HOME MAIL Index 
Tauschliste/Trading list

 
PREVIOUS NEXT

 
JÜRG ACKLIN
1945

Schriftsteller / Writer

Jürg Acklin ist der Sohn eines Elektroingenieurs und wuchs in Küsnacht am Zürichsee auf. Sein sozialwissenschaftliches Studium an der Universität Bremen schloss er 1974 mit einer Dissertation über den Frühsozialisten Wilhelm Weitling ab. Anschliessend arbeitete er als Lehrer und war an Schulexperimenten beteiligt; zeitweise leitete er eine Alternativschule.

Parallel zu einer Tätigkeit als Redaktor beim Schweizer Fernsehen absolvierte Acklin eine psychoanalytische Ausbildung; seit 1983 praktiziert er als Analytiker. Er lebt in Zürich.

Acklin ist Verfasser von erzählerischen Werken, in denen er auf realistische Weise krisenhafte zwischenmenschliche Beziehungen und Generationskonflikte vor dem Hintergrund einer ins Bizarr-Fantastische verfremdeten Realität schildert.
 

Auszeichnungen 

    * 1971 Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis
    * 1972 Bremer Literaturpreis für Alias
    * 1996 Buchpreis der Stadt Zürich für Froschgesang
    * 2002 Ehrengabe des Kantons Zürich
    * 2005 Zolliker Kunstpreis
 

Werke 

    * Der einsame Träumer. Gedichte. Regenbogen, Zürich 1967
    * Michael Häuptli. Der Traum eines jungen Menschen. Flamberg, Zürich 1969
    * Alias. Ein Text. Flamberg, Zürich 1971
    * Das Überhandnehmen. Ein Text. Flamberg, Zürich 1973
    * Der Kommunistenprozess in Zürich von 1843 (mit Christoph Kappeler). Bremen 1974
    * Der Aufstieg des Fesselballons. Steinhausen, München 1980
    * Der Känguruhmann. Roman. Nagel & Kimche, Zürich/Frauenfeld 1992, ISBN 3-312-00177-3
    * Das Tangopaar. Roman. Nagel & Kimche, Zürich/Frauenfeld 1994, ISBN 3-312-00197-8
    * Froschgesang. Roman. Nagel & Kimche, Zürich/Frauenfeld 1996, ISBN 3-312-00217-6
    * Der Vater. Roman. Nagel & Kimche, Zürich/Frauenfeld 1998, ISBN 3-312-00241-9
    * Defekt. Roman. Nagel & Kimche, Zürich 2002, ISBN 3-312-00290-7
    * Vertrauen ist gut. Roman. Nagel & Kimche, Zürich 2009, ISBN 978-3-312-00364-8

Original-signierte Karte (Format A6)    Price in Euro 12.-

LEOPOLD AHLSEN
1927

Schriftsteller / Writer

Ahlsen wurde als Sohn des Beamten Max Alzmann und der Margarete Alzmann geboren. Im Anschluss an den Besuch der Oberschule studierte er in München Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaften und absolvierte eine Schauspielausbildung. Nach dem Studium war er zunächst als Schauspieler und Regisseur an Bühnen tätig, wechselte aber 1949 zum Bayerischen Rundfunk, wo er bis 1960 als Lektor in der Abteilung Hörspiele tätig war. Von etwa 1960 an widmete er sich der Schriftstellerei.

Leopold Ahlsen verfasste zahlreiche Hör- und Fernsehspiele, Dramen und Schulfunksendungen. Er ist seit 1971 Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland und Mitglied der Münchner Turmschreiber.

 Werke:
Philemon und Baucis (1956) 
Raskolnikoff (Uraufführung 1960 im Schloßpark-Theater Berlin, Titelrolle: Klaus Kammer) 
Der Gockel vom goldenen Sporn alias Jakob Hyronimus C. Nymphenburger Verlagshandlung GmbH, München 1981, ISBN 3-485-00409-X 
Vom Webstuhl zur Weltmacht. Roman nach dem Fernsehfilm. Verlagsanstalt Bayernland, Dachau 1983, ISBN 3-922394-26-4 
Die Wiesingers (1984) 

Here is a rare original signed card with picture (Format A6)    Price in Euro 15.-

EDWARD ALBEE
1928

Schriftsteller / Writer

Albee wurde bereits zwei Wochen nach seiner Geburt von einem Theaterbesitzer adoptiert, der Vaudevillerevuen produzierte. So wuchs er in der bunten Atmosphäre von billigem Tingeltangel heran, begann jedoch mit dem Schreiben von Theaterstücken erst, als er über 30 Jahre alt war. Mit 20 Jahren ging er nach New York ins Greenwich Village und schlug sich mit Gelegenheitsjobs durchs Leben.

1959 hatte er dann einen sensationellen Erfolg mit seinem Erstlingswerk Die Zoogeschichte, das, beeinflusst von Samuel Beckett, zu einem ersten US-amerikanischen Stück des absurden Theaters wurde. Albee stand bereits mit seinem Debüt an der Spitze einer neuen Generation von Theaterautoren. Dieser Generation gehören Autoren wie Tennessee Williams und Arthur Miller an, doch europäische Zeitgenossen wie Harold Pinter und Beckett stehen ihm näher. Der Klassiker unter den Albee-Stücken entstand 1962 mit Wer hat Angst vor Virginia Woolf?. Es ist das bis heute meistgespielte Stück von Albee und wurde mit Elizabeth Taylor und Richard Burton verfilmt.

Albee erhielt im Laufe seiner Schriftstellerkarriere sämtliche wichtigen US-amerikanischen Preise, die die Literatur und das Theater zu vergeben haben: Pulitzer-Preis und Tony Award sowie den Nestroy. Der deutschsprachige Exklusivübersetzer seiner Werke war von 1959 an zunächst Pinkas Braun. Seit den 1980er Jahren entstanden jedoch auch Übersetzungen von Alissa und Martin Walser.

Here is a rare original signed picture 3.5 x 5.5 (Format A6)    Price in Euro 25.-


 
BRIAN ALDISS
1925

Schriftsteller / Writer

Geboren wurde Aldiss in East Dereham in der Grafschaft Norfolk. Nach Ende der Schulausbildung 1943 leistete er in Burma und Sumatra seinen Militärdienst ab und blieb nach Kriegsende noch einige Zeit in Südostasien.

1948 nahm er in Oxford eine Stelle als Buchhändler an. Diese Anstellung behielt er bis 1955. In diesem Jahr belegte er bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb des englischen The Observer mit Not for an Age den ersten Platz. Dieser Erfolg veranlasste ihn, freier Schriftsteller zu werden.

Bereits vor dem Wettbewerb hatte er einige Geschichten veröffentlichen können. So im Fachblatt The Bookseller und 1954 auch schon eine Science-Fiction-Story im Science-Fantasy-Magazin.

Sein schriftstellerischer Durchbruch erfolgte 1958 mit dem SF-Roman Non-Stop (auch Starship, deutsch Fahrt ohne Ende), der die Reise in einem Generationenraumschiff beschreibt. Er setzt sich sehr genau mit Sprache auseinander und schildert eine Endzeitvision. Diese Themenschwerpunkte finden sich bis 1966 immer wieder in seinen Werken.

Erfolg in den USA hatte er 1958 mit der Geschichte Judas Dancing. Im Jahr darauf erhielt er den Hugo Award als bester Nachwuchsschreiber. Ein weiteres Mal erhielt er 1962 den Hugo für die Hothouse-Stories in der Kategorie Erzählung.

Anschließend begann er eine Reihe von düsteren Zukunftsvisionen: Greybeard (deutsch: Aufstand der Alten) (1964), The Dark Lightyears (1964) und Earthworks (1965) übertrafen auch in puncto Qualität ihre Vorgänger und mehrten den guten Ruf von Aldiss.

Mitte der 1960er-Jahre wurde Michael Moorcock Herausgeber des Magazins New Worlds und leitete einen Richtungswechsel dieser Zeitschrift zur SF-Literatur New Wave ein. Aldiss war davon begeistert und engagierte sich gemeinsam mit James Graham Ballard sehr stark für diese Zeitschrift.

Aldiss, der sich ja bereits in seinem ersten Werk mit Sprache genau auseinandersetzte, konnte nun seinen sprachlichen und stilistischen Experimenten freien Lauf lassen. So ließ er in seinem Roman Cryptozoic (auch An Age, 1967) die Zeit rückwärts laufen und in Report on Probability A (1968) verfremdete er die Wahrnehmung und stellte sämtliche Erkenntnisse in Frage.

Sein Hauptwerk bis dahin aber wurde Barefoot in the Head (1969), das wegen seiner Komplexität, die an James Joyce erinnert, schwer zu lesen ist und die Beschränkungen der Science Fiction durchbricht. Das Buch ist in einem rasenden, „psychodelisch“ wirkenden Stakkatostil geschrieben, der auch William S. Burroughs’ Text Naked Lunch als Vorbild erkennen lässt. Ausgangssituation der Story ist bemerkenswerterweise ein Konflikt zwischen den westeuropäischen Staaten und Jugoslawien, in dem die arabischen Nationen des Nahen Ostens gegen die westlichen Staaten Partei ergreifen. Das Buch beginnt kurz nach Ende des Krieges in Frankreich, das von Bomben mit bewusstseinsverändernden Stoffen in einen Zustand des allgemeinen Wahnsinns versetzt worden ist.

Mit diesem Werk waren die Durchschnittsleser überfordert und reagierten zurückhaltend. Aldiss seinerseits war von der Reaktion der Leser enttäuscht und zog sich für einige Jahre von der Science-Fiction-Literatur zurück. Anfang der 1970er-Jahre entdeckte er dann den Mainstream und schrieb The Horatio Stubbs Saga, eine Trilogie über die Thematik Jugendprobleme, von der aber nur der erste Band die Bestsellerlisten erreichte. Zurück zur SF fand er 1973 mit dem literaturgeschichtlichen Werk The Billion Year Spree, in dem er die Entwicklung der Science Fiction von den ersten Vorläufern (Mary Shelleys Roman Frankenstein) bis in die 1970er Jahre schildert.

