellektuelle. 1973 dann Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond, eine Kritik der Lebensverhältnisse in der Bundesrepublik. 
Zwerenz' Freund Rainer Werner Fassbinder verarbeitete den Roman einige Jahre später zu seinem ebenso – wenn nicht noch stärker – umstrittenen Theaterstück „Die Stadt, der Müll und der Tod“.

1982 verfasste er dann Antwort an einen Friedensfreund oder längere Epistel für Stephan Hermlin und meinen Hund und 1989 der Roman Vergiß die Träume Deiner Jugend nicht. Während seiner schriftstellerischen Tätigkeit schrieb Zwerenz unter dem Pseudonym Gert Amsterdam auch erotische bis pornographische Literatur. Eines dieser Bücher, Das Kleingeld der Hetären wurde von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien 1987 als jugendgefährdend indiziert. 

1991 erhielt er den Alternativen Georg-Büchner-Preis. Die politische Schriften Rechts und dumm ? und Links und lahm schrieb er 1993 und 1994. Von 1994 bis 1998 war Zwerenz über die offene Liste der PDS Mitglied des deutschen Bundestags. 2004 erschien sein gemeinsam mit Ingrid Zwerenz geschriebenes neuestes Buch Sklavensprache und Revolte. 

Werke:

    * 1956: Aristotelische und Brechtsche Dramatik. Versuch einer ästhetischen Wertung (Essays) 
    * 1959: Die Liebe der toten Männer (Kiepenheuer & Witsch, Köln) 
    * 1961: Ärgernisse - Von der Maas bis an die Memel (Essays) (Kiepenheuer & Witsch, Köln)
    * 1962: Wider die deutschen Tabus (Polemik) (List Verlag, München) 
    * 1964: Heldengedenktag. Dreizehn Versuche in Prosa, eine ehrerbietige Haltung einzunehmen (Scherz Verlag, Bern und München) (1968 als Taschenbuch bei dtv, München) 
    * 1966: Casanova oder der Kleine Herr in Krieg und Frieden (Roman) (Bern u. München) (1975 als Taschenbuch bei dtv, München) (1981 als Taschenbuch bei Moewig Verlag, Rastatt) 
    * 1969: Die Lust am Sozialismus (Heinrich-Heine-Verlag, Frankfurt am Main) 
    * 1971: Kopf und Bauch. Die Geschichte eines Arbeiters, der unter die Intellektuellen gefallen ist (Fischer Verlag, Frankfurt am Main) (1973 als Taschenbuch bei Fischer, Frankfurt am Main)
    * 1973: Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond (S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main) 
    * 1974: Der Widerspruch. Autobiographischer Bericht (Frankfurt am Main) 
    * 1975: Die Quadriga des Mischa Wolf (S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main)
    * 1978: Das Grosselternkind (Beltz u. Gelberg, Weinheim u. Basel) 
    * 1978: Die schrecklichen Folgen der Legende, ein Liebhaber gewesen zu sein. Erotische Geschichten (Wilhelm Goldmann Verlag, München) 
    * 1979: Kurt Tucholsky. Biographie eines guten Deutschen (Bertelsmann Verlag, München) 
    * 1979: Die Ehe der Maria Braun (Wilhelm Goldmann Verlag, München)
    * 1981: Der chinesische Hund (Roman) (Wilhelm Goldmann Verlag, München) 
    * 1981: Die 25. Stunde der Liebe (Roman) (Wilhelm Goldmann Verlag, München) 
    * 1981: Das Konzept des plebejischen Intellektuellen 
    * 1981: Die lang verlorenen Gefühle (Moewig Verlag, München)
    * 1983: Berührungen. Geschichten vom Eros des 20. Jahrhunderts (Knaur Verlag, München) 
    * 1983: Erotische Kalendergeschichten (12 Bände) (Wilhelm Goldmann Verlag, München) 
    * 1984: Reise unter die Haut (Knaur Verlag, München) 
    * 1984: Die Tierschutz-Lady (Moewig Verlag, Rastatt) 
    * 1984: Das Lachbuch (Gütersloh) 
    * 1984: Lachen, Liebe, Laster. Erotische Stories" (Wilhelm Goldmann Verlag, München) 
    * 1985: Die Venusharfe. Liebeslieder, Zorngedichte, Knittelverse (Knaur Verlag, München) 
    * 1985: Die DDR wird Kaiserreich. Thriller (Bastei-Verlag, Bergisch Gladbach) 
    * 1985: Langsamer deutscher Walzer. Thriller (Bastei-Verlag, Bergisch Gladbach) 
    * 1989: Vergiß die Träume Deiner Jugend nicht (Rasch und Röhring Verlag, Hamburg) 
    * 1991: Der Alternative Büchnerpreis 1991 (Verlag H.L. Schlapp, Darmstadt) 
    * 1991: Der legitime Krieg? (Zimmermann, Berlin) 
    * 1993: Rechts und dumm (Carlsen Verlag, Hamburg) 
    * 1994: Links und lahm. Die Linke stirbt, doch sie ergibt sich nicht (Carlsen Verlag, Hamburg) 
    * 1994: Die neue Weltordnung (Zimmermann, Berlin)
    * 1999: Die grundsätzliche Differenz. Ein Streitgespräch in Wort und Schrift (mit Sahra Wagenknecht) [Moderation des Gesprächs: Christa Gießler] (Dingsda-Verlag, Querfurt) 
    * 2000: Gute Witwen weinen nicht. Exil. Lieben. Tod. Die letzten Jahre Kurt Tucholskys

Original-signiertes Foto im Postkartenformat    Euro 29.--


WOLFGANG E. MILDENBERGER

Schriftsteller

Romane "Drei Fetzen blauer Himmel" und "Ungereimtes gereimt" 

Oben: Original-signierte Karte im Postkartenformat    Euro 5.-- 
Unten: Handschriftiche Entwurfsseite zu Buch im Format 21 x 30 cm    Euro 15.--


HEINZ ZAHRNDT
1915 - 2003

Schriftsteller, Theologe

Heinz Zahrnt (* 31. Mai 1915 in Kiel; † 1. November 2003 in Soest) war evangelischer Theologe, Schriftsteller und Publizist. Er war Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland. 

