HANS
HANSEN
1907
- 1996
Theaterschauspieler
Entdeckt wurde Hans Hansen in seiner Geburtsstadt
Prag, wo er die ersten Kinder- und Schuljahre verbrachte. Er konnte herrlich
parodieren - Hans Moser, Luis Trenker und so weiter. In einer winzigen
Rolle debütierte er am Prager Deutschen Theater. Kein Geringerer als
Paul Hörbiger ging von dort zur?ck nach Wien. Hansen kam!
Von 1936 bis 1945 geh?rte er zum Ensemble des
Dresdner Centraltheaters. In "Wiener Blut", "Glückliche Reise" und
weiteren Evergreens spielte und sang er sich in die Herzen des Publikums.
Sein Zuhause wurde das Theater, mit manchmal vier Vorstellungen am Tag.
Der Name Hans Hansen war bald auch in anderen
St?dten ein Begriff. Er trat in der Berliner Scala auf, am Metropoltheater
und in den Jahren 1948 bis 1950 im Berliner Corso mit Sonja Ziemann in
Schröders Operette "Chanel Nr. 5". Für den österreichischen
Schriftsteller und Textdichter Hugo Wiener war sein Freund Hans Hansen
"der geborene Feri Bacsi" in "Die Czardasfürstin". In dem biographischen
Buch "Zeitenspr?nge" schreibt Wiener: "Er war einer jener Schauspieler,
die auch im Leben gern extemporieren, einer, der immer im Theaterjargon
sprach. Fragte man im Kaffeehaus nach einem Kollegen, der schon nach Hause
gegangen war, sagte er: "Der hat sich schon vor einer Stunde abgeschminkt.'"
Damals grosse Revuen: "Himmel voller Sterne",
"Sonnenschein für alle", "Alles fürs Herz" - Hans Hansen hat
sie mitgestaltet. Vor allem aber war er in Sachen Paul Lincke, Emmerich
Kalman und wie sie alle hie?en unterwegs. In "Gräfin Mariza", "Die
Zirkusprinzessin" oder "Frau Luna" sang, spielte und wirbelte er über
die Bühnen renommierter Häuser, allein 1.100mal in "Die Czardasfürstin".
Tänzerisch "elastisch wie ein Gummibär" (so Ehefrau Marta), machte
er nicht nur an der Seite von Marika Rökk eine gute Figur. Mit ihr
stand Hansen 1948 in "Maske in Blau" und in seinem Abschiedsjahr 1984 im
Deutschen Theater München in Paul Abrahams "Ball im Savoy" auf der
Bühne.
Das Glück blieb ihm treu. Er wurde erneut
entdeckt - diesmal für die Werbung, schlug 200 andere Senioren aus
dem Rennen. Zehn Jahre war Hans Hansen der "Berufs-Opa" für Werther's
Echte, inzwischen in Werther's Original umbenannt. Nach einer Pause ging
es noch mal zwei Jahre weiter. Da kann Thomas Gottschalk mit seinen Gummibärchen
noch nicht mithalten. Hansens Bonbon-Werbung wurde in über 50 Länder
verkauft. "Es war ein Glücksfall, die Schutzengel sind um mich herumgetanzt",
meint Hansen und zeigt auf seinen Schlips mit der goldenen Bonbon-Nadel.
Original-signiertes Foto (Postkartenformat)
Price in Euro 15.- |