Im selben Jahr veröffentlichte er auch sein wohl schlechtestes Werk, Frankenstein Unbound (1973), dessen Plot sich sehr an Mary Shelleys Frankenstein orientiert und fast schon ein Plagiat ist. Ein weiteres Vorbild nahm er sich in Moreau's Other Island (1979), das aber eigenständig gegenüber H. G. Wells Moreau’s Island ist.

1976 unternimmt er mit The Malacia Tapestry einen Ausflug in das Fantasy-Genre. In einer träumerisch bis zynischen Stimmung erzählt er sehr detailreich und lebendig die Geschichte des jungen Schauspielers Perian in Malacia, einer norditalienisch anmutenden Renaissance-Stadt in einem Paralleluniversum, zu deren Alltag ganz selbstverständlich bunte Märkte und Vogelmenschen, die Belagerung durch die Osmanen und der Kampf der Obrigkeit gegen die aufkommende Technik gehören.

Mehrere SF-Romane und Kurzgeschichten wurden in den 1970ern veröffentlicht und 1981 begann Aldiss seine Helliconia-Serie mit dem Roman Helliconia Spring, dem Helliconia Summer (1983) und Helliconia Winter (1985) folgten. Dieses 1700-Seiten-Epos beschreibt eine Welt in einem Doppelsternsystem mit jahrhundertelangen Jahreszeiten. Hauptthema ist der Aufstieg und Fall von Zivilisationen im Verlauf dieser Klimazeiten; es gibt Hinweise auf ein zyklisches Wiederkehren der immer gleichartigen Kulturkreise. Dieses Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem da es einen neuen Maßstab in der Erfindung einer phantastischen Welt darstellt.

Der Reiz von Aldiss unkonventionellen SF-Stories zeigte seine Aktualität auch darin, dass Stanley Kubrick aus Aldiss´ Kurzgeschichte Supertoys Last All Summer Long einen seiner letzten Filme entwickelte, der auf Kubricks Wunsch nach dessen Tod von Steven Spielberg unter dem Titel A. I. – Künstliche Intelligenz verwirklicht wurde.

Original-signiertes Foto (etwas kleiner als Postkartenformat))    Price in Euro 35.-

JEFFREY ARCHER
1940

Schriftsteller, Politiker / Writer, Politician

Jeffrey Archer besuchte die Wellington School in Somerset und das Brasenose College in Oxford, letzteres aber ohne zu graduieren. Er war von 1969 bis 1974 für die konservative Partei Abgeordneter im House of Commons.

Seine erste Erzählung "Not a Penny More, Not a Penny Less" erschien 1974 und war sofort ein Erfolg. Es folgten der Thriller "Shall We Tell the President?", dann der Bestseller "Kane and Abel" und dessen Fortsetzung "The Prodigal
Daughter". 
"A Quiver Full of Arrows", "A Twist in the Tale" und "Twelve Red Herrings" sind jeweils eine Sammlung von Kurzgeschichten aus seiner Feder.

1992 wurde er zu einem Life Peer, als Baron Archer of Weston-super-Mare, of Mark im County of Somerset ernannt.

Während der Wahl zum Oberbürgermeister von London, bei der er zunächst Kandidat der konservativen Partei war, wurde er Anfang 2000 wegen Meineides angeklagt und zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Während
seiner Zeit im Gefängnis schrieb er ein dreiteiliges, von Kritikern gepriesenes Gefängnistagebuch (The Prison Diaries).

Jeffrey Archer lebt zurzeit in Lambeth (London) und in The Old Vicarage im Dorf Grantchester bei Cambridge, ein Haus berühmt durch ein Gedicht von Rupert Brooks. Archer ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Here is a rare original signed picture 5 x 7 (Format A5)    Price in Euro 19.-

HANS BLICKENSDÖRFER
1923 - 1997

Schriftsteller / Writer

Hans Blickensdörfer begann seine Karriere als Sportjournalist 1948 als Volontär bei der Sportwelt. Später wurde er Redakteur bei der Stuttgarter Zeitung. Als langjähriger Chef-Sportreporter der Stuttgarter Zeitung und als Autor für die französische L'Équipe prägte Blickensdörfer einen ganz neuen Stil des Sportjournalismus. Durch Erzählkunst und Hintergrundwissen brachte er auch Leser zur Sportberichterstattung, die nicht nur „ergebnisorientiert“ waren. „Der Beweis gegenüber dem Feuilleton war zu erbringen, dass ein Sportjournalist nicht nur von großen Muskeln träumt, sondern auch weiß, was ein Konjunktiv ist“, sagte Blickensdörfer.

Bekannt wurde Blickensdörfer einer breiten Öffentlichkeit durch seine Bücher, vor allem durch seinen autobiografischen Roman Die Baskenmütze, der über Nacht zum Bestseller wurde und später in 18 Sprachen übersetzt wurde. Blickensdörfer erzählt darin von seiner Gefangenschaft in französischen Lagern und Gefängnissen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und seinen zahlreichen Fluchtversuchen, die ihn schließlich nach Deutschland zurückführten. 1990 wurde der Roman in einer deutsch-französischen Koproduktion als Fernsehmehrteiler verfilmt.

Here is a rare original signed picture 3.5 x 5.5 (Format A6)    Price in Euro 19.-

C. C. BERGIUS
1910 - 1996

Schriftsteller / Writer

Egon-Maria Zimmer war schon als Schüler oft auf dem kleinen Flugplatz seiner westfälischen Heimatstadt. Er besuchte die Oberrealschule bis kurz vor dem Abitur und machte mit 17 Jahren seinen ersten Flug. 1930 absolvierte er eine Ausbildung zum Exportkaufmann in Hamburg. Ab 1933 war er Fluglehrer, mit Kriegsbeginn Wetterflieger und Testpilot, dann ab 1941 Flugkapitän. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann er eine Karriere als Schriftsteller und gründete zunächst seinen eigenen Verlag. Seine Bücher wurden in neunzehn Sprachen übersetzt und erreichten dank des Bertelsmann Verlages, der die Romane hauptsächlich über den Buchclub vermarktete, eine Gesamtauflage von 11 Millionen Exemplaren.

Zu Ehren von Friedrich Bergius, der 1931 den Chemie-Nobelpreis erhielt, nahm er den Schriftstellernamen C. C. Bergius an. Der Chemiker Bergius hatte ein Verfahren zur Kohleverflüssigung entwickelt, so dass trotz der Rohstoffknappheit in Deutschland Flugbenzin (Bergius-Pier-Verfahren) hergestellt werden konnte und somit Fliegen ermöglicht wurde.

Bergius war Mitglied des P.E.N.-Clubs.

Einem breiten Publikum wurde er in den 60er-Jahren durch die Serie "Straße der Piloten" im ZDF, die erste große Dokumentation der Luft- und Raumfahrt in der deutschen Fernsehgeschichte, bekannt.
 

Here is a rare original signed picture 3.5 x 5.5 (Format A6)    Price in Euro 19.--


ILSE GRÄFIN VON BREDOW
1922

Schriftstellerin

Ihr Urururgroßvater war Friedrich Ludwig Wilhelm von Bredow, welcher anlässlich der Thronbesteigung von Friedrich Wilhelm III. im Jahr 1798 in den Preußischen Grafenstand erhoben wurde.

Sie wuchs als drittes und jüngstes Kind des Grafen Sigismund von Bredow und seiner Frau Ursula, geborene von Lieres und Wilkau, zusammen mit ihren beiden älteren Geschwistern im Forsthaus von Lochow im Havelland auf und besuchte später ein Internat. Während des Krieges war sie im Arbeitsdienst und musste Kriegshilfsdienst leisten. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs floh ihre Familie aus Brandenburg nach Niedersachsen. Seit Anfang der 1950er-Jahre lebt sie in Hamburg.

Gräfin Bredow arbeitete für Zeitungen und Magazine als freiberufliche Mitarbeiterin und schrieb Reportagen sowie Kurzgeschichten. In vielen ihrer Werke spiegelt sich die Region ihrer Herkunft wider.

Ihr erstes Buch „Kartoffeln mit Stippe“ erschien in mehreren Auflagen und wurde auch verfilmt. Es lief als Dreiteiler im ZDF; in den Hauptrollen waren Pamela Großer als Ilse und Jutta Speidel als deren Mutter, Gräfin Retzlow zu sehen. Einige ihrer Werke sind auch als Hörbücher erschienen.

Original-signiertes Foto im Postkartenformat (9 x 10,2 cm)     Price in Euro 12.--

BARBARA CARTLAND
1901 - 2000

Schriftstellerin / Writer

Mary Barbara Hamilton Cartland war die einzige Tochter und das älteste Kind eines britischen Armeeoffiziers, Major Bertram (Bertie) Cartland, und seiner Frau Mary (Polly) Hamilton Scobell. Obwohl sie in eine Familie der Mittelklasse hineingeboren wurde, wurde die Sicherheit der Familie schwer erschüttert, als ihr väterlicher Großvater, James Cartland, ein Finanzier, nach einem Bankrott Selbstmord beging. Im Mai 1918 fiel ihr Vater in Flandern während des Ersten Weltkrieges. Ihre Mutter eröffnete in London ein Kleidergeschäft, um die Familie, Barbara und ihre beiden Brüder Ronald (* 1907) und Anthony (* 1913), durchzubringen. Beide Brüder fielen im Zweiten Weltkrieg auf dem Schlachtfeld bei Dünkirchen, nur einen Tag hintereinander, am 29. bzw. 30. Mai 1940.

Nachdem Barbara das Malvern Girls' College und Abbey House, ein Erziehungsinstitut in Hampshire, besucht hatte, wurde sie zu einer erfolgreichen Journalistin und Klatschreporterin. Ihr erster Roman, Jigsaw, wurde 1923 veröffentlicht.