Nach dem Studium der Theologie und der Geschichte in Kiel, Marburg und Tübingen promovierte Zahrnt zum Dr. theol. in Heidelberg. Er war Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags, 1971 bis 1973 dessen Präsident und 25 Jahre lang theologischer Chefredakteur des Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatts. Mit seinem theologischen Werk gelang es Zahrnt, einem breiten Publikum die Ergebnisse neuzeitlicher Theologie und deren Auseinandersetzung mit der Religionskritik verständlich zu machen. 

Sein ältester Sohn ist der Althistoriker Michael Zahrnt. 

Werke 

    * Es geht um die Existenz Gottes 
    * Warum ich glaube. Meine Sache mit Gott (1977) 
    * Stammt Gott vom Menschen ab? 
    * Die Sache mit Gott. Die protestantische Theologie im 20. Jahrhundert (1966) 
    * Jesus aus Nazareth. Ein Leben 
    * Leben als ob es Gott gibt 
    * Mutmaßungen über Gott. Die theologische Summe meines Lebens (1994) 
    * Wie kann Gott das zulassen? Hiob - Der Mensch im Leid-Prüfstein oder Falle? (1985) 
    * Wozu ist das Christentum gut? (1972) 
    * Gott kann nicht sterben (1970) 

Original-signierte Karte im Format 7 x 10.5 cm (zusammen mit Foto) 
Euro 15.--

ALEXANDER ZIEGLER
1944 - 1987

Schriftsteller

Schon als Schüler entdeckte er seine Liebe zur Bühne. Er nahm Kontakt zu dem Zürcher Schauspieldirektor Oskar Waelterlin (1895–1961) auf, der ihn förderte und ihm kleine Rollen gab. Daraufhin wurde Ziegler von seinen Eltern in eine Besserungsanstalt gesteckt. Als 17-jähriger ging er mit einer Empfehlung Waelterlins nach Wien, wo er das Max-Reinhardt-Seminar besuchte (1960/61). Er spielte in Wedekinds Frühlings Erwachen (Wien 1964) sowie in der amerikanischen Fernsehserie Boys and Girls von Fred Mallow. Im Jahre 1966 wurde er wegen seiner Freundschaft zu dem 16-jährigen Stephan (Mutscha) zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt. Hinter Gefängnismauern entstand sein erster, stark autobiographisch geprägter Roman Labyrinth, der 1970 im Druck erschien. Daraufhin wurde ihm 1971 die Chefredaktion der in Hannover erscheinenden Schwulenzeitschrift DU&ICH (1971–1979) angeboten. Ziegler schuf sich in diesen neun Jahren auch durch seine politischen Stellungnahmen viele Feinde. Politisch hatte der engagierte Linke starke Sympathien für Willy Brandt.

Im November 1977 wurde die Fernsehfassung seines Romans "Die Konsequenz" ausgestrahlt, die die bedrückende und dramatische Beziehung zwischen dem Schauspieler Martin Kurath (Jürgen Prochnow) und dem Heimzögling Thomas Manzoni (Ernst Hannawald) schildert. Dieser Film, der nur in einer zensierten Fassung erscheinen konnte und vom Bayerischen Rundfunk vollständig boykottiert wurde, löste ein ungeheures Echo aus und gab vielen jungen Schwulen den Mut zur Selbstfindung. Seit dieser Zeit war Ziegler der bekannteste und meistgelesene zeitgenössische schwule Schriftsteller deutscher Sprache. In rascher Abfolge erschienen weitere Romane Eines Mannes Liebe, Die Zärtlichen, Drogenstation, Theaterstücke Zellengeflüster, Happy End, Tribunal oder Der Sittlichkeitsverbrecher, Kokain sowie die Aufsatzsammlung „Kein Recht auf Liebe“. Gleichzeitig stand Ziegler, der zusammen mit seinem Freund Kurt Wernli in Stäfa bei Zürich lebte, ununterbrochen als Schauspieler auf Schweizer Bühnen.

Durch die Kießling-Wörner-Affäre (1983/84) trat er erneut in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.

Im Juli 1987, nach der Premiere seines Stückes "Kokain oder der einsame Kampf des Philipp Neukomm", schluckte er eine Überdosis Schlaftabletten, an deren Folgen er in der Nacht vom 10. zum 11. August 1987 in den Räumen des Zürcher Kammertheaters starb.

Werke

    * Labyrinth, 1970
    * Die Konsequenz, 1975
    * Kein Recht auf Liebe, 1978
    * Eines Mannes Liebe, 1980
    * Gesellschaftsspiele, 1980
    * Angstträume, 1981
    * Die Zärtlichen, 1982
    * Ich bekenne, 1985
    * Halunkengelächter, 1985

Original-signiertes Foto (etwas grösser als Postkartenformat). Die Unterschrift befindet sich teilweise auf dunklem Hintergrund. Sehr selten 
Euro 39.--