Von 1927 bis 1932 war Barbara Cartland mit Alexander George McCorquodale verheiratet, einem früheren Armeeoffizier. Dieser war der Erbe eines großen Vermögens, das mit Druckereien verdient worden war. McCorquodale starb 1964. Ihre Tochter Raine (* 1929), Gräfin Spencer, wurde 1947 "Debütantin des Jahres" und 1976 die Stiefmutter von Diana, Prinzessin von Wales.

1936, nach ihrer Scheidung, bei der es Klagen und Gegenklagen wegen Untreue gab, heiratete Cartland einen Cousin ihres verstorbenen Mannes, Hugh McCorquodale (1898–1964). Mit ihrem zweiten Ehemann, der ebenfalls ein früherer Militäroffizier war, hatte Barbara Cartland zwei Söhne, Ian (* 11. Oktober 1937) und Glen (31. Dezember 1939).

Barbara Cartland gilt als eine der erfolgreichsten Autorinnen romantischer Literatur aller Zeiten: Sie verkaufte über eine Milliarde Bücher. Nach eigener Aussage war Barbara Cartland seit zwanzig Jahren die einzige Person auf der Welt, die alle 14 Tage einen Roman fertigstellte. Die Titelbilder für ihre Bücher malte sie selbst. Ihre Verleger schätzen, dass sie insgesamt 724 Titel schrieb. 2004 wurden in ihrem Nachlass 160 unveröffentlichte Romane entdeckt.

Top: Here is a rare original signed picture 3.5 x 5.5 (Format A6)    Price in Euro 25.--
Bottom: Here is a rare original signed letter (Format A5)   Price in Euro 19.--

JACKIE COLLINS
1937

Schrifstellerin / Writer

Here is a rare original signed picture 3.5 x 5.5 (Format A6)     Price in Euro 19.--

ALBERT EHRISMANN
1908 - 1998

Schriftsteller / Writer

Ehrismann, der Sohn des Magaziners Albert Ehrismann und der Weissnäherin Emma Suter, entstammte bescheidenen Verhältnissen. Er arbeitete zunächst als Buchhalter, begann aber dann um 1929, als er arbeitslos wurde, mit dem Schreiben. Der sozial engagierte Ehrismann verweigerte den Wehrdienst und wurde daraufhin 1932 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. 1934 war er einer der Mitbegründer des Cabarets Cornichon. Nach dem Krieg schrieb Ehrismann jahrelang sehr erfolgreich für die Zeitschrift Nebelspalter, verdiente daneben sein Geld auch durch das Verfassen von Auftragsgedichten für die Werbebranche. 1978 erhielt er den Literaturpreis der Stadt Zürich.

 Ehrismann, der auch Theaterstücke und Erzählungen verfasste, war in erster Linie Lyriker. Im Gegensatz zu den meisten seiner Zeitgenossen widmete er sich sozialkritischen Themen aus dem Milieu der Stadt. Trotz der grossen Anzahl der von ihm geschaffenen Verse, wirken seine Gedichte dennoch immer originell und frisch. Durch die jahrelange wöchentliche Veröffentlichung Ehrismanns Gedichte im Nebelspalter erreichte er Bekanntheit und Popularität. Wie ein Sammelband seiner Werke im Titel ausdrückte, war Ehrismann „Pessimist und Moralist“ zugleich.

Original-signiertes Papierfoto im Format A5 (Unterschrift auf Original besser lesbar)     15.--

AXEL EGGEBRECHT
1899 - 1991

Schriftsteller / Writer

Axel Eggebrecht wuchs in gutbürgerlicher Umgebung auf und besuchte die Thomasschule. Er meldete sich 1917 als Kriegsfreiwilliger zur Teilnahme am Ersten Weltkrieg, wo er schwere Verwundungen erlitt, deren Nachwirkungen ihn zeitlebens verfolgten. Unentschlossen wechselte er politisch von rechts nach links, gehörte nach dem Krieg zunächst nationalistischen Verbänden an und war von 1920 bis 1925 Mitglied der KPD, hielt sich 1923/1924 zweimal in Moskau auf, kehrte aber vom Bolschewismus enttäuscht nach Berlin zurück.

1925 begann seine Mitarbeit bei Siegfried Jacobsohns Weltbühne, außerdem schrieb Eggebrecht in der Literarischen Welt. In Berlin gehörte er zu den Bewohnern der Künstlerkolonie Berlin. 1933 war Eggebrecht für einige Monate im Konzentrationslager Hainewalde inhaftiert. Unter Decknamen schlug er sich nach seiner Freilassung in der Filmbranche als Drehbuchautor, Assistent und Kritiker durch.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges, im Juni 1945, holten britische Besatzungsoffiziere Eggebrecht ins Funkhaus des vormaligen Reichssenders Hamburg. So gehörte Eggebrecht zu den Mitbegründern des im September 1945 ins Leben gerufenen Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR). Als Journalist zählte Axel Eggebrecht zu den Pionieren des Radio-Features. 1963 bis 1965 berichtete er über den Auschwitz-Prozess in Frankfurt am Main.

Mit Peter von Zahn gründete Axel Eggebrecht 1946 die Nordwestdeutschen Hefte, deren Mitherausgeber er bis 1948 war. Eggebrecht wurde 1965 Mitglied des PEN-Clubs Deutschland und war von 1972 dessen Vizepräsident. In den letzten Lebensjahrzehnten betätigte sich Eggebrecht weiterhin journalistisch und hielt zeitkritische Vorträge.

1979 wurde er gemeinsam mit Fritz Eberhard mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichnet und 1983 mit dem Gerrit-Engelke-Preis. 1989 verlieh ihm der Hamburger Senat die Bürgermeister-Stolten-Medaille.

Here is a rare original signed card 3.5 x 5.5 Format A6    Price in Euro 19.--

ALBRECHT GOES
1908

Schriftsteller / Writer

Albrecht Goes (* 22. März 1908 in Langenbeutingen, Landkreis Öhringen (heute Teilort der Gemeinde Langenbrettach, Landkreis Heilbronn); † 23. Februar 2000 in Stuttgart) war ein deutscher Schriftsteller und protestantischer Theologe. 

Goes studierte Theologie, wurde 1930 zum Pfarrer ordiniert und arbeitete während des Zweiten Weltkrieges als Geistlicher im Lazarett und im Gefängnis. Nach dem Krieg arbeitete er auf verschiedenen württembergischen Pfarrstellen in Unterbalzheim und Gebersheim, bis er 1953 den Pfarrdienst quittierte und von da an als freier Schriftsteller in Stuttgart wirkte. 

Bereits 1932 erschienen mit Verse und dann 1934 mit Der Hirte erste Gedichtbände. 1950 erschien die Erzählung Unruhige Nacht. Die 1954 erschienene Erzählung Das Brandopfer thematisiert die Judenverfolgung während des Dritten Reiches anhand einer schlichten Metzgersfrau, die zuletzt durch (die ihr dann verwehrte) Selbstopferung Gerechtigkeit sucht. Das in einfacher Sprache geschriebene Werk gilt bis heute als Beitrag zu Dialog und Versöhnung von Juden und Christen. Dem Autor selbst wurde 1978 für diesen Beitrag die Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen. 

Top: Here is a rare original signed sheet (Format ca. 15 x 21 cm)
Price in Euro 15.--
Bottom: Here is a rare orignal signed picture 3.4 x 5.4 (Format A6) Unterschrift rückseitig
Price in Euro 15.--

WILLIAM GOLDING
1911 - 1993

Schriftsteller, Nobelpreisträger

Im Alter von 7 Jahren begann Golding zu schreiben. Er begann widerwillig ein Studium der Naturwissenschaft, lehnte sich jedoch dagegen auf und änderte seinen Studienschwerpunkt von Naturwissenschaften zu englischer Literatur. Noch ein Jahr vor seinem Studienabschluss in Naturwissenschaften und Englisch am Oxforder Brasenose College erschien sein erstes Buch mit Gedichten. Golding war damals 23 Jahre alt. 

Ab 1939 lehrte er in Salisbury Englisch. Sein künstlerisches Schaffen wurde unterbrochen von seiner Teilnahme als Marineoffizier am Zweiten Weltkrieg. Die Kriegserfahrungen waren prägend für seine weitere Arbeit. 1961 erlaubten ihm die Einnahmen seiner erfolgreichen Bücher, seinen Beruf als Lehrer aufzugeben. Nach einem Jahr als Writer-in-residence am Hollins College in Virginia wurde er freier Schriftsteller.

Golding geht in seinen Romanen in symbolischer-allegorischer Gestaltung metaphysischen Grundlagen der Existenz, wie Überleben, Schuld, Sühne, Erlösung nach. Seine Manuskripte waren zunächst nicht sehr gefragt, so wurde sein größter späterer Erfolg Herr der Fliegen von mehr als zwanzig Verlagen abgelehnt. 1954 erschien seine Geschichte über die Erlebnisse einer Gruppe von gestrandeten Schülern und wurde in Großbritannien und den USA zum Bestseller. 1983 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Original-signierte Karte (etwas kleiner als Postkartenformat)    Price in Euro 39.- 

ARTHUR HAILEY
1920 - 2004

Schriftsteller / Writer

Here is a rare original signed picture 3.5 x 5.6 (Format A6)    Price in Euro 35.-

ALEX HALEY
1921 - 1992

Schriftsteller / Writer

Bekannt wurde er weltweit durch seinen Roman "Roots", in dem er die zuvor nur mündlich tradierte Geschichte seiner Vorfahren erzählte, beginnend mit Kunta Kinte, der 1767 im heutigen Gambia entführt und als Sklave in die damalige britische Kolonie Maryland verschleppt worden sein soll. Für Roots erhielt er 1977 den Pulitzer-Preis. Im selben Jahr wurde die gleichnamige Fernsehserie ausgestrahlt.

Haley wuchs im Süden der USA auf und diente von 1939 bis 1959 in der Küstenwache. Nebenher begann er Kurzgeschichten und Artikel zu schreiben. Er arbeitete für Reader's Digest und schrieb 1965 als Ghostwriter die Autobiographie von Malcolm X. Er hatte nach eigenen Angaben zwölf Jahre für Roots recherchiert, und das 1976 erschienene Buch sowie die im darauffolgenden Jahr erstmals ausgestrahlte Fernsehserie wurden enorm erfolgreich. Roots wurde in 37 Sprachen übersetzt, die Verfilmung sahen etwa 130 Millionen Menschen. Zum ersten Mal wurde einer breiten Öffentlichkeit bewusst, auf welche Geschichte die Amerikaner afrikanischer Herkunft zurückblicken.

In den achtziger Jahren begann Haley die Arbeit an einem zweiten Roman, der sich mit einem anderen Zweig seines Stammbaumes beschäftigte, dem seiner Großmutter „Queen“, die die Tochter einer Sklavin und ihres weißen Herrn war. Haley starb kurz vor der Vollendung des Manuskriptes. Es wurde von David Stevens fertiggestellt und unter dem Titel Alex Haley's "Queen" veröffentlicht. Dieses Buch wurde 1993 ebenfalls verfilmt.

 Here is a rare original signed picture 3.5 x 5.6 (Format A6)    Price in Euro 29.-

MANFRED HAUSMANN
1898 - 1986

Schriftsteller / Writer

Geboren 1898 als Sohn eines Fabrikanten (Firma Zeiss-Winkel), besuchte er das Gymnasium in Göttingen und wurde Mitglied der Wandervogelbewegung, in der viele von ihm geschriebene Fahrtenlieder gesungen werden. 1916 legte er das Notabitur als Soldat im Ersten Weltkrieg ab und kehrte 1918 zurück nach Göttingen. In Göttingen und München studierte er Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte.

1922 promovierte er und heiratete die Studienkollegin Irmgard Schmidt, 1923 begann er eine Kaufmannslehre in Bremen. 1924 wurden seine Zwillinge Wolf und Tjark geboren. 1924 und 1925 war er Feuilletonredakteur der Weser-Zeitung, seine Novellen wurden erstmals im Schünemann Verlag veröffentlicht.

Ende 1925 legte er die Arbeit bei der Zeitung nieder und zog als Landstreicher ein Jahr durch Deutschland, bis er seinen ersten Roman Lampioon fertig gestellt hatte. 1926 wurde er freier Schriftsteller in Worpswede, bis er 1928 einen Vertrag mit dem S. Fischer Verlag schloss. 1929 unternahm er eine Amerikareise, 1930 wurde seine Tochter Bettina geboren.

Um 1933 wandte er sich dem Christentum zu, u.a. durch die Bekenntnisschrift Theologische Existenz heute (Karl Barth) und die anschließende intensive Auseinandersetzung mit dessen Theologie sowie mit Schriften Søren Kierkegaards, den Romanen Fjodor Michailowitsch Dostojewskis und der Bibel. 1934 starb der Verleger Samuel Fischer und Hausmann hielt die Grabrede. 1936 wurde sein Sohn Martin geboren. 1938 erschien der erste Gedichtband Jahre des Lebens.

1939/40 war er Soldat; er lebte während des Krieges zurückgezogen, schrieb aber für die von Goebbels kontrollierte Zeitschrift Das Reich, sowie für Frontzeitschrriften und die nationalsozialistische Krakauer Zeitung, die im besetzten Polen, dem sogenannten Generalgouvernement erschien.

Das „Hausmann-Haus“ wurde Zuflucht für einige intellektuelle „Querdenker“. 1941 veröffentlichte er den Gedichtband Alte Musik.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs schrieb Hausmann für Die Neue Zeitung, wo er 1947 als Repräsentant der „Inneren Emigration“ eine schwere Auseinandersetzung mit Thomas Mann hatte. Daneben war Hausmann von 1945 bis 1952 Schriftleiter beim Weser-Kurier Bremen und freier Schriftsteller in Bremen-Rönnebeck. 1946 erschienen im Suhrkamp-Verlag, ehemals S. Fischer, die Gedichte Füreinander.

Als die Jury zur Vergabe des Literaturpreises der Stadt Bremen, der Hausmann angehörte, 1959 auf einer Sitzung, an der er nicht teilnahm, Günter Grass (Die Blechtrommel) für den Literaturpreis 1960 vorschlug, wandte Hausmann sich öffentlich gegen diese Entscheidung und kündigte seine Mitgliedschaft in der Jury auf. Tatsächlich entschied sich der Bremer Senat gegen Grass, und der Preis wurde für 1960 gar nicht vergeben.

Hausmann verfasste Gedichte, Erzählungen, Essays, Dramen, theologische Schriften und eine literarische Neu-Bearbeitung des Hohenlieds Salomos; außerdem übertrug er früh-griechische, chinesische und japanische Gedichte in die deutsche Sprache. 1968 wurde er zum Ältestenprediger der Bremischen Evangelischen Kirche ordiniert; er übernahm viele Predigtdienste, Vortragstätigkeiten und sprach bei Rundfunk-Veranstaltungen und Kirchentagen.

Hausmann lebte seit seiner Hinwendung zum Christentum in einem ständigen Konflikt zwischen seiner Berufung zum Dichter einerseits und zum Theologen andererseits. Der Versuch, „dichtend“ zu verkündigen, verlief sowohl für ihn als auch für seine Leserschaft unbefriedigend. Erst mit der Ordination zum Ältestenprediger schuf er eine Lösung. Er trennte Kunst und Verkündigung voneinander: seine Predigten sind keine Dichtung und seine späten Dichtungen sind frei vom Verkündigungscharakter. Hausmann starb 1986. Sein Grab befindet sich auf dem ev. Friedhof in Rönnebeck-Farge.

Hausmann war Ehrenmitglied des Nerother Wandervogels.

Here is a rare original signed picture Format A6    Price in Euro 29.-

OTTO HEUSCHELE
1900 - 1996

Schriftsteller / Writer

Otto Heuschele (* 8. Mai 1900 in Schramberg; † 16. September 1996 in Waiblingen) war ein deutscher Schriftsteller, Herausgeber und Pädagoge. 

Nach dem Studium deutscher, französischer, englischer Literatur, Philosophie und Kunstgeschichte in Tübingen und Berlin, arbeitet er als Lektor bei Reclam. 

Als Lyriker, Erzähler, Essayist und Herausgeber veröffentlicht er eine Vielzahl von Büchern. Daneben ist er Mitarbeiter zahlreicher Zeitungen im In- und Ausland. 

Durch sein Werk zieht sich die Bewahrung der abendländischen Überlieferung und ihrer schöpferischen Erneuerung. Dies verbindet ihn mit Schiller, Hölderlin, Eduard Mörike und Hegel. Erknüpft an die Arbeiten von Hofmannsthal, Rudolf Borchardt, Stefan George, Rainer Maria Rilke an. Eng befreundet war er mit Reinhold Schneider. 

Original signed card with picture Format A6     Price in Euro 19.-

PAULINE KAEL
1919 - 2001

Schriftstellerin / Writer

Sie studierte Philosophie an der University of California, Berkeley (Abschluss 1940). Anschließend leitete sie zwei Kinos und machte experimentelle Kurzfilme. Sie schrieb Filmkritiken für verschiedene Publikationen und machte eine wöchentliche Kinosendung im Radio. Von 1968 bis 1991 schrieb sie für die Zeitschrift The New Yorker. Sie galt in dieser Zeit als einflußreichste Filmkritikerin der USA. Während der 60er und 70er Jahre hat sich Kael in ihren Texten stark für das New Hollywood-Kino engagiert. Zwischen 1965 und 1991 erschienen zehn Bände mit ihren Texten. 1994 erschien die Anthologie "For Keeps - 30 Years at the Movies", in der ihre wichtigsten Texte versammelt sind. 

Oben: Original-signiertes Foto (ca. Postkartenformat)    Price in Euro 19.-
Unten: Original-Unterschrift auf Karte mit integriertem Bild montiert   Price in Euro 9.-

JUSTIN KAPLAN
1925

Schriftsteller, Pulitzerpreisträger

Kaplan received his bachelor of science degree from Harvard University in 1944. After pursuing a post-graduate degree for two years, he left graduate school to work for a publishing house, where he eventually became a senior editor.

Kaplan left publishing for writing in 1959 and began work on his first biography, Mr. Clemens and Mark Twain, a study of the famous author that was published in 1966. The book was a tremendous critical success, winning both the Pulitzer Prize for biography and a National Book Award in 1967. He followed this up with two more well-received biographies, Lincoln Steffens, A Biography (1974), and Walt Whitman, A Life (1980), which won an American Book Award. He also edited several anthologies and the 16th edition of Bartlett's Familiar Quotations (1992).

Kaplan's most recent book is When the Astors Owned New York: Blue Bloods and Grand Hotels in a Gilded Age (2006).

Kaplan married author Anne Bernays in 1954 and has written a double memoir with her entitled Back Then: Two Lives in 1950s New York. Kaplan and Bernays live in Cambridge and Truro Massachusetts.

Original-signierte Postkarte    Price in Euro 19.- 

CARL KAPPELER

Schriftsteller / Writer
 

Original-signiertes Foto (Unterschrift auf der Rückseite) (Format A6)    Price in Euro 12.-

STEPHEN KING
1947

legendärer Schriftsteller / legendary writer

Verfilmte Bücher:
Carrie (76) Salem's Lot (79) The Shining (80) Cujo (83) Christine (83) Cat's Eye (85) Stand by Me (86) The Running Man (87) It (90) Misery (90) Needful Things (93) Dolores Claiborne (95) The Langoliers (95) Apt Pupil (98) The Green Mile (99) Dreamcatcher (03) Walking Ghost (06)

Here is a rare original signed card 3.5 x 5.6 (Format A6)    Price in Euro 69.-
Stephen King verschickt keine Autogramme mehr sondern signiert nur noch seine Bücher.

HANS HELLMUT KIRST 
1914 - 1989

Schriftsteller / Writer

Hans Hellmut Kirst wurde als Sohn eines Polizeibeamten geboren. Infolge der dienstlichen Versetzungen seines Vaters verbrachte er seine Jugendzeit an unterschiedlichen Orten in Ostpreußen. Nach dem Besuch des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums in Osterode trat er 1931 in die Höhere Handelsschule über. 1932 arbeitete er im Rechnungsbüro des Ritterguts Mühlen. Auf Wunsch seines Vaters wurde er 1933 Berufssoldat der Reichswehr und war dann in der Wehrmacht bei der Flugabwehr in Königsberg stationiert. In den folgenden Jahren stieg er vom Unteroffizier zum Wachtmeister und Hauptwachtmeister auf.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Kirst zum Leutnant und Oberleutnant befördert und war ab August 1944 zuerst an der Luftkriegsschule VI in Kitzingen und ab Mitte April 1945 an der Flakartillerieschule IV im oberbayerischen Altenstadt Nationalsozialistischer Führungsoffizier (NSFO)[1] und Lehrer für Kriegsgeschichte. Der spätere bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß war sein Vorgänger in Altenstadt und bezichtigte Kirst 1945 bei den US-Amerikanern, ein Anhänger des Nationalsozialismus gewesen zu sein. Kirst verbrachte neun Monate in einem amerikanischen Internierungslager in Garmisch. Dort entstanden auch seine ersten literarischen Aufzeichnungen. Obwohl Kirst als politisch ‚unbelastet‘ entlassen wurde, verhängte Strauß als Vorsitzender der Spruchkammer dennoch ein zweijähriges Schreibverbot gegen ihn. Aus dieser Zeit datieren die jahrelang erbittert geführten Auseinandersetzungen zwischen den beiden.

1947 zog Kirst nach München und war nach anfänglichen Gelegenheitsarbeiten (Gärtner, Straßenarbeiter, Dramaturg, Gemeindeschreiber) dort bis 1972 Filmkritiker der Tageszeitung Münchner Mittag (heute: Münchner Merkur). 1950 publizierte er seinen ersten Roman, Wir nannten ihn Galgenstrick. 1954 landete er mit seiner Romantrilogie 08/15, den Erlebnissen des Gefreiten/Wachtmeisters (so wurden die Feldwebel bei der Artillerie und Kavallerie genannt)/Leutnants Asch einen internationalen Bucherfolg, der mit Joachim Fuchsberger in der Hauptrolle sehr erfolgreich verfilmt wurde.

Bis zu seinem Tod verfasste Kirst etwa 60 Romane und wurde ein deutscher Bestsellerautor. Er schrieb Kriminalromane und setzte sich zugleich mit der Bewältigung des Nationalsozialismus auseinander, von seinen Kritikern wurde er allerdings der Trivialliteratur zugeordnet. In den 1950er-Jahren trat er energisch gegen eine deutsche Wiederbewaffnung ein, was zu heftigen Attacken des neuen Verteidigungsministers Franz-Josef Strauß führte. 1960 und 1962 konnte er mit den Romanen Fabrik der Offiziere und Die Nacht der Generale noch zwei weitere Welterfolge landen, die ebenfalls verfilmt wurden.

Seine Tantiemen setzte er u.a. für wohltätige Zwecke ein (soziale Organisationen in Israel, Kriegswaisen in Polen, Studenten in Norwegen). 1961 heiratete er die Schauspielerin Ruth Müller und lebte mit ihr und der gemeinsamen Tochter Beatrice in Feldafing am Starnberger See. 1967 stiftete er zum 100. Geburtstag des bayerischen Schriftstellers und Satirikers Ludwig Thoma eine Medaille für gesellschaftliche Verdienste. Seit 1969 arbeitete er als Filmkritiker auch beim ZDF in Mainz für die Sendung Ratschlag für Kinogänger. Von 1972 bis 1975 war Kirst Kolumnist der Münchner Abendzeitung.

1987 übersiedelte der von einer Krankheit schwer Gezeichnete mit seiner Familie von Bayern nach Werdum in Ostfriesland, wo er am 23. Februar 1989 starb.

Oben: Original-signiertes Foto im Postkartenformat     Price in Euro 29.-
Unten: Original-signiertes Buch    Price in Euro 139.-

HEINZ G. KONSALIK
1921 - 1999

Schriftsteller / Writer

Heinz Günther Konsalik entstammt einem alten sächsischen Adelsgeschlecht (Freiherren von Günther Rittern zu Augustusberg), das seinen Titel in der wilhelminischen Zeit ablegte. Sein Vater war Versicherungsdirektor. Konsalik schrieb bereits mit zehn Jahren einen ersten Wildwestroman. Mit 16 verfasste er Feuilletons für die Kölner Zeitungen. Nach dem Abitur studierte er zunächst Medizin, später wechselte er zu Theaterwissenschaften und Germanistik. Ab 1939 war er bei der Gestapo tätig. Im Zweiten Weltkrieg wurde er Kriegsberichterstatter in Frankreich und kam als Soldat später an die Ostfront, wo er in Russland schwer verwundet wurde.

Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg zog er mit seiner Mutter von Köln nach Attendorn und arbeitete zunächst als Verlagslektor, dann als Redakteur und schließlich als stellvertretender Chefredakteur der Lustigen Illustrierten sowie als Dramaturg. Er hängte als Autor den Geburtsnamen seiner Mutter an seinen Familiennamen – also Günther-Konsalik –; erst später nannte er sich Heinz G. Konsalik.

Seit 1951 war Konsalik freier Schriftsteller und gehörte spätestens nach dem Erscheinen von Der Arzt von Stalingrad (1956) zu den erfolgreichsten Autoren der Unterhaltungsliteratur. Er lebte in den Nachkriegsjahren zunächst noch in Attendorn im Sauerland, wo er den Roman Liebesspiel mit Jubilar schrieb, der später als Der Gentleman auf den Markt kam. Seine Ehefrau war Lehrerin in Attendorn. Später lebte er in Aegidienberg, einem Stadtteil von Bad Honnef. Die letzten sieben Jahre seines Lebens lebte er von seiner Ehefrau getrennt in Salzburg. Bis zu seinem Tode 1999 veröffentlichte er – teils unter anderem Namen – um die 160 Romane mit einer Gesamtauflage von über 80 Millionen Exemplaren.

Einige seiner Romane wurden verfilmt, etwa Der Arzt von Stalingrad (1958, mit Mario Adorf und Michael Ande), Strafbataillon 999 (1959) oder Liebesnächte in der Taiga (1967).

 In vielen seiner Romane befasst er sich mit den von deutschen Soldaten während des Zweiten Weltkrieges in der Sowjetunion begangenen Kriegsverbrechen sowie den Verbrechen alliierter Soldaten in Deutschland. Hauptthema vieler seiner Bücher war die Sinnlosigkeit des Krieges. 

Here is a rare original signed picture Format A6    Price in Euro 19.-

EPHRAIM KISHON
1925 - 2005

Schriftsteller / Writer

Kishon wurde unter dem Namen Ferenc Hoffmann in Budapest in eine ungarisch-jüdische Familie geboren und wuchs dort auch auf. Er sprach in seiner Jugend weder hebräisch noch jiddisch. Kishons Vater Dezs? war Bankdirektor, seine Mutter Erzsébet vormals dessen Sekretärin. Er hatte eine Schwester namens Agnes.

Seine Begabung wurde schon recht früh erkannt. So erlangte er 1940 den 1. Preis des ungarischen Novellenwettbewerbs für Mittelschüler. Wegen der Rassengesetze wurde ihm das Studium an einer Hochschule verwehrt, so dass er 1942 eine Ausbildung zum Goldschmied begann.

1944 wurde Kishon in das Arbeitslager Jolsva in der Slowakei deportiert; im letzten Kriegsjahr 1945 gelang ihm aus einem Gefangenentransport nach Polen die Flucht.[1] Ein Großteil seiner Familie aber kam in den Gaskammern von Auschwitz ums Leben.

1948 machte er sein Diplom als Metallbildhauer und Kunsthistoriker. Wegen der kommunistischen Herrschaft wanderte er im Mai 1949 aus Ungarn mit einem Flüchtlingsschiff nach Israel aus. Hier wurde sein Name Kishont - ein Name, den er sich zugelegt hatte, weil er im kommunistischen Ungarn weniger bürgerlich klang - in Kishon geändert (Kis-Hont ist ungarisch für „kleiner Hont“, wobei Hont ein verbreiteter ungarischer Nachname ist).

Eine Anekdote, die auch in seinen Büchern vorkommt, beschreibt, wie er zu seinem späteren Namen kam: Ein Beamter stutzte diesen bei der Abwicklung der Einreiseformalitäten kurzerhand auf Kishon. Den Vornamen Ferenc ersetzte der Mann mit der lakonischen Bemerkung „gibt es nicht“ durch „Ephraim“.

Bereits 1952 begann er in hebräischer Sprache in der Zeitung Ma’ariv, der größten Tageszeitung in Israel, unter dem Namen Chad Gadja („Lämmchen“) eine tägliche Kolumne zu schreiben. Diese tägliche Glosse betreute er 30 Jahre lang. 1953 wurde Der Schützling im Nationaltheater Habimah von ihm aufgeführt. 1959 wählte die New York Times sein Look Back Mrs. Lot („Drehn Sie sich um, Frau Lot!“) zum „Book of the Month“. Damit begann Ephraim Kishons internationale Karriere.

Die Weltauflage seiner Bücher liegt bei 43 Mio. (davon 33 Mio. in deutscher Sprache). Auf Hebräisch sind ca. 50 Bücher, im Deutschen etwa 70 Bücher erschienen (viele Zusammenstellungen bereits erschiener Geschichten); weltweit etwa 700 Bücher in 37 Sprachen. Kishons Filme wurden zweimal für den Oscar nominiert (Schlaf gut, Wachtmeister und Sallach) und seine Filme wurden – neben einer Reihe von anderen Auszeichnungen – dreimal mit dem Golden Globe bedacht.

Weltweit bekannt sind die Familiengeschichten, Kishons meistverkauftes Buch. Es ist, abgesehen von der Bibel, auch das meistverkaufte Buch in hebräischer Sprache. Sein im deutschen Sprachraum wohl bekanntestes Werk ist die Bürokratie-Satire Der Blaumilchkanal.

Großen Anteil an dem Erfolg im deutschen Sprachraum hat der österreichische Schriftsteller und Theaterkritiker Friedrich Torberg, der bis zu seinem Tod im Jahre 1979 die Bücher Kishons aus dem Englischen ins Deutsche übersetzte. Nach 1979 schrieb Kishon selbst auf Deutsch oder wurde von Gerhard Bronner übersetzt.

Viele Ausgaben von Kishons Büchern sind mit Illustrationen des 1923 geborenen österreichischen Zeichners und Karikaturisten Rudolf Angerer ausgestattet (signiert mit RANG).

Zielscheibe von Kishons Satiren waren neben den kleinen Ärgernissen des Alltags vor allem die Bürokratie und die große und kleine Politik, speziell die in Israel. Daneben war der Kunsthistoriker Kishon seit seinem Theaterstück Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht (1965) ein scharfer Kritiker der modernen Kunst und des dazugehörigen Kunstmarktes. Für die TV-Verfilmung dieses Stückes fertigte Kishon in satirischer Absicht sogar eigene Kunstwerke nach moderner Manier an. In dem Essay Picasso war kein Scharlatan (1985) und später in seinem Buch Picassos süße Rache (1995) vertiefte er, ausgehend von einer Feststellung Pablo Picassos, seine Kritik. Wenngleich er dabei an einigen Künstlern wie etwa Joseph Beuys oder Andy Warhol kein gutes Haar ließ, betonte er ausdrücklich, dass er nicht alle modernen Kunstwerke, sondern nur deren Überhöhung durch die Kunstkritik ablehne.

Schach gehörte zu Kishons Hobbys. 1990 wurde ein nach ihm benannter Schachcomputer mit Sprachausgabe, der Kishon Chesster, auf den Markt gebracht.

Anfang der achtziger Jahre ließ er sich in der Schweiz nieder und lebte abwechselnd in Appenzell und in Tel Aviv.

Nach dem Tod seiner Frau Sara 2002, der „besten Ehefrau von allen“, heiratete Kishon im Februar 2003 die österreichische Schriftstellerin Lisa Witasek.

Ephraim Kishon starb am 29. Januar 2005 an einem Herzanfall. Noch am Vorabend seines Todes gab er den Stuttgarter Nachrichten ein vielbeachtetes, ausführliches Interview.

Oben: Here is a rare original signed card (Format A6) - sehr dekorativ    Price in Euro 22.-
Unten: Here is an original signed picture 3.5 x 5 (Postkartenformat)   Price in Euro 25.-

JAMES A. MICHENER
1907 - 1997

Schriftsteller / Writer

Micheners Eltern sind unbekannt. Laut seinen Papieren wurde er am 3. Februar 1907 in New York geboren, jedoch sind tatsächlich weder sein Geburtsdatum noch sein Geburtsort bekannt.

Als Waise wuchs Michener bei seiner Pflegemutter Mabel Michener in Doylestown, Pennsylvania auf. Er arbeitete zunächst als Lehrer und als Lektor. Im Zweiten Weltkrieg, während seines Einsatzes im Südpazifik, entstand auf der vanuatuischen Insel Espiritu Santo sein erstes Buch Die Südsee, eine Sammlung von lose zusammenhängenden Kurzgeschichten. Für dieses Buch erhielt er 1948 den Pulitzer-Preis.
Später wurde daraus das Broadway-Musical South Pacific.

Michener schrieb zahlreiche weitere Romane, zum großen Teil historische Romane, von denen sich viele mit dem Leben in einem bestimmten Land oder US-Bundesstaat von den Anfängen bis zur Gegenwart beschäftigen. Diese Romane basieren auf historisch korrekten Informationen, während die meisten Hauptfiguren fiktiv sind. Während der Recherche für seine Werke reiste er viel und erforschte die von ihm beschriebenen Länder genau.

Viele seiner Werke, wie Hawaii und Colorado Saga wurden mit Weltstars wie Marlon Brando, Grace Kelly, James Garner, Charlton Heston, Julie Andrews, Max von Sydow, Richard Chamberlain, Lynn Redgrave, Timothy Dalton, Glenn Close und vielen anderen verfilmt, wobei in den meisten Fällen Michener selbst das Drehbuch schrieb. Michener schrieb außerdem die Drehbücher zu einer Reihe von Fernsehserien.

Michener starb an Urämie, nachdem er eine Woche vorher selbstständig seine bereits zwei Jahre dauernde Dialysebehandlung beendet hatte.

Here is a rare original signed card (Format A6)    Price in Euro 25.-

LUISE RINSER
1911 - 2002

Schriftstellerin / Writer

Als sie den Reformpädagogen Franz Seitz kennen lernte, beeinflusste er sie nicht nur in pädagogischen Fragen, sondern auch auf ihrem Weg in die Schriftstellerei. Davon zeugt ein umfangreicher, bisher unveröffentlichter Briefwechsel. In dieser Zeit veröffentlichte sie ihre ersten kleinen Erzählungen in der Zeitschrift Herdfeuer. Sie verweigerte den Eintritt in die NSDAP, gehörte aber seit 1936 der NS-Frauenschaft und bis 1939 dem NS-Lehrerbund an. 1939 kam sie der Entlassung aus dem Schuldienst durch eigene Kündigung und Heirat zuvor. 1944 wurde sie wegen "Wehrkraftzersetzung" denunziert und verhaftet, die Verhandlung vor dem Volksgerichtshof, die sicher mit dem Todesurteil geendet hätte, wurde durch das Kriegsende verhindert. Ihre Erlebnisse im Frauengefängnis Traunstein schildert sie in ihrem Gefängnistagebuch von 1946. 

1954 heiratete sie den Komponisten Carl Orff. Diese Ehe wurde 1960 geschieden. Enge Freundschaften verbanden sie mit dem koreanischen Komponisten Isang Yun, mit dem Abt eines Klosters sowie mit dem Theologen Karl Rahner. Rinser lebte seit 1959 in Rom und seit 1965 in Rocca di Papa bei Rom, wo sie 1986 auch zur Ehrenbürgerin ernannt wurde; daneben behielt sie bis zu ihrem Lebensende ihre Wohnung in München, wo sie sich oft aufhielt.

Rinser mischte sich aktiv in die politische und gesellschaftliche Diskussion in Deutschland ein, unterstützte Willy Brandt 1971/72 in seinem Wahlkampf, demonstrierte mit den Schriftstellern Heinrich Böll und Günter Grass und vielen anderen gegen die Nachrüstung der Bundesrepublik Deutschland mit Pershing-Raketen und wurde zu einer scharfen Kritikerin der katholischen Kirche, die sie jedoch nicht verließ. Am Zweiten Vatikanischen Konzil nahm sie als akkreditierte Journalistin teil. Sie kritisierte in einem offenen Brief das Urteil wegen der Kaufhaus-Brandstiftungen am 2. April 1968 gegen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und andere und schrieb an den Vater Ensslins: "Gudrun hat in mir eine Freundin fürs Leben gefunden"[6]. In den Jahren ab 1972 bereiste sie die Sowjetunion, die USA, Spanien, Indien, Indonesien, Südkorea, mehrere Male Nordkorea, den Iran – dessen Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini sie als "leuchtendes Vorbild für die Länder der Dritten Welt" pries –, Japan, Kolumbien und viele andere Länder. Sie engagierte sich für die Abschaffung des Abtreibungsparagraphen § 218 in der damaligen Form. Sie war eine führende Stimme des so genannten Linkskatholizismus in der Bundesrepublik Deutschland. 1984 wurde sie von den Grünen als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten vorgeschlagen, unterlag aber Richard von Weizsäcker klar (s. Wahl des deutschen Bundespräsidenten 1984).

1941 erschien ihre erste Erzählung Die gläsernen Ringe, die die begeisterte Zustimmung Hermann Hesses fand. Danach konnten wegen des Krieges keine weiteren Bücher erscheinen. Nach dem Krieg arbeitete sie 1945 bis 1953 als freie Mitarbeiterin bei der Neuen Zeitung, für die sie vor allem Bücher rezensierte und Artikel zu kulturellen Fragen schrieb. 1946 erschien ihr Gefängnistagebuch, dann eine Arbeit über Johann Heinrich Pestalozzi Pestalozzi und wir (1947), danach in rascher Folge die Romane Erste Liebe (1948) – nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Erzählung! –, die Erzählung Jan Lobel aus Warschau (1948), die noch heute als ein Meisterwerk angesehen wird, das Kinderbuch Martins Reise (1949) und der Roman Mitte des Lebens, der sofort große Anerkennung fand und in mehrere Sprachen übersetzt wurde.

In den folgenden Jahren veröffentlicht sie den Roman Daniela (1953) und den Bericht über die stigmatisierte Therese von Konnersreuth Die Wahrheit über Konnersreuth. 1955 folgt eine Art Kriminalroman, Der Sündenbock, 1956 ein Band mit Erzählungen Ein Bündel weißer Narzissen (darin enthalten: Die Lilie; Anna; Elisabeth; Daniela; Die rote Katze; Die kleine Frau Marbel; Ein alter Mann stirbt; Eine dunkle Geschichte; Jan Lobel aus Warschau; David und Ein Bündel weißer Narzissen) und 1957 der zweite Nina-Roman Abenteuer der Tugend. Daneben schreibt sie unzählige Rezensionen, Feuilletons, Essays.

Ein Stipendium für einen Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom verschafft ihr eine intensive Begegnung mit Italien und inspiriert sie zu der Erzählung Geh fort wenn du kannst (1959). 1960 wird Der Schwerpunkt veröffentlicht, der Essays über fünf Schriftstellerkollegen und -kolleginnen enthält. 1962 erscheinen der Roman Die vollkommene Freude, das Fotobuch Ich weiß deinen Namen und der Aufsatz Vom Sinn der Traurigkeit (Felix tristitia). Die Erzählung Septembertag (1964) spiegelt einen (fiktiven) Tag ihres Lebens in Rom wider, wo sie sich 1959 niedergelassen hat. Drei Jahre schreibt sie regelmäßige Kolumnen für die Frauen-Zeitschrift Für Sie, die später in drei Bänden als Buch veröffentlicht werden: 1966 Gespräche über Lebensfragen, 1967 Gespräch von Mensch zu Mensch und 1968 Fragen, Antworten. Aus ihrem Engagement für den Menschen heraus schreibt sie mehrere Arbeiten, die religiösen Fragen gewidmet sind: 1964 Über die Hoffnung, 1966 Hat Beten einen Sinn?. Die Erfahrung des Zweiten Vatikanischen Konzils inspiriert sie zur Auseinandersetzung mit kirchlichen Fragen: 1967 Laie nicht ferngesteuert und Zölibat und Frau, 1968 Von der Unmöglichkeit und der Möglichkeit heute Priester zu sein, doch ihr Hauptwerk in dieser Zeit ist der Roman Ich bin Tobias (1966). Daneben erscheinen zwei Fotobände mit Rinsers Interpretationen: Jugend unserer Zeit (1967) und Nach seinem Bild (mit Fotos von Oswald Kettenberger (1969).

1970 bringt Rinser ihr erstes Tagebuch heraus: Baustelle. Eine Art Tagebuch. 1967–1970, dem 1972 das zweite folgt: Grenzübergänge. Tagebuchnotizen. 1973 erscheint Hochzeit der Widersprüche, und 1974 der Bericht Dem Tode geweiht? Lepra ist heilbar! über eine Reise zu der Lepra-Station des DAHW auf der indonesischen Insel Lewoleba. Die "Energiekrise" 1973 inspiriert sie zu der Abhandlung Wie wenn wir ärmer würden oder Die Heimkehr des verlorenen Sohnes (1974).

1975 erscheinen ein weiterer Roman Der schwarze Esel, der fiktive Bericht Bruder Feuer über einen modernen Franz von Assisi, sowie der Aufsatz Leiden, Sterben, Auferstehen. Ihre Freundschaft mit dem koreanischen Komponisten Isang Yun und eine Reise nach Südkorea finden ihren Niederschlag in dem Bericht Wenn die Wale kämpfen – Portrait eines Landes: Süd-Korea (1976). Im Jahr darauf erscheint Der verwundete Drache. Dialog über Leben und Werk des Komponisten Isang Yun (1977).

1978 erscheint das dritte Tagebuch Kriegsspielzeug. Tagebuch 1972–1978. In den Tagen der islamischen Revolution bereist sie den Iran; ihre Erfahrungen und Erkenntnisse schreibt sie nieder zu dem Bericht Khomeini und der islamische Gottesstaat. Eine große Idee – Ein großer Irrtum? (1979). Wegen ihres Engagements für die Wiedervereinigung der beiden Korea wird sie vom Präsidenten Nordkoreas, Kim Il Sung, in dessen Land eingeladen, das sie 1980 zum ersten Mal besucht. Sie schreibt darüber ein Nordkoreanisches Reisetagebuch (1981), das vielfach auf Kritik und Unverständnis stieß, da sie das kommunistische Regime fast völlig unkritisch gesehen habe.

1981 veröffentlicht sie den ersten Teil ihrer Autobiographie Den Wolf umarmen, der bis zum Jahre 1950 reicht. 1982 erscheint ein weiterer Tagebuchband Winterfrühling. Tagebuchaufzeichnungen 1979–1982. 1983 erscheint der viel beachtete und gelesene Roman Mirjam, 1984 das Kinderbuch Das Squirrel, 1985 das Tagebuch Im Dunkeln singen. Tagebuchaufzeichnungen 1982–1985. Die Bekanntschaft mit Romani Rose veranlasst sie, sich mit dem Problem der Sinti und Roma auseinanderzusetzen und das Buch Wer wirft den Stein? Zigeuner sein in Deutschland. Eine Anklage zu veröffentlichen (1985).

1986 erscheint ein Band mit Erzählungen Geschichten aus der Löwengrube – enthaltend: Hinkela; Munjo, der Dichter; Bitte, keine mildernden Umstände; Wie in einem Spiegel; Jakobs Kampf; Vergib uns, wie auch wir vergeben; Äskulap und Angewandte Physik –, 1987 der Roman Silberschuld, 1988 ein weiteres Tagebuch Wachsender Mond. Tagebuchaufzeichnungen 1985 – 1988, sowie das Weihnachtsspiel Drei Kinder und ein Stern, 1990 der Sammelband An den Frieden glauben. Über Literatur, Politik und Religion 1944–1967, 1991 der Roman Abaelards Liebe, 1992 das Tagebuch Wir Heimatlosen. Tagebuchaufzeichnungen 1989–1992.

1994 vollendet Rinser den zweiten Teil ihrer Autobiographie Saturn auf der Sonne; außerdem werden ihre Briefe an den Theologen Karl Rahner veröffentlicht unter dem Titel Gratwanderung. Briefe der Freundschaft an Karl Rahner. Im Herbst 1994 reist sie nach Dharamsala, wo sie mehrere Gespräche mit dem Dalai Lama führt, die unter dem Titel Mitgefühl als Weg zum Frieden. Meine Gespräche mit dem Dalai Lama 1995 veröffentlicht werden. 1997 erscheint das letzte Tagebuch Kunst des Schattenspiels. Tagebuchaufzeichnungen 1994–1997.

Im selben Jahr beginnt sie eine Zusammenarbeit mit Hans Christian Meiser; sie veröffentlichen gemeinsam zunächst den Briefwechsel Reinheit und Ekstase. Auf der Suche nach der vollkommenen Liebe (1998), anschließend den Roman Aeterna (2000).

Dazwischen schreibt sie – als ihr letztes ganz eigenes Werk – Bruder Hund. Eine Legende (1999).

Here is a rare original signed card 3.5 x 5.6 (Format A6)      Euro 19.-

JOHANNES MARIO SIMMEL 
1924 - 2009

Schriftsteller / Writer

Simmels Eltern stammten aus Hamburg. Sein jüdischer Vater Walter Simmel war Chemiker, seine Mutter Lisa, geb. Schneider, Lektorin bei der Filmgesellschaft Wien-Film. Sein Vater floh vor den Nationalsozialisten nach London, während fast alle Verwandten väterlicherseits von den Nazis ermordet wurden. Simmel wuchs in Österreich und England auf und machte an der höheren Bundeslehr- und Versuchsanstalt für chemische Industrie die Matura als Chemieingenieur. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er in der elektrochemischen Forschungsabteilung des Elektrokonzerns Kapsch eingesetzt.

Nach dem Krieg arbeitete er zunächst als Journalist, Übersetzer und Dolmetscher für die US-Militärregierung. 1947 veröffentlichte er seine erste Novellensammlung unter dem Titel Begegnung im Nebel. Bei der Wiener Tageszeitung Welt am Abend verfasste er ab 1948 als Kulturredakteur Filmkritiken und Feuilletons. 1950 übersiedelte er nach München und war dort für die Illustrierte „Quick“ tätig. In ihrem Auftrag unternahm er Reporterreisen durch Europa und nach Übersee.

Simmel schrieb unter verschiedenen Pseudonymen Tatsachenberichte und Serienromane. Zwischen 1950 und 1962 verfasste er allein oder gemeinsam mit anderen Autoren insgesamt 22 Drehbücher, u.a. für Filme wie Es geschehen noch Wunder (1951) mit Hildegard Knef, Tagebuch einer Verliebten (1953) mit Maria Schell, Hotel Adlon (1955) oder Robinson soll nicht sterben (1957) mit Romy Schneider und Horst Buchholz.

Nach seinem ersten großen Erfolg mit der „Quick“-Serie Es muß nicht immer Kaviar sein (1960) widmete er sich vor allem dem Schreiben von Unterhaltungsromanen, die sich aber jeweils mit aktuellen gesellschaftspolitisch relevanten Themen auseinandersetzten, wie etwa Gewalt gegen Ausländer, Drogenhandel oder Genmanipulation. Dabei waren journalistische Recherchen an den Schauplätzen und im Milieu, in dem seine Romane spielten, die Grundlage.

Leitmotive in vielen seiner Werke sind die Relativierung von Gut und Böse und ein leidenschaftlicher Pazifismus. Seit Jahrzehnten gehört er zu den meistgelesenen Autoren im deutschsprachigen Raum. Er veröffentlichte 35 Romane, die eine Gesamtauflage von etwa 73 Millionen verkaufter Exemplare erreichten. Werke von ihm wurden in 30 Sprachen übersetzt. Zahlreiche Werke wurden von Regisseuren wie Alfred Vohrer und Roland Klick verfilmt.

Simmel wurde von den Literaturkritikern lange Zeit als Trivialautor, „Bestseller-Mechaniker“ oder Fließbandschreiber geschmäht. Erst mit dem Roman Doch mit den Clowns kamen die Tränen (1987) fand er allgemeine Anerkennung. Dreimal verheiratet, lebte er zuletzt in der schweizerischen Stadt Zug; einen Roman hatte er nach seinen Angaben noch in Arbeit.

Ein Autor, der Simmel in Stil und Aufmachung seiner Werke zu kopieren suchte, war Michael Burk. Simmel versuchte dessen Tun vergeblich gerichtlich zu unterbinden.

Here is a rare original signed card 3.5 x 5.6 (Format A6)    Price in Euro 25.-

OTTO STEIGER
1909 - 2005

Schriftsteller / Writer

Otto Steiger wuchs in Bern auf und studierte in Paris Romanistik. Aus Geldmangel brach er das Studium ab und arbeitete u.a. als Giesser und Reiseführer. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz wurde Steiger 1936 Redakteur und Nachrichtensprecher bei der Schweizerischen Depeschenagentur.

Von Kriegsbeginn bis 1943 war Otto Steiger die offizielle «Stimme der Nation», die bei einem Einmarsch die Authentizität der Radionachrichten garantieren sollte. Danach gründete und leitete er eine private Handelsschule mit seinem eigenen Namen, die er 1954 verkaufte. 1955 gründete er ein Handelsunternehmen, um seinen schriftstellerischen Neigungen nachgehen zu können.

Sein literarisches Debut gab er 1942 mit der Ehegeschichte Sie tun als ob sie lebten, 1949 folgte Und endet doch alles mit Frieden.

Sein dritter Roman 1952 Porträt eines angesehenen Mannes wurde von Kritikern als Propaganda für den Kommunismus verurteilt. Das Buch wurde tatsächlich ohne Steigers Zutun auf russisch übersetzt und 300'000 mal verkauft.

Nachdem er 1957 unvorsichtigerweise einer Einladung des russischen Schriftstellervereins gefolgt war, diffamierte und ignorierte die Presse den «roten Steiger». Diese Reise war als Entschädigung für die 1952 erfolgte unautorisierte Übersetzung seines dritten Romans gedacht. Seine gesellschaftskritischen Bücher, viele davon Krimis, erschienen nur noch in Kleinverlagen.

Also versuchte er es mit Dramen und Jugendbüchern. In beiden Sparten erhielt er Preise. Von da an ging es wieder aufwärts. Bücher wie Spurlos vorhanden (1980), Die Unreifeprüfung (1984), Der Doppelgänger (1985), Schott (1992), Schachmatt (1996) und zuletzt die Geschichtensammlung Das Wunder von Schondorf (2001) wurden zum Teil bis heute immer wieder neu aufgelegt. Seit 1999 war Otto Steiger wieder ein gefragter Schriftsteller. An den Solothurner Literaturtagen traf er sich mit seinem ehemaligen Gegenspieler Prof. Dr. Werner Weber, um den Konflikt wegen der Russlandreise beizulegen. Die beiden wurden in den letzten 10 Jahren gute Freunde. Das Werk von Otto Steiger ist um einiges grösser, als man vermuten könnte. Ca. 20 Romane und 10 Bücher für junge Erwachsene wurden in 17 Sprachen übersetzt.

Das bewog den Radio DRS Journalisten R. Zehnder, der ihn an seinem 95. Geburtstag besuchte und interviewte, zu der abschliessenden Betrachtung, dass Steigers Werk in einer Linie mit Balzac, Tolstoj und Hemingway stehe. Als Steiger unerwartet durch einen Fehler des Personals im Stadtspital Waid verstarb, schrieb Ch. L. im Bund einen Nachruf, in dem er Steigers Stil mit einem Camus und Beckett verglich. Sein erfülltes und arbeitsreiches Leben hat mit dem verdienten Erfolg in der Schweiz am 10. Mai 2005 im Waidspital sein Ende gefunden.

Oben: Here is a rare original signed picture (Format A6)    Price in Euro 15.-
Unten: Hiere is a rare original signed card with picture (Format ca 6.5 x 10.5 cm)   Price in Euro 8.-

CRAIG THOMAS
1942 - 2011

berühmter Schriftsteller / Famous Writer

Craig Thomas wurde 1942 als Sohn des Journalisten und Autors J.B.G. Thomas in Cardiff geboren. Er besuchte die Cardiff High School, studierte am University College Cardiff und lehrte danach mehrere Jahre englische Sprache und Literatur. Als Thrillerautor wurde er 1977 mit dem Werk Firefox bekannt.

Im April 2011 starb er an einer Pneumonie, die er sich infolge einer akuten myeloischen Leukämie zugezogen hatte.

Here is a rare original signed letter (Format A4)    Price in Euro 25.-

SIMON WIESENTHAL
1908 - 2005

Schriftsteller, Architekt

Als Überlebender des Holocaust gründete er das Jüdische Dokumentationszentrum in Linz und später das Dokumentationszentrum des Bundes Jüdischer Verfolgter des Naziregimes in Wien. Nach seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Mauthausen im Mai 1945 machte sich Simon Wiesenthal die „Suche nach Gerechtigkeit für Millionen unschuldig Ermordeter“ zu seiner Lebensaufgabe. Durch die auf dieser Haltung begründeten Handlungen wurde er für viele zu einem je nach Ansicht stetig nachsetzenden, oder aber unbequemen Zeitzeugen, der weltweit Tätern aus der Zeit des Nationalsozialismus nachforschte, um sie einem juristischen Verfahren zuzuführen. Er verstand sich nicht als der „Nazi-Jäger“, als der er im Laufe der Zeit sowohl anerkennend von Anhängern als auch ablehnend von Kritikern bezeichnet wurde. Wiesenthal sah sich selbst eher als Rechercheur, der jene zur Verantwortung ziehen wollte, die an der geplanten „Endlösung der Judenfrage“ mitgewirkt hatten. Die Kollektivschuldthese hingegen lehnte er nach einem frühen Umdenken stets ab.

Als Autor zahlreicher Bücher, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, wollte Wiesenthal ein Vermächtnis für nachfolgende Generationen hinterlassen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er sofort mit den zuständigen amerikanischen Behörden in Kontakt und übergab bereits am 20. Mai 1945 eine Liste mit 91 Naziverbrechern. Schon im Juli wurde er von den Amerikanern beauftragt, Eichmann zu suchen. Erst Ende 1945 sah er seine Frau Cyla wieder. Die einzige Tochter Pauline wurde 1946 geboren. Er gründete 1947 in Linz sein erstes Jüdisches Dokumentationszentrum, das sich unter anderem zum Ziel setzte, von Zeugen erhaltene Informationen auszuwerten sowie Karteien zu Tätern und Tatorten anzulegen. Das Büro in Linz schloss er 1954, da sich auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges kaum eine staatliche Organisation für seine Ermittlungen einsetzte und er daher keine Unterstützung bekam. In dieser Zeit arbeitete er in der Weiterbildung für jüdische Flüchtlinge, die ohne Beruf schon damals kaum eine Chance zu einer Auswanderung hatten. Erst 1961 gründete er in Wien erneut ein Jüdisches Dokumentationszentrum. Auch dieses Zentrum konnte nur aufgrund von Spenden arbeiten.

Zu den bekanntesten Tätern, die Wiesenthal neben Eichmann ausfindig machte, zählte 1963 Karl Silberbauer in Wien, der die damals 14-jährige Anne Frank in Amsterdam verhaftet hatte. Silberbauer arbeitete bis dahin unerkannt als Wiener Kriminalrayonsinspektor. Seine Aufdeckung war Wiesenthals schwierigster Fall, da sich auch in Österreich alte Naziseilschaften schützten und halfen. 1967 fand er den KZ-Kommandanten des Vernichtungslagers Treblinka, Franz Stangl, Franz Murer und 1987 in Brasilien den ehemaligen Ghetto-Kommandanten von Przemysl, Josef Schwammberger. Der Gestapo-Chef von Lyon, Klaus Barbie, bekannt als der „Schlächter von Lyon“, arbeitete als Folterspezialist zuerst mit dem CIC zusammen und tauchte dann 1951 in Bolivien unter. Dort spürte ihn das Ehepaar Serge und Beate Klarsfeld auf, von wo er dann unter Wiesenthals Mithilfe 1983 nach Frankreich ausgeliefert wurde.

1977 wurde das nach ihm benannte Simon Wiesenthal Center mit Hauptsitz in Los Angeles gegründet. Ziel des Zentrums war und ist es bis heute, flüchtige Kriegsverbrecher und Nazis zu verfolgen. Zwischenzeitlich sind weitere Institute in New York, Miami, Toronto, Jerusalem, Paris und Buenos Aires gegründet worden.

1989 wurde sein Leben in dem mehrfach preisgekrönten Spielfilm Murderers Among Us: The Simon Wiesenthal Story (deutscher Titel: Recht, nicht Rache) mit Ben Kingsley als Simon Wiesenthal verfilmt.

Original-signiertes Foto (Postkartenformat)    Price in Euro 25.- 

WERNER WOLLENBERGER
1927 - 1982

berühmter Schriftsteller / Famous Writer

Wollenberger wuchs in Basel auf, wo er Germanistik studierte. Ab August 1947 schrieb er für das Kabarett Kikeriki Texte und war dort auch Regisseur. 1950 trat er in das Autorenteam des Cabaret Fédéral ein. Er verfasste Programme unter anderem für Walter Roderer und das Schauspielerduo Voli Geiler und Walter Morath sowie für Die Kleine Freiheit in München und für das Kom(m)ödchen. Später wurde er künstlerischer Berater am Zürcher Schauspielhaus

Wollenberger war einer der beliebtesten Autoren und Regisseure von Schweizer Cabaretsendungen und Musicals (Neufassung Die kleine Niederdorfoper, Text zu Mis Dach isch dr Himmel vo Züri). Das Spektrum seiner Tätigkeiten umfasste auch Arbeiten für Radio und Fernsehen, Filmdrehbücher (SOS Gletscherpilot, Taxichauffeur Bänz, Ein Fall für Männdli), Songtexte, Zeitungskolumnen, Theater- und Filmkritiken. Zudem war er auch als Übersetzer tätig (Musical Promises, Promises / dt. Das Appartement, deutsche Songtexte für Es war die Lerche von Ephraim Kishon).

Wollenberger war zudem Chefredakteur der Zürcher Woche und Co-Chefredakteur der Weltwoche.

Here is a rare original signed card (Postkartenformat)    Price in Euro 15.-